Blende, Belichtungszeit & ISO selbst einstellen lernen [Fotografie Grundlagen]

Möchtest du nicht mehr im Automatikmodus fotografieren, sondern Blende, Belichtungszeit und ISO selbst einstellen? Dann zeige ich dir heute, wie das geht!

Während ich im ersten Teil etwas mehr Theorie erkläre, zeige ich im zweiten Teil, wie ich in der Praxis vorgehe. Um den Zusammenhang von Blende, Belichtungszeit (Verschlusszeit) und ISO zu verstehen, sind aber beide Teile nötig. Die verschiedenen Abschnitte im Artikel bauen aufeinander auf. Es ist daher also sinnvoll, den Artikel komplett zu lesen.

Was bedeutet Belichtung?

In diesem Artikel werde ich immer wieder von der Belichtung sprechen. Doch was ist das eigentlich?

Um mit einer Kamera ein Bild aufzunehmen, auf dem auch etwas zu sehen ist, müssen Blende, Belichtungszeit und ISO so gewählt werden, dass auf dem Film oder auf dem Sensor nicht zu viel und nicht zu wenig Licht ankommt. Das Bild sollte also nicht zu hell oder zu dunkel sein.

Vereinfacht gesagt ist die Belichtung also die Helligkeit des Bildes.

Ein Bild, das unterbelichtet ist, ist zu dunkel.

Ein überbelichtetes Bild ist zu hell.

Stell dir vor, du hast nur ein Hauptmotiv im Bild. Das könnte beispielsweise eine rote Backsteinwand sein, die dein gesamtes Bild ausfüllt. Die Belichtung, die dir die Kamera nun vorschlägt, wird möglichst neutral ausfallen – sie ist also weder unter- noch überbelichtet. Um die passende Belichtung eines Bildes zu berechnen, arbeitet in der Kamera ein Belichtungsmesser. Deshalb handelt der nächste Abschnitt auch von dieser Funktion.

Ein Gedankenanstoß noch zwischendurch: Ein Bild muss nicht immer neutral belichtet sein. Je nachdem welche Stimmung du beim Betrachter erzeugen willst, kann es durchaus helfen, ein Bild gezielt unter- oder überzubelichten. Mehr dazu weiter unten.

Quirang - Sonnenaufgang auf der Isle of Skye

Quirang – Sonnenaufgang auf der Isle of Skye

Was macht ein Belichtungsmesser?

Bevor ich die Themen Blende, Belichtungszeit und ISO erklären kann, ist es nötig, den Belichtungsmesser der Kamera anzusprechen. Fast jede heute erhältliche Kamera hat einen internen Belichtungsmesser. Wie der Name schon sagt, misst diese Funktion die Belichtung des Bildes bei den aktuellen Einstellungen.

In einer heutigen Spiegelreflex- oder Systemkamera gibt es verschiedene Messmodi für die Belichtung. Der Einfachheit halber werde ich mich in diesem Artikel nur auf die sogenannte Matrix- oder Mehrfeldmessung beziehen.

So funktioniert die Mehrfeldmessung

Stell dir vor, du würdest dein Bild in 9 gleich große Rechtecke unterteilen. Für jedes dieser Rechtecke versucht deine Kamera nun die passende Belichtung zu berechnen. Dann bildet sie von allen 9 Feldern einen Durchschnitt. Dieser Durchschnitt ist dann die Belichtung, die dir die Kamera für das Bild vorschlägt.

Moderne Kameras haben in aller Regel weit mehr als nur 9 dieser Felder für die Belichtungsmessung. Außerdem werden mitunter die Farbverteilung, die Entfernung des Motivs und die Brennweite berücksichtigt. Wichtig zu wissen ist aber erst einmal nur: Die Kamera bildet in etwa den Durchschnitt all dieser Felder, sodass die Belichtung ihrer Meinung nach für das gesamte Bild passt.

Was passiert bei der Belichtungsmessung in der Praxis?

Vielleicht kennst du den folgenden Effekt: Du stehst in einer Landschaft und am Himmel zeigen sich beeindruckende Wolkenformationen. In deinem Bild willst du aber auch etwas von der Landschaft aufnehmen. In den meisten Fällen ist der Himmel heller als die Landschaft. Du wählst jetzt deine Bildkomposition so, dass die zwei oberen Drittel des Bildes den Himmel zeigen, das untere Drittel die Landschaft. Vor dem Auslösen arbeitet nun der Belichtungsmesser.

In deinem Bild befinden sich überwiegend die hellen Bereiche des Himmels. Nun „denkt“ sich die Kamera: Wahrscheinlich möchte mein Besitzer diesen Bereich im Bild festhalten – es ist bestimmt sein Hauptmotiv. Der restliche Teil des Bildes ist bestimmt nicht ganz so wichtig. Ich berechne ihm mal eine entsprechende Belichtung, die hauptsächlich für den Himmel gut passt.

Wenn du nun den Auslöser drückst, dann könnte dein Bild in etwa so aussehen:

Belichtung auf den Himmel, Landschaft ist unterbelichtet

Belichtung auf den Himmel, Landschaft ist unterbelichtet

Der Himmel ist richtig belichtet, aber die Landschaft ist zu dunkel. Hat die Kamera etwas falsch gemacht? Nein. Sie hat nur den Durchschnitt für die Belichtung der verschiedenen Bildteile berechnet. Sie konnte nicht wissen, dass dir auch die Landschaft wichtig ist.

Andersherum funktioniert die normale Belichtungsmessung auch, wenn ein Großteil deines Bildes die Landschaft ausmacht und nur ein kleiner Teil Himmel darin zu sehen ist. Auch jetzt bildet die Kamera wieder den Durchschnitt für das gesamte Bild:

Belichtung auf den Vordergrund, Himmel ist überbelichtet

Belichtung auf den Vordergrund, Himmel ist überbelichtet

Daher ist es wichtig zu verstehen, wie die Belichtungsmessung arbeitet. So kannst du mit der Zeit besser einschätzen, wie die Kamera auf welche Lichtsituationen reagiert. Du kannst auch schon gezielt gegensteuern, noch bevor die Aufnahme stattfindet.

In diesem Beitrag lernst du einerseits, die Belichtungsmessung der Kamera zu verstehen. Andererseits lernst du auch, die Einstellungen für die Belichtung gezielt so zu machen, dass sie deinen Wünschen und der Lichtsituation entspricht.

Damit du die folgenden Einstellungen umsetzen kannst, muss deine Kamera gewisse manuelle Einstellmöglichkeiten bieten. Die meisten fortgeschrittenen Kompaktkameras, Bridgekameras, Systemkameras und Spiegelreflexkameras bieten diese Optionen. Auch Handykameras lassen mittlerweile viele manuelle Einstellmöglichkeiten zu. Falls du gerade auf der Suche nach einer passenden Kamera bist, helfen dir vielleicht meine Artikel über Spiegelreflexkameras für Einsteiger und Systemkameras für Einsteiger.

Um die Belichtung deiner Bilder zu beeinflussen, gibt es drei verschiedene Einstellungen: Blende, Belichtungszeit und ISO.

