Fotografieren lernen in 26 Schritten (+PDF) [Guide]

Du möchtest Fotografieren lernen? Ich habe einen ausführlichen Guide mit 26 Schritten zusammengestellt, wie dir das gelingt!

Fotografieren lernen

Fotografieren lernen

Viele meiner Tipps zum Fotografieren lernen sind kostenlos. Für ein paar Punkte lohnt es sich aber, auch mal Geld in die Hand zu nehmen. Du investierst damit in dich selbst und in dein eigenes Hobby. Oftmals ist es sinnvoller, Geld in die Weiterbildung statt in ein neues Objektiv zu stecken.

Die Reihenfolge der Punkte ist bewusst gewählt, lässt sich aber bestimmt hier und da variieren. Deshalb lege ich dir ans Herz, deinen eigenen Weg zum lernen zu finden.

Ich habe den Artikel mit ein paar Bildern von mir gespickt, die meine Zeilen etwas auflockern. Los gehts mit den 26 Schritten!

1. Kamera kaufen

Der erste Punkt ist natürlich ziemlich offensichtlich. Wenn du fotografieren lernen möchtest, brauchst du als erstes eine Kamera.

Eines gleich vorweg: Prinzipiell tut es jede Kamera, egal welche Größe und welcher Preis. Du hast vielleicht im Kopf, dass du erst eine “richtige” Kamera brauchst, bevor du anfangen kannst. Das ist eine Begrenzung, die nur in deinem eigenen Kopf existiert. 95 % aller großartigen Bilder, die in den letzten 100 Jahren eine gewisse Bekanntheit erlangt haben, wurden mit Kameras aufgenommen, die schlechter waren als die, die du gerade schon hast. Wenn du also schon eine Kompaktkamera oder Bridgekamera hast, dann kannst du beginnen.

Wenn du dir vorgenommen hast, die Fotografie zu einem neuen Hobby zu machen und dafür gern eine Kamera kaufen möchtest, empfehle ich dir eine Spiegelreflexkamera für Einsteiger oder alternativ eine Systemkamera für Einsteiger. Diese Kameras bieten die Möglichkeit, alle Einstellungen selbst festzulegen. Das hat den Vorteil, dass du dich bewusst mit den handwerklichen und bildgestalterischen Themen beschäftigen kannst.

2. Handbuch lesen

Auch wenn es bei Vielen nicht besonders beliebt ist: Lies das Handbuch. Darin findest du 90 % aller technischen Inhalte, die es zu lernen gibt. Kennst du das, wenn jemand in der Landschaft steht, seine Kamera zückt und dann klappt der Blitz aus? Derjenige hat sein Handbuch mit Sicherheit nicht gelesen. Eine Kamera für 800 oder 2000 Euro macht nicht automatisch gute Bilder im Automatikmodus. Aber du kannst alles einstellen, was du willst. Dafür musst du dich aber auch mit den Einstellmöglichkeiten beschäftigen. Je besser du deine Kamera kennst, umso mehr kannst du ihr Potential ausschöpfen.

Madeira 09

Madeira 09

3. Kamera kennenlernen

Der praktische Teil, um die eigene Kamera kennenzulernen, ist natürlich auch das Ausprobieren von dem, was du im Handbuch gelesen hast. Nimm die Kamera so oft wie möglich mit und setze das um, was du in der Theorie gelernt hast. Teste alle möglichen Einstellungen und schau, wie sich dein Bild verändert. Natürlich wird das viel Zeit in Anspruch nehmen, aber nur so lernst du deine Kamera richtig kennen.

Daumenrad der 77D

Daumenrad der 77D

4. fotolehrgang.de studieren

Sich aktiv mit der Fotografie zu beschäftigen bedeutet auch, das Handwerkliche zu lernen. Eine gute Adresse hierfür ist www.fotolehrgang.de. Auf dieser Seite hat Tom Striewisch kostenlos das Grundwissen über die Fotografie zusammengetragen.

