Smartphone vs. DSLR (Spiegelreflexkamera) [2021]

Die Kameras moderner Smartphones werden immer besser. Lohnt es sich noch, eine Spiegelreflexkamera (DSLR) mitzuschleppen? Ich habe das iPhone 12 Pro gegen eine Canon EOS 77D antreten lassen.

Kameradaten – Brennweite & Megapixel

Die Hauptkamera des Apple iPhone 12 Pro Smartphones liefert 12 Megapixel und besitzt eine Brennweite von 26 mm (auf Kleinbild gerechnet). Das iPhone 12 Pro Max zählt aktuell zu den besten Handykameras.

Die Canon EOS 77D Spiegelreflexkamera hat 24 Megapixel. Für den Test habe ich das 18-55 mm IS STM Kitobjektiv bei 18 mm genutzt. Auf Kleinbild gerechnet hat es eine Brennweite von 28 mm.

Das Testsetup

Für das Testbild habe ich die Skyline der Stadt Halle vom Dach des Mitteldeutschen Multimediazentrums aus fotografiert.

Da die Spiegelreflexkamera (DSLR) wie oben geschrieben normalerweise 24 Megapixel liefert, habe ich die interne Einstellung auf 11 Megapixel heruntergeschraubt. So sind die Ergebnisse wesentlich besser vergleichbar. Zudem habe ich das JPG Dateiformat für die Bildaufnahme genutzt. Beide Kameras können auch Bilder in RAW aufzeichnen, aber in der Praxis nutze ich beim Smartphone dieses Feature so gut wie nie.

Smartphone vs. DSLR (Spiegelreflexkamera) - iPhone 12 Pro & Canon EOS 77D

Smartphone vs. DSLR (Spiegelreflexkamera) – iPhone 12 Pro & Canon EOS 77D

Das iPhone 12 Pro habe ich im Automatikmodus genutzt, sodass es Blende, ISO und Belichtungszeit selbst wählen konnte. Dabei kamen folgende Einstellungen heraus:

  • Blende: 1.6
  • ISO: 32
  • Belichtungszeit: 1/3509 Sekunde

Mit der Canon EOS 77D Spiegelreflexkamera habe ich im AV Modus fotografiert. Hier lege ich Blende und ISO fest und die Kamera berechnet selbst die Belichtungszeit. Das Vergleichsbild ist dann bei folgenden Einstellungen entstanden:

  • Blende: 6.3
  • ISO: 100
  • Belichtungszeit: 1/320 Sekunde

Die Bilder im Vergleich

Gesamtbild

Hier erst einmal beide Bilder im Vergleich. Oben das iPhone, unten die DSLR.

Ganzes Bild des Smartphones (iPhone 12 Pro)

Ganzes Bild des Smartphones (iPhone 12 Pro)

Ganzes Bild der Spiegelreflexkamera

Ganzes Bild der Spiegelreflexkamera

Wenn ich mir das Gesamtbild anschaue, dann fällt als erstes auf, dass der Bildausschnitt bei der DSLR etwas enger gefasst ist. Das liegt daran, dass die Kamera des iPhone wie oben beschrieben etwas weniger Brennweite hat als das Kit-Objektiv der Spiegelreflexkamera. Somit ist das Bild etwas weitwinkliger aufgenommen.

Das iPhone nutzt im Automatikmodus Funktionen wie HDR, um unterschiedliche Helligkeiten auszugleichen. Daher ist der Himmel etwas dunkler als bei der DSLR Aufnahme. Die Belichtung des iPhones ist insgesamt etwas kontrastreicher und die Farben wärmer.

Bildausschnitt Mitte

Um die Schärfe beider Kameras miteinander zu vergleichen, habe ich einen 100 % Bildausschnitt aus der Mitte des Bildes gewählt.

Bildausschnitt Mitte, links Smartphone, rechts DSLR

Bildausschnitt Mitte, links Smartphone, rechts DSLR

Links ist das iPhone 12 Pro Smartphone zu sehen, rechts die Canon EOS 77D Spiegelreflexkamera.

Beide Kameras liefern ein sehr gutes Bild. Beim Smartphone ist speziell am linken Turm zu sehen, dass die Software die Bilder intern relativ stark nachschärft. Das Bild aus der DSLR ist für mich etwas detailreicher, auch wenn der Unterschied nicht besonders groß ist.

