36 Fotografie Tipps

Vor ein paar Tagen habe ich meine Leser nach ihren Fotografie Tipps gefragt. Es ist fantastisch, was dabei an Wissen und Erfahrung zurückgekommen ist.

Ich bin jedem Einzelnen, der sich Zeit genommen und mir seine Tipps mitgeteilt hat, unglaublich dankbar. Ohne euch gäbe es diesen Artikel nicht! Danke!

Die Fragen hatte ich gestellt:

  • Was sind deine besten Fotografie Tipps?
  • Was würdest du einem Einsteiger raten, damit er in der Fotografie schnell besser wird?
  • Was hat dir am meisten geholfen?

Aus den Antworten sind die folgenden 36 Fotografie Tipps entstanden.

#1 – Praxis

Raus gehen und Fotografieren 😀

Sebastian Holtz

#2 – Kamera beherrschen & Bildgestaltung

Lernen, die Kamera zu beherrschen. Wenn man die Kamera im Schlaf bedienen kann, kann man sich mehr mit dem Motiv beschäftigen. Und damit sind wir beim nächsten Tipp. Die Grundregeln der Bildgestaltung lernen Beispiel: Goldener Schnitt, oder Drittel Regel…

Michael Hömske

#3 – Zeit & Geduld mitbringen

Schnell besser ist so eine Sache, Zeit und Geduld sind definitiv sehr wichtig. Geholfen hat mir in erster Linie Folgendes:

  1. Den Spot für eine Aufnahme sollte man vorher gesehen haben, um böse Überraschungen zu vermeiden.
  2. Der Zeitpunkt, hierzu nutze ich für den Sonnenstand bei Sonnenauf-/ Untergang die App „Photo Pills“.
  3. Wetter beobachten, Wetter Radar und Weather Pro sind ebenfalls Apps, die ich hierfür nutze.
  4. Vernünftige Verlauffilter, ggf. ND1000 Filter für LZB, Stativ, Fernauslöser, Manueller Fokus.

Wolfgang Nickel

#4 – Blende, Zeit, ISO kennen und manuell fotografieren

Man sollte zuerst den Zusammenhang zwischen Blende, Verschlusszeit und ISO verstehen, um mit der Kamera schnell den Automatikmodus zu verlassen und manuell zu fotografieren. Ich habe einen Fotografiekurs für Anfänger besucht, aber das Meiste habe ich mir selbst erarbeitet über Bücher und YouTube Videos und das Erlernte bzw. die Theorie immer wieder versucht, in die Praxis umzusetzen.

Kathleen Voigt

#5 – Leidenschaft

Ich finde, man sollte vor allem Leidenschaft für visuelle Effekte entwickeln. Das Spiel von Licht und Schatten, Formen, Farben und Linien. Sich begeistern für das visuelle Erleben einer Szenerie.

Frank Helbig

#6 – Übung, Inspiration & Kritik

Üben, üben, üben. Nicht stehen bleiben. Mit anderen Leuten losziehen und sich inspirieren lassen. Um Kritik an seinen Werken bitten und sie dann auch annehmen. Workshops besuchen.

Maik Preißer

#7 – Machen & Kamera kennen lernen

Tipp 1: Machen!
Tipp 2: Kamera kennen lernen (mir hat damals mein 365 Tage-Ding geholfen. Auch wenn ich’s nie zu Ende brachte, hab ich dadurch Funktionen und Einstellmöglichkeiten entdeckt)

Richard Bohn

#8 – Sehen lernen

Sehen lernen! Die Kamera Ist aus meiner Sicht nicht so wichtig, Grundlagen wie Wirkung von Blende und Zeiten setz ich mal voraus. Viel lesen und bei YouTube gibt es auch viele Tipps. Aber sehen muss man erstmal.

Günther Assing

#9 – Weglassen

Ich setze voraus, dass ISO, Blende, Verschlusszeit und andere technische Begriffe und deren Anwendung schon geklärt sind. Ein Satz, den ich mal gelesen habe, verfolgt mich seither bei jedem Bild. „Überlege nicht, was Du alles aufs Bild kriegen möchtest, sondern mach Dir Gedanken darüber, was Du alles weglassen kannst.“

René Bürki

#10 – Festbrennweite nutzen

Festbrennweite für Anfänger, um sich mit dem „Bild“ auseinanderzusetzen.

