Zeit für Fotografie finden [2-Stufen-Prozess]

Als ich vor einiger Zeit meine Landschaftsfotografie Umfrage durchgeführt habe, hatte ich als letzten Punkt gefragt:

“Was ist für dich aktuell die größte Hürde, um deine Fotografie weiterzuentwickeln?”

98 % der Antworten waren: Mir fehlt die Zeit.

Ich wusste lange nicht, wie ich dieses Thema aufgreifen kann, aber heute ist es soweit.

Mein aktueller Prozess

Wieso gerade jetzt?

Ich habe recht selten das Problem, dass ich keine Zeit für die Fotografie finde. Das mag auch daran liegen, dass die Fotografie für mich sehr wichtig ist und ich ihr dadurch entsprechend Zeit einräume. Das war die letzten 15 Jahre so und deshalb gibt es kaum einen Tag, an dem ich mich nicht wenigstens eine halbe Stunde mit Fotografie beschäftige.

Das bedeutet nicht, dass ich jeden Tag fotografieren gehe. Oftmals nehme ich die Kamera nur etwa alle zwei Wochen in die Hand. Für mich bedeutet es eine Vielzahl von Aktivitäten rund um die Fotografie:

  • Ich schaue mir (sehr ausgewählt) auf Flickr, DeviantArt und Instagram Bilder anderer Künstler an und bekomme dadurch neue Inspirationen.
  • Ich lese in Foren über technische Themen.
  • Ich verfolge online Tests zu neuen Kameras und Objektiven.
  • Ich gehe auf Fotostammtische und spreche dort mit anderen Fotografen.
  • Ich chatte über Facebook oder Instagram mit anderen Fotografen.
  • Ich telefoniere mit anderen Fotografen.
  • Ich schaue mir Bildbände an.
  • Ich lese Bücher über Fotografie.
  • Ich lese online Artikel über Fotografie.
  • Ich höre Podcasts über Fotografie.
  • Ich besuche Fotoworkshops.
  • Ich schreibe Gedanken über Fotografie auf.
  • Ich schaue Videokurse.
  • Ich schreibe E-Mails mit anderen Fotografen.
  • Ich besuche Ausstellungen.
  • Ich beobachte beim Spazierengehen oder Zugfahren aktiv meine Umgebung.
  • Ich denke über Fotografie nach.

All diese Aspekte finden ohne Drücken des Auslösers statt und beschäftigen sich trotzdem mit Fotografie.

Kreative Pausen sind normal

Es ist nochmal ein Unterschied, ob du keine Zeit zum Fotografieren findest oder bewusst eine kreative Pause einlegst.

Seit Beginn meiner Fotografie im Jahr 2005 hatte ich mehrmals Phasen, in denen ich uninspiriert war. Zum Teil war das nach einer sehr intensiven Fotografie-Phase. Wenn ich merke, dass das der Fall ist, dann lege ich bewusst eine kreative Pause ein. Ich verstaue dann die Kamera im Schrank und nehme mir für ein paar Monate eine Auszeit. Meist fahre ich die obigen Aktivitäten in dieser Zeit etwas runter, ganz verschwinden sie aber meist nicht.

Als ich mein allererstes Kreativ-Down hatte, war die Angst da, dass ich nun nicht weiter fotografieren werde. Heute weiß ich, dass die Inspiration irgendwann wieder kommt und diese kreativen Pausen zum Teil des Prozesses gehören.

Seit Juli nicht mehr richtig fotografiert

Wenn du meine E-Mails zu neuen Beiträgen bekommst, dann weißt du aus einer kürzlichen E-Mail, dass in meinem Leben in den vergangenen Wochen viel los war. Dabei standen hauptsächlich Corona, Umzug und eine Fachkonferenz auf dem Programm. Vor allem der Umzug hat immens Zeit in Anspruch genommen. Bis die alte Wohnung abgabefertig und die neue Wohnung komplett eingerichtet war, sind mehrere Wochen vergangen.

In dieser Zeit hatte ich kaum den Kopf frei für die Fotografie. Ich habe zwischendurch sogar ein neues Objektiv gekauft, aber ich habe seitdem kaum meine Kamera in der Hand gehabt. So richtig fotografiert habe ich zum letzten Mal Anfang Juli auf Malta.

