Polfilter – Test, Anwendung und Wissenswertes [2020] – Der ultimative Guide

Ein Polfilter gehört für mich in die Tasche eines jeden Landschaftsfotografen. Doch was macht dieser Filter eigentlich genau? Und in welchen Situationen lohnt er sich?

Nachfolgend gibt es einen ausführlichen Artikel über Polfilter. Wenn du nicht alles lesen willst, dann hier vorab ein Schnellüberblick zu meinen Empfehlungen:

Hama
Kleines Budget
Einsteiger
günstig
brauchbare Qualität
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Hoya
Mittleres Budget
Fortgeschritten
sehr gute Qualität
sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
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B+W
Großes Budget
Profi
maximale Qualität
robust + langlebig
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Der Artikel ist in 4 Teile aufgeteilt. Im ersten Teil geht es darum, was ein Polfilter überhaupt ist und in welchen Situationen er für dich sinnvoll ist. In Teil zwei geht es darum, was du beachten solltest, wenn du eine Polfilter kaufen möchtest. Hier gebe ich auch konkrete Empfehlungen und berichte von meinen Erfahrungen. In Teil drei findest du die häufig gestellten Fragen zu diesen Filtern. Den Abschluss macht Teil vier mit der Anwendung von Polfiltern.

Was ist ein Polfilter und was macht er?

Ein Polfilter ist ein Filter, der in der Fotografie eingesetzt wird, um Licht zu polarisieren. Er dient dazu, Spiegelungen von nichtmetallischen Oberflächen zu entfernen.

Polfilter ist eine abgekürzte Schreibweise von Polarisationsfilter.

Polfilter Pro1 Digital von Hoya

Polfilter Pro1 Digital von Hoya

Wie funktioniert ein Polfilter?

Licht schwingt naturgemäß dreidimensional. Lichtstrahlen werden von einer Lichtquelle ausgesendet, von anderen Gegenständen reflektiert und von manchen Oberflächen auch absorbiert. Wenn sich Lichtstrahlen durch den Raum bewegen, schwingen sie also dreidimensional. Ein Polfilter sorgt dafür, dass Licht nicht in mehreren Ebenen schwingt. Er transformiert es so, dass es nur auf einer Ebene schwingt. Die Kollegen von www.3d-brillen.de haben dankenswerterweise dazu eine schöne Grafik erstellt.

Funktionsweise eines Polfilters

Funktionsweise eines Polfilters

Bevor das Licht auf den Polfilter trifft, schwingt es in allen möglichen Ebenen, nach dem Filtern schwingt es nur noch in einer Ebene. Jeder Polfilter lässt sich drehen, um die Richtung und den Grad der Polarisierung einzustellen.

Wie sieht der Unterschied mit und ohne Filter aus?

An den folgenden Beispielbildern siehst du den Effekt mit und ohne Filter.

Beispiel 1

Beispiel 1 zeigt leicht bewölkten Himmel, wo hinter den Wolken noch blauer Himmel zu sehen ist. Mit Polfilter erscheint dieses Blau deutlich dunkler und in einem anderen Blauton.

Himmel ohne Polfilter

Beispiel 1 ohne Filter

Himmel mit Polfilter

Beispiel 1 mit Filter

Beispiel 2

Bei diesem Bild habe ich den Polfilter dafür eingesetzt, um den Himmel abzudunkeln und die Farben im gesamten Bild zu verstärken. Dadurch, dass der Filter Spiegelungen reduziert, erscheinen das Korn und die Mohnblumen viel klarer. Alle Reflektionen des Himmels auf diesen Elementen im Vordergrund werden reduziert.

Vielleicht kommt es dir seltsam vor, dass ich hier von Reflektionen auf Pflanzen spreche. Stell dich mal auf Augenhöhe vor ein Blatt, etwa an einem Baum. Wenn du nun die Hand über dieses Blatt hältst, dann wird es etwas dunkler, weil von oben weniger Licht darauf fällt. Außerdem spiegelt sich aber auf dem Blatt alles, was sich darum befindet. In dem Moment, wo du die Hand darüber hältst, kannst du nämlich auch beobachten, wie die Spiegelung des Himmels abnimmt.

Zurück zum Beispielbild 2. Der Polfilter reduziert Spiegelungen auf nichtmetallischen Oberflächen. Genau das tut er hier beim Korn und bei den Mohnblumen.

 

Polfilter Beispiel 2 ohne Filter

Beispiel 2 ohne Filter

Polfilter Beispiel 2 mit Filter

Beispiel 2 mit Filter

Beispiel 3

Im dritten Beispiel ist ein Motiv aus dem Ilsetal im Harz zu sehen. Hier werden die Reflektionen des Himmels auf der Wasseroberfläche und auf den Pflanzen wunderbar entfernt, was zu kräftigeren Farben und mehr Details im Wasser führt. Helle Stellen im Wasser, die sonst zu hell sind, werden dabei etwas gedämpft. Der Nebel wird ebenfalls ganz leicht reduziert.

