Samsung Galaxy S10 Kamera Test (Fotoqualität)

Ich habe mir die Kamera des Samsung Galaxy S10 genau angeschaut. Hier kommt mein Test zur Fotoqualität!

Was hat mich am Samsung Galaxy S10 gereizt?

Wer meine Bilder kennt, weiß, dass ich gern mit dem Ultraweitwinkelobjektiv fotografiere. Eigentlich war ich mit meinem Samsung S7 zufrieden, aber als ich las, dass das Samsung Galaxy S10 ein Ultraweitwinkelobjektiv mit 123 Grad Bilddiagonale mitbringt, hat es mich gepackt.

Ich habe mal mit einer Spiegelreflexkamera mit einem “richtigen” Weitwinkel versucht herauszufinden, wie viel Brennweite die S10 Kamera verglichen damit besitzt. Es sind etwa 9mm am Crop und ca. 13mm am Vollformat. Das ist schon sehr weitwinklig.

Ich habe mich für das S10 anstatt des S10+ entschieden, weil der Preisunterschied ganz schön groß war. Ebenfalls ist mir das Plus mit 6,4 Zoll etwas zu groß, als dass es in der Hosentasche noch bequem Platz hat. Das Samsung Galaxy S10 hat eine Bildschirmdiagonale von 6,1 Zoll.

Samsung Galaxy S10 Kamera Test - Fotoqualität

Samsung Galaxy S10 Kamera Test – Fotoqualität

Eckdaten der Kameras

Das S10 kommt mit vier Kameras daher, einer Front- und drei Hauptkameras auf der Rückseite. Die Kameras auf der Rückseite umfassen ein Weitwinkel-, ein Ultraweitwinkel- und ein Teleobjektiv. Diese insgesamt vier Kameras haben folgende Auflösungen:

  • Frontkamera: 10 Megapixel
  • Hauptkamera Weitwinkel: 12 Megapixel (26 mm Kleinbild-äquivalent)
  • Hauptkamera Ultraweitwinkel: 16 Megapixel (13 mm Kleinbild-äquivalent)
  • Hauptkamera Tele: 12 Megapixel (52 mm Kleinbild-äquivalent)

Natürlich ist der Hersteller Samsung nicht das erste Unternehmen auf dem Markt, das mehrere Hauptkameras in seinen Smartphones verbaut, das hat schon unter anderem Huawei vorgemacht. Ich finde diese Entwicklung spannend, denn damit kommt das Smartphone immer mehr als  Kompaktkamera zum Einsatz. Das Argument, dass man mit dem Smartphone nur einen Bildwinkel hat, gehört nun der Vergangenheit an. Für mich haben Smartphones die Kompaktkameras größtenteils abgelöst. Das zeigt sich auch in den Verkaufszahlen. Einzig die High-End Kompaktkameras empfinde ich noch als sinnvoll.

Die Bezeichnung Teleobjektiv ist beim S10 etwas übertrieben. In Wirklichkeit sind es ca. 52 mm Brennweite, wenn man es auf Vollformat rechnet. Also ein eher ein Normalobjektiv. Die Frontkamera habe ich in meinem Test nicht weiter berücksichtigt.

Der Samsung Galaxy S10 Kamera Test

Bildausschnitte

Nun zum eigentlichen Test. Ich habe ausführlich mit dem Smartphone fotografiert. So sehen erst einmal die unterschiedlichen Bildausschnitte aus, wenn man das gleiche Motiv fotografiert.

S10: Weitwinkel

S10: Weitwinkel

S10: Ultraweitwinkel

S10: Ultraweitwinkel

S10: Teleobjektiv

S10: Teleobjektiv

Fotoqualität des Weitwinkelobjektives

Das Weitwinkelobjektiv hat in allen Bereichen eine gute Bildqualität. Die Mitte ist für ein Smartphone sehr gut, die Ecken ein wenig unschärfer, aber insgesamt absolut im Rahmen.

S10: Weitwinkel - Mitte

S10: Weitwinkel – Mitte

S10: Weitwinkel - Ecke

S10: Weitwinkel – Ecke

Fotoqualität des Ultraweitwinkelobjektives

Die Mitte des Ultraweitwinkelobjektives ist gut, zu den Ecken hin fällt die Bildqualität deutlich ab. Hier würde ich mir wünschen, dass Samsung den Winkel nicht ganz so groß wählt, sondern dafür auch bis zum Rand hin eine gute Bildqualität liefert.

S10: Ultraweitwinkel - Mitte

S10: Ultraweitwinkel – Mitte

S10: Ultraweitwinkel - Ecke

S10: Ultraweitwinkel – Ecke

Fotoqualität des Teleobjektives

Das Teleobjektiv ist in allen Bereichen gut. Sowohl die Mitte als auch die Ecken bringen eine gute Schärfe mit.

