
Das Equipment ist für mich Mittel zum Zweck, eine teurere Kamera macht mich nicht zu einem besseren Fotografen. Für mich zählt, dass ich meine Fotoausrüstung genau kenne und weiß, wie sie sich in welcher Situation verhält. Damit kann ich maximale Bildqualität auch aus einer vermeintlichen Einsteigerkamera herausholen.
Die folgenden Produkte benutze ich selbst und kann sie guten Gewissens weiterempfehlen. Ich habe von keinem Hersteller Geld dafür bekommen, diese hier zu promoten. Ich habe alle nachstehenden Produkte selbst gekauft.
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Falls es schon einen Nachfolger zu einem der Produkte gibt, so habe ich diesen verlinkt. Eine Übersicht zu Kameras, Objektiven und Zubehör, das ich aktuell empfehle, findest du außerdem hier.
Zwischen 2005 und 2020 habe ich fast ausschließlich mit verschiedenen Canon EOS APS-C Kameras fotografiert (300D, 450D, 700D, 77D). Eine solche Kamera kostet etwa 700 €, gebraucht sogar noch deutlich weniger. Rund 90 % der Bilder auf meiner Website sind mit diesen Kameras entstanden. Du brauchst keine teure Ausrüstung, um gute Bilder zu machen. Wenn du dir gerade eine Kamera kaufen willst, wirf einen Blick in meinen Artikel über Systemkameras für Einsteiger.
Meine aktuelle Fotoausrüstung
Kameras

Canon EOS R10: Nachdem ich zuletzt fünf Jahre lang mit einer Sony Vollformatkamera und einer Fujifilm X100V fotografiert habe, wollte ich Anfang 2026 wieder eine leichtere Fotoausrüstung haben. Außerdem war es mir wichtig, nur noch eine Kamera zu nutzen, sodass ich mich nicht jedes Mal umgewöhnen muss. Meine Entscheidung fiel auf die Canon EOS R10, eine Systemkamera mit APS-C-Sensor. Diese Kamera hat alle Features, die ich brauche, liegt gut in meinen großen Händen und ist trotzdem angenehm leicht.
Objektive

Sigma 18-50mm 2.8 DC DN Contemporary: Die Prioritäten für die Auswahl eines guten Standardzooms lagen bei mir auf Gewicht und Bildqualität. Canon hat einen RF-Anschluss zum Glück mittlerweile für Dritthersteller geöffnet. Die aktuellen Sigma Contemporary Objektive für APS-C-Kameras sind ein Wunder an Größe, Gewicht und Bildqualität. Eigentlich brauche ich eine durchgängige Lichtstärke von 2.8 gar nicht, 4 oder sogar 5.6 hätten mir auch gereicht. Einziger Wermutstropfen: Dieses Objektiv hat keinen Bildstabilisator.

Sigma 10-18mm 2.8 DC DN Contemporary: Auch wenn viele Bilder in meinem Portfolio mit einem Weitwinkelobjektiv fotografiert sind, so nutze ich diese Brennweiten heute etwas weniger als früher. Trotzdem wollte ich natürlich ein solches Objektiv in meiner Ausrüstung haben. Dieses Objektiv mit einer Brennweite von 10-18 mm ist sogar noch leichter als das obige Standardzoom. Insbesondere bei Architektur-Fototouren durch Städte habe ich so länger Spaß am Fotografieren. Mit der durchgängigen Anfangsblende von 2.8 kann ich dieses Objektiv auch gut für Aufnahmen des Sternenhimmels oder der Milchstraße einsetzen.

Sigma 23mm 1.4 DC DN Contemporary: In den letzten Jahren habe ich mehr und mehr mit einer Brennweite von 23 mm (35 mm Kleinbild-äquivalent) fotografiert. Das begann schon zum Ende meiner Dark Monuments Serie. Aber besonders die Nutzung einer Fujifilm X100V über mehrere Jahre hatte einen entscheidenden Anteil daran. Daher wollte ich für mein aktuelles Kamerasystem auch ein 23 mm Objektiv haben. Durch die Anfangsblende von 1.4 und das weiche Bokeh kann ich die geringe Tiefenschärfe kreativ einsetzen.
Stativ

Manfrotto Befree GT Carbon Stativ: Nachdem ich sehr lange das gute Manfrotto Befree genutzt habe, habe ich mir 2019 das Befree GT Carbon zugelegt. Grund hierfür war, dass ich mit einer Körpergröße von fast zwei Metern gern ein größeres Stativ haben wollte, was mehr meiner Arbeitshöhe entspricht. Dabei sollte das Kamera Stativ aber möglichst nicht viel schwerer werden. Genau diese Anforderungen erfüllt das GT Carbon. Die Beine haben zudem einen größeren Durchmesser und sind durch das Carbon verwindungssteifer. Das sorgt dafür, dass die Stabilität gegenüber dem Befree noch einmal ein ganzes Stück besser ist.
Filter

Hoya HD MkII Polfilter: Besonders für Aufnahmen bei bewölktem Wetter im Wald und an Flüssen kommt bei mir der Polfilter zum Einsatz. Dort verstärkt er den Kontrast und die Farben. Netter Nebeneffekt: Die Belichtungszeit erhöht sich um etwa zwei Blenden. So komme ich dann bei weniger Licht auf Belichtungszeiten um eine Sekunde herum. Das reicht schon dafür aus, damit das Wasser von Flüssen verschwimmt und diesen milchigen Nebeleffekt bekommt. Bei blauem Himmel nutze ich einen Polfilter am Weitwinkel gar nicht, weil der Himmel ungleichmäßig polarisiert wird, was ich als unnatürlich empfinde. Ein Polfilter gehört für mich persönlich zum absoluten Grundstock meiner Fotoausrüstung.

