Stativ fĂŒr die Fotografie: Der ultimative Guide [2019]

Im heutigen Artikel zeige ich dir, auf was du achten solltest, wenn du dir ein (neues) Stativ fĂŒr deine Kamera zulegen willst.

Ein Rat gleich zu Beginn: Nimm kein billiges 20 Euro Stativ, denn dann wirst du ein halbes Jahr spĂ€ter nach einem neuen Ausschau halten. Ein Stativ wirst du im Normalfall ĂŒber mehrere Jahre nutzen, deshalb lohnt es sich hier ein wenig mehr Budget einzuplanen. Meine Empfehlungen weiter bewegen sich in der Preisspanne zwischen 100 und 220 Euro. Der Artikel ist sehr ausfĂŒhrlich, wenn du kurz nach einer Empfehlung fĂŒr Stativ suchst, vorab diese Übersicht:

Manfrot. Befree
Das Leichtgewicht
Stabil bis Windst. 4
Kompakt
relativ leicht
Inkl. Kugelkopf
Preis anzeigen
Manfrotto 055
Maximale StabilitÀt
Sehr stabil
Tolle Arbeitshöhe
Etwas schwerer
Kopf selbst wÀhlbar
Preis anzeigen

Inhaltsverzeichnis

Wozu brauche ich ein Stativ?

Du liest diesen Guide bestimmt, weil du ĂŒber den Kauf eines Stativs nachdenkst. Vielleicht hast du deine Spiegelreflexkamera schon eine Weile und willst jetzt mehr vom Stativ aus fotografieren. Vielleicht denkst du auch ĂŒber den Kauf einer neuen Kamera nach und willst gleich ein Stativ dazu kaufen. Dann könnte ĂŒbrigens mein Beitrag ĂŒber eine Spiegelreflexkamera fĂŒr Einsteiger fĂŒr dich interessant sein.

Mein Equipment mit Kamera, Stativ und Fotorucksack im Torrent de Pareis auf Mallorca

Mein Equipment mit Kamera, Stativ und Fotorucksack im Torrent de Pareis auf Mallorca

Doch wann ist ein Stativ ĂŒberhaupt sinnvoll? Es kommt immer dann zum Einsatz, wenn du bei wenig Licht fotografierst und deine Aufnahmen sonst verwackeln wĂŒrden. Doch wie stellst du die Grenze fest, ab wann deine Fotos verwackelt sind?

Die Eins-durch-Brennweite-Faustregel

Als Leitsatz gilt: Ohne Stativ kannst du maximal 1/Brennweite halten.

Ok, jetzt wird es etwas technisch. Welche Brennweite du nutzt, kannst du an deinem Objektiv ablesen. Ein 18-55mm Objektiv hat die Brennweite 18-55mm, je nachdem, ob du herangezoomt hast oder nicht. Welche Brennweite du gerade nutzt, kannst du vorne am Objektiv ablesen.

Je nachdem, welchen Modus deiner Kamera du nutzt (z.B. A, P, AV, TV oder M) siehst du, wenn du den Auslöser halb durch drĂŒckst, deine Belichtungszeit im Sucher eingeblendet. Das kann beispielsweise 1/200 Sekunde sein, 1/50 Sekunde oder auch 1/10 Sekunde. Der Zeitraum von 1/200 Sekunde ist viel kĂŒrzer als 1/10 Sekunde. Bei 1/200 Sekunde ist die Wahrscheinlichkeit, dass du dein Bild verwackelst, viel geringer als bei 1/10 Sekunde.

Je lÀnger die Belichtungszeit, umso wahrscheinlicher ist es, dass du dein Bild ohne Stativ verwackelst. Wenn du also beispielsweise ein Bild mit der Brennweite 50mm fotografierst, dann kannst du maximal 1/50 Sekunde verwacklungsfrei ohne Stativ aufnehmen. Hast du eine Belichtungszeit von 1/25 Sekunde, wird das Bild wahrscheinlich verwackelt. Hast du eine Belichtungszeit von 1/100 Sekunde mit dieser Brennweite, dann bekommst du wahrscheinlich ein scharfes Bild.

Objektive oder Kameras mit Bildstabilisator helfen hier natĂŒrlich noch ein StĂŒckchen nach. Mit Bildstabilisator kannst du ein Bild mit einem 50mm Objektiv noch bei einer Belichtungszeit von 1/10 Sekunde halten.

Ein Stativ brauchst du also immer dann, wenn du bei wenig Licht fotografierst oder auch ganz gezielt Langzeitbelichtungen machen willst. In den meisten FĂ€llen kommt ein Stativ in der Landschaftsfotografie und in der Architekturfotografie zum Einsatz. Ziel ist es immer, wackelfreie Fotos aufzunehmen.

Schwere StĂŒrme bei Cabo da Roca, Portugal.

Portugal 2

Passt jede Kamera auf jedes Stativ?

Die StativanschlĂŒsse sind bei digitalen Spiegelreflex-, spiegellosen Kameras und auch Kompaktkameras mittlerweile genormt. Man kann also sagen, dass die gebrĂ€uchlichen Kameras auf jedes gebrĂ€uchliche Stativ passen. Hier musst du nichts Besonderes beachten.

