Wieso ich vom Vollformat wieder zur Crop Kamera gewechselt bin

Es war einmal… ein Monatsende im Jahr 2004. Ich hatte noch etwas Geld über und kaufte mir davon eine Kompaktkamera. Ich fing an, Bilder nachzuahmen, die ich auf DeviantART gesehen hatte. Ich fing an, im DSLR-Forum zu lesen. Was passiert, wenn man quasi täglich in einem Forum liest, in dem es nur um Spiegelreflexkameras geht? Ich wollte selbst eine DSLR haben.

Nach langem Sparen wurde es dann eine Canon EOS 300D. Über 3 Jahre habe ich mit dieser Kamera fotografiert, verschiedene Objektive benutzt und dabei viel gelernt. Ich arbeitete kontinuierlich daran, meine das Maximum an Bildqualität aus meiner Kamera heraus zu holen. Ich konzentrierte mich auf Landchaftsfotografie und entdeckte irgendwann die Aufnahmen von Marc Adamus. Als jemand mit ein wenig Technikhang wusste ich natürlich bald, dass er mit einer Canon 5D fotografiert. Bis dahin reizte mich eine Vollformat Kamera noch nicht besonders. Aber dank Marcs Fotos war auch für mich der Vollformat Mythos lebendig geworden.

Eine neue Kameraausrüstung

Als 2008 mein Opa starb, erbte ich von ihm 5000 Euro. Nach einigem Überlegen wurde klar: Ich will mir davon unter anderem eine neue Kameraausrüstung kaufen. Eigentlich stand auch nicht groß zur Debatte, welche das sein sollte. Da das Herz eines Landschaftsfotografen in mir schlug, musste es die gleiche Ausrüstung wie die von Marc Adamus sein. Ich verkaufte meine 300D mit sämtlichen Objektiven und bestellte mir eine 5D. Dabei natürlich das gleiche 17-40mm L wie von Marc Adamus. Ein 24-105 und ein 50 1.4 ebenfalls. Es ging mir wohl nicht so sehr darum, eine Vollformat Kamera zu besitzen, sondern das gleiche Equipment wie Marc zu haben. Ich dachte, dass dadurch die Bildqualität auf ein neues Niveau gehoben wird. Das kostete mich etwa 3600 Euro.

Anfangseuphorie

Zu Beginn war ich natürlich außer Rand und Band mit dieser neuen Ausrüstung. Unzählige Fotouren folgten. Nach 2 Monaten merkte ich jedoch, dass sich die Bilder, die ich machte, nicht geändert hatten. Auch kam mir der Unterschied ich Sachen Bildqualität verschwindend gering vor. Irgendwie trat eine Ernüchterung ein. Der Wechsel von meiner 300D zur 5D und damit von Crop zu Vollformat hatte meine Fotografie nicht verbessert. Wofür hatte ich so viel Geld ausgegeben? Ich hatte eine nun eine Kamera, mit der ich etwas größer Drucken konnte, die aber mit dem Objektiven doppelt so schwer war und war 3600 Euro ärmer.

Test Crop gegen Vollformat

Ich beschloss, dass es sinnvoll wäre, mir parallel zur 5D eine aktuelle Crop Kamera mit ähnlichen Objektiven zu kaufen und dann beide gegeneinander zu testen. Wie groß war der Unterschied zwischen Crop und Vollformat wirklich? Ich wollte mehr als subjektive Eindrücke. So bestellte ich eine Canon EOS 450D mit Kit Objektiv und 10-22mm. Mit etwas Zubehör waren das 1700 Euro. Nun hatte ich die Gelegenheit, zwei Kameras mit jeweils 12 MP intensiv gegeneinander zu testen.

2 Wochen Intensivtest

In den darauf folgenden 2 Wochen fotografierte ich alle erdenklichen Szenen jeweils mit der 5D+17-40mm und der 450D+10-22mm. Weitwinkel war meine Hauptanwendung, daher legte ich auch den Schwerpunkt darauf. Am Rechner studierte ich stundenlang mehrmals die Ergebnisse. Der Unterschied in der Bildqualität war absolut minimal. 1700 € vs 3600 €. Der Dynamikumfang war gleich. Die 450D Ausrüstung war bedeutend leichter. Es blieb am Ende nur eine Entscheidung. Ich verkaufte die 5D mit den L Linsen. Die letzten 10 Prozent Bildqualität waren mir das Geld einfach nicht wert.

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Mythos Vollformat

Ab diesem Zeitpunkt wusste ich, dass ich keine Vollformat Kamera brauche. Aber ich musste erst selbst die Erfahrung machen. Es kann dir noch so oft wie will jemand sagen, dass es nicht sinnvoll ist, aber der Mythos bleibt in deinem Kopf bestehen. So lange bis du selbst die Erfahrung machst. Diese Erfahrung kostet leider sehr viel Geld. Denn die 5D habe ich natürlich auch nicht zum Neupreis wieder abstoßen können.