Polfilter Beispiel 3 ohne Filter

Beispiel 3 ohne Filter

Polfilter Beispiel 3 mit Filter

Beispiel 3 mit Filter

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In diesen Situationen ist ein Polfilter sinnvoll

Newsletter Aufmacher 1 - E-BookEin Polfilter wird in der Fotografie immer dann eingesetzt, wenn du Reflektionen entfernen willst. Folgende Szenarien sind gebräuchlich:

Farben in der Landschaftsfotografie verstärken

Ein typisches Problem in der Landschaftsfotografie: Besonders an trüben Tagen sehen die verschiedenen Grüntöne in der Natur oft sehr ähnlich aus. Mit einem Polfilter kannst du hier strahlende Farben erzeugen.

Was ist der Grund dafür? Auch auf den Blättern spiegelt sich der Himmel wider. Die Oberfläche spiegelt nicht so sehr wie beispielsweise Wasser, aber das Weiß des Himmels wird auch hier reflektiert. Dadurch sind die Grüntöne nicht so stark wie an einem sonnigen Tag. Durch einen Polfilter kannst du also die Reflektionen entfernen und so sehr farbintensive Bilder erzeugen.

Dieser Effekt lässt sich in fast allen Bereichen der Naturfotografie einsetzen. Je nach Lichtsituation lässt sich wie im Beispiel oben gezeigt auch Dunst oder Nebel mit einem Polarisationsfilter abschwächen.

Sonnenaufgang am Cap Formentor

Mallorca 07

Das Blau des Himmels verstärken

Wenn sich dein Motiv in einem Winkel von 90° zur Sonne befindet, dann kannst du mit einem Polfilter das Blau des Himmels deutlich verstärken. In Kombination mit dem letzten Punkt lassen sich so tolle Farben nur mit Hilfe dieses Filters erreichen.

Einen Regenbogen klarer sichtbar machen

Vielleicht kommst du mal in die seltene Situationen, einen Regenbogen fotografieren zu können. Der tritt übrigens nur dann auf, wenn es Regen gibt und Sonne auf den Regen scheint. Dann ist der Regenbogen gegenüber der Sonne zu sehen.

Stellst du bei einem Regenbogen den Polfilter auf maximalen Wirkungsgrad, so verschwindet der Regenbogen. Das liegt daran, dass diese Farblinien selbst polarisiertes Licht sind. Hier empfehle ich deshalb, nicht den vollständigen Wirkungsgrad einzusetzen, sondern etwas weniger. Dann kann nämlich der Himmel im Hintergrund abgedunkelt sein, während der Regenbogen im Foto schön hervor tritt.

Reflektionen auf einer Brille entfernen

Wenn dein Model bei einem Portraitshooting eine Brille trägt, dann willst du normalerweise trotzdem die Augen gut im Bild festhalten können. Mit einem Polfilter kannst du die Spiegelungen der Umgebung auf der Brille entfernen.

Durch die Wasseroberfläche fotografieren

Wenn du beispielsweise in einem Park die Fische in einem Teich fotografieren willst, dann spiegelt sich auf der Wasseroberfläche oft der Himmel. So sind die Fische auf dem Foto kaum zu sehen. Mit einem Polfilter kannst du die Reflektionen des Himmels auf der Wasseroberfläche fast vollständig eliminieren, sodass du die Fische viel besser aufs Bild bekommst. Natürlich müssen es nicht immer Fische sein, auch Felsen oder Wasserpflanzen können von Interesse sein.

Bodefälle bei Braunlage

Bodefälle bei Braunlage

Wann ich den Polfilter hauptsächlich einsetze

Ich setze diesen Filter oft dann ein, wenn ich an einem bewölkten Tag in Flusstälern fotografiere. Hier treten drei Effekte ein:

  1. Die Farben der umstehenden Bäume werden wesentlich satter, weil die Reflektion des Himmels auf den Blättern verschwindet.
  2. Die Reflektionen auf der Wasseroberfläche verschwinden und das Wasser erscheint dunkler.
  3. Weil der Filter Licht schluckt, verlängert sich die Belichtungszeit. So kann ich oft ohne ND Filter den Fluss länger belichten, was die Strukturen im Wasser vereinfacht und einen surrealen Effekt durch längere Belichtung erzeugt.

Kannst du einen Polfilter in der Nachbearbeitung erzeugen?

Der Polfilter ist einer der wenigen Filter, der sich nicht in der Nachbearbeitung erzeugen lässt. Dahinter steht wie oben erläutert ein physikalisches Prinzip, was sich nicht durch Photoshop ersetzen lässt. Deshalb ist dieser Filter für mich neben dem ND Filter und Infrarotfilter einer der Filter, die ich immer nutzen werde.

Das Bodetal im Herbst

Bodetal Autumn 20


Polfilter kaufen

Was musst du beachten, wenn du einen Polfilter kaufen willst?

Als Erstes musst du wissen, mit welchem deiner Objektive du den Polfilter nutzen willst. Oft kommt dein Standardzoom, also beispielsweise das 18-55mm in Frage. Hier kannst du am Objektiv oder in der Objektivbeschreibung ablesen, welchen Filterdurchmesser dein Objektiv hat.

Übliche Größen sind 49mm, 52mm, 58mm, 62mm, 67mm, 72mm, 77mm und 82mm. Dann brauchst du einen Polfilter in genau dieser Größe. Bei den Polfiltern, die ich weiter unten empfehle, kannst du auf der Verkaufsseite meist noch einmal die Größe auswählen.

