Wieso ich vom Vollformat wieder zur Crop Kamera gewechselt bin

Es war einmal… ein Monatsende im Jahr 2004. Ich hatte noch etwas Geld über und kaufte mir davon eine Kompaktkamera. Ich fing an, Bilder nachzuahmen, die ich auf DeviantART gesehen hatte. Ich fing an, im DSLR-Forum zu lesen. Was passiert, wenn man quasi täglich in einem Forum liest, in dem es nur um Spiegelreflexkameras geht? Ich wollte selbst eine DSLR haben.

Nach langem Sparen wurde es dann eine Canon EOS 300D. Über 3 Jahre habe ich mit dieser Kamera fotografiert, verschiedene Objektive benutzt und dabei viel gelernt. Ich arbeitete kontinuierlich daran, meine das Maximum an Bildqualität aus meiner Kamera heraus zu holen. Ich konzentrierte mich auf Landchaftsfotografie und entdeckte irgendwann die Aufnahmen von Marc Adamus. Als jemand mit ein wenig Technikhang wusste ich natürlich bald, dass er mit einer Canon 5D fotografiert. Bis dahin reizte mich eine Vollformat Kamera noch nicht besonders. Aber dank Marcs Fotos war auch für mich der Vollformat Mythos lebendig geworden.

Eine neue Kameraausrüstung

Als 2008 mein Opa starb, erbte ich von ihm 5000 Euro. Nach einigem Überlegen wurde klar: Ich will mir davon unter anderem eine neue Kameraausrüstung kaufen. Eigentlich stand auch nicht groß zur Debatte, welche das sein sollte. Da das Herz eines Landschaftsfotografen in mir schlug, musste es die gleiche Ausrüstung wie die von Marc Adamus sein. Ich verkaufte meine 300D mit sämtlichen Objektiven und bestellte mir eine 5D. Dabei natürlich das gleiche 17-40mm L wie von Marc Adamus. Ein 24-105 und ein 50 1.4 ebenfalls. Es ging mir wohl nicht so sehr darum, eine Vollformat Kamera zu besitzen, sondern das gleiche Equipment wie Marc zu haben. Ich dachte, dass dadurch die Bildqualität auf ein neues Niveau gehoben wird. Das kostete mich etwa 3600 Euro.

Anfangseuphorie

Zu Beginn war ich natürlich außer Rand und Band mit dieser neuen Ausrüstung. Unzählige Fotouren folgten. Nach 2 Monaten merkte ich jedoch, dass sich die Bilder, die ich machte, nicht geändert hatten. Auch kam mir der Unterschied ich Sachen Bildqualität verschwindend gering vor. Irgendwie trat eine Ernüchterung ein. Der Wechsel von meiner 300D zur 5D und damit von Crop zu Vollformat hatte meine Fotografie nicht verbessert. Wofür hatte ich so viel Geld ausgegeben? Ich hatte eine nun eine Kamera, mit der ich etwas größer Drucken konnte, die aber mit dem Objektiven doppelt so schwer war und war 3600 Euro ärmer.

Test Crop gegen Vollformat

Ich beschloss, dass es sinnvoll wäre, mir parallel zur 5D eine aktuelle Crop Kamera mit ähnlichen Objektiven zu kaufen und dann beide gegeneinander zu testen. Wie groß war der Unterschied zwischen Crop und Vollformat wirklich? Ich wollte mehr als subjektive Eindrücke. So bestellte ich eine Canon EOS 450D mit Kit Objektiv und 10-22mm. Mit etwas Zubehör waren das 1700 Euro. Nun hatte ich die Gelegenheit, zwei Kameras mit jeweils 12 MP intensiv gegeneinander zu testen.

2 Wochen Intensivtest

In den darauf folgenden 2 Wochen fotografierte ich alle erdenklichen Szenen jeweils mit der 5D+17-40mm und der 450D+10-22mm. Weitwinkel war meine Hauptanwendung, daher legte ich auch den Schwerpunkt darauf. Am Rechner studierte ich stundenlang mehrmals die Ergebnisse. Der Unterschied in der Bildqualität war absolut minimal. 1700 € vs 3600 €. Der Dynamikumfang war gleich. Die 450D Ausrüstung war bedeutend leichter. Es blieb am Ende nur eine Entscheidung. Ich verkaufte die 5D mit den L Linsen. Die letzten 10 Prozent Bildqualität waren mir das Geld einfach nicht wert.