Das fĂŒr mich wichtigste Kriterium: Gewicht

Das ideale Stativ ist immer ein guter Kompromiss aus Eigengewicht und StabilitĂ€t. Ein 200 Gramm Stativ wird in den seltensten FĂ€llen stabil sein, wĂ€hrend ein 5 kg Stativ zwar fast immer stabil ist, aber eben auch schwer. Die von mir weiter unten empfohlenen Stative wiegen zwischen 1,4 kg und 2,7 kg. Dieser Aspekt hat eine besonders hohe PrioritĂ€t, wenn du ein Reisestativ suchst. Weiter unten gebe ich einen Tipp, welches das fĂŒr mich beste Reisestativ ist.

Entstehung einer Langzeitbelichtung am Cap Formentor, Mallorca

Entstehung einer Langzeitbelichtung am Cap Formentor, Mallorca

Welche Höhe ist nötig?

Spannend wird es bei der Frage, wie groß denn das Dreibein sein sollte. Das ist von deiner KörpergrĂ¶ĂŸe abhĂ€ngig. Dein Stativ sollte so groß sein, dass du ohne ausgezogene MittelsĂ€ule relativ bequem durch den Sucher schauen kannst. Auf diese Weise kannst du bequem fotografieren und dich auf deine Bildkomposition konzentrieren, ohne dich dabei verrenken zu mĂŒssen.

DrehverschlĂŒsse oder KlemmverschlĂŒsse

Um die Beine deines Statives auszuziehen und dann zu fixieren, sind bei jedem Stativ gewisse VerschlĂŒsse verbaut. Meist kommen hier KlemmverschlĂŒsse zum Einsatz. Du hast jedoch beim Kauf auch die Wahl, ein Stativ mit DrehverschlĂŒssen zu erwerben. Ich habe Stative mit beiden VerschlĂŒssen genutzt und ich kann nicht sagen, dass ich einen bestimmten Favoriten hĂ€tte.

KlemmverschlĂŒsse

KlemmverschlĂŒsse

NatĂŒrlich ist es schwerer, sich am Drehverschluss die Finger zu klemmen. Manche Kollegen sagen, dass sie Stative mit DrehverschlĂŒssen schneller aufbauen können, aber bei der Arbeit mit einem Stativ ist mir die zwei Sekunden lĂ€ngere Aufbauzeit nicht so wichtig. Meine Meinung: Welche VerschlĂŒsse du nimmst spielt keine Rolle.

Auf die TragfÀhigkeit achten

Dagegen spielt eine Rolle, wie viel deine Kamera samt Objektiv wiegt. Jedes Stativ hat eine festgelegte maximale TragfĂ€higkeit. Diese TragfĂ€higkeit sollte natĂŒrlich ĂŒber dem Gewicht deines Fotoequipments liegen.

Wenn du nicht auf diesen Wert achtest, kann es passieren, dass sich dein Bildausschnitt wĂ€hrend der Belichtung nach unten absenkt. Wenn du das Stativ zu stark belastest, kann es darĂŒber hinaus beschĂ€digt werden.

Regenbogen am Cap Formentor

Der Unterschied bei der Nutzung von Weitwinkel und Teleobjektiven

Eine weitere Faustregel: FĂŒr ein Teleobjektiv brauchst du ein stabileres Stativ als fĂŒr die Arbeit mit einem Weitwinkelobjektiv. Das liegt daran, dass mit der langen Brennweite eines Teleobjektivs die Bilder wieder leichter verwackeln können. Das gilt eben auch fĂŒr ganz kleine Stupser am Stativ selbst. Oder auch bei Situationen mit starkem Wind. Teleobjektive im Zusammenspiel mit dem Stativ kommen besonders in der Tier- und Sportfotografie zum Einsatz. Mittlerweile habe ich fĂŒr diese Art der Objektive noch einmal einen eigenen Artikel mit meinen Empfehlungen veröffentlicht: Canon Teleobjektiv.

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Das Packmaß: Die GrĂ¶ĂŸe fĂŒr den Transport (im Flugzeug)

Eine weitere Information findest du ebenfalls bei den Daten deines neuen Statives: Die Angabe zum Packmaß. Diese Zahlen bedeuten, wie groß dein Stativ im zusammengebauten und eingefahrenen Zustand ist. Diese Daten spielen dann eine Rolle, wenn du dein Stativ transportieren willst.

Hier solltest du schauen, ob dein Stativ an deinen Fotorucksack oder in den Koffer fĂŒr die Flugreise passt. FĂŒr den Transport im Flugzeug schraube ich meist den Stativkopf ab und transportiere Stativ und Kopf zwischen meinen Sachen gepolstert im Koffer. Meinen Fotorucksack, einen Lowepro Flipside 500AW, habe ich immer als HandgepĂ€ck bei mir.

Meine FotoausrĂŒstung fĂŒr die Reise

Meine FotoausrĂŒstung fĂŒr die Reise

Die Wahl zwischen Holz, Aluminium und Carbon

Stative werden meist aus drei verschiedenen Materialien gefertigt: Aluminium, Carbon und Holz.

Eigenschaften von Holzstativen:

  • Sehr stabil
  • Sehr schwingungsarm
  • Hohes Gewicht

Eigenschaften von Aluminiumstativen:

  • Geringes Gewicht
  • Angemessenes Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis
  • Robust

Eigenschaften von Carbonstativen:

  • Sehr geringes Gewicht
  • Schwingungsarm
  • Im Winter ohne Handschuhe problemlos nutzbar
  • Hoher Preis
Carbonstativ

Carbonstativ von Manfrotto

Holzstative werden wegen des hohen Eigengewichtes mittlerweile eher weniger genutzt. Deine Entscheidung wird also wahrscheinlich auf Carbon- oder Aluminiumstativ fallen.

