Fotografie Bücher – Meine Top 3 Empfehlungen + Bildbände + Zeitschriften

Im heutigen Beitrag gibt es meine persönlichen Empfehlungen zu den besten Fotografie Büchern, Bildbänden und Zeitschriften.

Es gibt viele Möglichkeiten, sich in der Fotografie weiterzubilden. Jeder hat dabei sein Lieblingsmedium, was er gern zum Lernen nutzt. Ich habe in den letzten 14 Jahren um die 40 Fotografie Bücher und Bildbände gelesen. Dabei sortiere ich mein Bücherregal immer wieder aus und verkaufe die Bücher, die ich nicht so gut fand.

Heute möchte ich dir die herausragenden Bücher aus meiner Sammlung vorstellen. Es sind die Bücher, die ich jedem Fotografen empfehlen würde, unabhängig von seinem fotografischen Themengebiet. Aktuell sind das drei Bücher. Hinzu kommen drei Bildbände und eine Zeitschrift.

Fotografie Bücher

Fotografie Bücher

Wieso ich dir die gedruckten Varianten empfehle

Ich empfehle dir die Bücher als gedruckte Variante. Ich nutze selbst einen Kindle E-Book Reader, der für den Alltag und besonders auf Reisen eine tolle Sache ist. Bei diesen Fotografie Büchern ist es jedoch wichtig, die Bilder und Abbildungen in gedruckter Form auf Papier betrachten zu können. Ich habe beispielsweise meine zweite Empfehlung erst als E-Book auf den Kindle angefangen zu lesen und dann gemerkt, dass die gedruckte Variante viel besser wäre. So musste ich das Buch noch einmal kaufen.

Fotografie Bücher – Meine Top 3 Empfehlungen

Michael Freeman – Der fotografische Blick

Michael Freeman - Der fotografische Blick

Michael Freeman – Der fotografische Blick

Wenn du die Technik beherrschst, dann hat die Bildkomposition das Potential, deine Fotografie auf ein ganz neues Level zu heben. Es ist unheimlich spannend, den Betrachter gezielt durch das eigene Bild zu lenken. Die Wahrnehmung des Menschen folgt bestimmten Regeln. Formen, Farben und Kontraste lenken das Verhalten unserer Augen nach gewissen Mustern.

Michael Freemans Buch “Der fotografische Blick” ist für mich das beste Buch zum Thema Bildkomposition. Anhand vieler Bilder zeigt er die Mechanismen der visuellen Wahrnehmung. Dabei dekonstruiert er die Bilder ganz gezielt, um zu zeigen, welches Bildelement wie wirkt. Unabhängig von deinen fotografischen Motiven hilft dir dieses Buch ungemein dabei, die Regeln der Bildgestaltung zu lernen.

Bruce Barnbaum – Die Kunst der Fotografie

Bruce Barnbaum - Die Kunst der Fotografie

Bruce Barnbaum – Die Kunst der Fotografie

Dieses Buch habe ich erst gelesen, als ich schon 10 Jahre fotografiert hatte. Aber für mich kam es genau zum richtigen Zeitpunkt. In “Die Kunst der Fotografie” von Bruce Barnbaum geht es für mich primär darum, seine eigene Fotografie zu hinterfragen. Wieso fotografierst du etwas? Interessiert dich das Motiv? Was willst du mit dem Bild aussagen? Machst du das Bild aus ästhetischen oder aus inhaltlichen Gründen?

Speziell der erste Teil des Buches war für mich sehr wertvoll. Ich habe angefangen, mich mehr mit der Motivation hinter meiner Fotografie zu beschäftigen. Im Buch kommen auch Themen wie Komposition, analoge Dunkelkammer und das Zonensystem vor, aber am Ende schätze ich es hauptsächlich wegen den Gedanken hinter der Fotografie.

Robert Mertens – Der eigene Blick

Robert Mertens - Der eigene Blick

Robert Mertens – Der eigene Blick

Das Buch “Der eigene Blick” von Robert Mertens geht in eine ähnliche Richtung. Es nimmt dich in diesem Prozess noch etwas mehr an die Hand und bringt dich mit gezielten Übungen zum Nachdenken. Mertens fordert dazu auf, außerhalb der eigenen Komfortzone neue Dinge auszuprobieren.

Sein Ansatz betrachtet Fotografie nicht als reine Dokumentation, sondern als Form der Kunst. In dieser Form ist auch die Bildbearbeitung ein Mittel, um sich selbst in den fertigen Bildern auszudrücken. Das Buch geht neben der Entwicklung der eigenen Handschrift also auch in die Richtung der künstlerischen Fotografie. Ich empfehle es deshalb vor allem dann, wenn du dich in deiner Fotografie festgefahren fühlst und es vielleicht gerade etwas langweilig wird.

Fotografie Bildbände

Natürlich gibt es zahlreiche hochkarätige Bildbände, je nach Fotorichtung, die alle einen eigenen Beitrag wert wären. Ich will jedoch nachfolgend drei Klassiker unter den Bildbänden vorstellen, die ich besonders inspirierend finde.

