Empfehlungen – Meine aktuelle FotoausrĂŒstung

Matthias beim Fotografieren - Danke an Anne Hornemann

Matthias beim Fotografieren – Danke an Anne Hornemann

Ich werde oft nach meinem Fotoequipment gefragt. Das Equipment ist fĂŒr mich Mittel zum Zweck, eine teurere Kamera macht mich nicht zum besseren Fotografen. FĂŒr mich zĂ€hlt, dass ich meine FotoausrĂŒstung haargenau kenne und weiß, wie sie sich in welcher Situation verhĂ€lt. Damit kann ich maximale BildqualitĂ€t auch aus einer vermeintlichen Einsteiger-Spiegelreflexkamera heraus holen.

Die folgenden Produkte benutze ich selbst und kann sie guten Gewissens weiter empfehlen. Ich habe von keinem Hersteller Geld dafĂŒr bekommen, diese hier zu promoten. Ich bin einfach selbst davon ĂŒberzeugt. Ich habe alle nachstehenden Produkt selbst gekauft.

Die unten stehenden Links sind Affiliate Links. Wenn du ĂŒber diese Links etwas kaufst, dann bekomme ich eine kleine Provision, aber es kostet dich nichts extra.

Falls es vom Hersteller einen Nachfolger zu einem der Produkte gab, so habe ich diesen verlinkt. Eine Übersicht welche Kameras, Objektive und Zubehör ich aktuell empfehle findest du außerdem hier.

Mein aktuelles Fotoequipment

Kameras

Canon EOS 77DCanon EOS 77D: Aktuell ist meine Hauptkamera eine Canon EOS 77D. Mittlerweile hat Canon in Sachen Dynamikbereich etwas nachgezogen. Wenn ich nicht so sehr an die Bedienung der Canon Kamera gewöhnt wĂ€re und meine Objektive fĂŒr das System nicht schon hĂ€tte, wĂ€re ich bestimmt bei den Systemkameras von Sony gelandet. Vor der 77D habe ich mit Canon EOS 700D, 450D, 5D und 300D fotografiert. Es ist nicht so ausschlaggebend, mit welcher Kamera du fotografierst, sondern dass du dich mit dieser Kamera gut auskennst. Mehr Infos zu dieser Kamera findest du in meinem Canon EOS 77D Test.
Sony RX100 M5ASony RX100 V (M5A): Nachdem ich 10 Jahre lang eine Canon Powershot S95 als Kompaktkamera genutzt hatte, habe ich seit Kurzem die Sony RX 100 V (M5A). Mir ging es darum, eine kleinere Kamera als die DSLR zu haben, die mir dennoch eine gute BildqualitÀt liefert. Erfreulich ist auch, dass diese Kamera mit 24 mm etwas mehr Weitwinkel mitbringt. Ich habe bewusst nicht die RX 100 VII gewÀhlt, weil mir SchÀrfe wichtiger ist als ein Zoombereich bis 200 mm. Die BildqualitÀt ist unglaublich gut. Mehr Infos zu dieser Kamera findest du in meinem Sony RX100 VA Test.

Objektive

Canon EF-S 10-22mmCanon EF-S 10-22mm: Das Weitwinkelobjektiv meiner Wahl. Ich mache ca. 95% meiner Bilder mit dieser Linse. Es gibt auf dem Markt viele Weitwinkelobjektive, die sich qualitativ alle auf einem guten Niveau bewegen. Ich habe mich damals fĂŒr das 10-22 entschieden, weil es das einzige Weitwinkel ist, welches bei Infrarot keinen Hotspot hat. Mehr Infos gibts in meinem detaillierten Canon EF-S 10-22mm F/3.5-4.5 USM Test.
Canon 50mm 1.8 STMCanon EF 50mm 1.8 STM: Meine lĂ€ngste Brennweite. Messerscharf und fĂŒr die Momente, wenn ich mal Details einfangen will. Ich bin vor einiger Zeit vom 50mm 1.8 II auf das STM gewechselt, weil die VerarbeitungsqualitĂ€t besser ist, der Autofokus treffsicherer und das Bokeh schöner ist. Ich ziehe dieses Objektiv sogar dem 1.4er vor. Mehr Infos gibts in meinem detaillierten Canon EF 50mm F/1.8 STM Test.