Thomas Wagner

#11 – Eigene Linie finden

Ich finde, dass eine Leidenschaft für seine Kamera echt Voraussetzung ist! Dann Willen, Geduld und Zeit zum Probieren, um seine eigene Linie zu finden.
Selbst die teuerste Ausrüstung macht keinen guten Fotografen aus dir, sondern der Blick zum Bild und das Ergebnis zählt. Viel Spaß!!! 😉

Ina Wolfi

#12 – Üben, Technik kennen und dann ablegen

  1. Gute Musiker, Schriftsteller, Sportler, etc. üben mehrmals in der Woche, viele sogar täglich. Man sollte als Fotograf nicht erwarten, dass man von 1x fotografieren pro Monat schnell besser wird.
  2. Weniger Schärfediagramme auf Webseiten anschauen (oder andere Fotografen auf Facebook/Instagram, oder Kamerareviews auf Youtube), mehr rausgehen und tatsächlich fotografieren (siehe Punkt 1).
  3. Technik lernen und dann verstehen, dass sie nur Pinsel und Farbe ist. Fotografie ist nicht die Technik, sondern das, was man damit macht (das Gemälde).
  4. Irgendwann für längere Zeit (6+ Monate) nur noch mit einer Kamera und einer Festbrennweite arbeiten und schauen, was das mit den eigenen Bildern / dem eigenen Blick macht.
  5. Irgendwann für längere Zeit (6+ Monate) an einem Thema arbeiten.
  6. Am Ende verstehen, dass es kein richtig und kein falsch gibt und sich auf die Suche nach dem eigenen Weg machen.

Christian Heinrich

#13 – Kurs buchen

Sich das selbst beizubringen, ist schwer. Darum einen Kurs bei der VHS buchen oder Workshops. Da sollten kaum Fragen offenbleiben.

Katrin Focke-Frenzel

#14 – Bedienungsanleitung der Kamera lesen

Also ganz ehrlich, ich habe mir als allererstes die komplette Bedienungsanleitung der Kamera als Bettlektüre zu Gemüte geführt und habe dann die technischen Dinge mit Experimenten ausprobiert. Wie z.B. Blende und Verschlusszeit sich auf das Bild auswirken. Dazu habe ich 3 Gegenstände (z.b. Gläser) in verschiedenen Abständen zu mir auf den Tisch gestellt und immer eins fokussiert und dann rumgespielt.

Anna Sofie

#15 – An Fotowalks teilnehmen

Ich hab mich mit mehreren Fotografen getroffen für Fotowalks und habe dadurch viel gelernt… Voraussetzung… Man weiß, wofür die Knöpfe an der Kamera sind 😀

Karina Mannott

#16 – Kommunikation herstellen

Was ich nicht sehe, kann ich nicht fotografieren… Fotografie ist eine sehr persönliche Sache, ich muss lernen, eine Kommunikation mit meinen Augen herzustellen, – sie sind es, die etwas wahrnehmen und das, was sie fesselt, muss ich verstehen lernen… Dann kann ich mit Hilfe der mir gegebenen Technik meine persönliche Wahrnehmung der Welt mit Hilfe eines Fotos widerspiegeln…

Peter Neske

#17 – Sehen lernen

Wie Peter und Günther schon geschrieben haben, das Sehen lernen… perspektivisch und zweidimensional… weglassen können und gestalterische Regeln kennen (goldener Schnitt, Drittelregel u.s.w.)… dafür mal ins Museum gehen und die Gemälde der alten Meister und Fotos bekannter Fotografen angucken… dann auch wissen, was man denn fotografieren möchte… Portraits, Landschaften oder was auch immer und dann darauf konzentrieren… Kamera kommt dann als nächstes… die sollte man auch beherrschen…