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Mythos Vollformat

Ab diesem Zeitpunkt wusste ich, dass ich keine Vollformat Kamera brauche. Aber ich musste erst selbst die Erfahrung machen. Es kann dir noch so oft wie will jemand sagen, dass es nicht sinnvoll ist, aber der Mythos bleibt in deinem Kopf bestehen. So lange bis du selbst die Erfahrung machst. Diese Erfahrung kostet leider sehr viel Geld. Denn die 5D habe ich natürlich auch nicht zum Neupreis wieder abstoßen können.

Für mich war es viel sinnvoller, gutes Equipment zu haben, was aber an meine Bedürfnisse angepasst ist. Eine Wandertour mit Fotoequipment auf dem Rücken ist viel angenehmer, wenn man nur die Hälfte an Gewicht tragen muss. Als Landschaftsfotograf hat man nichts gewonnen, wenn man eine dicke Ausrüstung gekauft hat und dann Zuhause sitzt, weil man kein Geld mehr zum Reisen hat. Ich habe von dem gesparten Geld viele Reisen gemacht, auf denen tolle Bilder entstanden sind.

Meine Erfahrung sind natürlich höchst subjektiv. Für viele Fotografen kann der Wechsel auf Vollformat sinnvoll sein, wenn sie beispielsweise Portrait fotografieren. Dann profitiert man von der geringeren Tiefenschärfe. Für Landschaftsfotografen, die selten größere Drucke als 60x40cm machen, könnte meine Entscheidung zutreffender sein.

Finanzen für die Fotografie sinnvoll einsetzen

Wenn man sein Geld in die Fotografie investieren will und man schon gutes Equipment hat, dann gibt es so viel mehr Ansatzpunkte als noch mehr Equipment. Dinge, die einen wirklich weiter bringen:

  • Fotoworkshops besuchen
  • Bücher über Fotografie kaufen
  • Online-Kurse belegen
  • Eine eigene Website erstellen lassen
  • Andere Fotografen besuchen
  • Reisen

All diese Dinge verbessern die eigene Fotografie und die Verbreitung deiner Bilder.

Ich fotografiere seit damals im Wesentlichen mit dem gleichen Equipment. Die 450D habe ich vor 2 Jahren durch eine 700D ersetzt. Das 10-22mm ist immer noch an meiner Kamera. Heute investiere ich hauptsächlich Zeit in meine Fotografie, um mich weiter zu entwickeln.

Cloud Launching Pad

Ein Foto von 2008, mit der 5D in Leipzig aufgenommen.

Wie sind deine Erfahrungen mit Crop und Vollformat Kameras? Hat sich für dich der Wechsel gelohnt? Schreib mir deine Meinung in die Kommentare!

Ich hoffe dieser Artikel war für dich hilfreich. Wenn du möchtest, kannst du deine E-Mail Adresse da lassen. Dann schicke ich dir jedes Mal, wenn ich einen neuen Blogbeitrag online stelle, eine kurze Notiz.

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36 Kommentare

  1. Hallo Matthias, dann fang ich mal an zu berichten.

    Es ist noch gar nicht lange her, da habe ich die große, schwere VF-DSLR verkauft. Es hatte mehrere Gründe. Zum einen habe ich die gewerbliche Fotografie abgeschlossen und brauchte eigentlich keine „Profiausrüstung“ mehr und zum anderen blieb die VF-Canon immer mehr in der Fototasche und ich fotografierte nur noch mit dem Smartphone oder der kompakten Fuji. Denn für einen Sonntagsausflug mit der Familie wollte ich den Fotorucksack nicht mitnehmen und dann die Entscheidung welche „große & schwere“ Linse mit darf war mir, rein für den Privatgebrauch, too much geworden.

    Nun habe ich eine APS-C Sony und ein 16-70 f4 als „Immer-drauf“ und bin happy damit. Zumal Spiegellos fetzt mit den modernen Features die die MarkII nicht kannte. Für APS-C Sony E-Mount gibt es Festbrennweiten für um die 150€ NEU von Sigma, f2,8! Das fand ich schon top. So kann man sich doch mal noch die ein oder andere kleine Festbrennweite in die viiiieeeellll zu groß gewordene Fototasche kaufen.

    Ich habe zwischendurch auch überlegt mir die Sony A7II zuzulegen, aber da geht das Problem eigentlich wieder von vorn los. Die Größe, das Gewicht und VORALLEM der Preis von den VF fähigen Linsen bei Sony wären dann ein sehr teurer Umstieg geworden. Da stehen wir wieder am Anfang meines Textes- wofür?

    Bildqualität ist kein Argument mehr.

    Viele Grüße aus Dresden und vielleicht bis bald mal wieder,

    Sebastian

    • Hallo Sebastian,
      welche APS-C Sony hast Du denn? Ich überlege nämlich die Anschaffung einer spiegellosen „kleineren“ Kamera neben meiner Nikon D5500m.
      Danke und Grüße,

      Evelyn

  2. Alle paar Monate denke ich drüber nach von Nikon Crop (DX) auf Nikon Vollformat (FX) umzusteigen. Und alle paar Monate muss ich mir das Ganze wieder ausreden.