Stativ

Manfrotto BefreeManfrotto Befree GT Carbon: Nachdem ich sehr lange das gute Manfrotto Befree genutzt habe, habe ich mir vor Kurzem das Befree GT Carbon zugelegt. Grund hierfĂŒr war, dass ich mit einer KörpergrĂ¶ĂŸe von fast zwei Metern gern ein grĂ¶ĂŸeres Stativ haben wollte, was mehr meiner Arbeitshöhe entspricht. Dabei sollte das Stativ aber möglichst nicht viel schwerer werden. Genau diese Anforderungen erfĂŒllt das GT Carbon. Die Beine haben zudem einen grĂ¶ĂŸeren Durchmesser und sind durch das Carbon verwindungsteifer. Das sorgt dafĂŒr, dass die StabilitĂ€t gegenĂŒber dem Befree noch einmal ein ganzes StĂŒck besser ist. Mehr Infos findest du in meinem Manfrotto Befree GT Carbon Test.

Filter

Hoya Pro1 PolfilterB+W Polfilter: Mein Polfilter der Wahl ist der B+W KSM MRC Slim. Es ist sicher der Mercedes unter den Polfiltern, aber wenn ich schon in gutes Equipment investiere, dann spare ich nicht am Polfilter, um mir damit die BildqualitĂ€t zu zerstören. Eine weitere Empfehlung hier ist der Hoya Pro1, mit welchem ich ebenfalls sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Der Hoya ist dafĂŒr etwas gĂŒnstiger.
Hoya ND 400ND Filter: Ich benutze vier verschiedene ND Filter, um in jeder Lichtsituation die gewĂŒnschte Belichtungszeit erzielen zu können. Als da wĂ€ren: Hoya ND8, Hoya ND400, B+W 106 und B+W 110. Diese Filter lassen sich beliebig kombinieren. Die Hoya Filter sind relativ farbneutral, die B+W haben einen starken Rotstich. Daher verwende ich die B+W auch nur fĂŒr Schwarz-Weiß Bilder.
Hoya R72Hoya R72: Diesen Filter benutze ich fĂŒr Infrarotfotografie. Er blockiert einen Großteil des sichtbaren Lichts und lĂ€sst nur Licht auf Infrarot WellenlĂ€nge durch. Zusammen mit meiner unmodifizierten Canon Kamera komme ich so auf recht lange Belichtungszeiten, was aber durchaus auch als Effekt dienen kann.

Zubehör

Canon RS60-E3 FernauslöserCanon RS-60 E3: Da ich die meisten Fotos mit Stativ mache, ist ein Fernauslöser natĂŒrlich Pflicht, damit die Bilder beim Auslösen nicht verwackeln. Ich benutze keinen Infrarotauslöser, da ich dann immer auf die Batterien davon achten mĂŒsste und dieser zudem teurer ist. Die Canon wie auch die Nikon Kabelauslöser haben den Nachteil, dass die Ummantelung des Kabels bei niedrigen Temperaturen brĂŒchig wird. Am besten also immer einen ZusĂ€tzlichen auf Vorrat in der Tasche haben!
Sandisk Extreme 16GB SDHCSandisk SDHC Speicherkarte: Ich benutze praktisch seit Beginn meiner Fotografie Sandisk Karten. Aktuell habe ich zwei 16 GB Karten. Ich kann nur ausdrĂŒcklich dazu raten, Markenspeicher zu verwenden. Es gibt nichts Ärgerlicheres, als wenn die Dateien wegen einer fehlerhaften Karte unbrauchbar sind oder die Karte wĂ€hrend des Fotografierens den Betrieb versagt. Ich hatte bisher in 15 Jahren nur eine Sandisk Karte, die nach 2 Jahren Fehler produzierte. Diese wurde sofort vom Hersteller kostenfrei ausgetauscht, top Service!
Hama WasserwaageHama Wasserwaage: Beim Blick durch den Sucher oder aufs Display sieht man nicht immer, ob das Bild gerade ist. Etwaige Fehler könnte ich auch in der Nachbearbeitung korrigieren, damit verschenke ich aber Pixel an den RĂ€ndern des Bildes. Daher benutze ich bei der Aufnahme eine kleine Wasserwaage, die in den Blitzschuh gesteckt wird. Es gibt auch gĂŒnstigere Anbieter von Wasserwaagen, allerdings habe ich damit schlechte Erfahrungen gemacht, da diese nicht sauber austariert waren.