K&F Concept ND Filterset: Ich benutze aktuell vier verschiedene ND Filter, um in jeder Lichtsituation die gewünschte Belichtungszeit erzielen zu können. So kann ich auch tagsüber Langzeitbelichtungen aufnehmen. Dieses Set besteht aus ND4 (2 Blenden), ND8 (drei Blenden), ND64 (sechs Blenden) und ND1000 (zehn Blenden). Diese Filter lassen sich beliebig kombinieren. Je nachdem, welche davon ich nehme, kann ich beispielsweise auch bei Mittagssonne Belichtungszeiten bis zu 30 Minuten erreichen. Diese Filter sind farbneutral, sodass ich sie sowohl für Schwarz-Weiß- als auch für Farbaufnahmen einsetzen kann.

Hoya R72 Infrarotfilter: Für Infrarotfotografie nutze ich eine alte Bridgekamera, die Sony F828. Diese Kamera muss dank des Nightshot Modus nicht für Infrarot umgebaut werden. Um infrarotes Licht aufzunehmen, muss das sichtbare Licht geblockt werden, sodass nur Licht im Infrarot-Spektrum auf den Sensor fällt. Je nachdem welchen Filter mit welcher Wellenlänge du wählst, ist das Ergebnis durchaus unterschiedlich. Manche Filter lassen noch einen Farbanteil des Lichtes durch, andere liefern nur noch Schwarzweiß-Bilder. Um hier immer mal variieren zu können, habe ich drei verschiedene Filter: Hoya R72, Heliopan RG645 und Heliopan RG695.
Zubehör

Canon RS-60E3 Kabelfernauslöser: Insbesondere für Langzeitbelichtungen setze ich einen Kabelfernauslöser ein. So verwackle ich die Bilder nicht, wenn ich den Auslöser drücke. Es gibt zwar auch drahtlose Fernauslöser, aber ich ziehe die Kabelvariante vor, weil ich so nicht von Batterien abhängig bin.

SanDisk Extreme PRO SDXC UHS-I Speicherkarte 128 GB: Ich benutze praktisch seit Beginn meiner Fotografie SanDisk Speicherkarten. Aktuell habe ich zwei 128 GB Karten. Weil ich während einer Fototour nicht so viele Bilder mache, würde eine Karte wahrscheinlich für vier Wochen Fototour reichen. 128 GB sind für mich also eigentlich vollkommen überdimensioniert. Ich empfehle ausdrücklich Markenspeicher zu verwenden. Es ist sehr ärgerlich, wenn die Dateien wegen einer fehlerhaften Karte unbrauchbar sind oder die Karte während des Fotografierens den Betrieb versagt. Ich hatte bisher in 20 Jahren nur eine SanDisk Karte, die nach 2 Jahren Fehler produzierte. Die Bilder konnte ich glücklicherweise mit dem beigelegten RescuePro rekonstruieren. Die Karte selbst wurde sofort vom Hersteller kostenfrei ausgetauscht. In meinem Artikel über Speicherkarten für Kameras habe ich aufgelistet, welche Speicherkarte für welche Kamera passt.
Rucksack & Taschen

Lowepro Flipside 500 AW II: Die meiste Zeit transportiere ich meine Fotoausrüstung in diesem Fotorucksack. Er ist sehr geräumig und auch für mich mit zwei Metern Körpergröße komfortabel zu tragen. Meine Ausrüstung umfasst ja nur einen Kamerabody, zwei Objektive und etwas Zubehör. Das Stativ lässt sich gut am Rucksack befestigen. Dann sind immer noch viele Fächer frei, in denen ich Wasser, Essen, Wertsachen und eine dünne Jacke verstauen kann. Der Flipside 500 AW II verfügt über eine Regenabdeckung, sodass schlechtes Wetter kein Problem ist. Das Kamerafach des Rucksacks lässt sich nur an der Rückenseite öffnen. Das ist insofern gut, als dass ich den Rucksack auch auf unsauberen Boden legen und danach trotzdem wieder aufsetzen kann, ohne anschließend Schmutz am Rücken zu haben. Bei Städtetouren sorgt es außerdem dafür, dass Diebe nicht so einfach an die Fotoausrüstung kommen.