Bildausschnitt Ecke

In den meisten Fällen sind Objektive in der Mitte schärfer als am Rand des Bildes. Deshalb habe ich auch einen 100 % Bildausschnitt aus der rechten unteren Ecke des Bildes für den Vergleich gewählt.

Bildausschnitt rechte untere Ecke, links Smartphone, rechts DSLR

Bildausschnitt rechte untere Ecke, links Smartphone, rechts DSLR

Links wieder das Smartphone, rechts die DSLR.

Das Bild des iPhones ist kontrastreicher. Das wirkt auf den ersten Blick angenehmer. In Sachen Schärfe hat die DSLR jedoch wieder leicht die Nase vorn. Das ist besonders gut beim Einbahnstraßenschild zu sehen: Dieses ist zwar links kontrastreicher, rechts lässt sich die Schrift aber noch etwas besser lesen. Auch hier sind die Unterschiede jedoch nicht wahnsinnig groß.

Beide Bilder zum Download

Wenn du die Bildqualität eines Smartphones und einer Spiegelreflexkamera selbst miteinander vergleichen möchtest, kannst du dir hier beide Bilder herunterladen:

Smartphone vs. DSLR Vergleich (zip Datei, 6,5 MB)

Mein Fazit zum Smartphone vs. DSLR Vergleich

Beide Kameras liefern ein gutes Bild. Auch wenn das Smartphone “nur” 12 Megapixel hat, lassen sich hiermit ebenfalls größere Drucke der Urlaubsfotos anfertigen. Ein großer Vorteil des Smartphones: Einstellungen für unterschiedliche Helligkeiten im Bild (HDR) nimmt die Handykamera selbst vor. So braucht es in vielen Fällen keinerlei Nachbearbeitung.

Die Spiegelreflexkamera liefert ein minimal schärferes Bild. Im Test habe ich nur 12 Megapixel genutzt, in der Praxis haben moderne Spiegelreflex- und Systemkameras 24 Megapixel und mehr. Die Auflösung der Bilder ist also doppelt so hoch und ermöglicht dadurch größere Drucke.

Bewusstes Fotografieren

Auch ich tendiere dazu, möglichst leichtes Fotoequipment mitzunehmen. 95 % meiner Bilder, die es in die Jahresauswahl schaffen, entstehen aber vom Stativ aus. Zwischendrin ist es angenehm leichtfüßig, eine kleine und leichte Kamera ohne Stativ zu nutzen. Neben einer Sony RX100 VA Kompaktkamera ist das auch zunehmend häufiger das Smartphone (aktuell das Samsung Galaxy S10).

Bei der Auswahl der Bilder merke ich aber immer wieder, dass ich mich mehr mit dem Bild beschäftige, je größer und schwerer die Kamera war. Ich mache mir so noch vor der Aufnahme mehr Gedanken um das Bild. Dadurch werden die Bilder mit meiner Spiegelreflexkamera besser als mit meinem Smartphone.

Pavillonaussicht

Pavillonaussicht

Für mich bedeutet eine “richtige” Kamera auch bewussteres Fotografieren. Ich widme den Aufnahmen dann volle Aufmerksamkeit, anstatt nur nebenher zu “knipsen”.

Dazu zählen auch die unterschiedlichen Objektive, Filter und Einstellmöglichkeiten an einer Spiegelreflex- oder Systemkamera. Die Auswahl ist groß, aber ich kann eben alles selbst festlegen. So muss ich nicht auf eine Automatik vertrauen, sondern kann mein Bild genau so gestalten, wie ich es haben möchte.

Neben dem zusätzlichen Gewicht zählt aber zu dieser “ernsthafteren” Fotografie auch, dass ich mich mit all diesen Möglichkeiten befassen muss. Eine Spiegelreflexkamera kaufen und dann im Automatikmodus auf bessere Bilder hoffen, funktioniert nicht. Fotografie ist eine Kombination aus Kunst und Handwerk. Um deine Bilder nach deinen Vorstellungen gestalten zu können, ist es nötig, auch das Handwerk zu beherrschen.