Lohnt sich der Aufpreis fĂŒr ein Carbonstativ?

Wenn du viel zu Fuß mit dem Stativ unterwegs sein wirst, wie beispielsweise in der Landschaftsfotografie, dann kannst du noch einmal etwas Gewicht mit einem Carbonstativ sparen. Im Vergleich zu einem Aluminiumstativ sind es etwa 20-30 % weniger. Carbonstative kosten dafĂŒr wesentlich mehr. Dieser Gewichtsunterschied ist mir persönlich den Aufpreis nicht wert. Ich bleibe eher bei meinem Aluminiumstativ und kann dieses auch finanziell problemlos ersetzen, wenn es kaputt gehen sollte. Ein empfehlenswertes Carbonstativ ist das Manfrotto MT190CXPRO4.

Sind Spikes nötig?

Spikes sind kleine Spitzen aus Metall, die sich per Drehmechanismus aus den StativfĂŒĂŸen ausfahren lassen. Sie sind dann sinnvoll, wenn du öfter auf rutschigem Boden arbeitest. In der Landschaftsfotografie ist das dann der Fall, wenn du dein Stativ auf Schnee, Eis oder Matsch aufstellen willst. Die meisten Stative haben GummifĂŒĂŸe, die auf fast allen UntergrĂŒnden gut halten. Ich habe in den letzten 10 Jahren keine Situation erlebt, in der ich mir Spikes gewĂŒnscht hĂ€tte. FĂŒr mich sind Spikes demnach kein Entscheidungskriterium.

GummifĂŒĂŸe

GummifĂŒĂŸe am Manfrotto Befree

Ist der Anstellwinkel der Beine wichtig?

Bei einigen Stativen kannst du einstellen, in welchem Winkel sich die Beine anstellen lassen. Dadurch steht das Stativ breiter und somit standfester da. Gleichzeitig ist es dann aber natĂŒrlich auch niedriger. Der Anstellwinkel bedeutet also, dass du die Stativbeine weiter abspreizen kannst. Ich nutze dieses Feature an meinem Manfrotto Befree ab und an, wenn ich in sehr windigen Situationen fotografiere. Dann hat das Stativ noch etwas mehr Halt.

Interessant ist dieses Feature auch, wenn du je nach Einsatzzweck auf eine besonders tiefe Aufnahmesituation aus bist. Viele meiner Bilder sind relativ nah am Boden aufgenommen, die Stativbeine sind gar nicht ausgezogen. Durch eine solche Bildkomposition im Zusammenspiel mit einem Weitwinkelobjektiv lÀsst sich sehr viel Tiefe im Bild erzeugen. Wenn ich dann durch den Anstellwinkel der Beine noch etwas nÀher an den Boden und das Motiv heran komme, kann das durchaus hilfreich sein.

Einstellung fĂŒr den Anstellwinkel der Beine

Einstellung fĂŒr den Anstellwinkel der Beine

Die Aufnahmehöhe und der Anstellwinkel sind auch fĂŒr Makrofotografen interessant. Wenn deine fotografische Welt sich also auf Insekten und Pflanzen konzentriert, dann kannst du mit diesem Feature nĂ€her an deine Motive herankommen.

Wann lohnt sich eine umklappbare MittelsÀule?

Manfrotto 190 XPROB

Manfrotto MT190XPRO4

Ebenfalls interessant fĂŒr Makrofotografen ist die umklappbare MittelsĂ€ule. Wie der Name schon sagt, kannst du damit deine gesamte MittelsĂ€ule nicht nach oben, sondern als Art Ausleger seitlich zum Stativ anbringen. Die MittelsĂ€ule lĂ€sst sich also um 90 Grad kippen. Das spielt dann eine Rolle, wenn du dein Stativ nicht direkt am Motiv aufstellen kannst, sondern etwas daneben. Mit der umklappbaren MittelsĂ€ule sitzt die Kamera dann nicht zentral ĂŒber dem Stativ, sondern seitlich davon. Dieses Feature gibt es beispielsweise beim Manfrotto MT190XPRO4.

Lohnt sich die Nutzung des Hakens an der MittelsÀule?

Manche Stative bieten am unteren Ende der MittelsÀule einen Haken. An diesem Haken lÀsst sich zusÀtzliches Gewicht am Stativ anbringen, um die StabilitÀt zu erhöhen. Denkbar ist beispielsweise den Fotorucksack anzuhÀngen. Ob sich die StabilitÀt damit wirklich erhöht, hat Traumflieger in einer Studie getestet.

Die Kollegen kamen zu dem Ergebnis, dass es kaum einen Unterschied macht, ob man zusĂ€tzliches Gewicht an diesen Haken hĂ€ngt oder nicht. Aufgrund dieses Tests ist der Haken an der MittelsĂ€ule fĂŒr mich kein Entscheidungskriterium.

Ein nettes Feature gegen kalte HĂ€nde: Die Moosgummi Beschichtung

Newsletter Aufmacher 3 - Neue BeitrĂ€geWenn du schon einmal ein Stativ hattest, vielleicht aus Aluminium, dann kennst du die Situation im Winter. Unter 0 Grad ist das Material fĂŒr die Finger sehr kalt. Wenn du das Stativ dann ohne Handschuhe trĂ€gst und aufbaust, hast du danach richtig kalte HĂ€nde.

