Ein Blick in mein Bücherregal (der Foto-Teil)

Ich bin ein großer Fan davon, über Fotografie zu lesen und mir Drucke anzuschauen. Heute gibt es daher einen Einblick in mein Bücherregal!

Mein Bücherregal - Der Fototeil

Mein Bücherregal – Der Fototeil

Die folgenden Bücher sind das Resultat aus den letzten 13 Jahren Fotografielektüre. In dieser Zeit habe ich auch noch weitaus mehr Bücher über Fotografie gekauft. Allerdings habe ich auch irgendwann wieder welche verkauft, die mir nicht geholfen haben oder mir einfach nicht besonders am Herzen lagen. Heute ist es eine Mischung aus Lehrbüchern und Bildbänden. Von schätzungsweise 30 Büchern sind noch 13 übrig geblieben. Hinzu gekommen ist auch ein Magazin, das ich abonniert habe.

Ich lese mittlerweile viele Bücher auf dem Kindle, allerdings ziehe ich bei Fotobüchern gedruckte Exemplare vor. Das liegt natürlich in erster Linie an den gedruckten Bildern, die auf einem E-Book Reader wie dem Kindle nie so rüber kommen können wie ein guter Druck.

Ich habe die Bücher im Folgenden noch einmal kurz beschrieben. Die Anordnung aller Bücher im Regal hat keine bestimmte Reihenfolge. Die Beschreibung der Bücher ist immer von links nach rechts.

Reihe 1 – Bruno Mercier, Michael Kenna und Jana Mänz

Bücherregal Reihe 1

Bücherregal Reihe 1

Bruno Mercier: De lumière et de vent – Den französischen Fotografen Bruno Mercier habe ich etwa 2007 auf DeviantART entdeckt. Schon am Bildschirm haben mich seine stimmungsvollen Schwarz-Weiß-Fotografien verzaubert. Als ich dann gelesen habe, dass er einen Bildband herausbringt, habe ich diesen sofort vorbestellt.

Michael Kenna: Images of the Seventh Day – Wenn man die großen Namen der Geschichte der Schwarz-Weiß-Fotografie studiert, dann kommt man nicht an Michael Kenna vorbei. Seit vielen Jahren hat er sich auf diese Art der Fotografie spezialisiert. Bekannt sind seine minimalistischen und grafischen Aufnahmen von einzelnen Bäumen in Japan im Schnee. Genauso wie die Nachtaufnahmen von Parks und Industrieanlagen in Großbritannien.

Jana Mänz: Naturfotografie mal ganz anders – Dieses Buch mag ich, weil Jana Mänz einen ganz anderen Blick auf die Naturfotografie mitbringt. In Zeiten von Weitwinkel und einem hohen Grad der Nachbearbeitung sind ihre Bilder bodenständig. Durchdachte Kompositionen und stimmungsvolle Bilder sind ihre Stärke.

Reihe 2 – Michael Levin, Olivier du Tré und Ansel Adams

Bücherregal Reihe 2

Bücherregal Reihe 2

Michael Levin: Zebrato – Auch Michael Levin ist ein Meister der Langzeitbelichtungen in Schwarz-Weiß. In relativ kurzer Zeit hat er sich auf diesem Gebiet einen Namen gemacht. Auch das Video über seine Fotografien in Japan ist großartig. Grundsätzlich ist sein Stil dem von Michael Kenna nicht unähnlich, allerdings beschränkt er sich nicht nur auf das quadratische Format.

Olivier du Tré: Seeking Stillness – Auf Olivier du Tré bin ich damals über Google Plus aufmerksam geworden. Mittlerweile fotografiert er fast nur noch mit Großformatkameras. Der in Kanada lebende Belgier hat Landschaften und Urbanes als Hauptmotiv. Ich mag seine Herangehensweise sehr, weil er kaum auf die Technik achtet, sondern sich wirklich auf die Emotionen im Bild fokussiert.

The Portfolios of Ansel Adams – Was wäre ein Bücherregal eines Landschaftsfotografen ohne ein Buch von Ansel Adams? In diesem Bildband sind seine Portfolios zusammengefasst. Auch der Druck ist ein Gedicht. Egal wie oft ich dieses Buch aufschlage, es ist immer wieder eine Inspiration.

Reihe 3 – Julian Calverley, Bruce Barnbaum und Philippe Marchand

Bücherregal Reihe 3

Bücherregal Reihe 3

Julian Calverley: #iphoneonly – Der britische Werbe- und Landschaftsfotograf Julian Calverley brachte 2014 ein Buch heraus, in dem alle Aufnahmen mit dem iPhone entstanden sind. Auch die Bearbeitung der Bilder erfolgte nur auf dem Handy. In diesem Bildband finden sich Landschaftsaufnahmen aus Schottland. Ein tolles Beispiel dafür, wie wenig Bedeutung die Kamera hat.

Bruce Barnbaum: Die Kunst der Fotografie – Kaum ein Buch hat mich so weiter gebracht wie das von Bruce Barnbaum. Auch wenn der mittlere Teil etwas technisch ist, so zwingen einen besonders die ersten und letzten Kapital dazu, sich mit der eigenen Fotografie und den Gedanken dahinter auseinanderzusetzen. Warum fotografierst du etwas? Was denkst und fühlst du über dieses Motiv? Der Untertitel des Buches – Der Weg zum eigenen fotografischen Ausdruck – trifft den Ansatz genau auf den Kopf.