Malta - Behind the Scenes - Fungus Rock

Malta – Behind the Scenes – Fungus Rock

Heute morgen habe ich realisiert, dass ich im Moment selbst in der Situation bin, keine Zeit für die Fotografie zu finden. Genau das war dann der Anstoß für diesen Artikel.

Auf alle anderen kreativen Hobbys anwendbar

Meine folgenden Ideen und Anstöße sind prinzipiell nicht auf die Fotografie beschränkt, sondern für alle kreativen Hobbys anwendbar.

Teil 1: Zeit freischaufeln

All die Verpflichtungen

Jeder von uns hat viel um die Ohren. Sei es Arbeit, Partner, Familie, Freunde, Kinder, Enkel, Haus, Haustiere, Pflege Angehöriger, Kochen, Abwasch, Wäsche, Garten oder Pflanzen. Viele dieser Dinge sind wichtig und unumgänglich.

Ein gut gefüllter Terminkalender

Ein gut gefüllter Terminkalender

Es gibt aber auch abseits davon viele weitere Tätigkeiten in unserem Leben. Damit meine ich Fernsehen oder Netflix schauen, Social Media, Gaming, Lesen, Musik, Podcasts, Sport, Events besuchen, ins Kino gehen oder ein Restaurantbesuch. Diese Dinge wählen wir selbst. Eigentlich wählen wir sogar fast alles selbst. 🙂

Ein Zeitjournal schreiben

Wenn du keine Zeit für Fotografie findest, kann es hilfreich sein, mal für eine Woche ein Zeitjournal zu führen.

Nimm dir dafür einfach ein Notizbuch oder Zettel und Stift. Schreib eine Woche lang auf, was du jeden Tag von wann bis wann gemacht hast. Ich empfehle dabei 15 Minuten Schritte. So schreibst du auf, womit du deine Zeit verbringst, ohne dass es zu grob oder zu kleinteilig wird.

Du kannst nach dieser Woche mal zusammenrechnen, womit du außerhalb der Arbeit deine Zeit verbringst. Oftmals realisierst du dann erst, wie viel Zeit du in welche Tätigkeiten steckst.

In einem Notizbuch lassen sich neben einem Zeitjournal auch die Gedanken und Ideen für die eigene Fotografie festhalten

In einem Notizbuch lassen sich neben einem Zeitjournal auch die Gedanken und Ideen für die eigene Fotografie festhalten.

Zeit nehmen = Nein sagen

Der Schlüssel für mehr Zeit im Leben ist die bewusste Entscheidung, mit was du deine Zeit füllen möchtest.

Viel Zeit in unserem Leben geht nämlich damit drauf, dass wir Dinge unbewusst und zum Teil aus Gewohnheit tun. Wenn die WhatsApp-Nachricht auf dem Smartphone aufploppt schauen wir natürlich sofort rein. Wenn die E-Mail Benachrichtigung ankommt ebenso. Noch schnell eine Folge der Serie weiterschauen, bald kommt ja die nächste Staffel. Noch eine Rauchen und eben noch telefonieren. Und schon ist der Abend rum…

Um mehr Zeit zu haben, musst du zu bestimmten Dingen Nein sagen lernen. So wird mehr Zeit frei.

Es geht überhaupt nicht darum, dir alles zu verbieten und dein Leben nach absolutem Idealzustand zu planen. Es geht darum, dass du bewusst entscheidest, mit was du dein Leben füllst.

Ich schreibe genauso in WhatsApp, telefoniere oder beantworte E-Mails. Ich verbringe gut und gerne pro Woche 10 Stunden mit Gaming auf dem PC oder auf der Nintendo Switch. Ich habe mich bewusst dafür entschieden und räume diesem Hobby Zeit ein. Ich habe mich aber auch bewusst dafür entschieden, beispielsweise viel lieber zu telefonieren als WhatsApp-Nachrichten zu schreiben, weil das wesentlich persönlicher und zeiteffizienter ist.

Wenn du das Zeitjournal gemacht hast, dann kannst du ziemlich genau planen, welche Tätigkeiten du davon weiterhin und zu welchem Anteil machen möchtest.

Sei dir bewusst darüber, dass dieser Prozess unangenehm sein kann. Du änderst ein paar deiner Gewohnheiten. Genau das kann anstrengend sein.