Abhilfe dagegen schafft eine Moosgummi Beschichtung. Bei manchen Stativen ist eines der Beine als Tragemöglichkeit damit beschichtet, bei manchen alle drei Beine. Damit werden die Finger beim Hantieren nicht so kalt.

Es ist definitiv nicht nur ein Feature fĂŒr Warmduscher – Ich kann mich viel besser auf die Fotografie und die Bildkomposition konzentrieren, wenn ich mich dabei wohlfĂŒhle. Warme HĂ€nde tragen im Winter auf jeden Fall dazu bei.

Gummibeschichtung am Stativbein

Gummibeschichtung am Stativbein

So findest du den richtigen Stativkopf

Im Prinzip setzt sich jedes Stativ grundsÀtzlich aus dem Dreibein an sich und dem Stativkopf zusammen. Viele Stative werden deshalb mit verschiedenen Köpfen oder generell erst einmal ohne Stativkopf verkauft. Weiter unten gebe ich Tipps zu bestimmten Bundles, die ich als sinnvoll empfinde.

Viele Stativhersteller nutzen fĂŒr die Verbindung zur Kamera eine sogenannte Schnellwechselplatte. Hier hat jede Marke in der Regel ein eigenes System. Die Schnellwechselplatte lĂ€sst sich vom Kopf abnehmen und unter die Kamera schrauben. Beim Ansetzen auf das Stativ wird dann einfach nur noch Kamera samt Schnellwechselplatte in den Stativkopf eingehakt und gesichert. Das dauert keine Sekunde. Diese Technik hat auch noch den Vorteil, dass du, wenn du mehrere Kameras hast, auch mehrere Schnellwechselplatten nutzen kannst, die du jeweils an einer Kamera anbringst.

GrundsĂ€tzlich ist es fĂŒr viele Einsatzgebiete sinnvoll, dass am Stativ selbst oder besser am Stativkopf eine Wasserwaage integriert ist. So lĂ€sst sich das Dreibein und damit auch die Fotos gerade ausrichten. Es gibt hier auch Stativköpfe mit Wasserwaagen in mehr als einer Ausrichtung, also fĂŒr zwei Achsen beispielsweise.

Kugelkopf des Manfrotto Befree

Kugelkopf des Manfrotto Befree

Welche Stativköpfe gibt es?

Kugelkopf

Kugelkopf Manfrotto 496 RC2 Compact

Kugelkopf Manfrotto 496RC2 Compact

Beim Kugelkopf sitzt die Basis des Kopfes in einer Art Gelenk. Oben auf dieser Basis sitzt dann die Kamera. Der Vorteil dieses Kopfes ist die schnelle Einstellbarkeit bei gleichzeitig guter StabilitĂ€t. Der Kugelkopf ist der meistgenutzte Stativkopf. Wie fest die Kugel sitzt, lĂ€sst sich mit einem Drehregler einstellen. Ein Kugelkopf ist nicht ganz so einfach fĂŒr exakt ausgerichtete Panoramen zu verwenden, da du beim Verschieben des Bildausschnittes, also beim Lockern der Position, schnell auch die Höhe verĂ€nderst. Insgesamt ist es aber der universellste Kopf.

3-Wege-Neiger

3 Wege Neiger

3 Wege Neiger

Mit einem 3-Wege-Neiger kannst du jede Achse getrennt voneinander einstellen. Das ist dann sinnvoll, wenn du deine Bilder und damit die Kameraposition sehr genau ausrichten willst. Dieser Prozess nimmt jedoch mehr Zeit in Anspruch. Wann ist dieser Kopf sinnvoll? Wenn du deine Bilder auf den Millimeter genau ausrichten willst. Das kann bei Reproduktionen von GemĂ€lden sinnvoll sein, oder bei der Architekturfotografie. Immer dann, wenn es auf den Millimeter genau ankommt, ist ein Dreiwegeneiger eine Überlegung wert.

2-Wege-Neiger

2 Wege Neiger

2 Wege Neiger

Ein 2-Wege-Neiger reduziert die Einstellmöglichkeit auf zwei Achsen. Er ist damit eine einfachere Version des 3-Wege-Neigers und wird oft als Videokopf bezeichnet, da er fĂŒr diesen Zweck gut nutzbar ist. Wenn du also planst, viele Videos zu drehen, dann ist dieser Kopf besonders gut fĂŒr dich geeignet. Damit lassen sich weiche Kameraschwenks realisieren. Durch das Drehen am langen Hebel lĂ€sst sich die Feststellung bedienen. Ich habe unwissentlich einen 2-Wege-Neiger sehr lange fĂŒr meine Landschaftsfotografie eingesetzt. Insofern ist dieser Kopf auch fĂŒr Fotografie geeignet.

Getriebeneiger

Getriebeneiger

Getriebeneiger

Der Getriebeneiger ist im Grunde genommen ein 3-Wege-Kopf, bei dem jedoch die Achsen millimetergenau mit einem machanischem Getriebe verstellt werden können. Dementsprechend bietet sich dieser Kopf fĂŒr sehr feine Einstellungen bezĂŒglich der Kameraposition an.