Falls du mit deiner Kamera noch nicht ganz vertraut bist, dann hilft noch einmal ein kurzer Blick ins Handbuch. Dort kannst du nämlich nachschlagen, mit welchen Rädchen an der Kamera du diese Einstellungen vornehmen kannst.

Blende – Die Öffnung des Objektives

Die Blende befindet sich meist im Objektiv. Es handelt sich dabei um 5-9 Lamellen, die sich annähernd kreisförmig schließen lassen.

Öffnung der Blende bei Blendenzahl 2.8

Öffnung der Blende bei Blendenzahl 2.8

Öffnung der Blende bei Blendenzahl 5.6

Öffnung der Blende bei Blendenzahl 5.6

Öffnung der Blende bei Blendenzahl 11

Öffnung der Blende bei Blendenzahl 11

Über die Blende kannst du oder die Kamera regulieren, wie viel Licht in die Kamera einfällt.

AV Modus (Zeitautomatik)

Im Automatikmodus deiner Kamera wählt die Kamera die Blende, die Belichtungszeit und zum Teil auch die ISO selbst aus.

Im AV Modus legst du deine Blende selbst fest und die Kamera berechnet dir die passende Belichtungszeit. Der AV Modus heißt bei einigen Kameras auch A Modus.

Für das Verständnis von Blende, Belichtungszeit und ISO gehen wir erst einmal davon aus, dass die ISO der Kamera fest eingestellt ist. Als Beispiel habe ich eine ISO von 400 angenommen. Die ISO verändern wir also erst einmal nicht.

Daher ist hier bisher nur wichtig zu verstehen, dass du die Blende im AV Modus selbst wählen kannst und die Kamera dir die Belichtungszeit berechnet. Du nutzt also weiterhin eine gewisse Berechnung der Kamera, definierst aber einen Teil der Einstellungen selbst. Deshalb wird der AV Modus auch als Halbautomatik bezeichnet.

Um dir die Zusammenhänge gleich anhand von Bildern zu zeigen, habe ich verschiedene Aufnahmen gemacht, die du nach und nach in den weiteren Abschnitten dieses Artikels findest.

Entstehung der Beispielbilder am Hufeisensee in Halle (Saale)

Entstehung der Beispielbilder am Hufeisensee in Halle (Saale)

Die Aufnahmen sind mit der Sony Alpha 7 III und dem Sony FE 55mm F1.8 ZA entstanden. Als Stativ habe ich das Manfrotto Befree GT Carbon genutzt.

Volle Blendenstufen

Wie weit deine Blende geöffnet ist, kannst du über die Blendenzahl bestimmen. Unterschiedliche Objektive haben unterschiedliche Blenden und damit auch unterschiedliche Blendenzahlen. Ein lichtstarkes Objektiv hat eine kleinere Blendenzahl.

Je mehr die Blende geschlossen ist, umso weniger Licht fällt in die Kamera. Je weiter die Blende geöffnet ist, umso mehr Licht fällt in die Kamera.

Je kleiner die Blendenzahl, umso weiter ist die Blende geöffnet. Je größer die Blendenzahl, umso weiter ist die Blende geschlossen.

Bei modernen Kameras kannst du die Blendenzahl in Drittelstufen einstellen. Um erst einmal das grundlegende System zu verstehen, rechnen wir hier mit sogenannten vollen Blendenstufen.

Volle Blendenstufen haben folgende Blendenzahlen:

  • 1.4 – bedeutet weit geöffnete Blende = Kleine Blendenzahl
  • 2.0
  • 2.8
  • 4.0
  • 5.6
  • 8.0
  • 11.0
  • 16.0
  • 22.0 – bedeutet weit geschlossene Blende = Große Blendenzahl

Je nach Objektiv und Kamera gibt es nach oben und unten noch weitere Blendenzahlen.

Blendenzahl 1.4 bedeutet eine sehr weite Öffnung, bei Blendenzahl 22.0 ist die Blende sehr weit geschlossen. Der Begriff Blende und Blendenzahl wird in der Praxis sehr häufig gleichbedeutend verwendet. Genau das werde ich im Folgenden auch tun.

Was die Blende mit der Schärfentiefe macht

Neben der Belichtung hat die Blende auch noch eine weitere grundlegende Auswirkung für die Fotografie. Über die Blende kannst du die Schärfentiefe im Bild regulieren.

Je weiter du die Blende schließt, umso mehr Schärfentiefe wird erzeugt. Je weiter du die Blende öffnest, umso weniger Schärfentiefe hat das Bild.

Beim Fokussieren stellst du oder die Kamera den Fokus auf einen bestimmten Bildbereich und damit auf eine bestimmte Entfernung zur Kamera ein. Wenn die Blende nicht geschlossen wird, dann ist im fertigen Bild nur genau dieser Bereich scharf. Dahinter und davor wird das Bild unscharf.

Wenn du die Blende weiter schließt, wird dieser scharfe Bereich nach vorne und hinten hin größer. Auf den folgenden Bildern siehst du, wie die Schärfentiefe zunimmt, wenn die Blendenzahl größer wird. Ich habe die Blende also nach und nach weiter geschlossen und für dieses Beispiel auf das Ufer links unten fokussiert.

Das gesamte Bild sieht so aus:

Tiefenschärfe Ausgangsbild

Schärfentiefe Ausgangsbild

In der Vergrößerung siehst du gut, dass die Schärfe mit weiter geschlossener Blende nach vorn und hinten hin größer wird.

Schärfentiefe bei unterschiedlichen Blenden

Schärfentiefe bei unterschiedlichen Blenden

Für Portraits kann es nützlich sein, den Hintergrund verschwimmen zu lassen, etwa wenn dieser sonst ablenken würde. Dafür lohnt es sich dann, mit einer möglichst offenen Blende zu fotografieren.

In der Landschaftsfotografie möchte ich meist alle Bildbereiche scharf abgebildet haben, dafür schließe ich die Blende dann beispielsweise auf 8.0.

Wenn du die Blende zu weit schließt, dann nimmt die Gesamtschärfe eines Bildes durch die Beugungsunschärfe ab. Deshalb ist es meist nicht sinnvoll, die Blende weiter als 11.0 zu schließen.

Die Schärfentiefe nimmt ab, je größer die Brennweite ist.

Bei einem Weitwinkelobjektiv mit 16 mm Brennweite und einem Motivabstand von 5 Metern ist die Schärfentiefe auch bei Blende 5.6 schon relativ groß. Bei einem Teleobjektiv mit 300 mm Brennweite und einem Motivabstand von 5 Metern ist der scharfe Bereich bei Blende 5.6 vielleicht nur 10 cm tief.

Einstellung der Belichtung im AV Modus

Zurück zur Blende und zum AV Modus, in dem ich die meiste Zeit fotografiere. Noch einmal zur Erinnerung: Hier kannst du die Blende selbst wählen, die Kamera berechnet dir die Belichtungszeit.

Um die Einstellungen deutlich zu machen, habe ich eine Reihe von Bildern aufgenommen. Diese Bilder haben immer den gleichen Bildausschnitt, die Lichtsituation hat sich ebenfalls nicht verändert. So kannst du gut sehen, welchen Einfluss die jeweiligen Einstellungen auf das Bild haben.