The Portfolios of Ansel Adams

The Portfolios of Ansel Adams

The Portfolios of Ansel Adams

Was wäre ich als Landschaftsfotograf ohne einen Bildband von Ansel Adams? “The Portfolios of Ansel Adams” ist – wie der Name schon sagt – eine Sammlung seiner Portfolios über einen Zeitraum von 30 Jahren. Nicht nur die Bilder an sich sind großartig. Es ist auch spannend zu sehen, wie sich Adams Fotografie entwickelt hat. Er setzte bereits zu Zeiten der analogen Dunklekammer spezielle Techniken ein, wie etwa mehrere Belichtungen zu einem Bild zusammenzufügen. Seine Hingebung für die Fotografie und die amerikanischen Nationalparks ist bis heute unübertroffen.

Michael Kenna – Images of the Seventh Day

Michael Kenna - Images of the Seventh Day

Michael Kenna – Images of the Seventh Day

Michael Kenna ist für seine Schwarz-Weiß-Fotografien bekannt. Er fotografiert oft nachts oder setzt tagsüber Langzeitbelichtungen ein. Zu seinen fotografischen Themengebieten zählen die Landschafts- und Industriefotografie. Der Bildband „Images of the Seventh Day“ ist eine wunderbare Zusammenfassung seiner Arbeiten.

Er ist mit seinen Motiven unheimlich vertraut. Ein spannender Einblick in seine Fotografie findet sich in diesem Video. Ich bewundere seine Arbeiten für die Klarheit und sein Auge für Helligkeiten und Kontraste. Er versteht es, aus den einfachsten und abstraktesten Motiven hochklassige Bilder zu machen.

Henri Cartier-Bresson – Meisterwerke

Henri Cartier-Bresson - Meisterwerke

Henri Cartier-Bresson – Meisterwerke

Henri Cartier-Bresson war in der Straßenfotografie zuhause. Er gilt als derjenige, der begann, die dokumentarische und die künstlerische Fotografie zusammenzuführen. In seinem Bildband „Meisterwerke“ im Taschenbuchformat sind etwa 100 Bilder von ihm zu finden.

Ich hatte dieses Buch bereits einmal verkauft, weil es inhaltlich nicht mein fotografisches Themengebiet ist. Ein paar Jahre später habe ich es aber noch einmal gekauft, weil es schlichtweg viele Beispiele für großartige Bildkomposition enthält.

Bonus: Fotografie Zeitschriften

Lenswork

Lenswork

Ich stehe mit Fotografie Zeitschriften ein wenig auf Kriegsfuß. Das liegt vor allem daran, dass viele deutsche Zeitschriften sich nur mit der Technik beschäftigen. Das macht jedoch nur einen kleinen Teil der Fotografie aus.

Ich habe aktuell nur noch eine Fotografie Zeitschrift abonniert: die Lenswork. Darin geht es primär um Schwarz-Weiß-Fotografie. Der Hauptinhalt der Ausgaben sind aktuelle Projekte von verschiedenen Fotografen. Im Vorwort zu dem jeweiligen Projekt erklärt der Fotograf den Hintergrund dazu.

Mindestens genauso wertvoll sind aber auch die Beiträge des Herausgebers Brooks Jensen. Jensen hat bereits 2004 den Artikel 21 Wege um die eigene Fotografie zu verbessern veröffentlicht. Seine Beiträge in der Lenswork bewegen sich auf einem ähnlichen Niveau. So ist jede Ausgabe für mich von den Bildern als auch von den Texten her immer eine Inspiration.

Welche Fotografie Bücher und Bildbände waren für dich besonders wertvoll? Welche Zeitschriften liest du aktuell? Schreib mir in den Kommentaren!

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14 Kommentare

  1. Nutzer Avatar

    Die Auswahl ist sehr schön. Sie bietet verschiedene Sichtweisen auf das Thema.
    Wenn man an eine erweiterte Liste dächte, würde ich für mich folgende Titel hinzufügen:
    1. Eib Eibeshäuser: Licht – Licht und Schatten sehen, mit Licht und Beleuchtung gestalten. – Rheinwerk.
    Anmerkung: tiefgehende Betrachtung des „Rohstoffes“ Licht in allen erdenklichen Spielarten.
    2. David DuChemin: Sehen und Gestalten. – dpunkt.
    3. Torsten A. Hoffmann: Fotografie als Meditation: eine Reise zur Quelle der Kreativität
    4. Ulrich Stolte: Fotoschule für richtig gute Bilder. – Franzis.
    5. Harold Davis: Kreativ fotografieren – Entfalten Sie ihr fotografisches Potenzial. – Vierfarben.
    6. Torsten A. Hoffmann: Der abstrakte Blick. – dpunkt.
    7. Harald Franzen: Bildgestaltung. – dpunkt.
    8. Robert Mertens: Kreative Fotopraxis: Bewusst sehen, außergewöhnlich fotografieren. – Rheinwerk.

    Für mich bietet jedes dieser Bücher einen ganz eigenen Zugang zum Thema oder bringt wesentliche Arbeitstechniken auf den Punkt.