Uwe Vernaldi

#18 – Üben mit einem bestimmten Ziel

Üben! Und dabei vor allem ein Ziel haben, was genau man verbessern möchte… was ich z.B. gerade übe bzw. geübt habe: Fokus genau setzen z.B., Histogramm lesen können, Schnelligkeit und Genauigkeit bei der Bedienung der Kamera – aber auch, egal was man fotografiert, einen guten und interessanten Bildaufbau hinzukriegen (da ist das mit dem Weglassen schon ein sehr guter Tipp 😉 ) – vor allem, auch wenn man keine Kamera dabei hat, alles was man sieht, in ein imaginäres Foto hineinpacken…

Kerstin Siepmann

#19 – Einem Foto-Club anschließen

Schließe dich einem Foto-Club an und lerne von und mit Gleichgesinnten! Wenn du dann Blende und Verschlusszeit richtig beherrschst, kannst du dich immer noch spezialisieren und Kurse besuchen. Blicke auch immer wieder auf deine älteren Fotos zurück und beobachte deinen Fortschritt und erkenne selbst, welche Fehler du früher gemacht hast und lerne daraus.

Rudi Weitlaner

#20 – Schritt für Schritt gehen

Gehts um Technik, also um ISO, Blende, Weißabgleich und die vielen anderen Einstellungen oder geht´s um´s Fotografieren? Die Basis der Fotografie ist das Motiv, die Perspektive, die Aussage eines Bildes. Welche Technik oder Kamera dabei zum Einsatz kommt, ist völlig egal. Also einfach fotografieren, ganz egal womit und Spaß daran haben. Und wenn der Tag kommt, wo man mehr als Fotos will, wo man spezielle Lichtstimmungen anstrebt, wenn man mit unterschiedlichen Schärfebereichen arbeiten will uvm., dann setzt man sich mit der Technik auseinander, Schritt für Schritt arbeitet man sich an die gewünschten Ergebnisse heran und lernt dabei unglaublich viel.

S.J. Viktor

#21 – Foto TV

Am meisten hat mir Foto TV geholfen und deine Tipps!

Karl Neuhäuser

#22 – Kamera kennenlernen

Der wichtigste Tipp für mich ist, dass man zuerst seine Kamera kennenlernt. Das heißt, ihre Funktionen kennt und die Bedeutung der einzelnen Bedienknöpfe in- und auswendig kennt, denn dann kann man sich auf die Fotografie und das Motiv konzentrieren, da jeder Handgriff sitzt. Danach kommt für mich das Zusammenspiel von Blende, ISO und Verschlusszeit.

André Köhn

#23 – Fotoverein

Mir hat in den frühen Jahren die Mitgliedschaft in einem Fotoverein enorm geholfen. Wöchentliche Treffen, da mussten Bilder auf den Tisch, da wurde diskutiert, gelobt, verrissen,…
Das Schlimmste war allerdings, keine eigenen Bilder mit zu haben.

  1. Das führt mich zu Tipp Nr.1: Fotografieren, fotografieren, fotografieren. Man lernt nur am Objekt. Man muss sich selbst dazu zwingen, viel und regelmäßig zu arbeiten. Digital ist das heute ja zumindest kein Kostenthema mehr. Mein Rat: Ein kleines Fotoprojekt – Ein Bild pro Tag, und das einen Monat lang. Klingt einfach, ist es aber gar nicht. Habe letztes Jahr dafür übrigens auch drei Anläufe gebraucht 😉
  2. Das führt zu Tipp Nr.2: Ein tolles Einzelbild ist was Schönes, keine Frage. Die Steigerung ist und bleibt halt eine thematische Fotoarbeit. Das Thema ist egal. „Meine Katze“, „Meine Stadt“, „Autos der 60iger Jahre“. Ein solches Thema zwingt zu Bildern (s. Tipp 1) und zur Auseinandersetzung mit dem Thema und der Umsetzbarkeit im Medium Fotografie
  3. Tipp Nr.3 ist für Fortgeschrittene. SW-Fotografie stellt für mich immer noch die größte Herausforderung in Sachen Bildgestaltung dar. Ein gutes Farbbild lebt eventuell von einem Farbklecks, bei SW hilft nur gute Bildgestaltung.

