Systemkamera für Einsteiger [2018] (DSLM) – Meine Top 3 Empfehlungen

Du suchst eine Systemkamera für Einsteiger? Ich zeige dir, auf welche Merkmale es ankommt und gebe dir 3 konkrete Empfehlungen!

Wenn du nicht alles lesen willst, sondern nur einen schnellen Überblick suchst, findest du hier eine Übersicht meiner Empfehlungen:

Canon
EOS M50
24 Megapixel
15-45 mm Objektiv
Bildstabilisiertes Objektiv
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Olympus
E-M10 Mark III
16 Megapixel
14-42 mm Objektiv
Bildstabilisator im Body
Preis anzeigen
Systemkamera für Einsteiger

Systemkamera für Einsteiger

Was ist eine Systemkamera?

Eine Systemkamera ist eine digitale Kamera, die kein fest verbautes Objektiv hat. Du kannst unterschiedliche Objektive an dieser Kamera nutzen. Im Gegensatz zur Spiegelreflexkamera hat sie keinen Spiegel, optischen Sucher und klassisches Sensor-Autofokussystem. Eine Systemkamera wird daher auch als spiegellose Kamera bezeichnet.

Was ist der Unterschied zwischen einer Spiegelreflexkamera und einer Systemkamera?

Im Gegensatz zur Spiegelreflexkamera hat eine Systemkamera kein Spiegelsystem mit optischem Sucher und Fokussystem im Boden der Kamera. Ein solches Spiegelsystem nimmt in einer Spiegelreflexkamera recht viel Platz ein. Da eine Systemkamera dieses Spiegelsystem nicht hat, kann sie deutlich kleiner und leichter gebaut werden.

Langzeitbelichtung mit der Canon EOS 700D im Harz

Langzeitbelichtung mit der Canon EOS 700D Spiegelflexkamera im Harz

Wenn du dir noch nicht sicher bist, welches Kamerasystem das Richtige für dich ist, dann hilft dir vielleicht auch mein Artikel über Spiegelreflexkamera für Einsteiger weiter.

Auf was sollte ich beim Kauf einer Systemkamera für Einsteiger achten?

Es gibt verschiedene Merkmale, auf die du beim Kauf einer Systemkamera achten solltest. In den folgenden Zeilen stelle ich dir diese Punkte vor und gebe danach ein paar konkrete Empfehlungen für Kameras.

Wie viele Megapixel sind nötig?

Wenn du in ein Prospekt von Saturn oder Media Markt schaust, dann ist der erste Punkt, der beworben wird, die Anzahl der Megapixel. Meiner Meinung nach haben alle heutigen Kameras genug Megapixel. Viele Bilder in meinem Portfolio sind mit einer 12 Megapixel Kamera entstanden. Ich habe diese Bilder in Ausstellungen gezeigt und dabei auf Größen bis zu 180 cm x 120 cm gedruckt. Die Schärfe war dabei mehr als ausreichend.

Fotodrucke für Kunden

Fotodrucke für Kunden

In einer Ausstellung drücken sich die wenigsten Besucher die Nase an deinen Bildern platt. Sie möchten das ganze Bild sehen und stehen deshalb mit einem gewissen Abstand vor deinen Werken. Die Megapixel jeder Systemkamera, die du aktuell kaufen kannst, reichen für Ausstellungen mit dieser Druckgröße aus. Die Anzahl der Megapixel ist für mich praktisch kein Kaufkriterium.

Sensorgröße

Systemkameras gibt es mit unterschiedlichen Sensorgrößen. Ist ein Sensor genauso groß wie das Negativ eines Kleinbildfilms, so spricht man von einem Vollformatsensor. In den meisten Systemkameras für Einsteiger sind Sensoren verbaut, die um das 1,5- oder 1,6-fache kleiner sind als diese Vollformatsensoren. Solch ein Sensor wird Cropsensor genannt. Die Kamera wird dann als Cropkamera bezeichnet. Diese Sensoren sind günstiger zu produzieren, bieten aber trotzdem eine gute Bildqualität.

Sensorformate - APS-C, DX, Vollformat

Sensorformate – APS-C, DX, Vollformat

Als Einsteiger ist eine Kamera mit Cropsensor mehr als ausreichend. Ich fotografiere auch nach 13 Jahren immer noch mit einer solchen Kamera, auch wenn ich zwischendurch bereits eine Vollformatkamera hatte. Ein Vorteil einer Cropkamera: Auch die Objektive sind preisgünstiger.

Objektive

Ist das Kitobjektiv für den Anfang ok?

Vielleicht hast du gerade vor, dich mehr mit der Fotografie zu beschäftigen und möchtest dir deshalb eine Systemkamera zulegen. Wenn du als Einsteiger noch nicht genau auf bestimmte Motive festgelegt bist, dann ist das Kitobjektiv für dich optimal.