5. Üben!

Nun hast du wahrscheinlich schon wieder ganz viel Wissen aufgesaugt. Ich empfehle dir, so viel wie möglich zu üben. Fotografiere einfach viel. Räum dir Zeit für die Fotografie ein und praktiziere sie so oft es geht. Das Wissen zu lesen, zu sehen oder zu hören ist das eine, aber nur durch das Üben verinnerlichst du es auch.

Zum Fotografieren muss man nicht immer weit fahren

Zum Fotografieren muss man nicht immer weit fahren

6. Verschiedene fotografische Richtungen ausprobieren

Als ich meine erste Kamera gekauft hatte und dabei war, langsam Fotografie zu lernen, wusste ich noch nicht so richtig, was ich fotografieren will. Vielleicht geht es dir auch so. Dann empfehle ich dir, alle möglichen Fotorichtungen und Motive auszuprobieren: Portraits, Landschaften, Sport, Architektur, Pflanzen, Insekten, Tiere, Autos, Stillleben oder Abstraktes.

Frag einen Freund oder eine Freundin, ob du ihn oder sie mal fotografieren kannst. Fahr in die Natur und fotografiere dort die Landschaft. Besuch das Fußballspiel eines lokalen Vereins und mache dort Sportaufnahmen. Halte mit deiner Kamera Insekten und Blüten fest. Versuch dich an abstrakten Bildern. Mach am besten nicht alles nur einmal, sondern auch mehrmals. So kann es beispielsweise bei Landschaftsbildern sein, dass das Licht nicht gut passt und du deshalb mit den Ergebnissen nicht zufrieden bist. Wenn du aber jede Fotorichtung zwei- bis dreimal ausprobiert hast, dann bekommst du ein Gefühl dafür, ob sie dir liegt. Diese Fotorichtung kannst du dann gezielt vertiefen.

7. YouTube Videos schauen

Auf YouTube findest du viele verschiedene hilfreiche Videos, um Fotografie zu lernen. Das geht von Grundlagenwissen über Infos zu bestimmten Fotorichtungen bis hin zur Bildbearbeitung. Apropos Bildbearbeitung: Dieses Thema empfehle ich dir erst später anzugehen, denn aktuell ist es vorerst wichtig, die fotografischen Grundlagen zu lernen. Auf YouTube kannst du in jedem Fall gezielt nach dem Suchen, was dich gerade interessiert.

8. Im DSLR-Forum lesen

Eine weitere gute Wissensquelle ist das DSLR-Forum. Dieses Forum beschäftigt sich, wie der Namen schon sagt, vorrangig mit digitalen Spiegelreflexkameras. Aber auch Themen wie Bildkomposition oder Zubehör kommen zur Sprache. Der Inhalt des Forums ist ein riesengroßer Wissensschatz. Hier kann man stundenlang mit lesen verbringen. Eine kleine Warnung aber vorab: Das DSLR-Forum ist sehr technisch angehaucht. Lass dich nicht von diesem hohen Technik-Anteil verunsichern oder dir deine Kameraausrüstung zerreden. In der Fotografie kommt es nicht darauf an, ob ein Objektiv die höchste Schärfe hat, sondern auf das Bild mit seiner Aussage und seinen Emotionen.

9. Einen Kurs an der Volkshochschule belegen

Vielleicht fällt es dir zum jetzigen Zeitpunkt noch schwer, den handwerklichen Teil der Fotografie zu erfassen. Jeder von uns hat andere Wege, wie er oder sie gut lernen kann. So kann auch der Besuch eines Kurses über Fotografie an deiner hiesigen Volkshochschule der für dich passende Weg sein. Oft gibt es hier auch nicht nur technische Einführungen, sondern bereits Vertiefungskurse in bestimmte Fotorichtungen. Wenn du einen Kurs belegst, wirst du nicht nur neues Wissen aufsaugen können, sondern auch Gleichgesinnte treffen.