Zum Schluss noch ein Produkttipp: „Bigger Picture Foto-Lernkarten“. Gibt es auch als Junior-Edition. Habe ich gerade meinem Sohn (13 Jahre) gekauft. Einfach erklärte Grundlagen und dann Aufgabenkarten. Vereint Tipp 1 und 2.

Stefan Schauer

#24 – Bildausschnitt nachträglich setzen

Es gibt viele allseits bekannte Ratschläge wie „Das beste Zoomobjektiv sind Deine Füße“ etc. Etwas im Gegensatz zu „so dicht heran wie möglich“ steht mein Tipp:

Ich fand am hilfreichsten den Tipp, beim Wählen des Bildausschnittes ringsherum genug „Fleisch“ zu lassen, um später bei der Bearbeitung den optimalen Ausschnitt wählen zu können.
Auch das Bildformat lässt sich dann (in Grenzen) noch ändern (4:3, 3:2, 16:9). Setzt natürlich eine anständige Auflösung voraus (20MP).

Clemens Friedrichs

#25 – Fotoworkshops belegen

Ich habe nach vierzig Jahren Erfahrung in der Unterwasser-Fotografie vor ca. 2 Jahren – mit Beginn meiner/s (Un-)Ruhestandes – meine Unterwasser-Foto-Tätigkeiten auch auf den „Überwasser-“ Bereich auszudehnen, schliesslich kann man ja nicht ständig unter Wasser sein und schon garnicht in den tropischen Meeren, meinen bevorzugten bisherigen Reisezielen.

Meine Vorgehensweise wurde in diesen vergangenen beiden Jahren wie folgt beeinflusst:

  1. Auswählen und Identifizieren für mich interessanter Bereiche (bei mir: Architektur / Landschaften / ..gepaart mit ein wenig Streetfotografie … (z.B. u.a. auch Venedig im Karneval ….))
  2. Finden und Identifizieren geeigneter Fotoworkshop-Partner mit möglichst direktem Vorort-Erfahrungsangebot, z.B. durch Workshop-Reisen in Deutschland bzw. aber auch weltweit, wie z.B. Südwesten USA
  3. Buchen und Teilnehmen…
  4. Viel Wert legen auf tägliche Bilderkritik der eigenen erstellten Aufnahmen durch den Veranstalter und die anderen Teilnehmer ..

Fazit aus den letzten beiden Jahren: Stetige und umfangreiche Verbesserung des eigenen Erfahrungsstandes, Ansprache von Dritten auf Überlassung bestimmter Aufnahmen für Ausstellungs- und/oder Präsentationszwecke.

Hartmut Brzoska

#26 – Seine eigenen Schwerpunkte finden

  • Schwerpunkte suchen bzw. für sich selbst finden/herausarbeiten: Makro, Landschaft, Street u.s.w. und sich dabei bewusst darüber werden, warum mir etwas gefällt – oder auch nicht.
    Ausbauend auf dieser Erkenntnis „spielen“ d.h. Frosch- und Vogelperspektive nutzen, Filtereinsatz, black-and-white, Bildbearbeitung etc.
  • Grundlagen der Farblehre lesen und lernen (Komplementärfarben etc.). Warum funktionieren einige Farbkombinationen besser als andere?
  • Anregungen zu Motiven, Komposition, Bildaufbau etc. im Internet und Büchern suchen. Wie haben andere Fotografen ihr Bild „aufgebaut“ und dieses möglichst nachempfinden (Stichworte hell, dunkel, Linien und Strukturen). Keine Angst vor der „eigenen Kopie“.
  • Ein Foto ist dann gut, wenn ich es mir zu Hause an die Wand hängen würde. Wenn nicht LÖSCHEN, um Datei-Leichen zu vermeiden. Ausnahme: persönliche Erinnerungen, die mit dem Bild verbunden sind.
  • Mit einem Konzept/Ziel auf Foto-Tour gehen: Nur eine Festbrennweite verwenden oder eine bestimmte Farbe (bspw. Rot) ist zwingend für das Motiv notwendig.