Tipp: Filter mit unterschiedlichen Objektiven nutzen

Wenn du mehrere Objektive besitzt, für die du deine Filter nutzen willst, dann haben deine Objektive oft unterschiedliche Filterdurchmesser. Du kannst für jedes Objektiv einen eigenen Filter kaufen. Alternativ kannst du mit einem Step-Up-Ring arbeiten. Dabei solltest du den Filter für das Objektiv mit dem größten Filterdurchmesser kaufen. Mit dem Step-Up-Ring hast du dann einen Adapter zwischen den unterschiedlichen Filtergewindedurchmessern. Ein Step-Up-Ring kostet oft nur ein Bruchteil eines neuen Filters.

Step-Up-Ringe

Step-Up-Ringe

Dieser Tipp gilt prinzipiell für alle Filter in der Fotografie, wie beispielsweise ND Filter oder Grauverlaufsfilter. Wenn mir das damals zu Beginn meiner Fotografie klar gewesen wäre, dann hätte ich gleich für 77mm Filter gespart und nur diesen gekauft. Für meine Objektive mit kleineren Filterdurchmessern hätte ich dann mit Step-Up-Ringen gearbeitet. So hatte ich einen Polfilter für 58mm, einen für 52mm, einen für 49mm und einen für 67mm. Das bedeutete Extrakosten, die ich mit Step-Up-Ringen hätte einsparen können.

Polfilter gibt es von den verschiedensten Herstellern, beispielsweise Hoya, B&W, Hama, Heliopan, Haida, Lee, Cokin, Zeiss, Käsemann und Rodenstock. Weiter unten gibt es einen Vergleich, welche Polfilter ich bereits genutzt habe und welche davon ich empfehlen würde.

Filter von B+W und Hoya

Filter von B+W und Hoya

Was ist der Unterschied zwischen Linear und Zirkular?

Ich könnte jetzt den physikalischen Hintergrund dazu erklären, aber eigentlich musst du nur wissen: Für analoge Fotografie kannst du beide Varianten einsetzen, für digitale Fotografie musst du einen zirkularen Polfilter nutzen.

Schraub- und Steckfilter

Wie viele andere Filter in der Fotografie gibt es Polfilter als Schraub- oder Steckfilter. Steckfiltersysteme sind besonders bei Grauverlaufsfiltern üblich, da diese in der Höhe verschiebbar sein sollten. Für solche Systeme wie von Cokin, Hitech oder Lee gibt es Polarisationsfilter, die im Filterhalter platziert werden und sich dann drehen lassen.

Beim Polfilter bin ich ein Freund von Schraubfiltern. Ich nutze in meiner Fotografie selten Steckfilter. Bei einem schlecht abgedichteten Steckfiltersystem kann von außen Licht auf die Filter fallen, was sich dann in den Bildern in flauen Kontrasten oder Lichtlecks bei Langzeitbelichtungen zeigt. Das kann bei Schraubfiltern nicht passieren.

Levels

Levels – Belichtung im Bodetal(Harz) mit Pol- und ND Filter

Polfilter für eine Canon, Nikon, Sony oder Fujifilm Kamera – muss ich etwas Bestimmtes beachten?

Einen Polfilter kannst du unabhängig vom Hersteller deiner Kamera kaufen. Es spielt also keine Rolle, ob du Canon, Nikon, Sony, Fujifilm, Pentax oder Olympus nutzt.

Polfilter Test & Vergleich – welches ist der beste Polfilter?

In den letzten 15 Jahren habe ich verschiedenste Polfilter benutzt. Angefangen habe ich mit Hama, dann hatte ich einen Hoya und für mein Weitwinkel einen B&W. Meinen Polfilter Test habe ich nach Budget sortiert, wobei der Hoya Pro1 das für mich beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat.

Einsteiger

Für den ersten Polfilter kannst du Hama nutzen. Hama stellt meines Wissens nach selbst keine Filter her, sondern kauft bei anderen Herstellern ein und labelt die Filter danach. So kann man nie genau sagen, von welchem Hersteller der Filter wirklich ist. Es kann sich aber auch ein Hoya Filter dahinter verbergen.

Fortgeschritten

Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten die Filter von Hoya. Besonders die Pro1 Serie ist unter Landschaftsfotografen beliebt.

Profi

Wer einen Polfilter sucht, der maximale Qualität liefert, wird bei B+W fündig. Die Stärke der Polarisation unterscheidet sich nach meinen Erfahrungen nicht von den Hoyas. Laut den Erfahrungen anderer Fotografen sind die Filter jedoch noch robuster konstruiert.

Hama
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Einsteiger
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Hoya
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Warum ich von günstigen Filtern abrate

Manche Fotografen geben 800 Euro für ein gutes Objektiv aus und sparen dann am Polfilter, indem sie einen für 10 Euro kaufen. Das Problem ist: Das Licht muss durch diesen Filter hindurch, wenn es auf dem Weg zum Sensor ist. Wenn du einen schlechten Filter kaufst, dann kann sich das negativ auf deine Bildqualität auswirken. Dann hat sich das viele Geld für das scharfe Objektiv nicht gelohnt. Es ist also wenig sinnvoll, am falschen Ende zu sparen.