Ausgangsbelichtung im AV Modus: Blende 5.6, 1/800s, ISO 400

Ausgangsbelichtung im AV Modus: Blende 5.6, 1/800 s, ISO 400

Dieses Ausgangsbild ist im AV Modus aufgenommen. Ich habe dabei ISO 400 eingestellt, was aber erst einmal nebensächlich ist. Die ISO ist also für die nachfolgenden Beispiele erst einmal immer auf 400 festgesetzt.

Wichtiger ist, dass ich Blende 5.6 gewählt habe und die Kamera selbst eine Belichtungszeit von 1/800 Sekunde berechnet hat.

Diese Belichtungszeit war das, was der Belichtungsmesser als passende Zeit ausgewählt hat, damit das Bild durchschnittlich neutral belichtet ist. Natürlich gibt es hellere und dunklere Bildbereiche, aber das ist in etwa der Durchschnitt.

Im AV Modus kannst du also die Blende selbst wählen. Das ist nützlich, weil du so die Schärfentiefe selbst bestimmen kannst.

Ausgangsbelichtung auf dem Kameradisplay

Ausgangsbelichtung auf dem Kameradisplay

⅓ Blendenstufen – 3 Mal am Rädchen drehen für eine volle Blende

Wie oben schon beschrieben, rechnen wir mit vollen Blendenstufen. Um von Blende 5.6 zu Blende 8.0 zu wechseln, musst du das Einstellrad an der Kamera drehen, sodass es 3 mal klickt. Das kommt daher, weil sich an aktuellen Kameras die Blendenstufen in Drittelstufen einstellen lassen.

Anzeige der Belichtungskorrektur

Für die Helligkeit des Bildes spielt es im AV Modus keine Rolle, ob du mit Blende 4.0 oder Blende 8.0 fotografierst. Die Kamera passt die Belichtungszeit dann immer selbst an.

Im AV Modus gibt es noch eine weitere Einstellmöglichkeit. Damit kannst du festlegen, ob du das Bild über- oder unterbelichten möchtest. Diese Einstellung nennt sich die Belichtungskorrektur und ist auch im Sucher oder auf dem Display zu sehen.

Anzeige für Belichtungskorrektur und Belichtungsmessung auf dem Schulterdisplay einer Canon EOS 77D

Anzeige für Belichtungskorrektur und Belichtungsmessung auf dem Schulterdisplay einer Canon EOS 77D

Anzeige für Belichtungskorrektur und Belichtungsmessung im Sucher einer Canon EOS 77D

Anzeige für Belichtungskorrektur und Belichtungsmessung im Sucher einer Canon EOS 77D

Standardmäßig steht dieser kleine Pfeil auf 0 und zeigt die damit aktuell gewählte Belichtung an. Die Belichtungskorrektur kannst du über eines der Einstellrädchen auswählen. Manchmal musst du auch den AV Knopf gedrückt halten und dann das Einstellrädchen drehen – je nach Kamera.

Einstellrad für die Belichtungskorrektur an der Sony Alpha 7 III

Einstellrad für die Belichtungskorrektur an der Sony Alpha 7 III

Wenn du nun also eine düsterere Bildstimmung erzeugen willst, kannst du zwar die Berechnung des Belichtungsmessers nutzen, aber mit der Belichtungskorrektur gezielt unterbelichten. Wenn ich die Belichtungskorrektur nun auf -1 setze, dann sieht das Ergebnis so aus:

AV Modus: Unterbelichtung -1 - Blende 5.6, 1/1600 s, ISO 400

AV Modus: Unterbelichtung -1 – Blende 5.6, 1/1600 s, ISO 400

Wenn ich es noch dunkler haben will, dann kann ich die Belichtungskorrektur auch auf -2 setzen.

AV Modus: Unterbelichtung -2 - Blende 5.6, 1/3200 s, ISO 400

AV Modus: Unterbelichtung -2 – Blende 5.6, 1/3200 s, ISO 400

Alternativ kann ich auch für eine freundlichere und hellere Stimmung im Bild sorgen, wenn ich es gezielt überbelichte. Setze ich den Regler für die Belichtungskorrektur auf +1, sieht das Ergebnis so aus:

AV Modus: Überbelichtung +1 - Blende 5.6, 1/400 s, ISO 400

AV Modus: Überbelichtung +1 – Blende 5.6, 1/400 s, ISO 400

Bei einer Korrektur von +2 so:

AV Modus: Überbelichtung +2 - Blende 5.6, 1/200 s, ISO 400

AV Modus: Überbelichtung +2 – Blende 5.6, 1/200 s, ISO 400

Die letzten 4 Bilder sind alle bei Blende 5.6 entstanden, nur die Belichtungszeit wurde jeweils selbstständig von der Kamera angepasst.

Überbelichtung +2 auf dem Kameradisplay im AV Modus

Überbelichtung +2 auf dem Kameradisplay im AV Modus

Ein unerlässliches Hilfsmittel: Das Histogramm

Nicht immer kannst du die Belichtung am Kamerabildschirm gut einschätzen. Besonders wenn helles Sonnenlicht auf den Bildschirm scheint, dann liegst du eventuell daneben. Ich habe mir daher mehr angewöhnt, auf das Histogramm zu schauen. Das Histogramm gibt die Helligkeiten im Bild als Graph wieder:

Anzeige des Histogramms in der Rückschau eines aufgenommenen Bildes auf dem Display

Anzeige des Histogramms in der Rückschau eines aufgenommenen Bildes auf dem Display

Das Histogramm kannst du dir auf fast jeder Kamera für bereits aufgenommene Bilder anzeigen lassen, wenn du die Info oder die Display Taste ein- oder mehrmals drückst. Einige Kameras unterstützen auch, dass du das Histogramm bereits vor der Aufnahme siehst.

Neutrales Histogramm einer Backsteinwand

Neutrales Histogramm einer Backsteinwand

Als Beispiel für ein neutrales Bild habe ich diese Szene aufgenommen:

Neutral belichtetes Bild

Neutral belichtetes Bild

Dieses Bild, welches neutral belichtet ist, sieht im Histogramm so aus:

Neutrales Histogramm

Neutrales Histogramm

Die Helligkeiten der meisten Bildteile befinden sich im mittleren Bereich der Kurve. Die Bereiche der dunkleren Fenster sind links in der Kurve zu finden. Im rechten Teil der Kurve sind die hellen Bildteile wie die sonnenbeschienene Fassade.

Bei einem unterbelichteten Bild ist die Kurve nach links verschoben:

Unterbelichtetes Histogramm

Unterbelichtetes Histogramm

Im linken Teil der Kurve sind also eher die dunklen Bereiche zu finden, im rechten Teil eher die hellen Bereiche.

Ein überbelichtetes Bild hat zum Beispiel folgendes Histogramm, in dem die Kurve nach rechts verschoben ist:

Überbelichtetes Histogramm

Überbelichtetes Histogramm

Bei so gut wie auf allen Fotos gibt es im Histogramm meist mehrere Spitzen. Wenn die Belichtung eines Bildes passt, hast du am linken und am rechten Ende der Kurve jeweils keine großen Spitzen. Wenn im Histogramm links eine große Spitze ist, dann sind viele Teile des Bildes schwarz. Wenn im Histogramm rechts eine große Spitze ist, dann sind viele Teile des Bildes weiß. Die meisten Bilder haben kein „ideales“ Histogramm, aber es hilft dir bei der Einschätzung der Belichtung.