Dirk Kasperat

#27 – Alles aus dem eigenen Equipment rausholen

  1. Kaufe am Anfang nicht zu viel Zubehör (Objektive usw.). Man wird schnell überfordert und sollte erstmal alles aus dem Equipment rausholen, welches man hat.
  2. Suche Gleichgesinnte. Der Vorteil, man kann sich immer austauschen. Jeder bringt andere Ideen mit und zeigt dir neue Perspektiven.
  3. Raus aus der Automatik und rein in den manuellen Modus. Du lernst die Kamera viel besser kennen und kannst die Einstellung nach deinem Geschmack vornehmen.
  4. Schau dir Bilder anderer Fotografen an und entdecke so neue Bildideen, wenn du in einem Kreativloch bist.
  5. Das wichtigste: Geh raus, leg einfach drauf los und mach dir nicht über alles zu viele Gedanken. Am Ende sollte der Spaß im Vordergrund stehen.

Christiane O.

#28 – Fotoworkshops & Freunde begleiten

Am meisten und am Schnellsten lernt man, wenn man den einen oder anderen Workshop eines Fotografen besucht, dessen Bilder einem vom Ausdruck und der Technik her am Meisten zusagen. Noch günstiger kommt es natürlich, wenn man einen Bekannten, Freund etc., welcher schon lange fotografiert, kennt und ihn so oft als möglich auf seinen Touren begleitet und dabei um Tipps direkt vor Ort und zur jeweiligen Situation befragt. Dabei vielleicht das Display mit den Einstellung des Freundes fotografieren und das entstandene Bild.

Stefan Schulthess

#29 – Die Richtung Ausprobieren

Jeder sollte mal ausprobieren was ihm liegt ( Portrait, Landschaft usw.) aber nicht nur einmal sondern bei vielen Übungen. Man entwickelt so ein Gespür dafür. Die Person sollte sich auf jeden Fall zu einem Workshop anmelden, der die Basic vermittelt. Viele wissen gar nicht, an welchem Rädchen man drehen muss. Oder wie sich die Objektive verhalten usw. Üben, Üben, Üben, Evtl. einem Fotoclub anschließen, der den neuen unter die Arme greift und nicht die Bilder verbal nieder macht.

Werner Steigerwald

#30 – Buchtipp & Technik

  • Buchtipp: Empfehlen kann ich Joe McNallys Grundlagen der Fotografie: Stilsicher fotografieren. Das Werk ist nur noch gebraucht erhältlich, aber die Anschaffung lohnt sich, zumal McNally einer der Weltklasse-Fotografen ist und auch noch spannend erzählen kann.
  • Einem Einsteiger rate ich, sich gründlich mit seiner Kamera vertraut zu machen, egal was für einen Apparat er hat. Je mehr jemand über seine Kamera weiß, desto mehr kann er herausholen. Und wenn er den Umgang beherrscht, fällt es leichter, sich im Urlaub oder generell unterwegs auf das Motiv zu konzentrieren. Das klingt nach einer Binsenweisheit, ist es aber überhaupt nicht.
  • Wer die Fotografie ernsthaft als Hobby betreiben will, sollte Aufnahmen in RAW und mit dem Stativ machen, um die Bildqualität zu verbessern.
  • Noch ein konkreter Tipp: Wer gerade kein Stativ dabei hat, kann sich bei Langzeitbelichungen in vielen Fällen mit dem Selbstauslöser und einem Bohnsack/Körnerkissen behelfen (zum Beispiel in Kirchen). Kamera aufstützen, Selbstauslöser einstellen – fertig.

Christof Haverkamp

#31 – YouTube Tutorials, Bücher & Stativ

Bei mir war es so, dass ich ca. 12 Jahre in der Fotografie tätig war, ohne wirklich schöne Bilder zu machen. Meine Bilder waren immer blaß und relativ unscharf.

Mich haben immer die Schärfe und die Brillianz der Fotos von Profifotografen fasziniert. Folgende Punkte haben mir am meisten geholfen, um etwas besser zu werden:

1) Zunächst habe ich einen Kurs zur Fotobearbeitung in Lightroom besucht. Daraufhin habe ich dann in RAW fotografiert und konnte wirklich aus den Bildern Schärfe und Brillianz rausholen.
2) Danach habe ich viele YouTube-Tutorials geschaut. Zum einen zur Bildbearbeitung in Lightroom und zum anderen über Landschaftsfotografie allgemein.