  2. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias,

    danke für die Lesetipps. Ich möchte sie noch um zwei erweitern:
    Zum einen die MAGNUM Contact Sheets — ein wunderbarer Querschnitt durch die (Presse)Fotografie der letzten Jahrzehnte für ein relativ kleines Geld aus dem man viele Anregungen ziehen kann; zum anderen von Vincent Munier: Im eisigen Weiß. Ein Band mit unfassbar schönen Aufnahmen; Fotografie am Limit des menschlich Machbaren. Allerdings nicht zur Nachahmung empfohlen.

    Schöne Grüße von Mathias zu Matthias

  3. Nutzer Avatar
    Stefan Jugel

    Hallo Matthias,

    mal wieder klasse Tipps. Insbesondere die Erklärungen, warum Du die Bücher empfiehlst, helfen mir enorm weiter.

    Den fotografischen Blick habe ich mir gleich über Deinen Link bestellt.

    Du kennst sicher auch dieses Buch: https://www.amazon.de/Streetfotografie-mitp-ProfiFoto-David-Gibson/dp/3958451373/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=32KPT15SKR8U7&keywords=street+fotografie&qid=1557380569&s=gateway&sprefix=street+fot%2Caps%2C133&sr=8-1

    Fand ich herausragend, was ich auch im Feedback bei Amazon geschrieben habe: https://www.amazon.de/gp/customer-reviews/R3VXZJ13OWIVX3/ref=cm_cr_dp_d_rvw_ttl?ie=UTF8&ASIN=3958451373

    Viele Grüße

    Stefan

  4. Nutzer Avatar
    Thomas Kirchgraber

    Hallo Matthias,

    gratuliere zu Deiner Bücher-Auswahl. Auch bei mir rangiert Bruce Barnbaum an erster Stelle, und sein weiteres Buch „Die Essenz der Fotografie“ habe ich geradezu verschlungen.
    Michael Kennas Bildbände stehen bei mir ebenso im Regal wie die von HCB.
    Eine gute Empfehlung ist die Lehrbuch-Serie von Roberto Valenzuela über Posing, Licht und Hochzeitsreportagen „mit System“.

    • Nutzer Avatar

      Hallo Thomas,

      danke dir! Ist die Essenz der Fotografie sehr empfehlenswert? Das steht noch so auf meiner gedanklichen Liste. Danke dir für die Empfehlung zu den Hochzeitsreportagen, das ist sicher für einige Leser hier interessant!

      Liebe Grüße,

      Matthias

  5. Nutzer Avatar

    Ciao Matthias
    Deine Buchtipps sind wie immer sehr durchdacht. Und das eine oder andere Werk habe ich durch dich erst kennengelernt. Danke.
    Du erwähnst von Freeman „Die Kunst der Fotografie“. Noch inspirierender war/ist für mich sein Buch „50 Wege zur kreativen Fotografie“. Aufschlagen, hängen bleiben, Ideen in die eigene Fotografie integrieren.
    Bei den Foto-Zeitschriften gibt es neben der Kiosk-Massenliteratur noch weitere Nischen, die hängen aber stark von den persönlichen Vorlieben ab. Für Naturfotografen aus meiner Sicht ein Muss: Das „forum naturfotografie – Magazin der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen“: Qualitativ hervorragend, Werbung nur auf den Umschlagseiten, hervorragende Berichte und Bilder. Jedes Heft schon fast ein Fotoband, und das zu einem unschlagbar günstigen Preis.
    … und ein herzliches Danke für den immer noch lesenswerten Artikel von Brooks Jensen!
    Grüsse aus der Zentralschweiz
    Mandi

    • Nutzer Avatar

      Hallo Mandi,

      danke dir! Ich bin mir sicher, dass das GDT Magazin gut ist, allein schon wegen der Fotografen in diesem Verband. Danke dir auch für den Hinweis zum anderen Buch von Freeman. Ich merke schon, dass sich gleich wieder eine Buchbestellung nach den Kommentaren hier bei mir anbahnt…

      Liebe Grüße,

      Matthias

  6. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias,

    Deine Buchempfehlungen kann ich nur unterstützen. Ich habe sie auch – bis auf Kenna – gelesen und finde sie hervorragend. Michael Kenna ist mir aber auch ein Begriff und seine Fotos eine Inspiration der besonderen Art.

    Danke für den Zeitschriften-Hinweis Lenswork, das ich noch nicht, werde ich mir aber mal anschauen. Projekte anderer Fotografen anzuschauen und dabei zu lernen ist immer sinnvoll und anregend. In den normalen Foto-Zeitschriften wiederholen sich die Themen ja eh alle zwei Jahre … Und neue Technik braucht frau ja auch nicht laufend 😉

    Schöne Grüße
    Elke

  7. Nutzer Avatar
    Kessler Wolf-Ekkehard

    Ganz oben gehört aus meiner Sicht das Buch „Das Foto: Bildaufbau & Farbdesign “ von Harald Mante (Autor)

    Ich habe noch eine seiner ersten Auflagen.

    Als Pädagoge und nach 35 Jahren Leitung in der Erwachsenenbildung, konnte ich mit diesem Buch in meinen Fotografie Kursen die größten Erfolge bei Teilnehmern erzielen.

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