S10: Teleobjektiv - Mitte

S10: Teleobjektiv – Mitte

S10: Teleobjektiv - Ecke

S10: Teleobjektiv – Ecke

Starke Rauschreduzierung bei wenig Licht und hohen ISOs

Von meinen Bildern her kann ich zudem sagen, dass die Kamera natürlich wegen der Sensorgröße nicht für hohe ISOs gemacht ist. Je dunkler es ist, umso stärker muss die ISO erhöht werden. Das gleicht die Software des S10 aus, indem sie eine Rauschreduzierung durchführt. Diese ist von Samsung sehr kräftig dosiert. Wenn die ISO also über 400 geht, dann werden hier viele Details glattgebügelt, sodass Teile des Bildes am Ende matschig aussehen. Dies trifft aber nur auf dunkle Situationen zu. Aufnahmen tagsüber und bei normalem Licht sind davon nicht betroffen.

Unterschied zwischen RAW und JPG – Das Nachschärfen

Bereits vom S7 kannte ich einen unschönen Effekt: Die JPG Dateien werden relativ stark nachgeschärft. Dadurch entsteht eine Art Mosaik-Look, wenn man die Bilder in voller Auflösung anschaut. Dieses Nachschärfen ist beim Galaxy S10 ein klein wenig verbessert worden, aber immer noch deutlich sichtbar. Im Pro Modus kann die Kamera auch RAW Dateien aufnehmen, womit sich das Problem umgehen lässt. Im folgenden Vergleich sieht man den Unterschied gut. Links ist das JPG zu sehen, rechts das RAW.

S10: Vergleich Nachschärfung JPG und RAW

S10: Vergleich Nachschärfung JPG und RAW

Einschränkungen im Pro Modus

RAW Bilder können nur im Pro Modus der Kamera-App aufgenommen werden. Dabei gibt es aktuell eine Einschränkung: Im Pro Modus lässt sich nur die normale Weitwinkelkamera nutzen. Die Tele- und die Ultraweitwinkelkamera sind hier nicht auswählbar. Ich hoffe, dass diese beiden Kameras in Zukunft mit einem Software-Update auch dort nutzbar sind.

Download der Bilder in voller Auflösung

Wenn du dir selbst eine Meinung über die Kamera des Samsung Galaxy S10 bilden möchtest, dann kannst du dir hier die Bilder in voller Auflösung herunterladen:

samsung-galaxy-s10-bilder-voll.zip (Zip Datei, 23,1 MB)

Weitere Beispielbilder

Nachfolgend findest du ein paar Bilder, die ich mit dem Samsung Galaxy S10 während meiner Fototouren aufgenommen habe.

Samsung Galaxy S10 Beispielbild 1

Samsung Galaxy S10 Beispielbild 1

Samsung Galaxy S10 Beispielbild 2

Samsung Galaxy S10 Beispielbild 2

Samsung Galaxy S10 Beispielbild 3

Samsung Galaxy S10 Beispielbild 3

Samsung Galaxy S10 Beispielbild 4

Samsung Galaxy S10 Beispielbild 4

Fazit zu meinem Samsung Galaxy S10 Kamera Test

Die Kameras des S10 sind allesamt gut. Das Weitwinkelobjektiv ist in allen Bereichen in Ordnung, genau wie das Teleobjektiv. Das Ultraweitwinkelobjektiv könnte in den Ecken schärfer sein. Da der Bildausschnitt aber derart groß ist und es sich um 16 Megapixel handelt, kann man hier in der Nachbearbeitung den Ausschnitt etwas verkleinern.

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23 Kommentare

  1. Nutzer Avatar
    Andreas Pauli

    Hallo Mathias,
    find ich ganz informativ Deinen Test der Kamera des S10.
    Ich fand es amüsant, dass wir die selben Überlegungen hatten zum Kauf des Geräts 😉
    Für mich war der Umstieg etwas radikaler, ich nutzte zuvor das iPhone 6s.
    Das S10 ist für mich der Ersatz einer Kompakten und ich fotografiere damit auch die Setup’s mit der DSRL.
    Lieber Gruss Andi

  2. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias,

    Danke für Deinen Test. Ich habe selber ein S7 und überlege auf das S10 umzusteigen. Lohnt sich das wegen der Qualität der Kamera? oder sind die Unterschiede im normalen Weitwinkelbereich eher gering?

    • Nutzer Avatar

      Hallo Stephan,

      ich finde die Unterschiede mit der normalen Kamera nicht besonders groß. Interessanter wirds da mit dem Ultraweitwinkel und Tele. Das macht schon Spaß.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  3. Nutzer Avatar

    Hallo

    Danke für den Test!
    Ich muss ehrlich sagen, dass mir die Schärfe zu wenig ist…
    Wenn ich mal vergleiche, vom S8+ zum S10+, ist die Kamera vom S8+ fast besser, was die Schärfe und den Zoom betrifft.