Fotorucksack

Lowepro Flipside 500 AWLowepro Flipside 500 AW: Meine AusrĂŒstung transportiere ich in diesem Fotorucksack. Der Rucksack bietet eine gute Aufteilung und eine gute Polsterung bei relativ geringem Gewicht. Ich habe gern einen grĂ¶ĂŸeren Fotorucksack, weil man auf einer Fototour ĂŒblicherweise noch etwas zu Essen und zu trinken dabei hat und vielleicht noch eine Jacke. In den Flipside 500 passt das alles bequem rein. Der Kamera lĂ€sst sich ĂŒbrigens nur von der RĂŒckenseite aus öffnen, was beim Hinlegen im Schnee einen nassen RĂŒcken erspart und zudem in der Stadt vor Diebstahl schĂŒtzt. Mehr Infos gibts in meinem detaillierten Lowepro Flipside 500 AW Test.

Nachbearbeitung & Druck

Software

Photoshop LogoAdobe Photoshop: Photoshop benutze ich schon seit dem ich 2005 mit Fotografie begonnen habe. Eigentlich sogar schon lĂ€nger, weil ich anno 2002 die ersten Klicks in Adobes Multitalent beim Erstellen von Wallpapers gemacht habe. Damals war Photoshop fĂŒr mich als Studenten mit 1200 Euro unsagbar teuer, aber heute ist das zum GlĂŒck anders. Seit einiger Zeit bietet Adobe das Fotografie Programm an, in dem Photoshop und Lightroom enthalten sind. Das Programm kostet monatlich etwa 12 Euro, dafĂŒr sind aber dauerhaft alle Updates enthalten. Diesen Preis finde ich absolut angemessen.
Nik Collection LogoNik Collection: Ich benutze nur zwei Plugins fĂŒr Photoshop. 2012 habe ich begonnen, mich sehr intensiv mit Schwarz-Weiß-Fotografie zu beschĂ€ftigen. Ein Teil davon war die eigentlich Umwandlung der Farbbilder zu Schwarz-Weiß. Ich habe verschiedene Methoden getestet, wie die Ergebnisse aussehen und welches mir die beste BildqualitĂ€t liefert. Besonders bezĂŒglich der Möglichkeiten und der QualitĂ€t ist Nik Silver Efex Pro 2 hier mit Abstand des beste Programm. Ich habe es damals noch fĂŒr 200 Euro gekauft, mittlerweile wurde Nik von Google aufgekauft und die Nik Collection ist heute kostenlos verfĂŒgbar. Update: Nun hat sich DxO die Nik Collection von Google geschnappt. Ich habe hier noch die letzten freie Version von Google verlinkt, die es bei Heise zum Download gibt.
Neat Image LogoNeat Image: Bilder aus digitalen Kameras haben von Haus aus ein gewisses Bildrauschen. Je höher man die ISO einstellt, umso stĂ€rker ist dieses Rauschen. Insgesamt leider dann die BildqualitĂ€t. GrĂ¶ĂŸere und modernere Sensoren rauschen weniger, aber ganz ohne geht es nicht. Mittlerweile ist das Rauschverhalten beim Kauf einer neuen Kamera fĂŒr mich nur noch ein untergeordnetes Kriterium, weil ich das Photoshop Plugin Neat Image benutze. Damit kann man Bildrauschen in der Nachbearbeitung entfernen. Auch hier habe ich wieder verschiedenste Programm miteinander verglichen und Neat Image bietet fĂŒr mich die beste Rauschreduzierung.