Zeit für Fotografie finden

Zeit für Fotografie finden

Teil 2: Priorität und Inspiration erhöhen

Zeit für Fotografie mit höherer Priorität einplanen

Vielleicht hast du auch zu wenig Zeit für die Fotografie, weil du sie zwar auf dem Schirm hast, aber andere Dinge immer wichtiger sind. Das funktioniert etwa so, wie wenn du dir auf der Arbeit eine wiederkehrende Aufgabe immer auf den Freitagnachmittag legst. Dann machst du sie nämlich meist gar nicht. 🙂

Wenn du dir Zeit für die Fotografie nehmen möchtest, dann gib diesem Vorhaben auch eine hohe Priorität. Sei dir bewusst, dass du andere Anfragen für diese Zeit ablehnst. Lass ruhig auch zu, dass die Wohnung diesen Samstag mal nicht geputzt wird, sondern du stattdessen mit deiner Kamera unterwegs bist.

Im Urlaub fotografieren

Kennst du das, wenn du mit deinem Partner oder mit deiner Partnerin oder mit deiner Familie im Urlaub bist und dort keine Zeit für die Fotografie findest? Meiner Meinung nach ist auch das eine Frage der Planung und Priorisierung.

Auf Malta habe ich mit meiner Freundin tagsüber viel angeschaut und Sightseeing betrieben. Ein ganz normaler Urlaub. Aber zum Sonnenuntergang wollte ich dann jeden Tag zwei Stunden die Möglichkeit haben, fotografieren zu können.

Malta - Behind the Scenes - Blue Hole

Malta – Behind the Scenes – Blue Hole

Vor einiger Zeit habe ich mit einem Fotografen geschrieben, der mit seiner Familie in den Urlaub fährt. Wenn er dort fotografieren möchte, dann steht er einfach vor Sonnenaufgang auf und zieht dann mit der Kamera los. Zum Frühstück ist er wieder da und der ganz normale Urlaub mit der Familie kann weitergehen.

Nicht über Fotoequipment nachdenken

Um den Kopf für die Kreativität frei zu haben, hilft es auch ungemein, sich nicht auf die eigene Fotoausrüstung zu konzentrieren. Wenn du noch darüber nachdenkst, welches Objektiv du brauchst oder ob eine neue Kamera besser wäre, dann hast du weniger Raum im Kopf für den eigentlichen kreativen Prozess.

Deine aktuelle Ausrüstung reicht vollkommen aus, um damit tolle Bilder zu machen. Denk an die großartigen Aufnahmen, die andere Fotografen in den letzten 50 Jahren gemacht haben. Deine aktuelle Ausrüstung ist besser als 95 % der Kameras, mit denen diese Bilder aufgenommen wurden.

Wenn dein Hirn wieder über neues Fotoequipment nachdenkt, dann ruf dir genau das ins Gedächtnis. Mit der Einstellung “Ich habe alles, was ich brauche” kannst du dich viel besser auf das eigentliche Fotografieren konzentrieren.

Alle Kameras können Bilder aufnehmen :-)

Alle Kameras können Bilder aufnehmen 🙂

Ideen aufschreiben

Eine Anregung, die ich selbst in Zukunft wieder mehr beherzigen werde, habe ich kürzlich wieder in diesem Video von Kyle McDougall gesehen.

Ideen für neue Fotografieprojekte kommen dir oftmals dann in den Sinn, wenn du gerade nicht fotografierst. Bei mir passiert das regelmäßig beim Spaziergang, in der Bahn oder unter der Dusche. Da ich aber unheimlich vergesslich bin, kommen fast alle dieser Ideen abhanden.

Daher ist es wichtig, die Ideen aufzuschreiben. Normalerweise schreibe ich meine Gedanken in ein Notizbuch. Für die Fotoideen nutze ich aber mein Smartphone, weil ich es immer dabei habe.

Ideen für Fotoprojekte aufschreiben

Ideen für Fotoprojekte aufschreiben

Ich habe mittlerweile in meiner ToDo-App eine Liste mit Fotoideen, wo ich direkt den Gedankenblitz aufschreiben kann. Manche Ideen verwerfe ich auch später wieder. So einige davon setze ich aber auch um. Wenn ich weiß, welche dieser Fotoideen aktuell auf der Liste stehen, kann ich für das Wochenende einplanen, an welcher davon ich arbeiten möchte.