    Effektiv würde sich so gut wie nichts ändern, nur dass ich ein Haufen Geld verschleudern müßte. Klar könnte ich das 50mm von der Analog-Vollformat-Kamera dann auch digital nutzen, aber das 35 DX ist so verdammt gut, dass man das nicht wirklich besser machen muss.

    Und wofür auch? Online sieht man den Unterschied eh nicht und im Druck merkt man es auch kaum bis gar nicht. Man selbst ist der Einzige der in der Originalgröße auf 100% ranzoomt.

    Pluspunkt wäre bessere Qualität im hohen ISO-Bereich. Negativ wäre das höhere Gewicht. Aaaaah ich fang schon wieder an! Pfui! Aus! Lalalala.

    • Ich habe mich vor 2 Jahren für die Nikon D5500 entschieden, statt der Vollformat D750, und habe diese Entscheidung nie bereut. Die kleine 5500 ist meine bisher absolut Beste! Mich hat vor allem die riesige Datenmenge, die die Vollformatkamera produziert, abgeschreckt.

  3. Hi Matthias,
    ich habe genau die gegenteilige Erfahrung gemacht 😉
    Allerdings muss ich sagen das ich die Entscheidung auf Vollformat umzusteigen etwas länger geplant habe.
    Natürlich sind meine Bilder nicht durch das Vollformat besser geworden, sondern einfach weil ich den nächsten Schritt machen konnte. Vollformat hat mir dabei geholfen. Höchstwahrscheinlich könnte ich heute auch mit einer Crop Kamera die gleichen Bilder machen, aber ich will nicht auf die Möglichkeiten verzichten, die ich jetzt habe.
    Klar der Preis ist immer übel. Ich habe eine Sony a7R, aber nur Canon Linsen. Aber das reicht mehr als aus um alles zu erfüllen was ich machen möchte. Da muss man einfach pragmatisch bleiben und nicht zu sehr ins „will haben“ kommen.

    Schöne Grüße
    Timon

  4. Hallo Matthias,
    ich habe mit einer 1000D ind dem 18-55 angefangen. Damit habe ich 5Jahre lang sehr gute Bilder gemacht. (Ich fotografiere im Bereich People) Ich bin dann aber an die Grenzen des Bodys gestoßen und die Kamera hatte dann auch so ihre Zipperlein. Ich habe mir dann ein gebrauchtes 7D-Gehäuse gekauft und war sehr glücklich damit. Es war ein ganz schöner Sprung. Ich hab weiterhin das 18-55 und das 50 1.8 verwendet.
    Ende 2014 hab ich mir dann zusätzlich die 6D mit 24-105 4L gekauft. Nach erster Euphorie bin ich immernoch überzeugt davon. Speziell im High-Iso-Bereich. Auch bei der Schärfe, wobei das auch auf das Höhere Auflösungsvermögen des L-Objektivs zurückzuführen ist.
    Ich habe es nicht bereut, verwende aber auch gerne noch die 7D.
    Equipment kaufe ich immer danach, was ich wirklich brauche. Ich denke man sollte da auch immer auf die eigenen Bedürfnisse schauen und sich nicht daran orientieren, was andere haben oder gerade gehypt wird.

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  6. Pingback: Volles Rohr oder Halbe Portion? Ein paar praktische Überlegungen zur Kamerawahl – Teil 1 | LichtWerke

  7. Hallo Matthias,

    ich bin gerade über Deinen Beitrag hier gestolpert, und dieses Thema beschäftigt mich auch gerade in meinem Blog.

    Ich fand Deinen Beitrag sehr interessant, und ich finde, Du hast vollkommen Recht: es wird in sehr vielen Quellen im Netz und in Fachmagazinen suggeriert, dass das Vollformat die bessere und viel hochwertigere Wahl wäre, man könne damit viel „bessere“ Aufnahmen hinbekommen.

    Mal abgesehen von der bekannten Weisheit, dass der Fotograf und nicht das Equipment das Bild macht – tatsächlich hängt das doch auch sehr davon ab, was man persönlich erreichen will. Und Deine Argumente für Dein Ressort Landschaftsfotografie finde ich dabei vollkommen richtig und nachvollziehbar.

    Ich selbst fotografiere bis dato ebenfalls mit APS-C (Canon EOS 600D), und kann damit eigentlich auch alles hinbekommen, was ich mir so vorstelle.