Panoramakopf

Panoramakopf

Panoramakopf

Wenn du fast ausschließlich Panoramen fotografierst, dann ist ein passender Panoramakopf fĂŒr dich interessant. Die Besonderheit ist hier eine Gradeinteilung, mit der du die Überlappung fĂŒr die einzelnen Bilder genau bestimmen kannst. Meist haben Panoramaköpfe eine Wasserwaage integriert, damit du den Horizont genau ausrichten kannst. Beim Aufbau sollte das Stativ damit exakt ausgerichtet werden, damit du keine Verzerrungen im Bild hast. Wenn du nun deine Brennweite genau kennst, kannst du dein Panorama nur anhand der Gradeinteilung aufnehmen, weil du genau ablesen kannst, um wie viel Grad du nach der Aufnahme weiter drehen musst.

Auch fĂŒr den Stativkopf gilt, dass diese bezĂŒglich des Gewindes genormt sind und so gut wie jeder Kopf auf fast jedes Stativ passt.

Meine Empfehlung zum Stativkopf: Der Kugelkopf – beispielsweise ein Manfrotto 496RC2 Compact. Damit kannst du deine Kamera komplett frei und relativ schnell einstellen.

Kugelkopf Manfrotto 496 RC2 Compact

Kugelkopf Manfrotto 496 RC2 Compact

So transportierst du dein Stativ am besten

Es gibt grundsÀtzlich drei Möglichkeiten, das Stativ bei Wanderungen zu transportieren:

  • In der Hand tragen
  • Mit einer UmhĂ€ngetasche tragen
  • Am Fotorucksack befestigen

Ich ziehe die dritte Möglichkeit vor, da sich das Stativ so auch ĂŒber lĂ€ngere Distanzen gut tragen lĂ€sst. Hier musst du natĂŒrlich beim Kauf eines Fotorucksacks darauf achten, dass sich das Stativ daran gut befestigen lĂ€sst. Nicht zu vernachlĂ€ssigen sind hier auch ergonomische Aspekte wie die Gewichtsverteilung oder dass das Hauptgewicht möglichst nah am Körper getragen wird.

Stativ mit abgeschraubtem Kopf direkt im Fotorucksack

Stativ mit abgeschraubtem Kopf direkt im Fotorucksack

Stativtasche

Stativtasche

Einige Hersteller liefern Taschen zum Stativ direkt mit. Alternativ gibt es auch gepolsterte Taschen zu kaufen.

Langlebigkeit: So wartest du dein Stativ richtig

Der Wartungsaufwand bei Stativen hĂ€lt sich in Grenzen. Alle paar Jahre ziehe ich die Schrauben der KlemmverschlĂŒsse etwas nach. Theoretisch mĂŒsste bei einem Kugelkopf die Schmierung ebenfalls alle paar Jahre erneuert werden, allerdings war das bei mir noch nie nötig.

Wichtiger ist, dass du dein Stativ nach dem Fotografieren in anspruchsvollen Situationen abspĂŒlst und trocknen lĂ€sst. Dazu zĂ€hlen Umgebungen mit Sand und Salzwasser. Wenn ich am Meer fotografiere, kommt es immer mal wieder vor, dass ich die Stativbeine direkt im Sand und im Wasser platziere, um meine Bildkomposition hinzubekommen. Abends in der Unterkunft ziehe ich dann die Stativbeine noch einmal voll aus und stelle das Stativ in die Dusche, um es abzuspĂŒlen. Damit vermeidest du, dass sich Sand in den Beinsegmenten sammelt und diese beim nĂ€chsten Aufbauen aneinander schleifen.

Stativ trocknet nach der Dusche

Stativ trocknet nach der Dusche

Kann ich mir ein Stativ sparen und dafĂŒr die Bild in Photoshop entsprechend bearbeiten?

Es gibt einfach Effekte wie Beispielsweise eine Langzeitbelichtung, die lassen sich nicht per Nachbearbeitung erzeugen. Auch kannst du Bilder natĂŒrlich mit höherer ISO aufnehmen, um kein Stativ nutzen zu mĂŒssen. Aber dann leidet die BildqualitĂ€t, selbst wenn du in der Nachbearbeitung das Bild entrauschst. Der fĂŒr mich wichtigste Punkt ist aber, dass ein Stativ mich langsamer arbeiten lĂ€sst. Es zwingt mich quasi dazu. Und so mache ich mir mehr Gedanken um meine Fotos und die Bilder werden besser.

Videokurs – Bildbearbeitung fĂŒr Landschaftsfotografie mit Adobe Photoshop

Videokurs Bildbearbeitung fĂŒr Landschaftsfotografie mit Adobe Photoshop

Möchtest du mehr darĂŒber lernen, wie ich meine Landschaftsfotografie Bilder mit Adobe Photoshop nachbearbeite? In meinem Videokurs bringe ich dir alle Schritte bei, die du dazu wissen musst. Egal welchen Wissensstand du hast.

Mehr ĂŒber den Videokurs erfahren

Spezielle Stative

Nachfolgend habe ich einige Spezialstative beschrieben, die je nach Anwendung fĂŒr dich interessant sein könnten.

Spezielle Stative: Gorillapod

Gorillapod

Gorillapod

Eine besondere Form von Stativen ist das Gorillapod. Es hat flexible Beine aus Kunststoff und lĂ€sst sich damit an Dingen wie ZĂ€unen oder BĂ€umen befestigen. Das Gorillapod ist mit etwa 200 Gramm relativ leicht und somit praktisch zum Reisen. Nachteil ist, dass man bezĂŒglich der Kameraposition sehr eingeschrĂ€nkt ist. NatĂŒrlich lĂ€sst sich dieses Stativ auch direkt am Boden aufstellen. Die maximale Tragkraft ist 1 kg, es eignet sich also nur fĂŒr kleinere Kameras.