Belichtungszeit (Verschlusszeit)

TV Modus (Blendenautomatik)

Du weißt nun, wie du im AV Modus deine Blende und eine Belichtungskorrektur einstellen kannst. Die zweite Halbautomatik an deiner Kamera ist der TV Modus, auch T oder S Modus genannt.

Im TV Modus gibst du die Belichtungszeit vor und die Kamera berechnet selbstständig die dafür passende Blende.

Die Belichtungszeiten von aktuellen System- oder Spiegelreflexkameras reichen in der Regel von 1/4000 Sekunde bis zu 30 Sekunden. Je nach Modell und dem Einsatz eines Fernauslöser sind auch noch kürzere und längere Zeiten möglich.

Belichtungszeiten können beispielsweise sein:

  • 1/4000 s – sehr kurze Belichtungszeit
  • 1/2000 s
  • 1/1000 s
  • 1/500 s
  • 1/250 s
  • 1/125 s
  • 1/80 s
  • 1/40 s
  • 1/20 s
  • 1/10 s
  • 1/5 s
  • 1/2 s
  • 1 s
  • 2 s
  • 4 s
  • 8 s
  • 15 s
  • 30 s – sehr lange Belichtungszeit

Je länger die Belichtungszeit ist, umso mehr Licht fällt in die Kamera ein. Je kürzer die Belichtungszeit ist, umso weniger Licht fällt in die Kamera ein.

Den gleichen Bildausschnitt wie oben habe ich noch einmal im TV Modus fotografiert. Ich habe dafür eine Belichtungszeit von 1/800 Sekunde eingestellt:

TV Modus: Ausgangsbelichtung - Blende 5.6, Belichtungszeit 1/800 s, ISO 400

TV Modus: Ausgangsbelichtung – Blende 5.6, 1/800 s, ISO 400

Der Regler für die Belichtungskorrektur stand auf 0. Die Kamera hat nun die Blende selbst berechnet. Die passende Blende lag nun bei 5.6.

Wenn du gut aufgepasst hast, dann merkst du, dass das die gleichen Einstellungen von Blende und Belichtungszeit waren wie im AV Modus – Blende 5.6 und 1/800 Sekunde.

Auch im TV Modus kannst du dein Bild mit der Belichtungskorrektur über- oder unterbelichten. Die Kamera passt dann die berechnete Blende an. So sieht das Bild im TV Modus aus, wenn ich -1 in der Belichtungskorrektur einstelle:

TV Modus: Unterbelichtung -1 - Blende 8.0, 1/800 s, ISO 400

TV Modus: Unterbelichtung -1 – Blende 8.0, 1/800 s, ISO 400

Bei einer Belichtungskorrektur von +1 sieht das Ergebnis so aus:

TV Modus: Überbelichtung +1 - Blende 4.0, 1/800 s, ISO 400

TV Modus: Überbelichtung +1 – Blende 4.0, 1/800 s, ISO 400

Es ist in der Praxis dann sinnvoll die Belichtungszeit festzulegen, wenn du beispielsweise bewegliche Motive vor der Kamera hast. Stell dir vor, du fotografierst die vorbeifahrenden Autos bei einem Autorennen. So kannst du selbst festlegen, ob deine Autos bei einer sehr kurzen Belichtungszeit wie 1/2000 Sekunde “eingefroren” sein sollen oder ob bei 1/50 Sekunde noch eine leichte Bewegung zu sehen sein soll.

Kurze Belichtungszeit von 1/1600 Sekunde

Kurze Belichtungszeit von 1/1600 Sekunde

Lange Belichtungszeit von 30 Sekunden

Lange Belichtungszeit von 30 Sekunden

Das Gleiche kann für Straßenaufnahmen von Menschen, Wasserfällen oder bei tosenden Wellen am Meer angewendet werden. Damit lässt sich sehr kreativ fotografieren. 🙂

Sowohl im AV als auch im TV Modus kann die Kamera die Blende und Belichtungszeit immer nur so weit anpassen, wie es innerhalb der jeweiligen Grenzen möglich ist.

Als Beispiel: Stell dir vor, du machst bei starkem Sonnenlicht eine Portraitaufnahme mit Blende 1.4 und dir schlägt die Kamera dann 1/4000 Sekunde als Belichtungszeit vor. Die Aufnahme ist aber zu hell und du willst sie etwas abdunkeln. Wenn du nun die Belichtungskorrektur auf -1 setzt, wirst du das gleiche Ergebnis wie vorher bekommen, weil deine Kamera nicht kürzer als 1/4000 Sekunde belichten kann.

M Modus – Alles selbst einstellen

Im M Modus kannst du Blende und Belichtungszeit selbst festlegen. Daher spricht man hier vom manuellen Modus.

Wenn du deine Einstellungen im manuellen Modus wählst und dann den Auslöser halb drückst, misst die Kamera trotzdem die Belichtung. Auf der Skala, die sonst die Belichtungskorrektur anzeigt, siehst du nun den kleinen Pfeil. Dieser Pfeil zeigt an, ob deine gemachten Einstellungen mit der Belichtungsmessung der Kamera übereinstimmen. Der Pfeil gibt dir also eine grobe Einschätzung, ob du mit deiner Belichtung laut Kamera richtig liegst.

Als Beispiel habe ich im manuellen Modus die gleichen Einstellungen wie beim Bild im AV und TV Modus gemacht – Blende 5.6 und 1/800 Sekunde. Die ISO blieb weiterhin auf 400.

Ausgangsbelichtung auf dem Kameradisplay

Ausgangsbelichtung auf dem Kameradisplay

Das Ergebnis ist genau das Gleiche wie in den anderen beiden Modi auch.

M Modus: Ausgangsbelichtung - Blende 5.6, 1/800 s, ISO 400

M Modus: Ausgangsbelichtung – Blende 5.6, 1/800 s, ISO 400

Volle Belichtungszeiten und Blendenstufen

Von einer vollen Blendenstufe zur nächsten halbiert oder verdoppelt sich das Licht, was in die Kamera einfällt.

Bei Blende 8.0 fällt nur noch halb so viel Licht ein wie bei 5.6.

Bei Blende 4.0 fällt doppelt so viel Licht ein wie bei Blende 5.6

Bei 1/800 Sekunde fällt nur noch halb so viel Licht ein wie bei 1/400 Sekunde.

Bei 1/200 Sekunde fällt doppelt so viel Licht ein wie bei 1/400 Sekunde.

So kannst du die Belichtung selbst mit diesen Einstellungen regeln. Die Ausgangsbelichtung war 1/800 Sekunde bei Blende 5.6. Wenn ich nun die Blende 5.6 beibehalte, kann ich das Bild -1 unterbelichten, wenn ich stattdessen eine Belichtungszeit von 1/1600 Sekunde wähle:

M Modus: Unterbelichtung -1 - Blende 5.6, 1/800 s, ISO 200

M Modus: Unterbelichtung -1 – Blende 5.6, 1/800 s, ISO 200

Ebenso kann ich das Bild +1 überbelichten, wenn ich die Belichtungszeit auf 1/400 Sekunde setze:

M Modus: Überbelichtung +1 - Blende 5.6, 1/800 s, ISO 800

M Modus: Überbelichtung +1 – Blende 5.6, 1/800 s, ISO 800

Obwohl hier nur an der Belichtungszeit gedreht wird, spricht man auch davon, dass man eine Blende über- oder unterbelichtet. Das liegt daran, dass die Veränderung der Belichtungszeit den gleichen Effekt hat, als würdest du die Blende um eine volle Stufe weiter öffnen oder schließen.