    Ich hatte nun kürzlich die Gelegenheit, mal mit einer vergleichbaren Vollformat-Kamera (EOS 6D) zu arbeiten. Deswegen fand ich Deinen Satz wirklich sehr zutreffend: es hilft enorm weiter, das Ding mal selbst in Händen gehabt zu haben. Denn was viele Vergleiche im Netz nicht bieten, ist eine wirklich _realistische_ Einschätzung der Unterschiede in den Bildern von beiden Kameratypen – also: wie groß / wie eklatant sind die Unterschiede denn nun wirklich, bezüglich Bildqualität, Rauschen, und was sonst noch infrage kommt…

    Für mich ist die Antwort: ja, es gibt Unterschiede, und ja, ich würde gern eine Vollformat-Kamera haben. Zum Glück ist es aber nun auch nicht so, dass ich einen irrsinnigen Unterschied gesehen hätte, es macht sich eher an einigen Details fest, die sich erst bei genauem Hinsehen offenbaren.

    „Zum Glück“ deshalb, weil ich nach diesem Vergleich nun nicht noch sehnsüchtiger nach dem Vollformat „giere“, sondern das eher viel relaxter sehe. Sollte sich die Gelegenheit ergeben, werde ich gern wechseln, ansonsten komme ich auch mit APS-C weiterhin gut klar.

    Wer Interesse hat, findet auf meiner Web-Site eine kleine Artikel-Reihe zu meinem Vergleich.

    Lieben Gruß,

    Jörn

    • Hallo Jörn,

      danke dir erst einmal für deinen ausführlichen Kommentar. Es ist absolut richtig, dass es Unterschiede gibt. Die Frage ist ja nur, um man die letzten 20 % Bildqualität mit dem dreifachen Preis erkaufen möchte.

      Ich habe eben deine Artikelreihe gelesen, auch die ist sehr ausführlich. Ich bin gespannt auf die nächsten Beiträge, besonders deine Praxiseindrücke.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  8. Bei mir war es Cano 350D, Canon 50D, die ich lange genutzt habe. Ich denke, ich habe viele ordentliche Bilder damit gemacht. Hab mir dann eine 5 D Mark II gebraucht gekauft, die mich aus verschiedenen Gründen nicht überzeugte, allerdings die Bildqualität fand ich erheblich besser, vor allem bei höhere Iso. Aber sie ist langsam und schwer, der Autofocus bei Gegenlicht ziemlich störanfällig. Die 5 D Mark III hingegen überzeugt mich komplett. Sie ist schnell, die Bildqualität finde ich sehr überzeugend. Allerdings benutze ich nur ab und an ein Stativ. Bei ruhigen durchdachten Landschaftsaufnahmen mit einer Kamera auf dem Stativ und der für die Aufnahme günstigsten Lichtsituation, kleiner Iso, hätte ich die Zugewinne warscheinlich gar nicht bemerkt. Und ich gebe Dir absolut Recht, jedes Gramm Gewicht auf der Schulter ist beim Unterwegs sein sehr schnell zuviel. LG Anne.

    • Danke für deinen Kommentar. Es kommt ganz stark darauf an, was und wie man fotografiert. Daher ist es eine sehr persönliche Sache, ob meine eine größere Kamera braucht oder nicht.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  9. Gerald Fischer

    Ich bin von Fuji s3 auf Nikon D700 und dann auf Fuji x-t1 umgestiegen. Den Rückschritt habe ich gemacht weil ich das Gewicht nicht mehr schleppen wollte und mich die Fujis überzeugt haben. Ich hab aber festgestellt, das 23er 1,4 kommt na die Bildwirkung eines 35er FF nicht heran, dem trauere ich ein wenig nach. Ich überlege schon noch mal ins FF Lager zu wechseln, Dann aber mit wenig Objektiven. Ich werde nächstes Jahr eine lange Reise 14 Monate unternehmen und hoffe einen Teil der Reise mit fotografieren finanzieren zu können. Ich bin mir da eben nicht sicher ob die 24Mpix ausreichen.
    Grüße
    GFischer

    • Hallo Gerald,

      das Gewicht hat auch bei mir eine wichtige Rolle gespielt. Wegen Gewicht und Vollformat gibt es ja mit der Sony A7 Reihe ein paar Optionen für dich. Wegen den 24 MP: Wenn du nicht gerade große Drucke ab einem Meter aufwärts machst, dann sehe ich da überhaupt keine Probleme. 14 Monate reisen hört sich toll an. Wie genau wird dir denn die Fotografie möglicherweise helfen, das mitzufinanzieren?