Mit den zwei o.g. Punkten merkte ich bereits, wie die Bilder besser wurden und auch mehr Aufmerksamkeit auf Facebook erzeugten.

3) Hinzukamen noch einige Bücher über Fotografie, welche ich gelesen habe und
4) Der Kauf eines Statives!!!

Anfangs störte das Stativ ein wenig, vor allem, weil man sofort auffiel, wenn man ein Stativ rumschleppt. Ich habe mich aber daran gewöhnt und könnte mir das Fotografieren ohne Stativ in der Landschaft gar nicht mehr vorstellen. Von da an konnte ich wirklich mehr aus den Bildern rausholen.

Nach und nach kam immer mehr das Verständis der Kamera- und Filtertechnik hinzu. Im Laufe der Zeit stärkte sich auch der fotografische Blick und ich fand beim Spazierengehen, Joggen oder Autofahren immer wieder tolle Spots oder Ideen für Bilder.

Man lernt ja nie aus. So arbeite ich auch jetzt immer noch an der Kreativität und versuche meine Ausrüstung (soweit es das finanzielle Budget zuläßt) zu verbessern.

Als Anfänger will man oftmals ALLES auf ein Foto bekommen. Einen Einsteiger würde ich raten, sich bestimmte Details aus der Natur rauszupicken und mal nur mit einer Festbrennweite rauszugehen. Dadurch ist man gezwungen sich Details rauszusuchen, eine andere Position zu finden oder einfach kreativer nachzudenken.

Matthias Kunz

#32 – Blogs & Bücher

Gerade für Einsteiger ist es zunächst von Bedeutung herauszufinden, welche Art der Photographie liegt einem am meisten, ist es Landschaft , Architektur, Portrait, Sport usw.
Auf allen Hochzeiten Tanzen wird schwierig und das Equipment würde riesig und sehr teuer.

Vor allem ist es wichtig, sich gut zu informieren. Gute Bücher und natürlich besonders das Internet ist vollgestopft mit Informationen… Gerade im Internet ist die Auswahl riesig. Das ist auf der einen Seite sehr gut, auf der anderen Seite wird es für einen Einsteiger nicht immer einfach die Spreu vom Weizen zu trennen.

Bei der Anschaffung des Equipments sollte man überlegt vorgehen und prüfen, ob man die Dinge wirklich braucht. Ich habe oft den Eindruck bekommen, dass es zwei Arten von Photographen gibt, die einen sammeln Kameras und Objektive, die anderen fotografieren.

Mir haben am meisten die für mich wichtigen Blogs im Internet geholfen und gute Bücher
und dann natürlich üben, üben, üben!

Heinz Gerlich

#33 – Planung & Nachdenken

Die besten Tipps sind wie immer

  • das Ausprobieren
  • voraus planen
  • sich Zeit lassen
  • mal nur mit einem Objektiv arbeiten
  • aus Fehlkäufen lernen
  • und sich überlegen, was man ist: Hobbyphotograf oder Profi

Der Artikel „21 Wege…..“ hat da schon einen tieferen Sinn.
Trifft ja auch nicht „nur“ beim Fotografieren zu.
(Das ist ein toller Allrounder!)

Hannsgeorg Wolf

#34 – Zeit nehmen

  • Immer genügend Zeit zum Fotografieren haben, wenn man etwas schnell machen möchte gelingt es bestimmt nicht
  • Grundkurse besuchen, viel lesen, es gibt Unmengen von sehr guten Fotografie – Bücher, aber auch YouTube ist ein Medium, welches heute nicht mehr wegzudenken ist.
  • Learning by Doing, etwas lesen und dann gleich selber ausprobieren. Bedienungsanleitungen bei neu erstandenen Kameras gründlich durchlesen.