Sonnenuntergang an der Pasterze

Sonnenuntergang an der Pasterze

10. In Facebook Gruppen mitlesen

Auch in Facebook Gruppen gibt es die Austauschmöglichkeit. In Gruppen zu deiner Kamera oder deinem Kamerahersteller werden nicht nur Bilder gepostet, sondern auch die Entstehung und die Technik dahinter diskutiert. Du kannst auch gezielt nachfragen, wie das jeweilige Bild entstanden ist.

11. Inspiration durch Bilder-Communitys holen

Für mich war es über Jahre hinweg unheimlich hilfreich, mir die Bilder aus Bilder-Communitys anzuschauen und zu versuchen, diese nachzuahmen. Natürlich ist das gewissermaßen ein Kopieren der Bilder, aber dabei lernst du unheimlich viel. Deine eigenen Ergebnisse musst du auch nicht unbedingt jemandem zeigen, schließlich sind es eben größtenteils Kopien. Hier zählt der Lernfaktor.

Auf Seiten wie 500px, flickr, DeviantArt oder der Fotocommunity findest du Anregungen für deine eigenen Fotos. Es hilft sehr, die Bilder zu analysieren: Wann ist das Bild aufgenommen? Wo kam das Licht her? Welche Brennweite wurde ungefähr genutzt? Wie hat der Fotograf das Bild aufgebaut und wieso löst es in mir solch eine Emotion aus? Anhand dieser Analyse kannst du viel lernen. Nach ein paar Monaten oder Jahren solltest du dann natürlich auch deinen eigenen Weg finden und vom Nachahmen Abstand nehmen.

Floating

Floating

12. Fotografie Tipps meiner Leser einholen

Dieser Guide kommt zwar von mir, aber vor einiger Zeit hatte ich auch meine Leser nach Fotografie Tipps gefragt. Dabei kamen sehr unterschiedliche und spannende Herangehensweise zutage. Den Artikel dazu findest du hier.

13. Smartphone Apps nutzen

Zum Fotografieren lernen gibt es auch Apps für das Smartphone. Bei meiner Recherche ist mir für das iPhone „The Great Photo App“ und für Android „Die Fotoschule“ ins Auge gefallen. Ich habe diese Apps noch nicht selbst ausprobiert, aber die Bewertungen dazu sind überwiegend positiv. Ein Blick lohnt sich also.

Ilsetal

Ilsetal

14. Udemy Kurse schauen

Kommen wir zu einer weiteren Wissensquelle. Wie schon gesagt, hat jeder einen eigenen Weg zu lernen, der für ihn oder sie am besten funktioniert. Aus Studien weiß man, dass man durch eine Kombination aus Bild und Ton verhältnismäßig viele Informationen behält. Neben YouTube kann also auch die Plattform Udemy einen Klick wert sein. Dort kannst du dir für moderates Geld Fotografiekurse kaufen und direkt online anschauen.

Lohnt es sich für Videokurse Geld auszugeben, wenn man doch im Internet alles irgendwo kostenlos findet?

Meiner Meinung nach definitiv. Man kann sich die Informationen innerhalb von drei Wochen kostenlos zusammensuchen, oder man gibt einmal wenige Euro aus und lernt das Thema innerhalb von 3 Stunden. Die Zeitersparnis ist dabei eigentlich unbezahlbar. Oft hat sich der Ersteller des Kurses auch Gedanken gemacht, wie er das Wissen am besten vermittelt und in welcher Reihenfolge er es präsentiert.

Ilsetal Sunbeams

Ilsetal Sunbeams

15. Üben!