Eigenen Weg für Inspiration finden

Ich glaube, dass Inspiration für jeden anders funktioniert. Für meinen eigenen Foto-Prozess habe ich auch verstanden, dass Inspiration durch das Ansehen der Bilder anderer Fotografen wichtig ist. So bekomme ich neue Ideen und andere Blicke auf Bestehendes.

Ich schaue mir dabei nicht unendlich viele Bilder an, sonst bin ich schnell überlastet. Über die Jahre habe ich auf Flickr, DeviantArt und Instagram einige ausgewählte Fotografen gefunden, denen ich folge. Um “Ausgewählte” zu definieren: Es lohnt sich für mich höchstens alle drei Tage in diese Kanäle hineinzuschauen, sonst ist da nicht viel Neues zu sehen. Ich dünne auch immer mal wieder die Anzahl der Fotografen aus, denen ich folge.

Arbeiten, die mir dort gefallen, sammle ich in der jeweiligen Plattform mit der “Favoriten”-, “Gefällt mir”- oder “Speichern”-Möglichkeit. Alle paar Wochen schaue ich dann in diese Sammlungen rein.

Die Speicherfunktion in Instagram

Die Speicherfunktion in Instagram

Vielleicht bedeutet Inspiration für dich auch einen Fotoworkshop zu belegen oder ein Buch über Fotografie zu lesen. Wichtig ist nur, dass du deinen Weg findest und diesen mit einer gewissen Regelmäßigkeit in dein Leben integrierst.

Einfach mal anfangen

Es gibt auch Zeiten, in denen bist du komplett uninspiriert. Die oben erwähnte kreative Pause kann eine gute Idee sein. Eventuell kann es aber auch für dich funktionieren, einfach mal anzufangen.

Häufig reden wir uns selbst die Ideen im Kopf schlecht, noch bevor wir angefangen haben. Oder wir reden uns ein, dass das Licht eh grad nicht passt. Oder das Motiv nicht ideal ist. All das hält uns aber nur davon ab, einfach mal loszulegen.

Wenn du dich ein bisschen zwingst, auch ohne Inspiration zu beginnen, so kommst du schon mal ins Tun. Oftmals ist es bei mir dann so, dass aus diesem ersten Impuls heraus – allein durch das Tun – mehr Ideen und Inspiration folgen.

Eine Kreativitätstechnik ist es, jeden Tag 15 Minuten dieser Tätigkeit nachzugehen. Wenn du im Schreiben kreativer werden willst, kannst du täglich einfach 15 Minuten schreiben. Doch über was? Völlig egal. Du kannst deine Planung für die Woche aufschreiben, über das Wetter oder das letzte Fußballspiel. Es geht nur darum, dass du schreibst.

Wenn du schon schreibst, dann hast du den ersten Schritt getan, Stift und Papier in die Hand zu nehmen. Das “Handwerkliche” fängt dann an und wird mit der Zeit vollkommen normal. Die Kreativität folgt irgendwann von selbst.

Du kannst dir beispielsweise vornehmen, jeden Tag in deiner Mittagspause nach dem Essen 15 Minuten in der Nähe deiner Arbeitsstelle zu fotografieren. Dein erster Gedanke ist bestimmt: “Da gibt es nichts Interessantes”. Fang einfach mal an. Nimm dir eine kleine Kompaktkamera mit zur Arbeit oder nutze einfach dein Smartphone. Du wirst erstaunt sein, wie viele Motive du nach zwei Wochen gefunden hast. Und vor allem kommst du in den Prozess hinein, auch ohne Inspiration anzufangen.

Kreative Fotografie-Ecke einrichten

Das Anfangen ist für viele von uns vielleicht der schwerste Schritt. Wie beim Sport hilft es ungemein, wenn du dir dafür Raum in deinem Leben gibst. Damit meine ich wirklich physischen Raum.

Eine Kreativecke schaffen

Eine Kreativecke schaffen

Wenn du erst einmal Platz schaffen, dein Sportzeug aus dem Schrank holen und die Yogamatte ausrollen musst, dann sind das allein die ersten Hürden um wirklich mit dem Sport oder mit Yoga zu beginnen.

Wenn du dir in deiner Wohnung schon einen Platz einrichtest, wo du jederzeit sofort anfangen kannst, macht es den Start viel einfacher.

Mache nicht den gleichen Fehler wie ich vor einigen Jahren und richte diesen Ort da ein, wo du in deiner Wohnung selten bist oder es eigentlich zu klein oder zu dunkel ist.