      Grüße,

      Matthias

  10. Hallo Matthias,
    ich bin von einer EOS 550d zu einer EOS 6d gewechselt und war begeistert, konnte damals deinen Artikel auch nicht ganz nachvollziehen, aber das kommt auch immer auf jeden einzelnen und seine Wünsche und Bedürfnisse an. (das kann man nicht pauschalisieren)
    Mittlerweile habe ich meine EOS 6d und die schweren L Linsen verkauft und bin auf eine kleine handliche Sony alpha 6300 umgestiegen.
    Dazu kaufte ich anfangs das Sigma 19mm DN f2,8 aus der Art Serie für kleines Geld und jetzt noch ein Samyang 12mm f2,0 und ich bin restlos begeistert 🙂 …allein das Gewicht und die vielen Features (wie z.B. Fokus-Peaking), die die 6d nicht zu bieten hatte, sind der Hammer.
    Das Fotografieren mit Festbrennweiten bringt mich gerade auch zu viel mehr aktiver Inspiration.
    Daher habe ich für mich entschieden, dass ich kein Vollformat benötige.
    Ich wünsche dir immer gutes Licht und danke für deine unterhaltsamen Beiträge.
    VG. Sven

    • Hallo Sven,

      es ist schon interessant, welche „Equipment-Reisen“ jeder so hinter sich bringt. Wie du schon schreibst ist es eine extrem individuelle Sache. Freu mich über dein Lob!

      Liebe Grüße,

      Matthias

  11. Tobias E.

    Hallo zusammen,

    auch ich bin (nach einigen Analogen z.B. EOS 30) mit einer EOS 350d in die DSLRS eingestiegen. Wegen Problemen mit Fremdobjektiven bin ich vor vielen Jahren auf das Auslaufmodell EOS 50d umgestiegen. Diesen Umstieg habe ich nicht bereut, da die Bedienung erheblich besser war.
    Letztes Jahr wollte ich – ich fand die Bildqualität der EOS 50d inzwischen bescheiden – auf die EOS 80d umsteigen, der Preis war mir zur Einführung jedoch zu hoch.
    So habe ich – für meine Reise im Sommer – mir als Zwischenlösung die EOS M3 mit Adapter geholt. Seitdem liegt die 50d unbenutzt im Schrank. Die Bildqualität mit meinen alten Objektiven ist erheblich höher und die Platzersparnis (Lenkertasche am Rad) gravierend.
    Die beiden Nachteile (AF-Geschwindigkeit und fehlender Sucher) wird hoffentlich mit der EOS M5 behoben sein. Sie ist noch unterwegs.

    Wofür ich aber noch keine Lösung habe: Polfilter an der Systemkamera…

    • Auch spannend… die Entwicklung geht auf jeden Fall hin zu weniger Gewicht. Wieso ist denn Polfilter an der Systemkamera ein Problem? Haben doch genauso ein Filtergewinde?

  12. Hallo 🙂
    Ich bin auf diesen Beitrag gestoßen, Überraschung, weil ich überlege längerfristig von APS-C (canon eos 700d) auf Vollformat zu wechseln.
    Im Grunde soll es bei Canon bleiben, damit ich die EF Objektive die ich schon benutze weiternutzen kann… Wobei die Spiegellosen von Sony mich auch reizen (vor allem, da ich noch 2 – 3 Jahre warten möchte).

    Vor der (eventuellen) Anschaffung möchte ich auf jeden Fall erstmal mich selbst verbessern und weiter belesen, bin mir auch noch nicht sicher, ob es sich für mich lohnt…

    Ich finde den Bericht total symphatisch und informativ, leider wurde eine meiner wichtigsten Fragen in diesem Kontext nicht geklärt: Stimmt es, dass das Objektiv wesentlich entscheidender ist, als der Body?
    Ich plane nämlich mir, soblad mein Geldbeute es zulässt, ein L Objektiv (100mm 2,8) für meine 700D anzuschaffen.

    Glaubt ihr dass das Sinn macht?

    Liebe Grüße
    Jenny

    • Hallo Jenny,

      gute Objektive sind auf jeden Fall wichtig, an beiden Formaten. Das 100mm 2.8 ist auch sehr gut. Hol dir erst einmal das L Objektiv. Wenn du damit zufrieden bist, dann kannst du es später auch noch am Vollformat Body nutzen, wenn du dich dafür entscheiden solltest.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  13. Hallo,

    ich denke, ich setze den Fokus eher auf die Anzahl der mitzuführenden Objektive.

    Mir reicht APS-C und hier mein Werdegang 1000D, 1200D und 80D.

    Ich habe dadurch schon einige Vorteile, die ich nicht mehr missen möchte. Das höhere Gewicht der 80D nehme ich dafür in Kauf.

    Vollformat ist mir definitiv bei meinem Job zu teuer, egal bei welchem Hersteller.