Bei dem ganzen Lernen kann man schnell vergessen, dass das erlernte Wissen auch wieder angewendet werden muss, um es sich dauerhaft einzuprägen. Nimm also regelmäßig die Kamera in die Hand, plane und organisiere Fotoshootings und beschäftige dich mit deinen eigenen Ergebnissen. Wahrscheinlich lernst du aus deinen eigenen Bildern am meisten. Wenn es in diesem Artikel einen Punkt 27 geben würde, dann würde der zum dritten Mal „Üben!“ heißen. 🙂

16. Mit dem Stativ fotografieren

Es ist sehr hilfreich, die Fotografie mithilfe eines Statives zu entschleunigen. Ein Stativ kommt natürlich nicht für alle fotografischen Themengebiete in Frage. Da wo es aber passt, hilft es dir, dich mehr mit deinem Bild zu beschäftigen. Bevor du das Stativ irgendwo aufbaust, denkst du automatisch mehr darüber nach, was du fotografieren willst und besonders wie. Das Herumtragen kann lästig sein, aber es lohnt sich und ist für Motive bei wenig Licht ohnehin unerlässlich. 98 % meiner Aufnahmen im Portfolio sind mit einem Stativ entstanden. Aktuell nutze ich das Manfrotto Befree.

Manfrotto Befree

Manfrotto Befree

17. Licht verstehen

Fotografieren zu lernen bedeutet auch, sich mit Licht zu beschäftigen. Das kannst du selbst dann machen, wenn du keine Kamera dabei hast. Beobachte mal unterschiedliche Motive in unterschiedlichem Licht zu unterschiedlichen Tageszeiten. Wann wirkt es wie? Wann wird seine Form betont? Wann wird seine Struktur betont? Wann wirkt es plastisch? Wann wirkt es flach? Eine weitere hilfreiche Übung ist es, sich ein festes Motiv zu suchen und dieses bei unterschiedlichen Lichtsituationen immer wieder zu fotografieren.

18. Bildkomposition trainieren

Für mich ist das Thema Bildkomposition eines der Themen, mit der man jede Art der Fotografie grundlegend und unabhängig von der Technik verbessern kann. Ein gutes Bild erzeugt nicht nur Aufmerksamkeit beim Betrachter, sondern es hält ihn fest. Es gibt Erkenntnisse darüber, wie das menschliche Auge und das Gehirn Farben, Formen und Kontraste wahrnehmen. Sich mit Bildkomposition zu beschäftigen, hat das Potential, die eigene Fotografie auf ein ganz neues Level zu heben. Mehr Infos und Übungen dazu findest du in meinem Artikel über Bildkomposition.

Bauhaus Museum 2

Bauhaus Museum 2

19. Buchempfehlungen

Natürlich lohnt sich auch ein gutes Buch zum fotografieren lernen. Ich habe schon mehr als 40 Fotografie Bücher gelesen, aber zwei davon möchte ich hervorheben.

Ein Buch über Bildkomposition

Bildkomposition an sich ist kein einfaches Thema. Wenn ich nur genau einen Weg empfehlen könnte, dieses Gebiet zu lernen, dann wäre es das Buch “Der fotografische Blick” von Michael Freeman. Hier sind alle Unterthemen der Bildkomposition gut erklärt und einprägsam anhand von seinen Fotos deutlich gemacht.

Michael Freeman - Der fotografische Blick

Michael Freeman – Der fotografische Blick

Ein Buch über die eigene Fotografie

Das Buch “Die Kunst der Fotografie” von Bruce Barnbaum ist besonders dann hilfreich, wenn du vielleicht schon zwei Jahre fotografierst. Es beschäftigt sich vor allem damit, wie du selbst an die Fotografie heran gehst und was deine Gedanken und Gefühle hinter den Bildern sind. Ein unglaublich hilfreiches und tiefgängiges Buch, wenn es darum geht, seinen eigenen fotografischen Weg zu finden.