Monitor & Kalibrierung

Dell 2412MAcer Predator XB271HUbmiprz: FĂŒr die Bildbearbeitung benötige ich einen Monitor, der eine gute BlickwinkelstabilitĂ€t und eine prĂ€zise Farbdarstellung liefert. Zudem sind mir gute Gaming-Eigenschaften wichtig. Dieser Monitor erfĂŒllt wirklich alle Aspekte. Er hat ein IPS-Panel, was eine 100% sRGB Abdeckung mitbringt. Mit 27 Zoll ist er angenehm groß. Die 144 hz Bildwiederholrate und G-Sync sorgen dafĂŒr, dass auch beim Spielen alles flĂŒssig lĂ€uft. Ich fĂŒhle mich zudem wohler, nun nur noch einen Monitor statt vorher zwei(einen fĂŒr Bildbearbeitung und einen fĂŒr Gaming) auf meinem Schreibtisch stehen zu haben. Wenn du auf der Suche nach einem neuen Monitor bist, dann habe ich in meinem Artikel Monitor fĂŒr Bildbearbeitung einige aktuelle Empfehlungen dazu.
Spyder 4 ProSpyder 4 Pro: Zur Kalibierung des Monitors benutze ich einen Spyder. Das GerÀt misst die Helligkeit, Farben, Temperatur und Kontrast und erstellt daraus ein Monitorprofil. Alle 3 Monate muss nachkalibriert werden, der Vorgang dauert etwa eine halbe Stunde. Damit sehen meine Drucke aber auch so aus, wie das Bild am Monitor zu sehen war. Hier gibt es noch mehr Infos zu Monitor kalibieren.

Druckdienstleister

WhiteWall LogoWhiteWall: Ich habe viele Anbieter ausprobiert, wenn es um das Drucken meiner Bilder geht. Das Ergebnis von Fotografie ist fĂŒr mich immer noch ein guter Druck. Ein eigener Drucker kommt fĂŒr mich nicht in Frage, da ich zu unregelmĂ€ĂŸig drucke. Nach ausgiebigen Tests benutze ich praktisch nur noch WhiteWall als Druckerei. Was von dort per Post zu mir zurĂŒck kommt, ist fĂŒr mich einfach das Beste, was man mit Geld kaufen kann. Die Epson K3 Drucke auf HahnemĂŒhle Papieren sind einfach eine Klasse fĂŒr sich.

Literatur

Michael Freeman - der fotografische BlickDer fotografische Blick: 80% des technischen Wissens befinden sich im Handbuch der Kamera. WĂ€hrend der letzten Jahre habe ich verschiedene FotobĂŒcher gehabt. RegelmĂ€ĂŸig miste ich dabei mein BĂŒcherregal aus und verkaufe die weniger nĂŒtzlichen BĂŒcher. Dabei sind aktuell nur vier ĂŒbrig geblieben. Zwei BildbĂ€nde, Michael Freeman – „Der fotografische Blick“ und Bruce Barnbaum – „Die Kunst der Fotografie“. Ich empfehle dieses Buch ebenfalls bei meinen Workshops. Es ist der ultimative Weg, um Bildkomposition zu lernen.
 
Bruce Barnbaum - Die Kunst der Fotografie - Cover 150px
Die Kunst der Fotografie: Wenn du Fotografie lernst, dann wirst du dich zu Beginn sicherlich mit der Technik befassen, um diese zu lernen. Irgendwann befasst du dich dann mehr mit Bildkomposition. Und danach kommt der Punkt, an dem du dich selbst, deine Gedanken und GefĂŒhle mit deiner Fotografie ausdrĂŒcken möchtest. Dieses Buch ist genau fĂŒr diesen Punkt gedacht. Es hilft dir dabei, deinen eigenen fotografischen Ausdruck zu finden. Bruce Barnbaum stĂ¶ĂŸt mit seinem Buch deine Gedanken an, ohne dir seine Eigenen aufzudrĂŒcken. Eine ganz klare Empfehlung, wenn du dich fotografisch weiterentwickeln möchtest.