    Blieben noch die Objektive. Bei einer Tour in den Schwarzwald nahm ich alles mit, was ich an Objektiven hatte und der Flipside 500 AW war 10 Kilo schwer. Ui…😣

    Die nächsten Touren hatten nur noch gute 4 Kilo Ballast. 👍 Also vorher überlegt, welche Linsen nehme ich für welche Motive mit. Davon hätte ich eine Linse vielleicht auch noch entbehren können.

    Bei einer mehrtägigen Städtetour durch Budapest habe ich dann abgesehen vom ersten Tag an den anderen Tagen jeweils nur eine Linse montiert und mit kleiner Bag losgezogen. Easy, leicht..natürlich bei dem einen oder anderen Motiv ein Tränchen verdrückt, dass JETZT die andere Linse im Hotelzimmer liegt.

    Aber gibt es das nicht öfter?

    Insgesamt bin ich gut damit gefahren.

    Gruß Carsten

    • Hey Carsten,

      bei mir ist es oft so, dass ich nur 1-2 Objektive dabei habe. Ich bin auch kein großer Freund vom Equipment Schleppen.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  14. Ich war auch in so einer ähnlichen Situation.
    Ich fotografiere jetzt schon seit fast 4 Jahren hobbymäßig, 2014 habe ich mir meine erste Spiegelreflex, die D5300 gekauft, mich monatelang mit der Fotografie auseinandergesetzt und dabei auf Landschaften, Architektur und Makro spezialisiert.
    2016 habe ich mich mit dem Thema Vollformat beschäftigt und zu dem Zeitpunkt hat mir dann die Bildqualität meiner APS-C Kamera nicht mehr ausgereicht, warum auch immer.
    Im Sommer 2016 habe ich mir dann eine D750 gekauft und auch bis Ende 2016 tolle Bilder gemacht , aber ich war nie richtig glücklich mit der Kamera. Vor allem das große Gewicht von 2kg war mir ein Dorn im Auge und die Anschaffung dazu war auch sehr kostspielig und für den Preis habe ich die Kamera nie oft genug benutzt. Klar war die Bildqualität im Vergleich zu meiner alten D5300 besser, aber das ist nicht das Entscheidende.
    Anfang 2017 bin ich dann wieder auf APS-C umgestiegen und habe mir die D5500 gekauft, der Nachfolger der D5300. Die Kamera liegt sehr gut in der Hand, ist leicht und hat DOCH eine gute Bildqualität – für mich auch absolut ausreichend.

    Ich hab auch den Fehler gemacht mich die letzten Jahre mit dem Thema Vollformat und welche Kamera die richtige für mich ist zu stark auseinanderzusetzen, sodass ich nie wirklich Zeit hatte auf Reisen zu gehen und die Kamera richtig auszunutzen. Ich war bis jetzt eigentlich immer nur bei mir zuhause unterwegs und einmal in Italien mit der Familie.

    Ich investiere das Geld in Zukunft lieber ins Reisen, da habe ich mehr davon, eine APS-C Kamera macht nämlich genau so gute Bilder!

  15. Abdullah Demir

    Hi Matthias,
    danke für deinen Bericht! Ich bin beruflich Filmemacher und besitze aber zum (Wochenend-)Fotografieren „noch“ eine Canon 600d aus dem Studium damals. Mit der bin ich auch eigentlich sehr zufrieden und die Kamera zeigt mir, dass man mit Low-Budget Equipment auch sehr gute Ergebnisse erzielen kann. Ich hatte aber auch lange Zeit die Überlegung zur 5d Mark iii zu wechseln, da viele doch – vor allem bei der Hochzeitsfotografie – den „Vollformat“-Look wünschen.
    Nun bin ich vor ein paar Wochen über die Lumix GH5 gestolpert. Eine super Kamera, vor allem im Filmbereich. Ich möchte diese Kamera jedoch auch zum Fotografieren nutzen. Was mich sehr stutzig macht ist das spiegellose MFT-System mit einem Crop-Faktor von fast 2!
    Meine Frage an dich: Hast du Erfahrung mit MFT Kameras? Mit einem MFT-Sensor kann ich den Vollformat-Look ja komplett vergessen. Wobei mich dein Blog wieder zum Denken bringt 🙂

    • Hallo Abdullah,

      meine Zeilen zu Vollformat und Crop sind ja sehr sehr subjektiv. Für Portraitfotografen kann ich es absolut nachvollziehen, wenn sie zur Vollformat Kamera wechseln wollen.