Bruce Barnbaum - Die Kunst der Fotografie

Bruce Barnbaum – Die Kunst der Fotografie

20. Deine Ideen in einem Notizbuch festhalten

Die Ideen für Fotos kommen selten auf Knopfdruck. Meist hast du gar keine Kamera dabei und machst gerade etwas grundlegend anderes, als dich mit Fotografie zu beschäftigen. Sei es morgens im Bad, in der U-Bahn oder beim Kochen. Wenn du so vergesslich bist wie ich, dann ist es wichtig, diese Ideen festzuhalten. Natürlich kannst du dafür auch eine App in deinem Handy nutzen. Ich empfehle dir aber ein Notizbuch dafür. Darin kannst du die Idee für neue Bilder dann auch ausformulieren oder dir beispielsweise Skizzen darüber machen. Ich habe so gut wie immer ein kleines A6 Notizbuch bei mir, in dem ich nicht nur Gedanken über die Fotografie festhalte.

Leitz A6 Notizbuch

Leitz A6 Notizbuch

21. Eine Festbrennweite zulegen

Wahrscheinlich hast du bisher meist mit einem Zoomobjektiv fotografiert. Sicher bist du beim Stöbern im DSLR-Forum auch auf den Begriff Festbrennweite gestoßen. Um deine Fotografie weiterzuentwickeln, kann ein solches Objektiv goldwert sein. Mit einer Festbrennweite kannst du nicht zoomen, du bist auf einen bestimmten Ausschnitt festgelegt. Warum sollte das vorteilhaft sein? Weil du dich so mehr damit beschäftigst, was eigentlich auf deinem Bild sein soll. Du kannst nicht zoomen, um einen anderen Bildausschnitt zu erhalten, du musst dich bewegen. Das kurbelt deinen Sinn für Bildkomposition an.

Nachfolgend habe ich die 50 mm Objektive für Canon, Nikon und Sony Cropkameras aufgelistet, die ich als Einstieg in diese Art der Fotografie empfehle.

22. Fotostammtische und Fototreffen besuchen

Eine weitere Möglichkeit sich mit Gleichgesinnten auszutauschen sind Fotostammtische. Hier gibt es zahlreiche verschiedene Arten. Manche sind auf eine bestimmte Art der Fotografie ausrichtet, bei manchen gibt es Vorträge, wieder andere definieren sich automatisch durch die Vorlieben der Teilnehmer. Schau einfach, ob das ein Rahmen ist, der für dich passt. Es gibt leider auch die Fotostammtische, die allzu technisch ausgerichtet sind. Meiner Erfahrung bringen einen diese Runden wenig voran.

Um Fotostammtische in deiner Gegend zu finden, kannst du einfach in Google nach “Fotostammtisch + Stadt” suchen, in den Events der Fotocommunity schauen oder dich im DSLR-Forum in den entsprechenden Bereich klicken. Analog dazu kannst du auch nach Fototreffen oder -gruppen suchen.

Sonnenuntergang bei Zingst

Offshore

23. Bildbearbeitung nutzen

Nach deinem bisherigen Lernprozess bist du mit Sicherheit schon mit dem Thema Bildbearbeitung in Berührung gekommen. Ich habe aber diesen Punkt ganz bewusst weiter hinten in die Liste gelegt. Ich glaube, dass es wichtig ist, sich erst mit dem handwerklichen und inhaltlichen Teil der Fotografie zu beschäftigen, bevor du anfängst, deine Bilder zu bearbeiten.

Nun kannst du auswählen, welches Programm du für die Bearbeitung nutzen möchtest. Ich empfehle Lightroom und Photoshop, welche es im Adobe Fotografie Abo für rund 12 Euro im Monat gibt. Der Grund für diese Empfehlung ist, dass die meisten Anleitungen und Tutorials im Internet auf diese beiden Programme ausgelegt sind. So kannst du aus einer großen Wissensquelle schöpfen. In meinem Artikel “Lightroom und Photoshop Alternativen” habe ich die Programme aufgelistet, die außerdem für die Bildbearbeitung in Frage kommen.