Häufig gestellte Fragen

Wie viel Licht schluckt dieser Filter?

Ein Polfilter lässt durch seine Funktion weniger Licht zum Sensor durch. Als Faustregel gilt, dass er etwa zwei Blenden Licht schluckt. Das kann ein Nachteil sein, weil du je nach Lichtsituation dann mit dem Stativ arbeiten oder deine ISO erhöhen musst. Andererseits kann es auch ein Vorteil sein, wenn das Motiv vielleicht bei einer etwas längeren Belichtung besser zur Geltung kommt.

Sommer im Bodetal bei Thale

Thale 05

Kann ich einen Polfilter auf allen Objektiven einsetzen?

Prinzipiell gibt es hier keine Einschränkung. Du kannst Polfilter also auf allen Objektiven nutzen, die ein Filtergewinde besitzen. Weiter unten beschreibe ich, wieso ich den Filter auf einem Weitwinkelobjektiv nur in bestimmten Situationen einsetze.

Kann ich einen Polfilter immer auf dem Objektiv lassen?

Newsletter Aufmacher 4 - FotoausrüstungJa das kannst du, ich würde es aber nicht empfehlen. Wie oben beschrieben, schluckt der Polfilter Licht. Dein Bild wird also abgedunkelt, was zu längeren Belichtungszeiten führt. Der Effekt dieses Filters ist auch nicht in allen Situationen erwünscht. Ich empfehle daher, diesen Filter nur dann einzusetzen, wenn du ihn wirklich brauchst.

Zwei Polfilter wie einen ND Filter kombinieren

Prinzipiell ist es möglich, zwei Polfilter miteinander zu kombinieren, um einen Variablen ND Filter damit selbst herzustellen. Dabei musst du nur darauf achten, dass der vordere Filter ein linearer Polfilter ist, während der hintere Filter ein zirkularer Polfilter ist. Nur dann kann der Autofokus einer Spiegelreflexkamera noch weiterhin funktionieren. Einen interessanten Artikel dazu gibt es bei Docma.

Wann du Polfilter bei Weitwinkelobjektiven nicht nutzen solltest

Wie bereits erwähnt, dunkelt der Filter blauen Himmel noch weiter ab. Dieses Verhalten wirkt am besten in einem Winkel von 90 Grad zur Sonne. Mit einem Weitwinkelobjektiv hast du einen großen Bildwinkel auf deinen Fotos. So kann es passieren, dass ein Teil des Himmels durch den Polfilter abgedunkelt ist, während der restliche Teil normal erscheint. Das sieht sehr unnatürlich aus.

Hiddenseeer Leuchtturm mit Polfilter

Hiddenseeer Leuchtturm mit Polfilter

Ich nutze den Polfilter beim Weitwinkel deshalb nie, um damit den blauen Himmel abzudunkeln. Dafür nutze ich Grauverlaufsfilter oder mache mehrere Belichtungen, die ich dann in der Nachbearbeitung zusammensetze. Mehr Infos dazu, wie ich meine Landschaftsfotos nachbearbeite, gibt es hier.


Polfilter Anwendung

Fotografieren mit dem Polfilter – So nutzt du den Filter optimal

Ein Polarisationsfilter hat abhängig vom Lichtstand immer einen Bereich, in dem er besonders stark wirkt. Wenn es dir um einen dunkelblauen Himmel geht, dann sollte sich dein Motiv in einem Winkel von 90 Grad zur Sonne befinden.

Polfilter Wirkungsgrad

Polfilter Wirkungsgrad

Das bedeutet also beispielsweise bei Sonnenuntergang, dass die Sonne zu deiner linken oder rechten Seite stehen sollte. Dann hast du auf deinem Motiv Seitenlicht und kannst mit einem Polfilter den Himmel dahinter optimal abdunkeln.

Ein lauer Sommernachmittag in der Nähe von Dessau.

Diving Tree

Die 90 Grad Regel gilt natürlich auch dann, wenn die Sonne zur Mittagszeit direkt senkrecht über dir steht. Dann hast du am Horizont die stärkste Polarisierung.

Polfilter wirken natürlich auch in anderen Winkeln, aber bei weitem nicht so stark. Wenn du etwa gegen die Sonne oder mit der Sonne im Rücken fotografierst, wirst du fast keinen Effekt mit diesem Filter erreichen.

Jeder Polfilter lässt sich drehen. Durch die Drehung kannst du die Intensität und Richtung einstellen. Ich empfehle dir, die Intensität an deinem Bild festzumachen. Denk darüber nach, welche Bildstimmung du erzeugen willst. Wenn du den Filter immer auf die maximale Wirkung drehst, dann hast du knackige, intensive Farben. Aber passt das auch zu deinem Bild? Oder willst du lieber weichere Pastelfarben erzeugen, weil das eher der Bildstimmung entspricht, die du einfangen willst?

Filter zu fest angezogen? – So löst du ihn wieder

Besonders bei einem Polfilter kann es passieren, dass du diesen zu fest anschraubst und er sich dann nicht mehr vom Objektiv lösen lässt. Ich empfehle, es Fingerspitzengefühl und eher nicht zu fest zu probieren. Wenn das nicht klappt, dann gibt es dieses hilfreiche Werkzeug.