Spezielle Stative: Mini Stativ / Tischstativ

Ministativ

Mini Stativ / Tischstativ – Manfrotto Pixi

FĂŒr Situationen auf Geburtstagen oder um mal eben die Kompaktkamera mit einem kleinen Stativ dabei zu haben gibt es die Mini Stative. Diese Stative sind meist nur etwa 10 cm hoch und haben eine geringe Tragkraft. FĂŒr ultimativ wenig Gewicht im Zusammenspiel mit einer Kompaktkamera lohnt sich der Blick auf ein Ministativ.

Diese Ministative werden auch Tischstative genannt, weil man sie eben mal bei einer Party dabei haben kann und dort fĂŒr ein Gruppenfoto auf dem Tisch platzieren kann. Nicht jedes Tischstativ ist besonders stabil. Es gibt aber auch einige Vertreter dieser Kategorie, die man auch mal fĂŒr eine Langzeitbelichtung im Freien nutzen kann.

Im September war ich auf Mallorca und hatte dort nur meine Fujifilm X100F dabei. Ich wollte nur leichtes Equipment dabei haben, daher beschrĂ€nkte ich mich auf dieser Kamera. Als Landschaftsfotograf weiß ich aber, dass es mir dann Vorort immer mal wieder in den Fingern juckt. Deshalb hatte ich mir kurz vorher das Manfrotto Pixi gekauft.

Tischstativ Manfrotto Pixi auf Mallorca

Tischstativ Manfrotto Pixi auf Mallorca

Sofern man eine Mauer oder Àhnliches findet, kann man dieses Ministativ darauf platzieren. Ich habe damit eine Langzeitbelichtung der Felsen gemacht, die von der Seite vom Sonnenuntergang angestrahlt wurden. Das Pixi Stativ hat dabei ohne Probleme funktioniert, das Bild war knackscharf. Wenn es also mal klein und leicht sein soll und eine gute Möglichkeit zum Aufstellen zu finden ist, dann ist solch ein Tischstativ eine brauchbare Alternative.

Spezielle Stative: Einbeinstativ

Manfrotto Einbeinstativ

Manfrotto Einbeinstativ

Einbeinstative kommen besonders in der Sport- und Eventfotografie gern zum Einsatz. Hierbei hat man praktisch nur ein Stativbein, um die Kamera abzustĂŒtzen. Das ist bei lĂ€ngeren Brennweiten von Teleobjektiven sinnvoll. FĂŒr Langzeitbelichtungen ist es natĂŒrlich nicht geeignet. Vorteile eines Einbeinstativs gegen ĂŒber einem Dreibeinstativ sind das geringe Gewicht und dass man die Position sehr schnell Ă€ndern kann, an der das Stativ benötigt wird.

Tipp fĂŒr Dreibeinstative: MittelsĂ€ule eingefahren lassen

Bei fast allen Dreibeinstativen lÀsst sich die MittelsÀule ausfahren um die maximale Höhe des Stativs zu nutzen. Besonders eine voll ausgefahrene MittelsÀule nimmt dem Stativ jedoch einiges an StabilitÀt. Ich empfehle deshalb generell die MittelsÀule nur in AusnahmefÀllen zu nutzen.

Was ist eine L-Schiene und wann lohnt sie sich?

Um die Kamera am Stativkopf anzubringen wird normalerweise eine Stativplatte eingesetzt. Diese Platte schraubst du an deine Kamera und hakst dann bei Bedarf die Kamera samt Platte auf dem Stativkopf ein.

Stativplatte

Stativplatte

Eine L-Schiene ist dann sinnvoll, wenn du oft zwischen Hoch- und Querformat wechselst. Es handelt sich dabei um eine Schiene, die Ă€hnlich der Platte an der Kamera angebracht wird. Dabei kannst du zwischen Hoch- und Querformat wechseln, ohne den Stativkopf zur Seite kippen zu mĂŒssen.

L-Schiene

L-Schiene

Eine L-Schiene muss immer individuell fĂŒr die jeweilige Kamera gekauft werden, damit die AnschlĂŒsse an der Kamera noch frei bleiben.

Wann darf ich ein Stativ einsetzen?

In Deutschland gilt grundsÀtzlich die Panoramafreiheit. Das bedeutet, dass du von öffentlichem Grund und Boden mit einem Stativ fotografieren darfst. Sobald du innerhalb von GebÀuden und auf privatem Grund bist, empfehle ich, dass du dich vor dem Fotografieren informierst, ob du ein Stativ nutzen kannst.

Ein typisches Beispiel sind Kirchen. Zum Teil kannst du gegen einen geringen Obolus eine Fotoerlaubnis kaufen. Ich wĂŒrde aber auf jeden Fall vorher nachfragen.

Im Ausland gibt es die Panoramafreiheit nicht durchweg. Es ist immer besser, sich vorher zu informieren, als sich dann mit Polizei oder Sicherheitspersonal auseinanderzusetzen.

Mein Stativ Test – diese Stative habe ich bereits genutzt

Ich habe in den letzten 12 Jahren verschiedene Stative genutzt. Zudem konnte ich bei befreundeten Fotografen immer wieder mal neue Stative ausprobieren. Aus diesen Stativen haben sich drei Modelle herauskristallisiert, die ich empfehlen wĂŒrde. Es handelt sich bei allen drei Stativen um Manfrotto Modelle, weil ich mit der QualitĂ€t und dem Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis dieses Herstellers einfach super zufrieden bin.