Wenn du also nun bei diesem Beispiel eine Belichtungszeit von 1/3200 Sekunde bei Blende 5.6 wählen würdest, dann würdest du das Bild um zwei Blenden unterbelichten:

  • 1/200 s – zwei Blenden überbelichtet
  • 1/400 s – eine Blende überbelichtet
  • 1/800 s – normale Belichtung
  • 1/1600 s – eine Blende unterbelichtet
  • 1/3200 s – zwei Blenden unterbelichtet
  • 1/6400 s – (sofern die Kamera diese Belichtungszeit mitmacht) drei Blenden unterbelichtet

Noch einmal als Erinnerung: Wenn du die Blende um eine volle Stufe weiter schließt, fällt halb so viel Licht ein. Wenn du die Belichtungszeit verdoppelst, fällt doppelt so viel Licht ein.

Deshalb ist es möglich, abgesehen von der Schärfentiefe die gleiche Belichtung eines Bildes zu erzeugen:

  • Blende 2.8 – 1/3200 s
  • Blende 4.0 – 1/1600 s
  • Blende 5.6 – 1/800 s
  • Blende 8.0 – 1/400 s
  • Blende 11.0 – 1/200 s
  • Blende 16.0 – 1/100 s

All diese Kombinationen haben das gleiche Bildergebnis hinsichtlich der Belichtung.

Nun weißt du, wie du im manuellen Modus Blende und Belichtungszeit einstellen kannst, um deine gewünschte Belichtung zu erhalten. Die Kamera unterstützt dich mit dem internen Belichtungsmesser und dem Histogramm bei der Beurteilung.

ISO – Die Lichtempfindlichkeit

Damit es nicht zu einfach wird, kommt nun noch eine dritte Einstellmöglichkeit hinzu – die ISO. 🙂

Die ISO gibt vereinfacht gesagt die Lichtempfindlichkeit des Sensors oder des Films an. Je höher der ISO-Wert, umso mehr Lichtempfindlichkeit ist vorhanden.

Volle ISO-Stufen

Wie bei Blende und Belichtungszeit gibt es Drittelstufen auch bei der ISO. Die vollen ISOs lauten:

  • 100
  • 200
  • 400
  • 800
  • 1600
  • 3200
  • 6400

Je nach Film und Kamera gibt es nach oben und unten hin noch weitere ISOs.

Mit jeder vollen ISO verdoppelt sich die Lichtempfindlichkeit.

Der Sensor ist bei ISO 400 doppelt so lichtempfindlich wie bei ISO 200.

Um wieder zum Ausgangsbild zurückzukommen, habe ich das Bild noch einmal mit verschiedenen ISOs aufgenommen. Um den Effekt zu sehen, habe ich Blende 5.6 und 1/800 Sekunde als Belichtungszeit beibehalten. Das Ausgangsbild war mit ISO 400 aufgenommen.

M Modus: Ausgangsbelichtung - Blende 5.6, 1/800 s, ISO 400

M Modus: Ausgangsbelichtung – Blende 5.6, 1/800 s, ISO 400

Wenn ich nun die ISO auf 200 setze, ist der Sensor nur noch halb so lichtempfindlich. Das Bild wird also eine Blende unterbelichtet aufgenommen:

M Modus: Unterbelichtung -1 - Blende 5.6, 1/800 s, ISO 200

M Modus: Unterbelichtung -1 – Blende 5.6, 1/800 s, ISO 200

Wenn ich die ISO nun auf 800 erhöhe, fängt der Sensor doppelt so viel Licht wie bei ISO 400:

M Modus: Überbelichtung +1 - Blende 5.6, 1/800 s, ISO 800

M Modus: Überbelichtung +1 – Blende 5.6, 1/800 s, ISO 800

Das Bild ist also eine Blende überbelichtet. Ebenso kann ich das Bild zwei Blenden überbelichten, wenn ich die ISO auf 1600 setze:

M Modus: Überbelichtung +2 - Blende 5.6, 1/800 s, ISO 1600

M Modus: Überbelichtung +2 – Blende 5.6, 1/800 s, ISO 1600

Du kannst die ISO auch nutzen, um damit eine andere Belichtungszeit zu erreichen. Wenn du die ISO anpasst, musst du entweder Blende oder Belichtungszeit ebenfalls anpassen, damit das Bild richtig belichtet ist.

Beispielsweise ergeben die folgenden Kombinationen wieder die gleiche Belichtung:

  • Blende 5.6, 1/800 s, ISO 400
  • Blende 5.6, 1/400 s, ISO 200
  • Blende 5.6, 1/1600 s, ISO 800
  • Blende 8, 1/400 s, ISO 400
  • Blende 8, 1/200 s, ISO 200
  • Blende 4, 1/1600 s, ISO 400
  • Blende 4, 1/800 s, ISO 200
  • Blende 4, 1/400 s, ISO 100
Belichtung bei Blende 2.8 im AV Modus

Belichtung bei Blende 2.8 im AV Modus

Belichtung bei Blende 11 im AV Modus

Belichtung bei Blende 11 im AV Modus

Belichtung bei Blende 5.6 im AV Modus

Belichtung bei Blende 5.6 im AV Modus

Was die ISO mit der Bildqualität zu tun hat

Jetzt liegt es vielleicht nahe, immer eine hohe ISO zu nutzen, damit der Sensor oder der Film besonders lichtempfindlich reagiert. Doch mit steigender ISO nimmt die Bildqualität ab.

Im Bild taucht nun mehr und mehr das sogenannte Bildrauschen auf. Vielleicht erinnerst du dich von früher noch an “Ameisenkrieg”, wenn der Fernseher keinen Empfang hatte und nur ganz viele kleine helle und dunkle Punkte über den Bildschirm flackerten. So ähnlich kannst du dir Bildrauschen vorstellen.

Um das zu verdeutlichen, habe ich die gleiche Szene mit ISO 100, 800 und 3200 fotografiert. So sehen die Bildausschnitte dann in der 100 % Ansicht aus:

Vergleich der Bildqualität bei unterschiedlichen ISOs

Vergleich der Bildqualität bei unterschiedlichen ISOs

Deshalb ist es in den meisten Fällen sinnvoll, die ISO möglichst niedrig zu halten, damit du eine gute Bildqualität aus deiner Kamera herausholen kannst. Mehr Tipps zur optimalen Bildqualität findest du in meinem E-Book, welches aktuell kostenlos erhältlich ist.

Was macht Auto ISO?

Bei vielen neueren digitalen Kameras kannst du nicht nur bestimmte ISOs wählen, sondern die Kamera durch die ISO-Automatik die ISO selbst bestimmen lassen. Wenn du nicht gerade vom Stativ aus fotografierst, ist das meist sinnvoll. Warum genau, beschreibe ich weiter unten.