In meiner neuen Wohnung habe ich den Fehler gemacht, mein gesamtes Fotoequipment sauber im Schrank zu verstauen. Es sollte ja alles schön aufgeräumt sein. Aber: Aus den Augen, aus dem Sinn. Ich werde heute meine Kameras und Objektive wie vorher wieder in ein offenes Regal räumen, an dem ich ständig vorbeigehe.

Dann ist es zwar nicht mehr ganz so aufgeräumt wie vorher, aber ich habe mein Fotoequipment ständig im Blick. Es erinnert mich wieder mehr daran, fotografieren zu gehen. Ich kann die Kamera dann auch einfach mal so wieder in die Hand nehmen und damit rumspielen. Da kommt eventuell gleich wieder Lust aufs Fotografieren auf.

Ein solcher Platz für Fotografie kann übrigens auch ein Skizzenboard oder ein Notizbuch für deine Ideen beherbergen. Vielleicht umgeben dich dort auch deine Fotobücher oder ein paar Drucke von Bildern anderer Fotografen.

Zusammenfassung

Zum Schluss noch einmal eine Zusammenfassung, wie du mehr Zeit für Fotografie findest:

  1. Prüfe mit einem Zeitjournal, womit du deine Zeit verbringst.
  2. Verringere andere Tätigkeiten, damit du mehr Zeit für Fotografie hast.
  3. Plane die Zeit für Fotografie mit höherer Priorität ein.
  4. Denk nicht über Fotoequipment nach.
  5. Schreib deine Ideen auf.
  6. Finde deinen eigenen Weg für Inspiration.
  7. Richte dir eine kreative Fotografie-Ecke ein.

Ich hoffe dieser Rahmen kann dir helfen, mehr Zeit in deinem Leben für Fotografie zu finden. Wenn du Anregungen zu diesem Artikel hast oder davon berichten möchtest, was für dich funktioniert, dann schreib mir gern in den Kommentaren!

20 Kommentare

  1. Nutzer Avatar

    Ciao Matthias
    Spannender Artikel und ich staune, was du in eine Woche so reinbringst. Eine gutes Zeitmanagement ist sicher ein wichtiger Faktor. Aber gerade auch “tote” Zeiten, Langeweile, (süsses?) Nichtstun gehören eben auch dazu (oder 10h gamen pro Woche 😉
    Mir helfen – neben den meisten von dirgenannten Elementen – vor allem 2 Dinge:
    1) Gewisse Zeitfresser bewusst streichen. Verzicht schafft (zeitliche) Freiheit. Ziemlich schweren Herzens habe ich mich aus den sozialen Medien verabschiedet: Kein Facebook, kein Instagram, … Die Accounts habe ich nur noch für Recherchen. Das gibt viel Luft.
    2) Die Bilder nicht auf der Festplatte (oder in den sozialen Medien) vergammeln lassen. Ich habe immer ein paar kleine Projekte am Laufen, die ich innert ein paar Wochen oder Monaten abschliessen kann. So erstelle ich pro Jahr 2, 3 Fotohefte oder Fotobücher zu einem Thema. Oder ich drucke immer wieder mal Bilder aus (gute Wechselrahmen sind da von Vorteil). Ich lasse eine kleine (Post-)Kartenserie drucken. Ich mache an einem Wettbewerb mit. Ich stelle alle 1, 2 Monate neue Bilder zu einem bestimmten Thema auf die Website. Ich beteilige mich an einer kleinen Ausstellung. Ich bearbeite ein Thema gemeinsam mit Foto-Kolleg*innen, …
    Dies als Ergänzung zu deiner sehr umfassenden und sehr nützlichen Liste.
    Mit liebem Gruss
    Mandi

    • Nutzer Avatar

      Hallo Mandi,

      ich danke dir! Deine Vorschläge decken sich ja zum Teil mit den Inhalten aus dem Artikel. Besonders spannend finde ich aber, welche Themen du unter Punkt 2 erwähnst. Das sind ein paar gute Ergänzungen, danke dafür!