Lowepro Nova 170 AW II: Für kleine Fototouren in der Stadt mit nur einem Objektiv nutze ich diese Kameratasche. Sie ist sehr geräumig, sodass ich neben der Kamera auch noch etwas Zubehör oder eine kleine Wasserflasche mitnehmen kann. Die Polsterung ist gut und das Gewicht trotzdem gering. Sie bietet außerdem einen Schutz gegen schlechtes Wetter.
Nachbearbeitung & Druck
Monitor & Kalibrierung

Acer Predator XB253QGP Monitor: Für die Bildbearbeitung benötige ich einen Monitor, der eine gute Blickwinkelstabilität und eine präzise Farbdarstellung liefert. Zudem sind mir gute Gaming-Eigenschaften wichtig. Dieser Monitor erfüllt wirklich alle Aspekte. Er hat ein IPS-Panel, was nach der Kalibrierung eine 99% sRGB abdeckt. Die Kombination aus 24 Zoll Größe und Full HD Auflösung empfinde ich als ideal für meine Augen. Die 165 hz Bildwiederholrate und G-Sync sorgen dafür, dass auch beim Spielen alles flüssig läuft. Ich fühle mich zudem wohler, nun nur noch einen statt vorher zwei Monitore (einen für Bildbearbeitung und einen für Gaming) auf meinem Schreibtisch stehen zu haben. Wenn du auf der Suche nach einem neuen Monitor bist, dann habe ich in meinem Artikel Monitor für Bildbearbeitung einige aktuelle Empfehlungen dazu.

Datacolor Spyder Kalibrierungsgerät: Zur Kalibrierung des Monitors benutze ich einen Spyder 4 Pro. Das Gerät misst die Helligkeit, Farben, Temperatur und Kontrast und erstellt daraus ein Monitorprofil. Alle 3 Monate muss nachkalibriert werden, der Vorgang dauert etwa eine halbe Stunde. Damit sehen meine Drucke aber auch so aus, wie das Bild am Monitor zu sehen war. Hier gibt es noch mehr Infos zu Monitor kalibrieren.
Software

Adobe Photoshop: Für die Bearbeitung meiner Bilder nutze ich Adobe Photoshop. Photoshop ist Teil des Adobe-Foto Abos und kostet etwa 13 € monatlich. Meine Bildbearbeitung der Landschaftsaufnahmen ist darauf ausgelegt, dass die Bilder so werden, wie ich sie vor Ort selbst gesehen habe. Das menschliche Auge sieht einfach anders als eine Kamera, daher komme ich nicht um die Bearbeitung herum. Diese Nachbearbeitung ist jedoch nicht kompliziert. In meinem Videokurs über Bildbearbeitung für Landschaftsfotografie zeige ich den gesamten Ablauf.

Nik Collection: Die Nik Collection ist eine Sammlung von Plugins für Photoshop. In erster Linie nutze ich das enthaltene Silver Efex Pro für die Schwarz-Weiß Umwandlung meiner Bilder. Nach meinen umfangreichen Tests zum Konvertieren der Fotos von Farbe zu Schwarz-Weiß hat sich ergeben, dass ich hiermit die beste Bildqualität erhalte. Ebenso hilfreich ist das enthaltene Plugin zum Nachschärfen von Fotos für den Druck.
Druckdienstleister

WhiteWall: Ich habe viele Anbieter ausprobiert, wenn es um das Drucken meiner Bilder geht. Das Ergebnis von Fotografie ist für mich immer noch ein guter Druck. Ein eigener Drucker kommt für mich nicht in Frage, da ich zu unregelmäßig drucke. Nach ausgiebigen Tests benutze ich in erster Linie WhiteWall als Druckdienstleister. Die Drucke kosten hier ein wenig mehr, aber die Qualität verdient die Bezeichnung premium. Insbesondere die Drucke auf Hahnemühle-Papier sind einfach eine Klasse für sich.
Literatur

Michael Freeman – Der fotografische Blick: Meiner Meinung nach befindet sich 80 % des technischen Wissens im Handbuch der Kamera. Während der letzten Jahre habe ich mehr als 30 verschiedene Fotobücher gelesen. Regelmäßig miste ich dann mein Bücherregal aus und verkaufe die weniger nützlichen Bücher. Ein Buch, welches ich aber nie verkaufen werde, ist „Der fotografische Blick“ von Michael Freeman. Hier geht es um das Thema Bildkomposition. Freeman dekonstruiert viele seiner Bilder und zeigt dabei, durch welche Elemente der Bildkomposition diese funktionieren.

Bruce Barnbaum – Die Kunst der Fotografie: Wenn du Fotografie lernst, dann wirst du dich zu Beginn sicherlich mit der Technik befassen, um diese zu lernen. Irgendwann befasst du dich dann mehr mit Bildkomposition. Und danach kommt der Punkt, an dem du dich selbst, deine Gedanken und Gefühle mit deiner Fotografie ausdrücken möchtest. Dieses Buch ist genau für diesen Punkt gedacht. Es hilft dir dabei, deinen eigenen fotografischen Ausdruck zu finden. Bruce Barnbaum stößt mit seinem Buch deine Gedanken an, ohne dir seine Eigenen aufzudrücken. Eine ganz klare Empfehlung, wenn du dich fotografisch weiterentwickeln möchtest.