Um diesen Teilbereich der Fotografie zu lernen, kannst du ebenfalls aus den oben genannten Punkten wie YouTube, Udemy oder ganz einfach durch eine Google Suche die Infos sammeln.

Wenn dein Themengebiet die Landschaftsfotografie ist, so findest du in meinem Kurs zu Bildbearbeitung für Landschaftsfotografie mit Adobe Photoshop eine kompakte Lernmöglichkeit, ohne alles zusammensammeln zu müssen.

Videokurs – Bildbearbeitung für Landschaftsfotografie mit Adobe Photoshop

Videokurs – Bildbearbeitung für Landschaftsfotografie mit Adobe Photoshop

24. In ein Objektiv investieren, welches zu deinem fotografischen Themengebiet passt

Ich vermute mal, dass du mittlerweile dein fotografisches Themengebiet gefunden hast. Vielleicht ist es auch nicht nur eins. Nun ist es sinnvoll, dir ein weiteres Objektiv für diese Fotorichtung zu kaufen. Für Landschaften ist beispielsweise ein Weitwinkel sinnvoll, für Portraits eine weitere Festbrennweite mit 85 mm Brennweite oder für Makros ein entsprechendes Makroobjektiv.

25. Workshops belegen

Auch über Workshops kannst du natürlich Fotografie lernen. Das Spektrum reicht hier von Einsteiger-Workshops über Vertiefung der Fotografierichtungen bis hin zu reinen Fotoreisen. Wenn mich ein Fotograf besonders interessiert, dann schaue ich, ob er Workshops oder Kurse anbietet. Es ist auch für die eigene Motivation eine gute Sache, seinen Vorbildern über die Schulter schauen zu können. In die eigene Weiterbildung investiertes Geld ist immer sehr gut angelegtes Geld.

Fotoworkshop im Harz

Fotoworkshop im Harz

26. 21 Wege um deine Fotografie zu verbessern lesen

Ein Guide, den ich immer wieder gern lese, sind die 21 Wege um deine Fotografie zu verbessern. Egal zu welchem Zeitpunkt, diese Zeilen sind immer wieder hilfreich, um sich auf das Wesentliche der Fotografie zu besinnen.

Bonus: Zusammenfassung als PDF

Ich habe den gesamten Artikel noch einmal als PDF Datei zusammengefasst, die du dir hier herunterladen kannst:

Fotografieren lernen (PDF, 0,2 MB)

Ich hoffe dieser Artikel ist hilfreich für dich. Vielleicht fragt dich auch bald wieder jemand, wie er oder sie Fotografie lernen kann. Dann hast du jetzt eine Anleitung, die du ihm oder ihr schicken kannst.

Ganz bestimmt gibt es noch mehr Ideen, um die eigene Fotografie weiter auszubauen. Deshalb freue ich mich über Hinweise und Kommentare von dir dazu!

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6 Kommentare

  1. Nutzer Avatar
    Bernd C. Müller

    Gebe Dir in fast allen Punkten recht. Einzig der Tipp mit dem Handbuch, womit Du allerdings bei weitem nicht der einzige bist der diese Meinung vertritt, da bin ich anderer Meinung. Ein Handbuch kann man nicht lesen wie einen Roman. Für mich ist das Teil dafür da, wenn ich nach bestimmten Methoden zur Bedienung suche oder bei Problemen Hilfe benötige. Aber nicht um es von Anfang bis Ende durchzulesen. Dafür ist es zu öde.

    Da sind spezielle Bücher, die es für nahezu alle Kameras gibt, z.B. vom Rheinwerk Verlag o.ä. besser geeignet. Da beschreibt jemand anhand vieler möglicher Szenarien u.a. wie man die jeweilige Kamera dafür nutzen kann etc.. Ist ganz anders aufgebaut vom Schreibstil und je nach Autor auch lustig, interessant und spannend zu lesen. Handbücher sind da wie gesagt äußerst dröge.