Deutsche Alpenstraße 09

Deutsche Alpenstraße 09

Ich hoffe, dass ich dir mit meinem Beitrag etwas bei der Entscheidung zwischen Smartphone und Spiegelreflexkamera helfen konnte. Falls du dich für eine Spiegelreflex- oder Systemkamera entscheidest, dann hilft dir vielleicht mein Beitrag über das Fotografieren lernen.

Wie sind deine Erfahrungen mit den Unterschieden zwischen Smartphone und Spiegelreflexkamera? Schreib mir in den Kommentaren!

27 Kommentare

  1. Nutzer Avatar

    Vielen Dank für den Artikel! Vielleicht anders als die meisten Leser hier habe ich keine dedizierte Kamera, „nur“ mein Smartphone. Fotografie ist trotzdem ein Hobby und ich versuche, auch mit dem Smartphone mehr und mehr bewusst zu fotografieren. Klar sind Tiefenschärfe und Zoom nicht da, aber man kann so viel mit Komposition, Licht, Perspektiven arbeiten und dann sind die Bearbeitung auf dem Gerät selber und eventuelles Teilen kinderleicht. Parallel experimentiere ich auch mit Raw, Pro-Modi und Bearbeitung in LR auf dem PC.
    Auch wenn ich immer wieder versucht bin, mir eine DSLR oder DSLM anzuschaffen. Aber die schiere Angebotsmasse und das Risiko, in einer Materialschlachtspirale zu landen, oft aus meiner Sicht für nur minimale Verbesserungen an Bildqualität, haben mich immer zögern lassen.
    Ich glaube, dass ich noch einiges an meiner Fotografie mit dem Smartphone verbessern kann, bevor ich auf eine „richtige“ Kamera umsteigen muss.
    Aber fragt mich mal nächste Woche wieder….;)

    • Nutzer Avatar

      Hallo Georg,

      du hast eine unheimlich gute Herangehensweise, wenn du sagst „aber man kann so viel mit Komposition, Licht, Perspektiven arbeiten“. Dann ist die Kamera tatsächlich nebensächlich. Moderne DSLRs und DSLMs bieten schon einen Vorteil in der Bildqualität gegenüber dem Smartphone. Es kommt aber auch drauf an, wie viel du deine Bilder druckst. Ein für mich großer Unterschied ist die Herangehensweise an die Fotografie, denn mit einer „richtigen“ Kamera fotografiere ich noch einmal aktiver. Mir ist aber auch vollkommen klar, dass das eine Limitierung ist, die ich mir selbst im Kopf setze und damit hauptsächlich mein eigenes Problem.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  2. Nutzer Avatar
    Karl-Heinz Möcker

    Hallo Matthias, eben den Effekt hatte bei meiner gestrigen Wanderung hier bei uns im Harz. Nikon D7200 mit 10…20mm Weitwinkel und parallel dazu mein Samsung A51 ( 48mP !!) . Fotos mit starkem Kontrast hat die Nikon stark unterbelichtet. Z.B. die Wurzeln umgestürzte Bäume gegen den blauen Himmel. Im Gegensatz dazu hat das Samsung ausgeglichen belichtet. Den Vorteil Objektive wechseln zu können, möchte ich mir allerdings in bestimmten Situationen nicht nehmen lassen. Ich nutze beides daher situationsabhängig. Die Handy aufnahmen bei Tageslicht sind aber wirklich bemerkenswert. Ob da evtl. ein Prozessor sein übriges tut und das Foto anpasst weiss ich allerdings nicht.

    • Nutzer Avatar

      Hallo Karl-Heinz,

      du hast vollkommen recht, jede der Kameras hat ihren Anwendungsfall. Ich bin auch erstaunt, was die Handys für gute Belichtungen aufnehmen. Einzig bei Bildqualität und Wechselobjektiven sind dann DSLR oder DSLM aber noch anders.