Belichtung in der Praxis

Wieso ich fast immer den AV Modus nehme

Ich fotografiere in 95 % der Fälle im AV Modus (A Modus). So kann ich die Belichtungsmessung der Kamera nutzen, aber trotzdem meine eigenen Einstellungen für Blende und ISO machen.

Mir ist insbesondere wichtig, die Blende selber wählen zu können. Denn so kann ich die gewünschte Schärfentiefe im Bild festlegen. Viele meiner Landschaftsaufnahmen entstehen bei Blende 8, weil ich alle Bereiche der Aufnahme scharf abgebildet haben möchte. Wenn ich dagegen Details wie Pflanzen fotografiere oder Produktaufnahmen mache, nutze ich beispielsweise Blende 2.8, damit der Hintergrund mehr verschwimmt und der Blick des Betrachters auf das (scharf abgebildete) Hauptmotiv gelenkt wird.

Lady in Red

Lady in Red

Die 1/Brennweite Regel

Wenn du aus der Hand, also ohne Stativ, fotografierst, dann ist die 1/Brennweite Regel wissenswert. Denn wahrscheinlich willst du ein Bild haben, das nicht verwackelt ist.

Je größer die Brennweite, umso leichter verwackelst du. Mit einem Weitwinkelobjektiv mit 16 mm verwackelst du das Bild nicht so schnell wie mit einem Teleobjektiv mit 300 mm Brennweite. Vielleicht hast du schon mal mit einem Teleobjektiv fotografiert und gemerkt, dass schon die kleinste Bewegung den Bildausschnitt deutlich verschiebt. Genau deshalb entstehen hier auch viel eher unscharfe Bilder, weil du bei zu langer Belichtungszeit das Bild verwackelst.

Doch wann ist die Belichtungszeit kurz genug, damit das Bild nicht verwackelt? Die 1/Brennweite Regel besagt, dass du maximal eine Belichtungszeit von 1/Brennweite halten kannst, ohne dass das Bild verwackelt ist.

Wenn du ein 20 mm Weitwinkelobjektiv hast, dann kannst du ohne Stativ maximal 1/20 Sekunde fotografieren, ohne dass das Bild verwackelt ist. Wenn du länger belichten würdest, also 1/10 oder 1/5 Sekunde, dann ist das Bild wahrscheinlich verwackelt und nicht mehr scharf. Kürzere Belichtungszeiten wie 1/50 Sekunde dagegen sind kein Problem.

Bei einem Teleobjektiv mit einer Brennweite von 200 mm ist die längste Belichtungszeit 1/200 Sekunde, die du ohne zu verwackeln aus der Hand halten kannst. 1/100 oder 1/50 Sekunde wäre wieder verwackelt, 1/1000 Sekunde scharf.

Was macht dein Bildstabilisator bei der 1/Brennweite Regel?

Wenn dein Objektiv oder deine Kamera einen Bildstabilisator hat, kannst du etwa 3 Blenden länger belichten ohne zu verwackeln. Für ein 200 mm Objektiv würde das bedeuten, dass du auch noch 1/25 Sekunde halten kannst. Deshalb ist ein Bildstabilisator insbesondere bei Teleobjektiven wirklich sinnvoll. Bei weniger Licht ohne Stativ lohnt er sich aber auch bei Weitwinkelobjektiven.

Canon EF-S 10-18mm - Seitenansicht mit Schaltern für Autofokus und Bildstabilisator

Canon EF-S 10-18mm – Seitenansicht mit Schaltern für Autofokus und Bildstabilisator

Wann zieht die 1/Brennweite Regel nicht?

Die 1/Brennweite Regel ist dafür da, dass du durch deine eigene Bewegung das Bild nicht verwackelst. Sie sichert dich nicht davor ab, dass sich dein Motiv eventuell schnell bewegt. Wenn du beispielsweise Tiere fotografierst, die laufen oder fliegen, dann ist oft eine kürzere Belichtungszeit nötig, weil die Bewegungen der Tiere viel schneller ablaufen. Ähnlich ist es beispielsweise bei Aufnahmen von Sportlern oder fahrenden Autos.

Praktische Anwendung der 1/Brennweite Regel

Die Regel ist dafür da, Aufnahmen ohne Stativ nicht zu verwackeln. Wie gehe ich nun in der Praxis vor, wenn ich die 1/Brennweite Regel anwende? Je nachdem, welches Motiv ich habe, weiß ich schon, ob ich viel oder wenig Schärfentiefe benötige. Wenn ich beispielsweise Blende 8 nutze, weil ich alles im scharf abgebildet haben möchte, stelle ich im AV Modus erst einmal Blende 8 ein. Da ich eine gute Bildqualität erhalten will, würde ich die ISO gern möglichst niedrig belassen. Ich stelle also erst einmal ISO 100 ein.

Nun drücke ich den Auslöser halb durch, damit die Belichtungsmessung der Kamera aktiviert wird. Je nach Lichtsituation schlägt mir die Kamera nun einen Wert für die Belichtungszeit vor. In meinem Beispiel habe ich ein 20 mm Objektiv auf der Kamera, weil ich gerade Architektur fotografiere. Jetzt sagt mir die Kamera als Beispiel, dass 1/5 Sekunde Belichtungszeit nötig ist, um das Bild korrekt zu belichten. Jetzt kommt die 1/Brennweite Regel zur Anwendung. Mit dem 20 mm Objektiv kann ich bestenfalls 1/20 Sekunde halten, ohne dass das Bild verwackelt ist. Die passende Belichtungszeit für eine neutrale Belichtung mit Blende 8 und ISO 100 ist nun aber 1/5 Sekunde. Ich würde also ein verwackeltes Bild erhalten, wenn ich jetzt auslöse. Eine Lösung wäre die Nutzung eines Statives. Ich möchte aber in diesem Fall ohne Stativ fotografieren.

Jetzt könnte ich die Blende weiter öffnen, um eine kürzere Belichtungszeit zu erhalten. Ich will aber ausreichend Schärfentiefe im Bild haben, also bleibe ich bei Blende 8. Deshalb erhöhe ich meine ISO, damit der Sensor lichtempfindlicher wird. Ich muss die ISO soweit erhöhen, bis ich mindestens 1/20 Sekunde Belichtungszeit bekomme. Mit jeder vollen ISO Erhöhung halbiert sich die Belichtungszeit.

  • Blende 8, ISO 100 – 1/5 Sekunde
  • Blende 8, ISO 200 – 1/10 Sekunde
  • Blende 8, ISO 400 – 1/20 Sekunde

Ich würde also ISO 400 wählen und das Bild aufnehmen.

Das Vorgehen beim Fotografieren ist immer das Gleiche:

  1. Brennweite ablesen
  2. Gewünschte Blende setzen
  3. Auslöser halb drücken zum Belichtung messen
  4. ISO anpassen

Wenn ich eine Fototour mache, wo sich die Lichtsituation nicht großartig ändert, dann mache ich zu Beginn diese Einstellungen und wähle die ISO noch eine Stufe höher. So bin ich von der Belichtungszeit her auf der sicheren Seite und muss nicht ständig nachjustieren.