Mit einem 18-55 mm Kitobjektiv hast du ein leichtes Weitwinkel, eine Normalbrennweite und eine Portraitlinse in einem Objektiv. Ich empfehle dir, zu deiner neuen Systemkamera genau ein solches 18-55 mm Objektiv dazu zu kaufen und damit erst einmal ein Jahr lang zu fotografieren. Während diesen Jahres merkst du, welche Motive du gern fotografierst und kannst dich dann immer noch nach anderen Objektiven umsehen.

So gut wie alle 18-55 mm Kitobjektive sind auch scharf genug für deine Ansprüche. Früher waren diese Objektive optisch nicht immer so gut, aber mittlerweile hat sich das geändert. Ich nutze mein Kitobjektiv auch heute noch und habe nicht das Bedürfnis, mich in diesem Brennweitenbereich nach etwas anderem umzusehen.

Hiddensee, Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

Foggy Sunset Neuendorf – mit einem Kitobjektiv aufgenommen

Mein Rat: Suppenzooms vermeiden

Ich würde dir dagegen nicht empfehlen, ein Objektiv mit sehr großem Brennweitenbereich zu kaufen. Oft werden 18-200 mm Objektive zur Kamera angeboten. Es ist für die Objektivhersteller optisch kaum möglich, einen solchen großen Zoombereich anzubieten und dabei scharfe Bilder zu liefern. Bei einem Zoomobjektiv beträgt die Endbrennweite nicht viel mehr als das dreifache der Anfangsbrennweite. Als Beispiel: 55 / 18 = 3,05. Hier kannst du davon ausgehen, dass die Schärfe in Ordnung ist. 200 / 18 = 11,11. Dieses Objektiv wird wahrscheinlich nicht besonders scharf sein.

Auf Bildstabilisator achten

Ich empfehle dir, darauf zu achten, dass dein Objektiv einen Bildstabilisator mitbringt. Damit kannst du verwacklungsfrei fotografieren, auch wenn das Licht mal nicht ganz so gut ist.

Süßer See

Süßer See

Selbst ausprobieren: Bedienung und Haptik

Ob du gern mit deiner neuen Kamera unterwegs bist, hängt auch davon ab, wie wohl du dich damit fühlst. Hier spielen zwei Punkte eine Rolle: Wie liegt die Kamera in deinen Händen und wie lässt sie sich bedienen. Ich empfehle deshalb immer: Schau, dass du bei Freunden, in Fotogeschäften oder im Elektronikfachmarkt die Kamera vor dem Kauf in die Hand nehmen und etwas damit herumspielen kannst. Nimm dir Zeit dafür und probiere mehrere Kameras aus. Und schlafe nochmal eine Nacht drüber. 🙂

Wann du einen schnellen Autofokus brauchst

Eines vorweg: So gut wie alle auf dem Markt befindlichen Kameras haben einen guten Autofokus. Das Autofokussystem deiner neuen Kamera kommt nur dann an seine Grenzen, wenn du damit schnell bewegliche Motive fotografierst. Wenn du also schon weißt, dass du in Zukunft beispielsweise Sportereignisse fotografieren willst, dann könnte dieser Punkt für dich eine Rolle spielen. Besonders bei Fußball, Handball oder Motorsport ist ein guter Autofokus wichtig. Hier haben Spiegelreflexkameras noch einen leichten Vorteil gegenüber Systemkameras.

Serienbildgeschwindigkeit für Tier- und Sportfotografie

Für diese Sportereignisse spielt auch die Serienbildgeschwindigkeit eine Rolle. Das trifft ebenso für die Tierfotografie zu. Es gibt Momente, in denen du die Serienbildfunktion nutzt, weil du ein bestimmtes Motiv nicht verpassen willst. Die Kamera macht dann so viele Bilder hintereinander, wie es ihr möglich ist. In der Regel sind das beispielsweise 5 Bilder pro Sekunde. Willst du Tiere oder Sport fotografieren? Dann ist dieses Merkmal wichtig für dich.

Snowflake

Snowflake

Videofeatures wie Auflösung, FPS und Anschlüsse

Planst du viel Videos mit der Kamera aufzunehmen oder auch auf YouTube sehr aktiv zu sein? Dann sind Videoauflösung, Frames pro Sekunde und externe Anschlüsse für etwa ein Mikrofon wichtig. Davon abgesehen liefern heute eigentlich alle Einsteiger-Systemkameras mit 1080p eine Full-HD-Auflösung.

Ein Klappdisplay lohnt sich

Für mich persönlich ist ein Klappdisplay unheimlich wichtig. Ich fotografiere viel vom Stativ aus. Dank eines Klappdisplays muss ich mich nicht mehr verrenken, um durch den Sucher zu schauen. Ich kann auch am Display eine wesentlich genauere und bessere Bildkomposition machen.

Klappdisplay

Klappdisplay

Akkulaufzeit finde ich zweitrangig

Die Akkulaufzeit einer Kamera spielt natürlich auch eine Rolle. Allerdings finde ich diesen Aspekt nicht ganz so wichtig, weil du einfach nur wissen musst, wie hoch der Verbrauch ist und dann entsprechend weitere Akkus mitnehmen kannst. Ich habe immer mindestens einen Ersatzakku dabei, auf langen Touren auch zwei. Sobald ein Akku leer ist, lade ich diesen über Nacht in der Unterkunft.