      Liebe Grüße in den Harz,

      Matthias

  3. Nutzer Avatar

    Hey,
    ich bin ein absoluter Anfänger in Sachen Fotografie. Ich habe zwar zig Aufnahmen mit meinen Smartphones gemacht aber FOTOGRAFIEREN lerne ich erst jetzt. Ich sauge jede Information, jeden Tipp… einfach alles auf.
    Die Bilder mit den Smartphones sind schon gut aber ich finde nur mit einer „richtigen“ Kamera ist es auch richtiges Fotografieren. Es ist einfach ein Unterschied sich stunden lang mit der Materie auseinanderzusetzen und einen qualmenden Schädel zu haben, als nur den Auslöser am Handy zu betätigen (Am besten auch noch geräuschlos).
    Die Planung, das Hoffen, das Warten, die lange Zeit in der Natur, das Bewusstsein steigern usw.
    Das kann ein Smartphone einem NIEMALS geben.

    Viele Grüße
    Sven (Motivierter Anfänger 1. Grades)

    • Nutzer Avatar

      Hallo Sven,

      danke dir auch hier noch einmal! Freut mich zu sehen, mit wie viel Motivation du dabei bist. Ich glaube ja, dass man mit jeder Kamera, auch dem Smartphone, tolle Bilder machen kann. Ich habe große Bewunderung für die Menschen, die tolle Bilder mit Smartphones oder Spielzeugkameras wie einer Lomo machen. Ich muss viel langsamer und oft mit Stativ arbeiten, um zu guten Bildern zu kommen. Ich hätte gern auch die Ruhe und Beobachtungsgabe, das mit einer wesentlich einfacheren Kamera zu können. Aber so weit bin ich noch nicht. Insofern gilt – die Kamera ist nebensächlich, das Ergebnis zählt. Jeder hat seine eigene Art der Fotografie und das ist auch gut so.

      Liebe Grüße an den Motivierten Anfänger 1. Grades, 🙂

      Matthias

  4. Nutzer Avatar
    Bernd C. Müller

    Das ist der Punkt. Gehe ich bewußt fotografieren, dann nehme ich eine meiner beiden Kameras mit (Nikon D850 oder Z6). Einfach, weil sie für viele Bereiche der Fotografie immer noch deutlich anspruchsvollere Fotos produzieren können. Und es macht ja auch Spaß sich mit den „dicken Dingern“ zu beschäftigen und bewußt zu fotografieren.

    Das Gute aber an heutigen Smartphones ist, wenn man mal keine originäre Kamera mit hat, weil man ja auch nicht immer eine mitschleppen möchte, dann hat man mit diesen ein Gerät immer dabei, welches bei sich bietenden Gelegenheiten halt gute Fotos produzieren kann. Für solche Bilder sind heutige Smartphones völlig ausreichend um nicht zu sagen inzwischen sehr gut geeignet. Habe ich selber schon ein paar mal erlebt. Auch wenn ich bei bestimmten Gelegenheiten dann doch die „richtige“ Kamera vermisst habe.

    Von daher, kleine Kompaktkameras ergeben heute kaum noch Sinn wenn man ein halbwegs aktuelles Smartphone besitzt. Komplett eine DSLR und/oder DSLM (zumindest die größeren) ersetzen können Smartphones aber nach wie vor mitnichten.

  5. Nutzer Avatar
    Jörn Morawa

    Komisch schon von der Idee. Ein Porsche sonstnochwas mit nem KrankenFahrsuhl zu vergleichen und sich freuen das der so gut abschneidet weil der Porsche auf 6 km/h begrenzt wird. Klar egal welche Kamera gute Bilder kann man mit jeder machen. Kontraste? Die kann ich auch bei einem gemalten Bild wenn es dann digital ist ändern wie ich will.
    Ein Händi ist genial damit kann ich auch telefonieren, meine Digutalkammera hat noch nicht mal ein Wecker. Ok, Pentax hat nicht alles , bei Sony denkt man ja beim Menü das man im endlosen Internet verlohren ist, werend ich im Regen stehe. Aber das macht bei Pentax Olympus und so nichts.
    Wechselobjektive ist mir wichtig, anderes auch. Aber auch wenn ich nur ein Billighandy benutze fotografiere ich damit auch. Und der Sucher hat da nicht bei der Pentax Spiderman Optik
    Den Testvergleich erstehe ich nicht.
    Es gibt Handys die auch gut Megapixels haben zu einem Preis wofür du das Objektiv einer vergleichbaren Spiegelreflexkamera nicht bekommst. Aber wie ich es nutzen kann ist für mich ganz was anderes. Und wenn ich einen Vogel fotografiere ist die Billigoptik eines einfachen Fotoaparat mit einem Objektiv was ausfährt wesentlich genialer, Spinnen ,Fliegen da ist mein Handy unschlagbar, das versuche ich anders kaum noch.
    Mich würde ein Test von Toster gegen Küchenmixer auch mal .
    Die Idee des Testes ist gut ,geschrieben viel besser. Die Row Aufnahmen/was man daraus rausholen könnte Aufnamen bei schlechten Lichtverhälnissen, Videomodus im Vergleich fänd ich interessant. Viel vergnügen beim fotografieren, und ein Handy wenn mal ein Motiv ungeplant vorbeikommt.
    Gruß Jörn