      Liebe Grüße,

      Matthias

  2. Nutzer Avatar
    Joachim Berneck

    Hallo Matthias,

    eine gelungener Beitrag.
    Ja das Thema ist immer aktuell. Durch die berufliche “Einspannung” ist die Zeit für viele einfach sehr knapp.
    So konzentriere ich mich hauptsächlich Abends in der Freizeit oder im Urlaub stark auf das Fotografieren.
    Was ich generell als Trick empfehle, ist immer eine griffbereite, geladene Kamera in der Nähe zu haben. Es kommt ja oft spontan etwas unerwartetes und man steht da uns sagt “Whow”, was für ein schönes Licht…. oder das ist ein schöner Regenbogen. Wenn man dann die Kamera schnell in der Hand hat, einfach super.
    Was ich auch empfehlen kann, ist abends statt einem Roman einfach Fotobücher, Tipps und Tricks zu seiner – vielleicht neuen – Kamera zu lesen. D.h. sich dadurch schon mental auf Neues vorbereiten. Ich übe auch gerne die Bedienungen der Kamera im Bett direkt beim Lesen 😉 des Kamerabuches. Was man auch immer vor dem Einschlafen schmökern kann ist die Chip-Foto-Video, da sind viele schöne Fotos dabei und Tipps. Genug Anregung für die nächste freie Fotozeit.

    Viele Grüße

    Joachim

    • Nutzer Avatar

      Hallo Joachim,

      danke dir für das Lob und für die weiteren Tipps, das ist auch für andere Leser hier spannend. Ich denke sich mit Fotografie umgeben hilft immer. 🙂

      Liebe Grüße,

      Matthias

  3. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias,
    sehr interessante Punkte, die du da zusammen gefasst hasst. Die meisten Punkte waren mir schon bewusst und ich versuche sie mit mehr oder weniger Erfolg umzusetzen. Bei Punkt 7 spielt leider die Regierung nicht ganz mit, also ist leider alles im Fotoschrank. Außerdem muss man es den Einbrechern, die hier leider regelmäßig vorbei schauen, nicht zu einfach machen. Immerhin steht das Berlebach Stativ jetzt meist prominent im Wohnzimmer. Deine Bilder haben mich aber auch inspiriert, für meine Exa ein schönes Plätzchen im Wohnzimmer zu suchen. Auch wenn ich nie mit ihr fotografiert habe, ist es eigentlich die einzige Analoge, die ich nicht verkauft habe oder noch verkaufen will. Alle anderen, die beim Altglas Sammeln so hängen bleiben, kommen weg. Was du zu Punkt 4 (Equipment) schreibst ist grundsätzlich richtig. Für mich hat die Medaille aber noch eine andere Seite. Ich ziehe immer Inspiration aus neuem Equipment und beschäftige mich dann intensiver mit Fotografie. Das muss nicht immer die neue Kamera sein, es reicht teilweise schon das 10€ Objektiv vom Flohmarkt.
    VG aus Duisburg
    Ralph

    • Nutzer Avatar

      Hallo Ralph,

      danke dir! Da hat jeder so seinen eigenen Weg, danke dir für den Einblick. Meine Exas erinnern mich vor allem daran, dass ich heute bessere Kameras habe als viele Fotografen vor mir. Die Kamera ist also keine Ausrede, dass irgendwas nicht geht. 🙂

      Liebe Grüße,

      Matthias

  4. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias, Du hast sehr gut das Problem dargstellt, das Zeitjournal werde ich mal in Angriff nehmen. Ich versuche mindestenst 1x am Wochenende raus zugehen und zu fotografieren, manchmal schaffe ich es aber auch nicht in der Frühe das warme Bett zu verlassen, um den Sonnenaufgang zu fotografieren. Vielleicht stelle ich ja fest das ich meine Zeit verplempere und nicht nur am Wochenende für die Fotografie Zeit hätte. Danke für Deine aufschlußreichen Artikel

  5. Nutzer Avatar

    Hey Matthias,
    Im Moment fotografiere ich mindestens einmal pro Woche. Ich habe festgestellt das ich mich beim Fotografieren komplett entspanne. Letzes Jahr habe ich damit wieder angefangen zum ersten Lockdown . Davor eher im Urlaub oder Schnappschüsse mit dem Handy. Meine 5 Kinder waren zu Hause und ich ab und zu gestresst. Fotografieren war mein Ventil um mich zu entspannen . Zwei meiner Kinder lieben es auch zu fotografieren. Sie machten mit z. B Pflanzen, Sonnenaufgänge, Sonnenuntergänge, Pferdebilder usw.