Filterzange

Filterzange

So kannst du deinen Polfilter optimal reinigen

Um die Oberfläche deines Filters nicht zu beschädigen, solltest du beim Reinigen keine Chemikalien verwenden. Ich empfehle ein weiches Mikrofasertuch. Von Hama gibt es den Lenspen, der sich ebenfalls gut nutzen lässt. Hartnäckige Fingerabdrücke konnte ich mit Hama Optikpapier gut entfernen. Für wirklich grobe Verschmutzungen sollte ein feuchtes Tuch ohne Seife eine gute Wahl sein. Wie ich meine Filter und Objektive reinige erfährst du hier.

Hama Lenspen

Hama Lenspen

Weißt du nun, ob du einen Polfilter brauchst oder nicht? Hast du noch Fragen dazu? Wie sind deine Erfahrungen mit diesem Filter? Schreib mir in den Kommentaren!

67 Kommentare

  1. Nutzer Avatar
    Amina Hettegger

    Hallo Matthias
    Macht es einen Unterschied ob man z.B. einen sehr lichtdurchlässigen ND Filter benutzt, wie den ND8?
    Liebe Grüsse
    Amina

    • Nutzer Avatar

      Hallo Amina,

      im Grunde genommen wenig. Die Abdunklung des Polfilters verändert sich ja nach Drehnung noch ein wenig, weil ja Spiegelungen im Bild entfernt werden.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  2. Nutzer Avatar
    Bruno Becker

    Hallo Matthias, ich schließe mich den Vorkommentatoren an, toller Bericht sehr lehrreich. Eine Frage zum Stepp up-Ring. Worauf sollte man verzichten, Gegenlichtblende oder Filter?

    • Nutzer Avatar

      Hallo Bruno,

      beide Teile haben ja eine vollkommen unterschiedliche Funktion. Kommt also drauf an, was du erreichen willst. Wenn es dir wichtiger, die Spiegelungen im Bild zu entfernen, dann nimm den Filter. Wenn dir Licht von der Seite oder von oben in der Aufnahmesituation auf die Frontlinse fällt und die Spiegelungen nebensächlich sind – dann nimm die Streulichtblende.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  3. Nutzer Avatar
    Jürg Stalder

    Matthias, danke für den coolen Beitrag!

    Kurz meinerseits einen Hinweis zum Thema Schraub- bzw. Steckfilter. Ich arbeite mit einem Steckfiltersystem von NiSi. Hier ist der Polarfilter immer schraubbar. Dabei ist der Polfilter so konstruiert, dass ich mit einem Handgriff mein Steckfiltersystem auf den Polarfilter montieren kann. D.h. der Polfilter bleibt unangetastet auf dem Objektiv drauf. Ist nicht ganz billig aber aus meiner Sicht sehr gut geeignet um rasch auf sich verändernde Situationen reagieren zu können.

  4. Nutzer Avatar
    Christiane

    Ich hab schon ein paar mal Polfilter ausprobiert und nie war etwas passiert….sollte ganz einfach sein, draufschrauben, drehen, fertig. Aber klar kann nichts passieren wenn man nicht weiß das man in einem bestimmten Winkel zum Licht stehen muss. Vielen Dank für den interessanten Artikel. Werd die Tipps bald mal umsetzen.

  5. Nutzer Avatar

    Welcher Unterschied gibt es zwischen einen linearen und einen zirkularen Polfilter? Welcher würden Sie empfehlen (ich photographiere gerne Spiegelungen … aber manchmal suche ich bewusst, was hinter einem Glas scharf aufzunehmen).
    Besten Dank und freundliche Grüsse

    • Nutzer Avatar

      Hallo Georges,

      wenn du digital fotografierst, dann musst du einen zirkularen Polfilter nehmen, weil sonst der Autofokus nicht mehr funktioniert. Für analog geht auch linear.

      Liebe Grüße,

      Matthias

      • Nutzer Avatar
        Gerald Schwarz

        Hallo Matthias,
        das stimmt nicht so ganz. Es gibt auch analoge Kameras die mit Autofokus arbeiten und zirkulare Polfilter brauchen. Hinzu kommt, das auch das Belichtungsmesssystem Schwierigkeiten mit linearen Polfiltern haben kann.
        Also analoge Kameras mit linearen Polfiltern nur wenn sie komplett analog sind – also ohne Autofokus und Belichtungsmesssystem durchs Objektiv.