  6. Nutzer Avatar
    Bernhard Frölich

    Hallo,
    ein ganz wesentlicher Unterschied besteht für mich im Sucher. Bei entsprechenden Lichtverhältnissen – ganz schlimm: Sonne von hinten – ist es beim Smartphone nahezu unmöglich, das Bild in Aufbau, Kontrast usw. zu beurteilen. Da ist die DSLR mit einem optischen oder elektronischen Sucher meilenweit im Vorteil.
    Gruß
    Bernhard

  7. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias,
    Ich lese gern deine Artikel, sind sie sehr interessant und Informationen reicht, ich stimme zu dass schneller knipsen mit Handy bringt kein erwarten Bild, aber immer zum Hand zu dokumentieren ist recht. Gute Bilder machen muss sich vorbereiten und Zeit nehmen
    Viele Grüße Faukat

  8. Nutzer Avatar
    Christoph Wesemann

    Hallo Matthias,
    Ich bin recht enttäuscht von der Fotoqualität meines Samsung S10e. Das HDR liefert nur kitschige Bilder, die RAWs sind auch nur bedingt brauchbar. Zum knipsen geht’s, zum fotografieren nehme ich dann doch viel lieber meine X-t3.
    Ich stimme dir vollkommen zu, dass man mit der Cam deutlich bewusster fotografiert.
    Viele Grüße
    Christoph

    • Nutzer Avatar

      Hallo Christoph,

      das ist interessant… denn ich bin mit den Fotos aus meinem S10 für Schnappschüsse soweit zufrieden. Habe da überhaupt keine Wechselambitionen.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  9. Nutzer Avatar
    Jörg Fischer

    Ich „fotografiere“ mit einer DSLR und „knipse“ meist mit einer guten Handy Kamera (derzeit Huawei P30 pro).

    Insofern kann ich dem Autor nur zustimmen: Mit der Spiegelreflexkamera setze ich mich mehr mit der Gestaltung des Bildes auseinander.

    Das kleine, leichte und unauffällige Handy schätze ich aber vor allem für die street-Fotografie. Auch sind die „Modelle“ auf der Strasse meiner Erfahrung nach viel entspannter, wenn ich mit dem heute allgegenwärtigen Handy statt mit der grossen Kamera auf sie zugehen.

    Und die Qualität der Handy-Kamera reicht zumindest bei Tageslicht selbst für einen detailreichen DIN A4-Magazin-Print.

    • Nutzer Avatar

      Hallo Jörg,

      danke dir für den Einblick. Von YouTube her kenne ich einen Fotografen (Matt Day), der ebenfalls ganz bewusst lieber mit kleinen Kameras fotografiert, weil dann die Kamera nicht so im Vordergrund steht. Sonst fühlt sich die Person vor der Kamera noch mehr beobachtet. Mit dem Handy ists natürlich nochmal ne Nummer lockerer…

      Liebe Grüße,

      Matthias

  10. Nutzer Avatar

    Hallo,
    sehe Dein Artikel und diese Arbeit als richtungsweisend und bedeutend an. Weit verbreitet ist die Meinung, dass man mit Smartphones nur billig (herum-)knipsen kann. Das „wirkliche“ Fotografieren geht nur mit einer echten DSLR. Dabei ist doch eines klar: das Entscheidende ist das Motiv und der fotografische Blick darauf und nicht primär die Technik (darunter fällt für mich auch die „Linse“ nicht Gegenlicht zu halten). Und der zweite wesentliche Punkt ist der Bildausschnitt. Und wenn man das beherzigt, kann man auch mit einem Smartphone sehenswerte Aufnahmen machen. Leider hat es bisher kein Smartphone-Anbieter fertig gebracht, dass diese Geräte auch Raw-Dateien erzeugen. Das wäre ein deutliches Signal an den DSLR-Markt mit seinen kiloschweren Apparaten.
    Beste Grüße, Udo