    Meiner Meinung nach!

    Bin schon fast enttäuscht, wie DetailARM jedes Bild wird im gegensatz…

    Schade

    Oder liegt es eher genau an meinem Handy 😀
    Wie ist es bei euch?

  4. Nutzer Avatar
    Wolfgang Hennemann

    Hallo Matthias, könntest Du vielleicht mal etwas zum pro Modus der Kamera schreiben.
    Speziell geht es mir um folgendes. Stelle 1/250 s ein. Die entsprechende Iso Einstellung kommt hierzu nicht automatisch. Wird auch nur als manuell angezeigt. Geht bis 800 ISO, ist im normalen beleuchtetem Innenbereich, bei sich bewegenden Personen aber immer zu dunkel. Im hellen Außenbereich funktioniert das einigermaßen. Ist da evtl. ein Denkfehler drin. Danke für eine Info. LG Wolfgang

    • Nutzer Avatar

      Hallo Wolfgang,

      ich habe es gerade mal ausprobiert. Im Pro Modus musst die die ISO immer selbst festlegen. Darüber hinaus kannst du die Blende manuell festlegen, genau wie die Belichtungszeit. Wenn du die Belichtungszeit vom Handy automatisch wählen lassen willst, dann musst du bei der Auswahl der Zeit auf „Manual“. Dann legt das Handy die Zeit selbst fest. Es kann sein, dass die ISO 800 für deine Aufnahmen im Innenbereich immer noch zu wenig ist, also dass die Belichtungszeit dann zu hoch wird. Damit würden die Bilder verwackeln. Deshalb unterbelichtet die Kamera dann eher.

      Ich hoffe ich konnte es einigermaßen verständlich rüber bringen. Spricht eigentlich was dagegen, den normalen Automatikmodus für deine Motive zu nutzen? Ich habe mittlerweile nur noch selten den Bedarf, in den Pro Modus zu wechseln.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  5. Nutzer Avatar

    Danke für die hilfreichen Infos. Bei mir sind d die Dateien jpg mit allen 3 Objektiven ca. 2MB klein.
    Eine Einstellung zur Änderung der Grösse finde ich keine.
    Gut Licht Claudio

    • Nutzer Avatar

      Hey Claudio,

      ja, habe auch schon gesehen, dass sich die Größe bzw. Megapixel Zahl nicht mehr einstellen lässt. Die Bilder werden also alle mit maximaler Auflösung aufgenommen und gespeichert.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  6. Nutzer Avatar

    Hallo, bei mir kann man beim Ultraweitwinkel keine Blitz einschalten. Ist das normale? Danke

    Crista

  7. Nutzer Avatar

    Hallo Mattias,
    besonders ornithologisch interessiert, habe ich mit Zeiss Diascope 85 und Smartphone Galaxy S5 Video-Aufnahmen vom Uhu aus ca.180…200 m Entfernung gemacht. Da für das S5 nur der digitale Zoom zur Verfügung steht, beabsichtige ich zu Galaxy S10 oder S10+ (optisch 2-fach) zu wechseln um die Qualität zu verbessern.. Eigentlich wollte ich Huawei P30 pro (optischer Zoom 5-fach) nehmen, aber wegen der politischen Situation ist das offensichtlich riskant.
    Nach Suche im Netz habe ich nicht gefunden, wie die einzelnen Kameras beim S10 ausgewählt werden können (automatisch oder manuell). Mit dem Spektiv wird nur die Zoom-Kamera benutzt. Sind die beiden anderen Kameras dann abgeschaltet ?
    Stört es, dass diese abgedeckt werden ?
    Für eine Antwort wäre ich dankbar.
    Freundliche Grüße von Eckehard

    • Nutzer Avatar

      Hallo Eckehard,

      du kannst meines Erachtens nach problemlos eine der 3 Kameras nutzen und dabei die beiden anderen Abdecken. Du kannst auch direkt auswählen, welche Kamera du nutzen willst.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  8. Nutzer Avatar

    Hallo, ich finde das S10 gegenüber dem s7 und besonders Huawei mate 20 pro eine klare Enttäuschung.

    1 Qualität ggü s7 marginal besser
    2 ggü Huawei deutlich schlechter
    3 pro Modus nicht alle Kameras nutzbar
    4 photo Sphere Modus nicht mehr vorhanden
    5 mit jedem Update wird an der Kamera gespielt und sie wirkt insgesamt unfertig

    Klare Empfehlung gegen Samsung (ich habe es leider gekauft)

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