Peter Uhlemann

#35 – Hinterfragen

Versuche die Art und Weise zu verstehen, wie die Kamera funktioniert und betrachte die Fotos nur als Vorschlag der Kamera, eine bestimmte Situation darzustellen. Suche dann nach Aspekten, die Dir gefallen und solchen, die Dir nicht gefallen. Überlege, wie Du die Einstellungen der Kamera (Blende, Belichtungszeit, ISO) und Deine Perspektive ändern kannst, um das Ergebnis zu verbessern. Erarbeite Dir jedes Motiv, bis Du zufrieden bist und verstanden hast, warum die Kamera Dinge anders „sieht“ als Du selbst. Betrachte viele Fotos anderer Fotografen und lerne aus den guten und den schlechten Fotos. Warum wirken Fotos gut, warum andere weniger? Welche Gestaltungselemente sprechen Dich an, welche nicht? Suche Dir ein Vorbild, dessen Fotografiestil Dir gefällt. Versuche diese Fotos nachzustellen oder zumindest ähnliche Fotos zu machen. Übernimm die Dinge, die gut sind und ergänze Deinen eigenen Stil. Mache ein Einzelcoaching bei einem erfahrenen Fotografen, dessen Art zu fotografieren, Dir gefällt. Gib nicht auf und übe viel. Schau Dir Deine guten Fotos genauso lange an, wie deine Schlechten. Aus Beiden kannst Du nur lernen.

Kaufe nicht dauernd neues Equipment, sondern nutze das, was Du hast. Es liegt nicht an der Kamera oder Deinen Objektiven, wenn Du Fotos machst, die weder Dir selbst noch anderen wirklich gefallen. Kaufe erst neues Zeug, wenn Du es wirklich brauchst und Dich Deine bisherige Ausrüstung nicht mehr weiterbringt. Kaufe lieber ein gutes gebrauchtes Objektiv anstatt eine neue Kamera. Höre auf die Kamera nur mitzuschleppen, benutze sie! Nimm Dir Zeit für Deine Motive. Eine Ausbeute von 10 guten Fotos aus 100 Auslösungen ist super! Fotografiere nicht alles, was Du siehst. Suche nach Dingen, die Dich wirklich interessieren und fotografiere sie. Nimm Dir dafür Zeit und gib Dich nicht mit dem ersten Foto zufrieden. Beschäftige Dich mit der Nachbearbeitung Deiner Fotos, aber mach keine Wissenschaft daraus! – Höre auf zu knipsen und fange an (bewusst) zu fotografieren!

Ich nehme mir jedes Jahr ein neues Projekt vor und versuche es bestmöglich umzusetzen. Mein erstes Projekt waren Makro-Fotos. Danach habe ich mich mit Langzeitbelichtungen bechäftigt, dann mit Bewegungsunschärfe. Dann habe ich in einem eBook all mein bis dato vorhandenes Wissen über Fotografie zusammengetragen und es veröffentlicht – und es verkauft sich bis heute. Schließlich habe ich Portraits machen wollen, habe zuerst an einen Portrait-Workshop teilgenommen und habe mir dann ein Model und ein Fotostudio gemietet. – Danach wusste ich, dass ich Fotos machen kann, die nicht nur mir selbst gefallen.

Thomas Stephan

#36 – Das Internet fragen

Als ich mit Fotografieren angefangen habe, bin ich einfach raus in die Natur. Dort experimentierte ich mit Verschlusszeiten und Blenden, und mit dem Experimentieren habe ich kapiert, wie fotografieren funktioniert.

Als ich nicht mehr mit meiner Technik weiter vorankam, da war das Internet eine große Hilfe.

Also suchte ich nach Fotografen, die Tipps und Techniken weitervermittelten, so bin ich auf deiner Seite gelandet.