    Liebe Grüße Angela

    • Nutzer Avatar

      Hallo Angela,

      das kenne ich gut. Ein Freund, der dienstlich sehr viel zu tun hat, sagte mal: “Beim Fotografieren denke ich an nichts anderes.” Das hat schon was von Meditation 🙂

      Liebe Grüße,

      Matthias

  6. Nutzer Avatar
    Heidi Nassenstein

    Hallo Matthias,vielen herzlichen Dank für die Mühe die du dir gemacht hast.Bin keine grosse Schreiberin, wollte dir nur mitteilen dass ich dir nur zustimmen kann mit diesem Artikel. Bin seit vielen Jahren mit der Fotografie beschäftigt und lese regelmässig Deine Artikel.
    Liebe Grüsse Heidi

  7. Nutzer Avatar

    Danke dass du dir die Zeit genommen hast, das hier zu schreiben.:)
    Ich kann mir vorstellen dass du dich auch Physiologie beschäftigt hast.

    Herzliche Grüße Max Meyer

    • Nutzer Avatar

      Hallo Max,

      danke dir! Ich glaube das kommt bei mir aus dem Antrieb heraus, mich selbst und meine Arbeit immer mal wieder zu optimieren. Wenn man sich einmal mit diesen Themenfeld beschäftigt, dann lernt man dort viele interessante Prinzipien, die sich auch auf verschiedene Lebensbereiche anpassen lassen. Dazu zählt dann auch die Fotografie. 🙂

      Liebe Grüße,

      Matthias

  8. Nutzer Avatar

    Hoi Matthias. Sicher hast du einen wichtigen Weg aufgezeichnet, um sich zu motivieren. Wie heisst es so treffend? Der Appetit kommt mit dem Essen. Mir ging es ebenso, meine Fotografielaune ging die letzten 1,5 Jahre gegen Null, bis hin, auch meine Website in der Aktualisierung zu vernachlässigen. Andere Themen raubten mir Energie und legten meine Kreativität lahm: der gegenwärtige Krieg der Menschheit gegen den Untergrund und unsere Emanzipation unserer Seele, wieder ganz Mensch und ohne Echseneinfluss zu sein. Mit zunehmender Befreiung aus der Hypnose kehrt auch die Kreativität zurück. Aber man muss genau hinschauen und das gegenwärtige Spektakel verstehen. Wir befinden uns in einer Aufwachphase und der Abweisung einer mehrere tausend Jahre langen Versklavung. Aus meinem heutigen Wissen kehre ich deinen Prozess um. Mit der Wahl des Essens, kommt der Appetit. Wenn innerlich klar ist, was der persönliche Weg zum spezialiserten Fotografen ist, verlässt die Welt des Beliebigen und fokussiert sich auf eine Passion. Nur diese führt zum Durchbruch, weil sich in ihre alles Wissen, die Erfahrung und Leidenschaft konzentriert. Diesen Weg gingen alle berühmten Fotografen, sie mussten ihre Motive nicht finden, die Motive fanden sie, weil sie inzwischen mit ihnen Eins waren. So habe auch ich meine Passion und inzwischen Obsession gefunden und kann mich gar nicht satt fotografieren. Jedes gelungene Foto auf diesem Weg ist ein weiterer Erfolgsbaustein und treibt mich an. Ist das Ziel dergestalt gefunden, kann ich alle deine Aufzählungen unterschreiben, Matthias, weiterzukommen. Sie sind nicht mehr der Weg ins Ziel, sondern das Ziel ist die Richtung, in der wir suchen. 🙂

  9. Nutzer Avatar

    Ich glaube Zeit, die man hat ist immer die die man sich nimmt.
    Manchmal ist es wirklich so, dass ich mir bewusst machen muss auch mal das Smartphone zu benutzen. Da sind schon interessante Aufnahmen entstanden.
    Es kostet mich wirklich Überwindung das Smartphone zu verwenden, da ich es schrecklich finde andere damit zu beobachten. Aber, die beste Kamera ist immer die, die man gerade hat…
    Also hindert mich nicht Zeit zum Fotografieren, sondern der Impuls den Moment zu nutzen.

    • Nutzer Avatar

      So unterschiedlich sind die Sichtweisen auf das Smartphone. Viele nutzen es ausgiebig, manche auch zum Fotografieren. Ich denke es lässt sich gut einsetzen, um damit das Auge zu trainieren.

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