  2. Nutzer Avatar
    Ingo Krehl

    Ich finde es auch wichtig zuerst das Handbuch zu lesen!
    Es gibt da ein grundlegendes Problem wenn ich es nicht tue, denn, Wenn ich nicht weiß was ich nicht weiß, komme ich auch nicht auf die Idee dort nachzuschauen!
    Ich lese ein Handbuch in Etappen, erstmal die Grundlegende Bedienung der Kamera, welcher Knopf macht was. Dann einmal drüberlesen, damit ich eine Idee habe was alles geht. Dann kann ich wenn ich es brauche nachschauen – da war doch was mit Doppelbelichtung …
    Dann gehe ich die Kapitel gründlich durch, spätestens dann fällt mir auf, mit welchen Grundlagen ich mich eingehender beschäftigen sollte.
    Als Einsteiger werden mir viele Begriffe und Abkürzungen nichts sagen, da hilft nur die Bedeutung der Begriffe zu klären. Dies ist der Grund warum viele Handbücher nicht mögen. Aller Anfang ist schwer! Da muss man einfach durch, je mehr man in den Begriffen sicher ist, je leichter wird es.

  3. Nutzer Avatar
    Bernd C. Müller

    Habe mir 2010 meine erste DSLR gekauft, die Nikon D3000. Und quasi keinerlei Ahnung. Hatte auch das handbuch angefangen lesen zu wollen, aber nach wenigen Seiten aufgegeben, weil es eben wie erwähnt zu dröge war und ich als Leser mitgenommen werden möchte um mir das auch alles merken zu können.

    Habe dann relativ schnell einen Urlaub mit der Kamera verbracht, alles im Automatikmodus bestritten und zur Not haben Einsteiger Nikon Kameras auch noch den s.g. Guide Modus, wo alles bei Bedarf auf dem Display der Kamera erläutert wird.

    Zuhause angekommen wollte ich dann mehr lernen und kaufte mir ein Buch über die D3000 von Michael Gradias aus dem Rheinwerk Verlag. Das hat mich dann wirklich weitergebracht. Alles anschaulich erklärt auch anhand von Bildbeispielen etc.. Viel besser als so eine Gebrauchsanweisung aka Handbuch.

    Aber gut, es mag ja Leute geben, die können konzentriert diese Aneinanderreihung von Funktionen eines Gerätes durchlesen und das am Ende auch noch behalten bei dem ganzen Wust an Infos. Dazu gehöre ich leider eben nicht.
    Wenn ich mal Spezialfälle habe und weiß etwas nicht, dann schaue ich schonmal rein in so ein Handbuch mit Hilfe des Stichwort Verzeichnisses (sofern ich das Problem überhaupt benennen kann mangels Kenntnis des zugrundeliegenden Fachausdrucks). Aber selbst da werden manche Anwendungen und Funktionen der jeweiligen Kamera äußerst umständlich beschrieben, so dass ich selbst da eher geneigt bin, meine Frage beispielsweise im DSLR Forum zu stellen oder schlicht danach zu googeln. Viele Leute können das alles aus Praxiserfahrung nämlich anschaulicher erklären als eben das Handbuch. Ist tatsächlich so. Ich muß jetzt echt schwer überlegen wo mir eins meiner Handbücher von meinen bisherigen DSLR Kameras wirklich nachhaltig geholfen hat. Selbst die AF Feinjustage in den besseren Kameras wird im Handbuch zum Gerät meines Erachtens zu kompliziert beschrieben.