Es handelt sich also genau genommen nicht um einen echten Stativ Test, ich zeige dir an dieser Stelle meine persönlichen Empfehlungen.

Manfrot. Befree
Das Leichtgewicht
Stabil bis Windst. 4
Kompakt
relativ leicht
Inkl. Kugelkopf
Preis anzeigen
Manfrotto 055
Maximale StabilitÀt
Sehr stabil
Tolle Arbeitshöhe
Etwas schwerer
Kopf selbst wÀhlbar
Preis anzeigen

Das fĂŒr mich persönlich beste Stativ ist das Manfrotto Befree. Ich nutze es in 95 % der FĂ€lle, weil ich viel zu Fuß unterwegs bin und fĂŒr mich das Gewicht eine entscheidende Rolle spielt. Das Befree ist auch noch als Carbon Variante erhĂ€ltlich. Durch das geringe Gewicht ist es gleichzeitig fĂŒr mich auch das beste Reisestativ.

Brauchst du noch Hilfe? Wie sind deine Erfahrungen mit Stativen? Schreib mir in den Kommentaren!

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24 Kommentare

  1. Nutzer Avatar

    Sehr gute Informationen fĂŒr die Stativsuche.
    Anmerkungen nach meiner Erfahrung:
    FĂŒr erste Versuche ist ein 20 € -Stativ durchaus nĂŒtzlich. Mir hat es lange gereicht bis ich zur Naturfotografie kam. Bei 20 € man nicht zuviel Lehrgeld gezahlt. Ein hochwertiges Stativ macht aber wirklich mehr Freude.
    Manche Hersteller geben die Traglast SEHR großzĂŒgig an.
    Ein Getriebeneiger hat in der Regel ein mechanisches Getriebe, Modelle mit Elektronik kenne ich nicht.

    • Nutzer Avatar

      Hallo JĂŒrgen,

      da hast du recht, fĂŒr die ersten Gehversuche ist es ok. Das mit dem Getriebe habe ich korrigiert, ist natĂŒrlich ein Mechanisches. Danke dir fĂŒr den Hinweis!

      Liebe GrĂŒĂŸe,

      Matthias

  2. Nutzer Avatar
    Mario La Greca

    Hallo Matthias,

    derzeit bin ich auf der Suche nach einem neuen Stativkopf von Manfrotto. Durch Deine AusfĂŒhrliche ErklĂ€rungen bin ich zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen.
    Prima und toll beschrieben. Praktisch finde ich die gut platzierten Links zu den Produkten.
    Top ! Freue mich auf die nÀchsten BeitrÀge .

    ( vllt könntest Du mir und anderen „Fotoeinsteigern/innen“ mal erklĂ€ren, warum es interessant ist, eine kleine Kompakt Kamera mit sich zu fĂŒhren- [oder gibt es diese ErlĂ€uterung schon?] )

    Liebe GrĂŒĂŸe aus dem Herzen Kölns
    Mario

    • Nutzer Avatar

      Hallo Mario,

      danke dir fĂŒr das Lob! Ich nehme eine Kompaktkamera immer dann mit, wenn ich keine Lust auf die GrĂ¶ĂŸe und das Gewicht meiner Spiegelreflexkamera habe. Das ist auch schon alles 🙂

      Liebe GrĂŒĂŸe nach Köln,

      Matthias

  3. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias,
    guter Artikel! Ich teile alle Deine AusfĂŒhrungen, bis auf eine : der Stativkopf sollte Arca-Swiss kompatibel sein. Dies ist die universellste Art Kameras oder Zubehör auf einem Stativ-Kopf (sei es Kugelkopf, 3-Wege-Neiger, oder welche Art auch immer) zu befestigen. Es gibt sehr viele Hersteller von Arca-Swiss Kugelköpfen und Zubehör. Du bekommst Arca-Swiss auch weltweit! Preislich gibt es keinen Unterschied zu anderen Kugelköpfen!
    Wenn Du Interesse an mehr Infos hast :

    https://www.madhouse-fotos.com/blog/kameras-ausrĂŒstung/stative/

    Gruss Rolf

  4. Nutzer Avatar
    Arnd Rössel

    Hallo Matthias, der Link hat heute funktioniert. Deinen Artikel habe ich aufmerksam gelesen. Du hast dir wieder sehr viel Arbeit gemacht und jemand der ein Stativ sucht findet darin sicherlich eine gute Entscheidungshilfe.

    Mit einem Billigeinstieg, es muss auch nicht gleich ein Manfrotto Stativ sein, gibt man immer zweimal sein Geld aus und hat dann anschließend unnötiges Equipment in der Ecke liegen. Dass Arca Swiss heute weitgehend Standard ist, ist richtig was ein Vorredner geschrieben hat, zumal heute schon einige Objektivhersteller (z.B. Tamron) diese Befestigung standardmĂ€ĂŸig integriert haben. Man muss jedoch sehen fĂŒr wen und welche Gruppe von fotografierenden Menschen du diesen Beitrag geschrieben hast. Und da ist er super 👌.

  5. Pingback: Blitzstart! Der Guide zum Fotografieren lernen in 5 einfachen Schritten.

  6. Nutzer Avatar

    Vielen Dank! Gerade auf Stativsuche hat mir der Beitrag sehr geholfen.