Für mich war es viel sinnvoller, gutes Equipment zu haben, was aber an meine Bedürfnisse angepasst ist. Eine Wandertour mit Fotoequipment auf dem Rücken ist viel angenehmer, wenn man nur die Hälfte an Gewicht tragen muss. Als Landschaftsfotograf hat man nichts gewonnen, wenn man eine dicke Ausrüstung gekauft hat und dann Zuhause sitzt, weil man kein Geld mehr zum Reisen hat. Ich habe von dem gesparten Geld viele Reisen gemacht, auf denen tolle Bilder entstanden sind.

Meine Erfahrung sind natürlich höchst subjektiv. Für viele Fotografen kann der Wechsel auf Vollformat sinnvoll sein, wenn sie beispielsweise Portrait fotografieren. Dann profitiert man von der geringeren Tiefenschärfe. Für Landschaftsfotografen, die selten größere Drucke als 60x40cm machen, könnte meine Entscheidung zutreffender sein.

Finanzen für die Fotografie sinnvoll einsetzen

Wenn man sein Geld in die Fotografie investieren will und man schon gutes Equipment hat, dann gibt es so viel mehr Ansatzpunkte als noch mehr Equipment. Dinge, die einen wirklich weiter bringen:

  • Fotoworkshops besuchen
  • Bücher über Fotografie kaufen
  • Online-Kurse belegen
  • Eine eigene Website erstellen lassen
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All diese Dinge verbessern die eigene Fotografie und die Verbreitung deiner Bilder.

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Ich fotografiere seit damals im Wesentlichen mit dem gleichen Equipment. Die 450D habe ich vor 2 Jahren durch eine 700D ersetzt. Das 10-22mm ist immer noch an meiner Kamera. Heute investiere ich hauptsächlich Zeit in meine Fotografie, um mich weiter zu entwickeln.

Cloud Launching Pad

Ein Foto von 2008, mit der 5D in Leipzig aufgenommen.

Wie sind deine Erfahrungen mit Crop und Vollformat Kameras? Hat sich für dich der Wechsel gelohnt? Schreib mir deine Meinung in die Kommentare!

Ich hoffe dieser Artikel war für dich hilfreich. Wenn du möchtest, kannst du deine E-Mail Adresse da lassen. Dann schicke ich dir jedes Mal, wenn ich einen neuen Blogbeitrag online stelle, eine kurze Notiz.

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85 Kommentare

  1. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias, dann fang ich mal an zu berichten.

    Es ist noch gar nicht lange her, da habe ich die große, schwere VF-DSLR verkauft. Es hatte mehrere Gründe. Zum einen habe ich die gewerbliche Fotografie abgeschlossen und brauchte eigentlich keine „Profiausrüstung“ mehr und zum anderen blieb die VF-Canon immer mehr in der Fototasche und ich fotografierte nur noch mit dem Smartphone oder der kompakten Fuji. Denn für einen Sonntagsausflug mit der Familie wollte ich den Fotorucksack nicht mitnehmen und dann die Entscheidung welche „große & schwere“ Linse mit darf war mir, rein für den Privatgebrauch, too much geworden.

    Nun habe ich eine APS-C Sony und ein 16-70 f4 als „Immer-drauf“ und bin happy damit. Zumal Spiegellos fetzt mit den modernen Features die die MarkII nicht kannte. Für APS-C Sony E-Mount gibt es Festbrennweiten für um die 150€ NEU von Sigma, f2,8! Das fand ich schon top. So kann man sich doch mal noch die ein oder andere kleine Festbrennweite in die viiiieeeellll zu groß gewordene Fototasche kaufen.

    Ich habe zwischendurch auch überlegt mir die Sony A7II zuzulegen, aber da geht das Problem eigentlich wieder von vorn los. Die Größe, das Gewicht und VORALLEM der Preis von den VF fähigen Linsen bei Sony wären dann ein sehr teurer Umstieg geworden. Da stehen wir wieder am Anfang meines Textes- wofür?

    Bildqualität ist kein Argument mehr.

    Viele Grüße aus Dresden und vielleicht bis bald mal wieder,

    Sebastian

    • Nutzer Avatar

      Hallo Sebastian,
      welche APS-C Sony hast Du denn? Ich überlege nämlich die Anschaffung einer spiegellosen „kleineren“ Kamera neben meiner Nikon D5500m.
      Danke und Grüße,

      Evelyn

  2. Nutzer Avatar

    Alle paar Monate denke ich drüber nach von Nikon Crop (DX) auf Nikon Vollformat (FX) umzusteigen. Und alle paar Monate muss ich mir das Ganze wieder ausreden.