        Liebe Grüße
        Gerald

  6. Nutzer Avatar

    Hallo, bitte welches ist der dünnste (Gesamtbauhöhe) Circular-Polfilter 67mm? Für extrem Weitwinkel Objektiv.
    Danke

  7. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias, sehr informativer Artikel, vielen Dank dafür.
    Ich habe aktuell folgendes Szenario: Ich fotografiere in einer Maschinenumgebung mit sehr vielen metallischen Oberflächen. Es gibt Punktlichtquelle aus Kamerarichtung in einer ansosnten dunklen Umgebung, wodurch sehr viele unschöne direkte Reflexionen und überbelichtete Bereiche entstehen, die ich gern vermeiden würde. Könnten Polfilter hier eine Lösung sein? Was sollte man dabei evtl. beachten?
    Beste Grüße
    Roman

    • Nutzer Avatar

      Hallo Roman,

      wenn ich mich nicht täusche dürfte ein Polfilter hier nichts nützen, weil der nur Spiegelungen von nichtmetallischen Oberflächen reduziert.Falls es machbar ist, kannst du mit mehreren Belichtungen arbeiten und diese dann in der Nachbearbeitung zusammensetzen. Ist viel Arbeit, kann aber echt sehenswerte Ergebnisse erzeugen.

      Liebe Grüße,

      Matthias

      • Nutzer Avatar

        Hallo Matthias,

        besten Dank für die schnelle Antwort. Mehrere Belichtungen sind leider nicht umsetzbar. Aber wie sieht es alternativ aus, wenn ich sowohl vor Kamera als auch vor der Lichtquelle einen Polfilter anbringe und diese dann so auf einander abstimme, dass möglichst nur das diffus reflektierte Licht aus der Umgebung wirksam wird?

        Grüße
        Roman

  8. Nutzer Avatar
    Geoffrey

    Hallo Matthias,
    ich fotografiere öfters Badezimmer für einen Freund und habe mir ein CPL Filter gekauft um die Lichtreflexionen auf den Duschscheiben so gut es geht zu vermindern.. Manschmal klappt hervoragend und manschmal gehen die Reflexionen einfach richtung Cyan oder Magenta..Kann ich zB den Filtereffekt durch Einstellungen an der Kamera verbessern? Ich habe bis vor kurzem mit der 5d mark II geknipst und mir jetzt der eos r gegönnt 🙂 Mein CPL Filter ist ein KSM-HTC POL MRC nano.. Und Vielen Dank für diesen Tuto, damit hilfst du Amateur Fotografen wie sehr 🙂 Lg Geoffrey

    • Nutzer Avatar

      Hallo Geoffrey,

      danke dir! An der Kamera kannst du da nicht viel beeinflussen. Beim Polfilter ist die Wirkung stark davon abhängig, in welchem Winkel du die Duschscheiben fotografierst. Die kannst du nur mit unterschiedlichen Positionen herumprobieren, auch wenn es da bei Badaufnahmen meist nur wenige Möglichkeiten gibt.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  9. Nutzer Avatar

    Danke für die schnelle Antwort und dem ebenso ausführlichen Artikel über die ND-Filter, Respekt.
    Nun weiß ich bestens Bescheid und schau mal, ob es etwas ähnliches für Smartphones gibt.-
    Danke nochmal für diese absolut tollen Guides hier.

  10. Nutzer Avatar

    Wow, was für ein ausführlicher Artikel. Danke dafür!
    Ein wenig verstehe ich jetzt vom Polfilter, aber noch nicht alles. 😉

    Ursprünglich interessiere ich mich für einen Polfilter, weil ich Wasserfälle oder Flussläufe mit Langzeit-Belichtung aufnehmen möchte und dafür eine entsprechende „Abdunkelung“ benötige. Wenn ich nun ein bisschen über Polfilter lese, sehe ich dass das eher ein Nebeneffekt ist und er vermehrt zur Verstärkung der Farben oder dem Vermeiden von Reflexionen eingesetzt wird. Das macht aber alles („Abdunkelung“, Farben, Reflexionen) der selbe Polfilter, oder? Oder muss ich beim Kauf auf bestimmte Werte des Polfilters achten, um die einzelnen Effekte zu erreichen?

    Zweite Frage, hast du auch Ahnung von Smartphone-Polfiltern. Ich bin nur Handy-Fotograf, aber liebe es dafür. 😉 Falls du also einen eher günstigen Favoriten (im Hama-Preisbereich) hast, nehme ich die Empfehlung gerne entgegen.

    LG, Chris

  11. Nutzer Avatar
    Dominik Buck

    Hallo Matthias,

    ich möchte gerne auf die Frage von Lennart eingehen und frage mich wie sich das bei einem Teleobjektiv mit 18-250 mm Brennweite und einem Stepup-Ring 62-77 mm verhält? Spielt da der Sensortyp (In meinem Fall APS-C mit Crop-Faktor 1,6) eine Rolle oder würde auch hier keine Randabschattung entstehen ,selbst wenn ich bei einer Brennweite von 18 mm fotografiere oder irgendwo im Bereich bis 250 mm?

    Danke und LG

    Toller Artikel 🙂

    • Nutzer Avatar

      Hallo Dominik,

      danke dir! Was für einen Filterdurchmesser hat denn das 18-250 mm Objektiv? Und welche Filtergröße möchtest du mit dem Stepup-Ring dranschrauben?