The Best Photographers IV – Diesen Bildband habe ich in erster Linie wegen Philippe Marchand gekauft. Nachdem ich seine Bilder online gefunden und bewundert habe, wollte ich unbedingt Drucke von ihm mein Eigen nennen. Am Ende sind das nur 4 Bilder im ganzen Buch, aber das war es mir wert. Natürlich finden sich hier auch großartige Aufnahmen von vielen anderen Künstlern.

Reihe 4 – Joe Cornish, Michael Freeman und Henri Cartier-Bresson

Bücherregal Reihe 4

Bücherregal Reihe 4

Joe Cornish: First Light – Nachdem ich online einige Rezensionen zu diesem Buch gelesen hatte, habe ich einen nicht zu unterschätzenden Preis dafür bezahlt, ein gebrauchtes Exemplar zu bekommen. Einige Landschaftsfotografen beschrieben dieses Buch als das, was sie am meisten weitergebracht hätte. Es ist eine schöne Zusammenstellung darüber, wie bestimmte Bilder von Joe Cornish entstanden sind und welche Gedanken er dahinter hatte.

Michael Freeman: Schwarzweiß Fotografie – Um mich mehr in puncto Schwarz-Weiß-Fotografie weiterzubilden, hatte ich mir vor einigen Jahren dieses Buch bestellt. Michael Freeman schafft es sehr gut, die digitale und analoge Fotografie unter einen Hut zu bringen, ohne eine von Beiden als besser herauszustellen.

Henri Cartier-Bresson: Meisterwerke – Ein Bildband der Fotos des Straßenfotografen. Wahrscheinlich hat kein zweiter Fotograf das kompositorische Auge von Cartier-Bresson. Ich habe ohnehin eine große Bewunderung für gute Straßenfotografen, weil sie Bilder innerhalb von Bruchteilen von Sekunden komponieren müssen. Dieses Buch ist daher eine fantastische Sammlung von Beispielen für Bildkomposition auf ganz hohem Niveau.

LensWork – Das Magazin befasst sich vorrangig mit der Schwarz-Weiß-Fotografie. Technik ist so gut wie nie ein Thema. Viel mehr geht es um die Gedanken hinter den Fotos und was den Fotografen motiviert hat, diese Bilder zu erschaffen. Allein die Introtexte des Herausgebers Brooks Jensen sind den Kauf wert. Auch 21 Wege um die eigene Fotografie zu verbessern stammt von ihm. Pro Jahr erscheinen 6 Ausgaben. Es ist praktisch das einzige Fotomagazin, das ich abonniert habe.

Gerade verliehen

Michael Freeman: Der fotografische Blick – Schon oft habe ich dieses Buch gelobt, daher spare ich mir hier weitere Hymnen darüber. Wenn du in Sachen Bildkomposition besser werden willst, dann ist es eine Pflichtlektüre.

Michael Freeman - Der fotografische Blick

Michael Freeman – Der fotografische Blick


Natürlich wird sich diese Sammlung auch über die nächsten Jahre immer wieder verändern. Fotografie und die eigene Sicht auf die Welt sind auch immer mit Veränderungen verbunden. Vielleicht schreibe ich diesen Beitrag in 13 Jahren nochmal einmal neu. Mal sehen, welche Bücher dann im Regal stehen. 🙂

Welche Bücher über Fotografie nennst du dein Eigen? Welche davon kannst du besonders empfehlen? Schreib mir in den Kommentaren!

11 Kommentare

  1. Nutzer Avatar

    Vielen Dank für diese Auswahl ! Einige dieser Bücher zieren auch mein Fotobuchregal, aber zwei habe ich nun entdeckt (Cornish und duTre) die ich mir bestellen werde.

  2. Nutzer Avatar
    Klaus Knopp

    2 Bücher die ich nicht missen möchte sind von Robert Mertens,der kreative Fotograf und der eigene Blick.
    Er zeigt etliche Ideen auf zu fotografieren,besonders gut gefällt mir der düstere und künstlerische Stil der an Gemälde erinnert auch die Ideen mit Überlagerungen fand ich sehr gut und haben mich veranlasst Fotos neu zu gestalten und zu bearbeiten.

  3. Nutzer Avatar

    so ziemlich alles über heinrich kühn und karl blossfeld, vivian maier und viel von der hervorragende garde ddr-fotografen…

  4. Nutzer Avatar

    Ich finde die Bücher von David DuChemin sehr brauchbar und inspirierend, besonders „Sehen und Gestalten“… zum einen, weil er wenig über Technik und viel über Bildideen und Komposition schreibt, und zum anderen, weil er dabei handfest und begreifbar bleibt, anstatt – wie manch andere Künstlerseele – esoterisch und abgehoben zu werden.

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    Alexandra

    sehr interessante Buchsammlung, ich denke das ein oder andere wird bei mir im Laufe derzeit auch dazu kommen…fange gerade eigentlich erst an
    Welche Zeitschrift ist das denn, die du abonniert hast?
    Ich mag es auch in Büchern über Fotografie zu lesen

  6. Nutzer Avatar

    Lieber Matthias,
    das hat mich sehr gefreut, als ich gesehen habe, das mein Buch in deinem Regal steht. Ich bin deine Quoten-Autorin & Fotografin 🙂
    Ich selber habe gar nicht soviel Fotografie-Sachbücher in meinem Regal. Aber es gibt ein Buch, das ich mir immer wieder gerne anschaue: Blossfeldt „Urformen der Kunst“ ISBN 978-3888147180

    Im nächsten Frühjahr wird es von mir ein neues Naturfotografiebuch „Gefühl & Verstand“ geben. Liebe Grüße, Jana

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