    Vor allem dabei, an mehr zu denken, als vorher. 🙂

  7. Nutzer Avatar

    Als blutiger AnfĂ€nger der Fotografie war ich auf der Suche nach einem Stativ fĂŒr Landschaftsaufnahmen. Mir ist bewusst, dass wer billig kauft, zweimal kauft. Daher ein wirklich toller Blog der mir einiges verraten hat und mir eine Kaufentscheidung abgenommen hat. Da ich nĂ€mlich keine Markenhersteller so richtig kenne und nun die Möglichkeit habe aus deinem Erfahrungsreichtum zu schöpfen. Ich probiere mich jetzt mal und bin guter Dinge einen dreistelligen Betrag sinnvoll anzulegen.
    Vielen Dank dafĂŒr

  8. Nutzer Avatar
    Alexandra

    Hallo Matthias,
    ich bin durch Zufall auf deine Seite gestoßen und finde sie als Fotografie AnfĂ€nger sehr hilfreich.
    Ich habe eine Canon EOS 1100D und nach bisher einigen Gehversuchen im manuellen Modus habe ich mir nun das 50mm 1:1.8 STM Objektiv geholt. HauptsĂ€chlich fotografiere ich Bastelarbeiten und da spielen bei mir auch Flat Lays eine Rolle. Die letzten Bilder mit dem neuen Objektiv haben fĂŒr mich noch nicht die beste SchĂ€rfe gezeigt, hier werde ich aber auch nochmal ein paar Versuche mit der Blende unternehmen.

    Kannst du mir einen Tipp geben welches Objektiv sich eignen wĂŒrde bei denen die Kamera im 90° Winkel nach unten fotografieren kann?

    Vielen Dank vorab.
    Alexandra

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      Hallo Alexandra,

      danke dir fĂŒr deine Nachricht. Freut mich sehr, wenn ich dir mit meiner Seite helfen kann. FĂŒr Flat Lays habe ich keinen bestimmten Tipps, wahrscheinlich wĂŒrde ich aus GrĂŒnden der FlexibilitĂ€t wohl das 18-55mm Kit-Objektiv nutzen. Sonst gibt es nicht besonderes zu beachten, Lichtquelle und Anordnung sind wohl die wichtigsten Dinge.

      Liebe GrĂŒĂŸe,

      Matthias

  9. Nutzer Avatar

    Hi, Servus,
    wollte heute den Vollmond mit meinem neuen 500er ablichten!
    Leider hat da mein Stativ nicht so richtig mitgespielt, es ist immer noch vorne runtergesackt.
    Nun könnten sie mir eventuell einen Tip geben, was man fĂŒr ein Stativ benutzen kann fĂŒr eine Nikon 610er mit einem Sigma 500er Objektiv, ggfl. mit noch einem 3fach Konverter?
    Viele GrĂŒĂŸe
    Peter

  10. Nutzer Avatar
    Alfred MĂŒhlbauer

    Hallo Matthias,

    fĂŒr lange Brennweiten (z.B. Tamron 150-600m) habe ich mir ein „kardanische AufhĂ€ngung“ … engl. Gimbal … gekauft. Das Teil finde ich besser als einen Kugelkopf, da es möglich ist, das Kamera-Objektivmonstrum auszubalangsieren. Jenach Hersteller kostet das Teil zwischen 45 bis 800 Euro.
    Es muß ja nicht gleich eine Manfrotto 393 Teleobjektiv-Halterung sein, eine Beike-BK 45 tut es auch fĂŒrs Fotohobby.
    Gruß
    Alfred

  11. Nutzer Avatar
    Peter Petersen

    Moin Matthias,
    vielen Dank fĂŒr den sachlichen Stativ-Überblick. Ohne viel drum herum zu reden kommst Du auf den Punkt. Und wenn es kein Manfrotto werden soll, helfen deine AusfĂŒhrungen auch, bei anderen Herstellern das richtige Stativ zu finden.
    Ein Trost noch fĂŒr alle, die ihr erstes Billigstativ nicht wegwerfen möchten: Als (Blitz)licht-Stativ fĂŒr entfesseltes Blitzen, kann es noch oft seinen Dienst tun. Je nach Bauart und handwerklichem Geschick könnte man die MittelsĂ€ule auch noch durch ein lĂ€ngeres Rohr ersetzen. Wenn man sehr hoch hinaus will, macht auch der Haken an der MittelsĂ€ule wieder Sinn. Durch AnhĂ€ngen z. B. eines kleinen Sandbeutels kann man den Schwerpunkt und damit auch die Standsicherheit erhöhen.
    Gut Licht!
    Peter

  12. Nutzer Avatar
    Erwin Meier

    Die „Tragkraft“ eines Stativs ist leider eine recht willkĂŒrliche Angabe: Statisch oder dynamisch? Wichtig fĂŒr lĂ€ngere Brennweiten. „Statisch“ kann man (als Hersteller) leicht optimistisch angeben, wann bricht ein Stativ schon mal zusammen. „Dynamisch“: Welche Kriterien? Keine Angaben….
    Der Haken fĂŒr Zusatzgewichte: Alles, was man ranhĂ€ngt, kann schaukeln: Kontraproduktiv. Besser: Gewicht auf den Boden und per Expanderschnur mit dem Stativ verspannen. Ergibt Zusatzkraft nach unten wie Gewicht aber keine QuerkrĂ€fte.

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