      In naher Zukunft werden die spiegellosen Kameras die Spiegelreflexkamera ablösen. Irgendwann steige ich bestimmt auch auf dieses System um. Ich würde dann wahrscheinlich Richtung Sony schielen, weil die aktuell sehr gute Kameras bauen. Ein Freund von mir, der Hochzeitsfotograf ist, ist gerade auf eine Sony A9 umgestiegen. Vollformat und spiegellos geht halt auch zusammen 🙂

      Liebe Grüße,

      Matthias

  16. Hallo Matthias,
    auch ich bin über „Umwege“ auf deinen Blog gestoßen.
    Jetzt bin als „alter“ Hase endgültig überfordert. Ich habe vor zig Jahren analog mit einer A-1 als Eisenbahnfotograf begonnen und brav im digitalen Zeitalter mit meiner Nikon D80 und etlichen Linsen weitergemacht. Nun nervt mich langsam Platz- und Gewicht der Ausrüstung. Ich lese jetzt auf einmal Begriffe wie „Bridgekamera“, „Spiegellose Systemkameras“ und Vollformat. Abgesehen von Platzbedarf und Gewicht der Ausrüstung hätte ich gerne mehr Brillianz in den Aufnahmen. Außerdem möchte ich mit meinem Handy ungern bessere Aufnahmen wie mit meiner DSLR Ausrüstung machen.Was ist beim Umstieg sinnvoll? Und: Es liegt nicht an Blende, Belichtungszeit und Tiefenschärfe😉
    Wie ist deine Einschätzung?
    Besserer APS-C Sensor, Systemwechsel?
    Gruß Gerd

    • Hallo Gerd,

      danke dir für deinen Kommentar. Eine neue Kamera wird keine besseren Bilder machen. Sie ist wahrscheinlich kleiner, leichter und besser zu bedienen. Wenn du auf Gewicht und Größe schaust, dann sind sicherlich die spiegellosen Systemkameras für dich interessant. Die Frage ist dann, welches Budget du einsetzen willst. Ich finde die Sony A7R II sehr spannend.

      Grüße,

      Matthias

  17. Hallo Matthias,

    ein toller Beitrag, der (für mich) nicht treffender geschrieben sein könnte. Ähnlich wie du habe ich mit einer dreistelligen Canon (700D, eine tolle Kamera) angefangen und „musste gedanklich“ nun nach drei Jahren auf Vollformat umsteigen. Da ich hauptsächlich Landschaften fotografiere, wollte ich die beste Bildqualität.

    Allerdings hat Canon nicht wirklich das passende Modell für mich. Die 6D war mir etwas zu abgespeckt und die 5D Mark III zu teuer für meine Zwecke. Die 6D Mark II ist mit einem Startpreis von über 2.000 Euro leider auch etwas über Budget.

    Und so entschied ich mich bei APS-C zu bleiben und mir eine 80D zu kaufen. Zwar glaube ich nicht, dass die Qualität der Bilder merklich besser wird, aber das bessere Fokussystem und die höhere Bild pro Sek. Rate machen sie für mich interessant. WLAN ist ein nettes Extra, aber ob man es wirklich braucht, wird sich zeigen 🙂

    Vielleicht wird eine Vollformat Kamera in gewisser Zeit mal wieder interessant, aber aktuell ist das Thema vom Tisch.

    Viele Grüße

    Andreas

    • Hallo Andreas,

      danke dir für das Lob. Es ist wie du geschrieben hast. Eine neue Kamera hat ein paar nette Features, aber die Qualität der Bilder wird nicht merklich besser.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  18. Hi, ich habe mich nach langem Studium der verschiedenen Formate für das Four third Format entschieden und bin bei Olympus gelandet. Diese Entscheidung bereue ich bis heute nicht da es hierzu sagenhafte Objektive gibt. Jetzt arbeite ich mit der neuen OMD EM1 II. Das Gewicht meine Ausrüstung hat mich noch nie gestört, allerdings ist es recht angenehm wenn man mit einer leichten Kamera unterwegs ist. Hierzu greife ich zu meiner Leica X1 und eine Leica M 8.2. Außerdem hatte ich die Gelegenheit günstig zu einer Mittelformatkamera zu kommen. Dann wird sich um eine Mamiya 645 AFD II 22 Megapixel. Diese Kamera zeigt was im Profibereich gespielt wird. Die Ergebnisse lassen keine Wünsche mehr offen und ich möchte die Kamera nicht mehr missen. Die Anschaffung der Leica M8 war ein Wendepunkt meine Fotografie. Durch diese Kamera änderte sich meine Sichtweise grundlegend.