Systemkamera für Einsteiger – Meine Top 3 Empfehlungen

Canon EOS M50

Canon EOS M50

Canon EOS M50

Auch Canon hat mittlerweile Systemkameras im Programm. Die EOS M50 richtet sich dabei an Einsteiger. Das Canon EOS System bringt eine große Palette von Objektiven und Zubehör mit sich. Die Objektive lassen sich jedoch nur mit Adapter nutzen und richtige EOS M Objektive gibt es derzeit noch nicht ganz so viele. Dennoch ist die M50 eine Empfehlung wert, weil sie insgesamt eine gute Ausstattung liefert. Die Bedienung ist Canon-typisch gut, genau wie das Klappdisplay und der elektronische Sucher. Die M50 ist angenehm kompakt. Der größte Pluspunkt der Canon EOS M50 ist die sehr gute Bildqualität. 4K Videos kann sie zwar, aber nur mit einer Reihe von Einschränkungen. Wer jedoch bei Full HD bleibt, hat hier keine Probleme.

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Sony Alpha 6000

Sony Alpha 6000

Sony Alpha 6000

Die Sony Alpha 6000 befindet sich seit zig Monaten auf dem Podest für die beste Systemkamera für Einsteiger. Sie ist schnell, bringt eine tolle Bildqualität und einen treffsicheren Autofokus mit. Für diese Kamera empfehle ich dir gleich zwei zusätzliche Akkus zu kaufen, da sie ein ziemlicher Stromfresser ist. Ich mag besonders den elektronischen Sucher, der links oben am Gehäuse platziert ist. Dadurch drückt man sich nicht die Nase platt. Die Alpha 6000 hat angesichts des gebotenen Gesamtpaketes ein unheimlich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Olympus OM-D E-M10 Mark III

Olympus OM-D E-M10 Mark III

Olympus OM-D E-M10 Mark III

Olympus hat über die Jahre seine E-M10 immer weiter verbessert. Das Resultat ist die dritte Version, die ich ebenfalls empfehlen kann. Der Sensor der E-M10 ist etwas kleiner als Crop. Dennoch liefert er eine gute Bildqualität. Die Kamera kommt im Retro-Design daher und bietet moderne Features wie Touchscreen und WLAN. Der Sucher ist sehr scharf und bleibt bei fast allen Lichtsituationen sehr flüssig. Was kann die E-M10 nicht ganz so gut? Das Menü ist etwas gewöhnungsbedürftig und es gibt keine Mikrofon und Kopfhörerbuchse. Deshalb ist sie für Videofreunde nur eingeschränkt zu empfehlen, auch wenn sie Ultra-HD-Videos aufnehmen kann. Für Fotografen ist sie jedoch definitiv einen Blick wert.

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Fazit: Welches ist die beste Systemkamera für Einsteiger?

In Sachen Preis-Leistung-Verhältnis ist es schwer, an der Sony Alpha 6000 vorbei zu kommen. Sie bringt ein gutes Handling, eine ansprechende Bildqualität und eine kompakte Größe mit. Obwohl sie schon ein paar Tage auf dem Markt ist, ist sie immer noch eine Empfehlung wert. Wenn du nicht gerade die zusätzliche Geschwindigkeit oder Videofeatures der Nachfolger Alpha 6300 oder Alpha 6500 brauchst, dann machst du mit der Sony Alpha 6000 nichts falsch.

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4 Kommentare

  1. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias,

    klasse beschrieben, ich glaube, besser kann man das nicht zusammenfassen und die Kameraauswahl wie auch die Reihenfolge, genau so sehe ich das, danke für die Mühe.

  2. Nutzer Avatar

    Hallo,
    interessanter und ausführlicher Bericht über ein wichtiges Thema in Zeiten wo die klassische DSLR mehr und mehr ausstirbt.
    Die Sony A6000 ist sicherlich eine tolle Kamera, leider finde ich das Objektiv Angebot für das E-Mount System recht klein und teuer.
    Ich würde eher das MFT System bevorzugen. Zwar ist der Sensor noch etwas kleiner, aber es gibt eine große Auswahl an Objektiven und Kameras in jeder Preisklasse. Die Olympus OM-D E-M10 III ist handlich, kompakt, im schicken Retrodesign und macht tolle Fotos.

    Viele Grüße
    Norman

    • Nutzer Avatar

      Hallo Norman,

      das mit den Objektiven bei Sony ist richtig. Billig sind die nicht gerade, allerdings ist die Qualität auch sehr hoch. Insofern würde ich lieber etwas länger sparen und dann mit Sony fotografieren. Dennoch ist die Oly auf jeden Fall eine tolle Kamera!

      Liebe Grüße,

      Matthias

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