Hier ein paar Tipps von mir:

  • nicht von der Kameratechnik einschüchtern lassen – das Kennenlernen der Technik kommt beim Fotografieren
  • raus in die Natur und fotografieren – so lernt man auch seine Kamera kennen
  • ein Polfilter ist in der Landschaftsfotografie sehr empfehlenswert
  • Stativ und Fernauslöser haben meine Fotos aufgewertet
  • Geduld beim Fotografieren – die Lichtverhältnisse können sich in wenigen Minuten verändern z.B wenn die Sonne plötzlich durch Wolken scheint, und die Natur in warmes Licht gehüllt wird
  • akzeptieren, dass 90 Prozent deiner Bilder für den Papierkorb sind
  • ein guter Monitor für die nachträgliche Fotobearbeitung
  • ein gutes Bildbearbeitungsprogramm
  • Freunde, Familienmitglieder und Kollegen fragen, was denen an meinen Bildern nicht gefällt – falsches Lob (auch wenn es gut gemeint ist) wird einen nicht weiterbringen

Ramona Kolarics

Sheikh Zayed Road - Fotografie Tipps

Sheikh Zayed Road

Zusammenfassung & Buchtipps

Beim Lesen dieser Fotografie Tipps findet man einige Punkte immer wieder:

  • Üben
  • Kamera beherrschen
  • Nicht in der Technik verlieren
  • Bildgestaltung lernen
  • Zeit einräumen
  • Inspiration holen
  • Fotoworkshops und Kurse belegen
  • YouTube Tutorials schauen
  • Seine eigenen Ideen und Gedanken einbringen
  • Lokale Fototreffen besuchen
  • Planung vor dem Fotografieren
  • Blogs lesen
  • Stativ nutzen
  • Bücher lesen
  • Neues Ausprobieren

Viele Themen davon erinnern mich an den 21 Wege, um die eigene Fotografie zu verbessern Artikel. Ich habe aus diesen Quellen sehr viel gelernt.

Zum Schluss möchte ich noch drei Bücher empfehlen, die in diesem Zusammenhang sehr interessant sind.

Bildkomposition ist eines der Themen, welches die eigene Fotografie unglaublich stark verbessern kann. Mir hat dieses Buch von Michael Freeman dabei sehr geholfen.

Michael Freeman - Der fotografische Blick

Michael Freeman – Der fotografische Blick

Dann merke ich immer wieder, dass ich in meiner Fotografie das mache, was ich bereits kann und was für mich funktioniert. Das bedeutet aber auch, dass ich mich öfter in etwas festgefahrenen Bahnen bewege. Dieses Buch hat mir dabei geholfen, ab und zu mal was neues auszuprobieren.

Cyrill Harnischmacher – Die wilde Seite der Fotografie

Cyrill Harnischmacher – Die wilde Seite der Fotografie

Ein Buch, welches ich kürzlich erst gelesen habe, welches mich aber sehr stark zum Nachdenken angeregt hat, war „Bruce Barnbaums „Die Kunst der Fotografie“. Hier geht es darum, seine eigenen Gedanken in die Fotografie einzubringen, Fotografie als Mittel der Kommunikation zu nutzen und seinen eigenen Stil zu finden. Ganz großes Kino! So groß, dass ich dazu bald eine eigene Buchrezension hier im Blog schreiben werde!

Bruce Barnbaum - Die Kunst der Fotografie

Bruce Barnbaum – Die Kunst der Fotografie

Wenn du noch mehr Tipps hast, was dir beim Fotografie lernen geholfen und dich vorwärts gebracht hat, dann schreib mir in den Kommentaren!

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2 Kommentare

  1. Anne-Barbara Bernhard

    In einem Text stand, sich selbst beibringen ist schwer…. stimmt… Aber man muss auch gar nicht so tief stapeln.
    Jedes Kind, dem ich meine Kamera ( natürlich mit schnell eingestelltem Automatikmodus ) bei einem Familienshooting in die Hand gedrückt hat, hat aus dem Bauch herraus , spannende und hochemotionale Bilder gemacht. Teilweise war ich darauf neidisch.
    Mein Tip ist noch : nicht zu verkopft herangehen und vorsicht mit der oft subjektiven und zeigefingerhebenden Beurteilung von Fotos in Communitys, jede nicht kostruktive Kritik lieber in die Tonne und einen Freund das Bild beurteilen lassen. Und der Satz, ich will nicht bessser sein als andere, ich will besser sein als gestern, war für mich immer nützlich.

    • Sich permanent mit anderen zu vergleichen ist in meinen Augen kontraproduktiv. Insofern kann ich deinen letzten Satz absolut unterschreiben. Danke dir für deine Gedanken!

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