    Mit besten Grüßen Tom

  19. Lieber Matthias,
    es grüßt Dich Reinhard, mittlerweile mehr als ein halbes Jahrhundert lebenslanges Lernen praktizierend. 1977 erwarb ich meine erste SLR-Kamera: Als Handwerker lagen mir beim Ausprobieren Canon, Nikon und Olympus nicht, so kaufte ich eine PENTAX KM mit 1.8/55mm-Objektiv, mit dem ich fünf Jahre ausschließlich arbeitete. Meine Lehrer: Henri Cartier-Bresson und Andreas Feininger. 1980 richtete ich ein Schwarzweißlabor ein, in dem ich leidenschaftlich gern (ohne Geldinteresse) 18 Jahre arbeitete: Vergrößerungen bis 60 x 40 cm. 1983 kam ein PENTAX me super-Gehäuse mit 4.5/80-200mm Objektiv dazu – die erste Automatikkamera! 1984 folgte das geniale PENTAX LX-Gehäuse für DM 1.248 (dazu Lichtschacht-Sucher und -lupe), mit dem ich 20 Jahre manuell u. mit Zeitautomatik analog arbeitete (mit 1.4/50mm; 2.8/28mm-, 2.8/35mm-, 2.5/135mm-; 4/28-135mm u. Makro-Objektiv). 1998 konnte ich eine Leica M6 mit Summilux 1.4/35mm-asph.- und ein 2/90mm Objektiv für DM 10.000 erwerben, mit der ich 10 Jahre arbeitete und dabei eine PENTAX-Pause einlegte. Durch eine sehr schwere Lebensphase gehend, photographierte ich von 2008-2017 nicht, nur Schnappschüsse mit dem Mobiltelefon. Als die Schwere 2017 vorüber war, sehnte sich mein Herz wieder nach dem Mit-Licht-Schreiben (gr. photos – Licht; graphos – Schreiben). Der kompetente Händler in Tübingen, meine Objektive sehend, sagte spontan: >Für Sie kommt nur ein Gehäuse in Frage: die Vollformat-PENTAX K-1!Vollformat? Was ist das?< – Der längeren Rede kurzer Sinn: Nach fünf Wochen täglicher Schwerstarbeit (Umstieg von analog auf digital!!) mein Fazit: Ähnlich der LX ist die PENTAX K-1 eine Wundermaschine, die auszuprobieren ich jedem, der ernsthaft photographiert, nur empfehlen kann. Alle Objektive (seit den 1970er Jahren u. vorher) passen. Bildqualität, Sensor, Bildschirm, Rauschfreiheit, Verwacklungsschutz: einzigartig; als weltweit einzige Kamera Nachführung der Sternbewegung für Astronomen u. vieles mehr: Schön, daß es so etwas gibt! 1 kg Kameragewicht? Plus 800 g Vario- ('"Zoom")Objektivgewicht? Na und? Herzlich grüßt Dich und alle Leser/innen REINHARD

    • Hey Reinhard,

      vielen Dank für deinen super ausführlichen Kommentar, toll über deine „Reise“ zu lesen! Die K1 ist derzeit eine der besten Kameras, die es aktuell gibt. Ich wünsche dir ganz viel Freude mit deiner zurückgewonnenen Leidenschaft!

      Liebe Grüße,

      Matthias

  20. Hallo Matthias

    Du sprichst mir aus der Seele! Ich besitze seit einigen Jahren eine Canon 60D sowie 3-4 Objektive. Ich bin mit der Bildqualität der Kamera eigentlich sehr zufrieden, bin jedoch oftmals von Bildern einer 5D oder 6D sehr beeindruckt. Genau deshalb dachte ich in den letzten Wochen doch vermehrt darüber nach, den Wechsel zum Vollformat zu wagen. Die Ankündigung der 6D MkII kam da natürlich noch sehr gelegen… 😉

    Als ich jedoch vor einem Monat im Urlaub ein tolles Motiv sah, ich jedoch nur meine Smartphone dabei hatte, sah ich wie irrsinnig mein Vorhaben für mich war. Wieso soll ich 2k € für eine neue Kamera ausgeben, wenn meine bisherige DSLR wegen Grösse/Gewicht zu Hause bleibt?

    Anstatt der 2k € habe ich nun 140€ ausgegeben, und mir eine sehr kleine Festbrennweite (24mm Pancake) geholt. Damit passt meine 60D nun deutlich besser in die Reisetasche. Zudem habe ich seit diesem Objektiv mehr Bilder gemacht als die letzten 2 Jahre zusammen!

    Das gesparte Geld nutze ich für einen Südostasien-Trip im Herbst. Mit dabei sein wird ganz bestimmt meine gute alte 60D mit Pancake!

    Dein Erfahrungsbericht hat mir nun nochmals gezeigt, dass dies die richtige Entscheidung war. Denn schlussendlich ist die beste Kamera die, die man dabei hat! 🙂

    Viele Grüsse und alles Gute
    Tom

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