    • Nutzer Avatar

      Hallo,
      ich habe ein HTC-Gerät aus der mittleren Preisklasse, welches sehr wohl RAW-Aufnahmen macht. Diese können auch mit Adobe Lightroom bearbeitet werden.
      Ich nutze allerdings das Smartphone auch eher zum schnellen Knipsen (zum „Dokumentieren“) oder weil man jederzeit einfach ein Bild versenden kann.
      Für alles andere kommt die DSLR zum Einsatz. Ein gutes Objektiv braucht halt doch eine gewisse Größe und mehrere Linsen, auch wenn man heute schon viel mit Software machen kann.
      Beste Grüße
      Norbert

    • Nutzer Avatar

      Hallo Udo,

      danke dir für deine lobenden Worte, das ist zu viel des Guten 🙂

      Die heutigen Smartphones können auch fast alle RAW, hatte ich oben im Testsetup beschrieben. Insofern ist zumindest das kein Hindernis mehr.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  11. Nutzer Avatar
    Hans Schmidt

    Hallo Matthias,
    Grüße von nebenan (Großpösna) 😉
    Vielleicht geht es nur mir so, aber ich habe als permanenter (Gleitsicht-)Brillenträger beim fotografieren ein Problem mit den kleinen Displays, egal ob DSLR oder Handy. Der Abstand zwischen Brille und Display ist einfach zu gering.
    Aus diesem Grund fotografiere ich fast gar nicht mit meinem Galaxy S 7. Ich habe mich schon so oft geärgert, wenn ich hinterher die Handybilder am PC weiter bearbeiten wollte und feststellen musste, dass z. B. der Motivausschnitt ein ganz anderer war, als ich auf dem Handy gesehen, bzw. glaubte, ausgewählt zu haben.
    Für mich also ganz klar: Handy nur, wenn’s auf nichts ankommt, alles andere mit der DSLR! Und zwar durch den Sucher!

    • Nutzer Avatar

      Hallo Hans,

      das ist natürlich ein deutlicher Vorteil, da hast du vollkommen recht. Speziell in den letzten Monaten merke ich immer mehr, wie wichtig ein großer und guter Sucher ist. Vielleicht wechsele ich unter anderem deshalb bald mal noch die Kamera…

      Liebe Grüße nach Großpösna,

      Matthias

  12. Nutzer Avatar

    Hey,

    ich habe bisher immer (ok, waren bisher nur zwei (Motorola Moto G und Nokia 5) günstige Smartphones gekauft. Schon darauf geachtet, dass das Display hell ist und es von einem Hersteller kommt, der zumindest ein paar wenige Jahre regelmäßig Updates bringt. Aber das erste, was bei günstigen Handys eher schrottig ist, ist halt die Kamera…

    Inzwischen weiß ich 100%ig, dass ich beim nächsten Smartphonekauf (muss ja trotzdem nich sehr teuer sein, kenne das Google Pixel 3a, ziemlich gut, was das produziert) auch auf die Kamera achten werde. Die sind einfach zu gut geworden um sie weiterhin komplett zu ignorieren.

    Nicht, dass ich damit irgendwie meine richtige Kameraausrüstung ersetzen wollen würde. Aber für alles, wo ich sonst eine kompakte DSLM mit kleiner Festbrennweite dabei gehabt habe (Erinnerungsfotos), wird’s dann das Smartphone sein.

    Viele Grüße,
    Felix

    • Nutzer Avatar

      Hallo Felix,

      es ist schon hilfreich. Bis vor ein paar Monaten dachte ich auch, dass das Geld für mein S10 nicht so gut investiert war. Aber speziell in Situationen, wo du einfach keine große Kamera dabei hast, ist es hilfreich. Ich nutze es zudem hin und wieder auch für Fotos für die Website und Social Media.

      Liebe Grüße,

      Matthias

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