  4. Nutzer Avatar

    @Bernd C Müller
    Ich weiß nicht wie als Sie sind und was Sie nach fast 10 Jahren mit der Kamera machen, doch es gibt einige Dinge in der Fotografie, die sollte man schon wissen und deshalb ist es unumgänglich sich mit der Bedienungsanleitung einer Kamera – insbesondere wenn es sich um eine SLR handelt – auseinander zu setzen.
    Niemand verlangt(e) von Ihnen, dass Sie die Anleitung wie einen Roman lesen, analog dazu werden Sie wohl auch nicht bei einem PKW das gesamte Manual durchackern.
    „Handbücher sind einfach dröge“ – allein diese Aussage würde den Außenstehenden fast veranlassen Ihnen Arroganz zu unterstellen, doch wie wollen Sie die Kamera bedienen, wenn Sie nicht wissen wie sie funktioniert?
    Ja, natürlich, man kann auch auf „P“ (oder so ähnlich) stellen, den Auslöser betätigen, und… Ja was dann? Dann bekommt man eben diese durchschnittlichen Bilder und keine guten Aufnahmen. Wenn man heutzutage Zwölfjährige mit einer teuren SLR sieht, die mit dieser Kamera fotografieren und sie dabei wie ein Telefon verwenden, kann einem schlecht werden.
    Vielleicht unterschätze ich Ihre Fähigkeiten und Sie gehören nur zu diesen Typen, die sich partout nicht mit der Technik auseinander setzen wollen. Es ist leider auch im digitalen, vollautomatisierten Zeitalter, in dem jeder DAU Ergebnisse vorweisen kann, so, dass man um ein bestimmtes Grundwissen über Zeit, Blende, Tiefenschärfe, etc nicht herumkommt. Auch ein Handwerker muss zuerst die einfachen Dinge lernen, bevor er sich an die komplexen Werkstücke heranwagt. Und trotz Digitaltechnik ist Fotografie noch immer so etwas wie ein Handwerk.
    Mir ist nicht klar, ob Sie seit 2010 fotografieren oder schon länger, und sich erst zu diesem Zeitpunkt eine SLR angeschafft haben. Als ich zu fotografieren begann, da gab es keinen (bezahlbaren) Autofokus, lichtstarke Optiken waren unfinanzierbar, digital war im wahrsten Sinne des Wortes ein Fremdwort. Scharf gestellt wurde mit Mikroprismenringen und ähnlichen Sucherhilfsmitteln. Die Abblendtaste an der Kamera war etwas ganz Besonderes und wurde entsprechend häufig eingesetzt.
    Man wurde nicht wie heute mit Literatur über Fotografie zugeschüttet. Blitze hatten Leitzahlen und diese dienten als Grundlage für die Blendenberechnung, damit das Foto auch richtig belichtet wurde. Fotoclubs und entsprechende Veranstaltungen wurden aufgesaugt, denn dort war das wahre Wissen zu finden. Nicht so wie heute wo ein paar Mausklicks genügen, um die Informationen im Netz zu finden. Man musste sich Zeitschriften kaufen, um an die Informationen zu gelangen und tat dies auch. Jeder „Film“ war ein Erlebnis (weil man quasi „blind“ fotografierte, wo sollte man denn die Aufnahme ansehen?) – genauso wie das Öffnen der Versandtasche, wenn man die Dias abholte (Negative und Abzüge davon waren sehr selten – und wenn, dann sündteuer).
    Und noch ein Aspekt: Heute wird einem die Ausrüstung nachgeschmissen, früher musste man noch richtig sparen, das bedeutet, man informierte sich vorher bereits über die Technik und hatte bereits das nötige Wissen beim Erwerb der „Neuen“. So hab ich es übrigens auch bei meinen aktuellen fünf Geräten gemacht. Bevor ich sie anschaffte, hatte ich bereits einen Blick in die PDF-Anleitung gemacht – geschadet hat es niemals, nützen tut es noch heute.
    Dies nur als kleiner Denkanstoß, ich möchte hier nicht die guten alten Zeiten hoch leben lassen, so gut waren sie nämlich nicht. Doch würde ich erst heute beginnen zu fotografieren, so könnte ich die Zeit, welche für all jene Tätigkeiten (wie oben beschrieben) draufging, wesentlich besser für die eigentliche Fotografie nützen. Einen Vorteil, den Sie gewiss haben.

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