Escalators

Escalators

Welche Funktion soll ich jetzt genau nutzen, wenn ich über- oder unterbelichten will?

Wenn ich für eine bestimmte Aufnahmesituation die Belichtung anpassen will, dann nutze ich im AV Modus die Belichtungskorrektur.

Ist Auto ISO nun sinnvoll?

Wie schon erwähnt, haben viele neue Kameras ein Feature namens Auto ISO. Wenn du diese Funktion aktivierst, wählt die Kamera die ISO selbst so, dass du das Bild nicht verwackelst. Es nimmt dir also dieses Checken und Justieren ab. Die Kameras machen das in aller Regel auch abhängig von der Brennweite. Daher nutze ich Auto ISO mittlerweile bei Städtetouren fast immer, wenn ich ohne Stativ fotografiere.

Auto ISO ist nicht sinnvoll, wenn du vom Stativ aus Aufnahmen machst. Da du in dieser Situation kaum verwackeln kannst, lohnt sich hier fast immer die niedrigste ISO für die beste Bildqualität.

Belichtung vom Stativ aus

Wenn ich vom Stativ aus fotografiere, dann muss ich mir keine Gedanken darum machen, dass das Bild verwackeln könnte. Hier findet die 1/Brennweite Regel also keine Anwendung. Daher nutze ich dann für die beste Bildqualität auch immer die niedrigste ISO. Dann wähle ich wieder im AV Modus die Blende vor und löse aus. Nun checke ich das Histogramm und das Bild in der Rückschau und schaue, ob ich mit der Belichtung zufrieden bin. Falls nicht, nutze ich die Belichtungskorrektur, um gezielt über- oder unterzubelichten.

Mallorca 37

Mallorca 37

Tipp: Richtige Belichtung bei Schnee

Wenn du in deinem Bild viele Schneeflächen hast, dann ist ein Großteil des Bildes sehr hell. Da die Kamera nur die Helligkeiten und nicht den eigentlichen Bildinhalt erkennt, versucht sie wieder möglichst neutral zu belichten. Das Resultat ist, dass Schnee oft zu dunkel belichtet wird. Hier hilft es, die Belichtungskorrektur auf +1 oder mitunter sogar auf +2 zu stellen. Bei der Beurteilung hilft wieder das Histogramm.

Wann kommt die manuelle Belichtung zum Einsatz?

Die manuelle Belichtung nutze ich wie gesagt nur in 5 % der Fälle. Es sind die Situationen, in denen der Belichtungsmesser der Kamera komplett daneben liegt oder nicht mehr funktionieren kann.

…z. B. bei der Nutzung von ND Filtern

Wenn ich Langzeitbelichtungen machen will und mit ND Filtern arbeite, dann nutze ich fast immer den manuellen M Modus. Wenn starke ND Filter aufgeschraubt sind, die sehr viel Licht blockieren, dann schafft der Belichtungsmesser keine zuverlässige Messung mehr. Die vorgeschlagenen Belichtungszeiten sind dann meist zu niedrig angesetzt.

Praia Grande, Portugal

Portugal 3

In meinem Artikel über Langzeitbelichtung zeige ich dir, wie ich trotzdem mit der QuickTest Methode relativ schnell heraus bekomme, welche Belichtungszeit ich dann brauche.

…z. B. bei Nachtaufnahmen

In der Dunkelheit arbeiten die meisten Belichtungsmesser der Kameras ebenfalls nicht zuverlässig. Ähnlich wie bei Langzeitbelichtungen hilft es hier eher, die richtige Belichtung auszuprobieren. Im manuellen Modus setze ich dann eine gewisse Belichtungszeit, schaue mir das Ergebnis an und passe dann gegebenenfalls die Zeit noch einmal an.

Nachtaufnahme in Dessau.

City Stream

Wenn du den Mond fotografieren willst, kann es je nach Bildausschnitt ebenfalls sinnvoll sein, die manuelle Belichtung zu nutzen. Der Mond ist vergleichen mit dem Himmel dahinter so hell, dass die Belichtungsmessung häufig daneben liegt. Ganz ähnlich ist es bei Feuerwerk und Startrail Aufnahmen.

… z. B. wenn der Belichtungsmesser für mich so gar nicht passt

Ganz selten gibt es auch mal Lichtsituationen, bei denen ich ganz anders belichten will, als es mir die Kamera vorschlägt. Zum Teil ist das der Fall, wenn ich bei Gegenlicht fotografiere oder eine überbelichtete High-Key Aufnahme machen möchte.

Shell

Shell

Wähle deine Belichtung so, dass die Stimmung deines Bildes unterstützt wird

Ich hoffe du hast nun mehr Ahnung davon, wie das Zusammenspiel zwischen Blende, Belichtungszeit und ISO funktioniert. Zum Schluss möchte ich dir noch einmal mit auf den Weg geben, dass es nicht immer sinnvoll ist, eine neutrale Belichtung aufzunehmen. Viele Bilder leben von ihrer Stimmung, die vielfältig sein kann. Daher lege ich dir ans Herz, deine Kameraeinstellungen immer so zu wählen, dass sie deine Bildaussage unterstützen.

Das gilt nicht nur für die Brennweite und die Bildkomposition, sondern auch für die Belichtung. Eine leicht überbelichtete Aufnahme kann dem Betrachter mehr positive Stimmung vermitteln. Eine leicht unterbelichtete Aufnahme wird als intensivere und vielleicht auch düstere Stimmung wahrgenommen. Wähle den gesamten Prozess so, dass dein Bild davon profitiert.

Hast du noch Fragen zu den Themen Blende, Belichtungszeit und ISO? Hast du eine ganz eigene Herangehensweise bei den Einstellungen? Möchtest du einen Verbesserungsvorschlag anbringen? Schreib mir in den Kommentaren!

20 Kommentare

  1. Nutzer Avatar

    Lieber Matthias,

    auch wenn man einiges schon kennt, ist immer wieder etwas neues dabei.

    Vielen Dank für Deinen ausführlichen Artikel.

    LG Bernhard

    P.S.: In der Altglasfotografie bin ich immer im A-Modus bei niedrigstmöglicher ISO unterwegs.

    • Nutzer Avatar

      Hallo Bernhard,

      das freut mich sehr, danke dir! Unter den älteren Objektiven gibt es ein paar schöne Festbrennweiten mit ganz eigenem Charakter.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  2. Nutzer Avatar

    Ich lese deine Newsletter immer sehr gern. Sie haben mir bei meiner Weiterentwicklung sehr geholfen. Sie haben mich bei der Kamera Entscheidung für die Canon EOS 77d mit beeinflusst und ich habe es nicht bereut. Auch meine Fotos werden in meinen Augen auch besser.

    Danke dafür und Liebe Grüße
    Edith Schlette

  3. Nutzer Avatar

    Mittlerweile habe ich meine Kamera so weit im Griff, dass ich kaum noch über die Einstellungen nachdenken muss. Eine Aufnahme, kurz checken, nachjustieren… Trotzdem habe ich Deinen Artikel mit grossem Interesse gelesen. Er hat mir geholfen, wieder mal über alles nachzudenken, weshalb, wieso, warum. Vielen Dank dafür. Danke übrigens auch, dass Du so klar verständlich schreibst und viele Beispielbilder lieferst. Das hilft ungemein, das „warum“ zu verstehen.
    Eine Frage hätte ich doch noch zum Bildstabilisator: ich habe gelernt, dass ich den Stabilisator auf dem Stativ deaktivieren soll. Weshalb eigentlich?
    Liebe Grüsse, Tanja

    • Nutzer Avatar

      Hallo Tanja,

      vielen Dank! Es ist der Idealzustand, wenn du über deine Einstellungen nicht mehr nachdenken musst.