      Generell gilt immer: Wenn der Filter größer als das Filtergewinde des Objektivs ist, sollte es keine Probleme geben.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  12. Nutzer Avatar
    peter schmidt

    …wie erkenne ich rein äußerlich ob ich ein lineares oder cirkulares Polfilter in der Hand habe? Gibt es Testmethoden?
    Liebe Grüße Peter

      • Nutzer Avatar
        gerald Schwarz

        Ein linearer Polfilter funktioniert von beiden Seiten – ein zirkularer nur von einer Seite.
        Wenn man den Filter gegen das Licht hält und ihn dabei dreht, dann sieht man wie die Durchsicht dunkler wird.
        Bei linearen Filtern ist es egal wie herum man ihn hält – er dunkelt ab. Der zirkulare funktioniert nur von einer Seite. Man kann die Seite nicht verwechseln, da der Hersteller schon das Filtergewinde auf der Richtigen Seite angebracht hat.

  13. Nutzer Avatar
    Thomas Miczek

    Hallo Matthias.
    Ich als Einsteiger (Sony A58 mit SAL 18250) fühle mich hier sehr gut aufgehoben. Deine Artikel gefallen mir sehr gut, da super verständlich geschrieben.
    Ich habe mir gerade den Hoya Pro 1 zugelegt und freue mich schon auf das testen. Ursprünglich wollte ich mir ja den Hama zulegen, dann habe ich den Artikel gelesen, und so ist es der Hoya geworden….
    Sonnige Grüße aus Berlin…
    Thomas

  14. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias,
    Danke für so viele Informationen!
    Einzig noch eine Frage: würdest Du den Pol-Filter bei Motorsport ebenfalls einsetzen? Hab öfters ein Thema mit den Frontscheiben…
    danke & LG

    • Nutzer Avatar

      Hallo Peter,

      grundsätzlich spricht nur dagegen, dass der Polfilter etwa zwei Blenden Licht schluckt. Schau mal, ob deine Belichtungszeiten dann noch kurz genug sind für die schnelle Hatz.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  15. Nutzer Avatar
    Kristian

    Klasse Artikel zum Thema Polfilter und dazu mit tollen Bildern, die wirklich zum Angucken einladen – sehr schön!
    Eine Ergänzung habe ich noch: du schreibst, dass in der analogen Fotografie auf zirkuläre Poöfilter verzichtet werden kann. Das stimmt so nicht ganz.
    Nicht zirkuläre Polfilter können die Belichtungsmessung und den Autofokus irritieren, das ist jedoch unabhängig davon, ob es sich um analoges Filmmaterial oder einen digitalen Sensor handelt.
    Benutzt man einen Handbelichtungsmesser und fokussiert man manuell, kann auch an einer digitalen Kamera ein linearer Filter eingesetzt werden.
    Verwendet man an einer analogen Kamera TTL Belichtungsmessung oder Objektive mit autofokus, empfiehlt sich auch hier der Einsatz eines zirkulären Filters.
    Schöne Grüße
    Kristian

  16. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias,
    Wirklich Klasse Artikel – danke für die Infos!
    Leider hast du die Funktionsweise ein wenig falsch verstanden. Der Polfilter polarisiert das Licht nicht. Er filtert Licht welches nicht in eine bestimmte Richtung schwingt.
    Das von einer Lichtquelle ausgehende Licht ist nicht polarisiert, sonder schwingt in allen Richtungen. Wenn Licht auf einer Oberfläche reflektiert wird wird es polarisiert.
    Der Polfilter kann nun so eingestellt werden, dass er Licht welches reflektiert würde nicht durchlässt. Oder (90°-Drehung ) alles andere Licht filtert, was die Spiegelung verstärkt.
    In jedem Fall wird Licht ausgeschlossen, weswegen es scheint als ob eine Spiegelung t oder abgeschwächt wird.

    Grüße Daniel

  17. Nutzer Avatar
    Michel S

    Erste klasse! Brillanter Beitrag, sehr hilfreich und verständlich!
    Luftige grüße aus dem Sauerland!

  18. Nutzer Avatar

    Ich habe das Gefühl, dass sich bei meinem Hoya-Filter überhaupt nichts tut, wenn ich daran drehe. Kann das sein? (Natürlich bei Sonne in den Himmel gehalten usw.)

  19. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias,

    hast du bei Verwendung der Step Up Ringe mit einem Weitwinkelobjektiv schon mal Probleme mit dunklen Rändern gehabt? Ich möchte mir das Canon 10-18mm zulegen mit 67mm Filterdurchmesser,würde aber wegen eines anderen Objektivs den Graufilter mit 72mm kaufen. Ich hätte also eine Übersetzung bei den Step Up Ringen nötig um den Filter zu befestigen.

    Vielen Dank!
    Lennart

  20. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias, wir wollen nächste Woche in die Berge fahren und auch auf die Zugspitze, narürlich möchte ich auch die Landschaft und Schnnebedeckten Berge fotografieren. Gerade im Schnee find ich es spannend. Aber welchen Filter würdest du bei schnnefotografie empfehlen, Blende, Belichtungszeit?

    Gruß Raimund

    • Nutzer Avatar

      Hallo Raimund,

      ich habe für Schnee keine besondere Kombination von Filter, Blende und Belichtungszeit. Es kommt wie immer auf die Situation an. Die Belichtungszeit ist bei Schnee und Sonnenuntergang einfach anders als bei Mittagslicht. Du musst deine Einstellungen und Filter immer an die jeweile Situation anpassen und dich dabei Fragen, was du damit erreichen möchtest.

      Viel Spaß auf der Zugspitze!

      Matthias

  21. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias,
    vielen Dang für Deine tollen Artikel, – eine Anmerkung zu diesem habe ich noch:
    Bei spiegelnden Glasscheiben und Wasseroberflächen hat ein Polfilter die beste Wirkung in einem Winkel von 30 Grad zur spiegelnden Scheibe/Wasser.
    Beste Grüße
    Hugo

  22. Nutzer Avatar

    Vielen Dank für diesen sehr praktischen, anschaulichen Artikel über Polfilter. Ich habe mir gleich für meine Sony Alpha den Filter von Hoya bestellt!

  23. Nutzer Avatar

    Hallo, danke für den Bericht, ich bin grad auf der Suche für meine Olympus pen f einen polfilter zu finden.
    Fliege demnächst nach ner York, werde dort relativ häufig das 9-18mm nutzen, wenn ich den polfilter drauf habe, ist es ratsam nicht im Weitwinkel zu fotografieren? Ab welcher Brennweite sollte er drauf? Werde nur Pol und nd Filter mitnehmen, die sollten reichen. Oder Verlaufsfilter auch? Wenn ich die Architektur fotografiere lieber ohne Pol?

    • Nutzer Avatar

      Hallo Tobias,

      wie schon im Artikel beschrieben bin ich kein großer Freund von Polfilter für den Himmel bei einem Superweitwinkel. Um das Blau des Himmels abzudunkel würde ich den Polfilter frühestens ab 28mm (gerechnet auf Kleinbild aka Vollformat) einsetzen. Ob du einen Verlaufsfilter brauchst, hängt ganz davon ab, was für Bilder du aufnehmen willst 🙂

      Liebe Grüße,

      Matthias

  24. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias,
    bei den unterschiedlichen hochwertigen PL-Filtern habe ich die Formulierung
    „PL nach Kaesmann“ gefunden, diese Filter sind deutlich teuererer als die „normalen“. – Was ist da so besonders, das die hohen Preise erklären könnte?

    Die Robustheit der B+W Filter ist legendär und hat mir schon mehr als einmal ein teuerers Objektiv „gerettet“.

    Gruß
    Thomas

    • Nutzer Avatar

      Hallo Thomas,

      Käsemann bedeutet wie die Polfilterfolie angebracht ist. Wenn ich mich recht entsinne ist die Polfilterfolie dabei zwischen zwei Gläsern eingelagert und damit robuster. Ohne KSM ist die Folie einfach von einer Seite aufgebracht.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  25. Nutzer Avatar
    Werner Weber

    Moin Moin Matthias,
    habe heute zum ersten mal einen Artikel von dir gelesen und bin total begeistert.
    In Zukunft werde ich meinen Polfilter öfter benutzen und die vielen Tips aus dem Artikel ausprobieren.
    Dein E-Book werde ich mir sofort zu Gemüte ziehen und diverse Aufnahmen mit meinem Adobe Photoshop nachbearbeiten, bin mal gespannt.
    MfG. W. Weber

  26. Nutzer Avatar
    Christian

    Ich meine schon horizontal zum See oder einem Bach fotografiert. Die Frage die ich mir stelle ist, ob ich diese Fläche immer entspiegeln kann oder eben auch nur im 90 Grad Winkel zur Sonne, wie beim Abdunkeln des Himmels

  27. Nutzer Avatar
    Christian

    Hi Matthias,

    die Entspiegelung von Wasser, funktioniert die auch nur im 90-Grad-Bereich und wenn der Himmel nicht bedeckt, also polarisiert ist? Bzw. funktioniert sie im 90-Grad-Bereich besser?

    Und wie ist es mit der Verstärkung der Farben und dem 90-Grad-Bereich?

    Grüße Christian

    • Nutzer Avatar

      Hey Christian,

      viele gute Fragen hast du da 🙂

      Ich kann beide noch nicht beantworten, muss ich demnächst mal ausprobieren. Die Frage ist nur, wie oft du tatsächlich die Motive direkt im 90 Grad Winkel fotografierst. Im Makro Bereich kann ich mir das noch vorstellen, aber sonst schaue ich selten direkt im Lot von oben aufs Wasser 🙂

      Liebe Grüße,

      Matthias

  28. Nutzer Avatar
    Horst Wittersheim

    Hallo Matthias
    Dank deiner Tipps die du auf deiner HP gibst, habe ich nun den Rest meiner Grundausstattung gefunden. Die Sachen werde ich natürlich über die von dir gegebenen Links bestellen damit wir weiterhin deine Tipps in Anspruch nehmen können. Eine tolle Sache. Alle Artikel sind genial geschrieben. Nur das mit der Langzeitbelichtung habe ich nicht so verstanden. Ich denke aber mal das ich das irgendwann kapieren werde. Vielen Dank für all deine Tipps.

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    Ralf Brumann

    Sehr Lehrreich, und sehr verständlich geschrieben.
    Mach weiter so.
    Viele grüße Ralf

  30. Nutzer Avatar
    Heinz Gerlich

    Hallo Matthias, wieder mal ein interessanter Artikel von Dir, der mich auch wieder um einige Erkenntnisse weiter gebracht hat.

    Viele Grüße
    Heinz

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