      Wegen Bildstabi auf dem Stativ: Es gibt wohl Fälle, wo der Stabi dann trotz feststehender Kamera arbeitet und deshalb unscharfe Bilder herauskommen.

      Liebe Grüße,

      Matthias

      • Nutzer Avatar
        Reinhard Grossmann

        Irgendwo im Internet habe ich gelesen, daß es generell empfehlenswert sei, ohne Bildstabilisator zu arbeiten, weil mit länger werdenden Belichtungszeiten die Wahrscheinlichkeit für Unschärfen zunähme (dummerweise weiß ich die Fundstelle nicht mehr). Weiter hieß es dort, lieber ein Stativ einzusetzen, dabei besser ein Einbein- als z.B. ein zu leichtes Dreibeinstativ. In den nächsten Monaten werde ich probieren, das Einbein ständig dabei zu haben. Nebenbei, meine EOS 6D Mark 2 plus Tamron 150-600 mm ist auf einem leichteren Stativ tatsächlich kaum ruhig zu bekommen. Erst das Rollei Rock Solid stellt mich zufrieden.

        • Nutzer Avatar

          Hallo Reinhard,

          natürlich minimierst du mit deinem Stativ immer die Möglichkeit für Verwackelungen. Aber nicht immer hat man Lust ein Stativ mitzunehmen oder das Motiv oder die Aufnahmesituation lässt es nicht zu. Dann ist ein Bildstabilisator hilfreich, um nicht so schnell zu verwackeln. Richtig ist: Wenn ich vom Stativ aus fotografiere, deaktiviere ich den Stabi, weil er dann zum Verwacklen (durch den Bildstabilisator selbst) führen kann. 600 mm sind schon eine lange Brennweite, da wirst du wohl fast immer mit Stativ arbeiten müssen, außer du hast wirklich viel Licht.

          Liebe Grüße,

          Matthias

  4. Nutzer Avatar
    Peter Buckstegen

    Hallo Matthias,
    alles super erklärt!
    Noch zwei Anmerkungen:
    Bei der 1/Brennweite-Regel berücksichtige ich bei einer Kamera mit APS-C-Sensor noch den Crop-Faktor = 1/(Brennweite x Crop-Faktor), Um sich die Rechnerei zu ersparen, reicht es, die Brennweite als kürzeste Belichtungszeit zu nehmen und bei Kameras mit Drittelschritten die Zeit um eine 2/3-Stufe zu verkürzen (zweimal das Rädchen drehen).
    Ich nutze die ISO-Automatik auch, „regele“ sie aber auf einen maximalen Wert (z.B. 1600) ab, wenn ich bis zu diesem Wert durch Ausprobieren das Bildrauschen noch akzeptiere.
    Liebe Grüße
    Peter

    • Nutzer Avatar

      Hallo Peter,

      danke dir für das Lob und den sehr guten Hinweis! Ich habe auch darüber nachgedacht ob ich das mit rein schreibe, habe es dann aber der Einfachheit halber weggelassen. Den Wert für die maximale ISO für die ISO-Automatik habe ich bei mir auch auf 1600 begrenzt.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  5. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias,
    herzlichen Dank für Deine informativen Tipps zur Fotografie. Habe seit Mitte 2016 eine Sony a7m2 mit Standardobjektiv 28-70 und bin immer noch enttäuscht über den AF und die Bildschärfe gegenüber meiner analogen Minolta DYNAX 800si mit Tamron 28-200 Objektiv.
    Deine Erklärungen sind sehr hilfreich, vor allem wenn man sich Jahrzehnte lang ausschließlich mit der analogen Fotografie beschäftigt hat.

    • Nutzer Avatar

      Hallo Manfred,

      danke dir! Der Artikel gilt ja gleichermaßen für analog und digital, nur dass du eben bei digital per Knopfdruck die ISO wechseln kannst.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  6. Nutzer Avatar
    Reinhard Grossmann

    Hallo Matthias,

    vielen Dank für die sehr anschaulichen (besonders wegen der Beispielbilder) Erläuterungen.

    Irgendwo habe ich mal gelesen, daß das menschliche Auge praktisch nur Unterschiede von ganzen Lichtwerten wahrnehmen könne und daß deshalb Belichtungskorrekturen in Drittelstufen wenig bringen würden. Was hältst Du davon, sind aus Deiner Sicht Korrekturen von ISO oder Blende in Drittelschritten sinnvoll, oder sollte man eher mit halben Stufen arbeiten?

    Was ich vermisse ist eine Darstellung auch der anderen Methoden, wie eine Digikamera die Belichtung mißt, also z.B. Integral- oder Spotmessung.

    Viele Grüße

    Reinhard

    • Nutzer Avatar

      Hallo Reinhard,

      danke dir! Meiner Meinung nach würde die Hälfte ausreichen. Es kommt auch ein wenig darauf an, wie sehr du deine Bilder nachbearbeitest. Ich habe mal eine Zeit lang die halben Schritte bei Blende und Belichtungszeit in der Kamera aktiviert, bin dann aber wieder zu den Drittelstufen zurück gekehrt. Je nach Kamera und Lichtsituation reicht manchmal schon eine Belichtungskorrektur von 1/3 Stufe aus.

      Es gibt wie oben erwähnt natürlich auch noch andere Messmethoden. Ich habe diese aber bewusst nicht mit aufgenommen, um Lernende hier nicht zu überfordern. Vielleicht werden die unterschiedlichen Belichtungsmessungen nochmal ein eigener Artikel 🙂

      Liebe Grüße,

      Matthias

      • Nutzer Avatar
        Reinhard Grossmann

        Hallo Matthias.
        Herzlichen Dank für die aufschlußreiche Antwort. Mein Ziel ist, möglichst wenig am Computer nachzuarbeiten. Ich werde wohl noch experimentieren mit den Blendenstufen.
        Schon jetzt freue ich mich auf Deine Erklärung zu weiteren Meßmethoden.
        Herzliche Grüße
        Reinhard

  7. Nutzer Avatar

    Ich muss jetzt einfach mal ein Danke sagen für die vielen hilfreichen und gut ausgearbeiteten Tips und ich weiß das darin viel Arbeit steckt.. Ich habe Dich mittlerweile schon einigen meiner Fotofreunden mit gutem Gewissen weiterempfohlen. Weiter so, behalte den Spaß an der Sache, den Du mit Deinen Artikeln auch transportierst.

    • Nutzer Avatar

      Hallo Katja,

      vielen Dank für das dicke Lob, freut mich sehr! Auch wenn es echt viel Arbeit ist (an diesem Artikel habe ich eine komplette Woche gearbeitet), so habe ich Spaß dabei. So lange das so ist mache ich weiter 🙂

      Liebe Grüße,

      Matthias

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