    Effektiv würde sich so gut wie nichts ändern, nur dass ich ein Haufen Geld verschleudern müßte. Klar könnte ich das 50mm von der Analog-Vollformat-Kamera dann auch digital nutzen, aber das 35 DX ist so verdammt gut, dass man das nicht wirklich besser machen muss.

    Und wofür auch? Online sieht man den Unterschied eh nicht und im Druck merkt man es auch kaum bis gar nicht. Man selbst ist der Einzige der in der Originalgröße auf 100% ranzoomt.

    Pluspunkt wäre bessere Qualität im hohen ISO-Bereich. Negativ wäre das höhere Gewicht. Aaaaah ich fang schon wieder an! Pfui! Aus! Lalalala.

    • Nutzer Avatar

      Ich habe mich vor 2 Jahren für die Nikon D5500 entschieden, statt der Vollformat D750, und habe diese Entscheidung nie bereut. Die kleine 5500 ist meine bisher absolut Beste! Mich hat vor allem die riesige Datenmenge, die die Vollformatkamera produziert, abgeschreckt.

  3. Nutzer Avatar

    Hi Matthias,
    ich habe genau die gegenteilige Erfahrung gemacht 😉
    Allerdings muss ich sagen das ich die Entscheidung auf Vollformat umzusteigen etwas länger geplant habe.
    Natürlich sind meine Bilder nicht durch das Vollformat besser geworden, sondern einfach weil ich den nächsten Schritt machen konnte. Vollformat hat mir dabei geholfen. Höchstwahrscheinlich könnte ich heute auch mit einer Crop Kamera die gleichen Bilder machen, aber ich will nicht auf die Möglichkeiten verzichten, die ich jetzt habe.
    Klar der Preis ist immer übel. Ich habe eine Sony a7R, aber nur Canon Linsen. Aber das reicht mehr als aus um alles zu erfüllen was ich machen möchte. Da muss man einfach pragmatisch bleiben und nicht zu sehr ins „will haben“ kommen.

    Schöne Grüße
    Timon

  4. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias,
    ich habe mit einer 1000D ind dem 18-55 angefangen. Damit habe ich 5Jahre lang sehr gute Bilder gemacht. (Ich fotografiere im Bereich People) Ich bin dann aber an die Grenzen des Bodys gestoßen und die Kamera hatte dann auch so ihre Zipperlein. Ich habe mir dann ein gebrauchtes 7D-Gehäuse gekauft und war sehr glücklich damit. Es war ein ganz schöner Sprung. Ich hab weiterhin das 18-55 und das 50 1.8 verwendet.
    Ende 2014 hab ich mir dann zusätzlich die 6D mit 24-105 4L gekauft. Nach erster Euphorie bin ich immernoch überzeugt davon. Speziell im High-Iso-Bereich. Auch bei der Schärfe, wobei das auch auf das Höhere Auflösungsvermögen des L-Objektivs zurückzuführen ist.
    Ich habe es nicht bereut, verwende aber auch gerne noch die 7D.
    Equipment kaufe ich immer danach, was ich wirklich brauche. Ich denke man sollte da auch immer auf die eigenen Bedürfnisse schauen und sich nicht daran orientieren, was andere haben oder gerade gehypt wird.

  5. Pingback: Mai 2016 | hiacynta jelen | photography

  6. Pingback: Volles Rohr oder Halbe Portion? Ein paar praktische Überlegungen zur Kamerawahl – Teil 1 | LichtWerke

  7. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias,

    ich bin gerade über Deinen Beitrag hier gestolpert, und dieses Thema beschäftigt mich auch gerade in meinem Blog.

    Ich fand Deinen Beitrag sehr interessant, und ich finde, Du hast vollkommen Recht: es wird in sehr vielen Quellen im Netz und in Fachmagazinen suggeriert, dass das Vollformat die bessere und viel hochwertigere Wahl wäre, man könne damit viel „bessere“ Aufnahmen hinbekommen.

    Mal abgesehen von der bekannten Weisheit, dass der Fotograf und nicht das Equipment das Bild macht – tatsächlich hängt das doch auch sehr davon ab, was man persönlich erreichen will. Und Deine Argumente für Dein Ressort Landschaftsfotografie finde ich dabei vollkommen richtig und nachvollziehbar.

    Ich selbst fotografiere bis dato ebenfalls mit APS-C (Canon EOS 600D), und kann damit eigentlich auch alles hinbekommen, was ich mir so vorstelle.

    Ich hatte nun kürzlich die Gelegenheit, mal mit einer vergleichbaren Vollformat-Kamera (EOS 6D) zu arbeiten. Deswegen fand ich Deinen Satz wirklich sehr zutreffend: es hilft enorm weiter, das Ding mal selbst in Händen gehabt zu haben. Denn was viele Vergleiche im Netz nicht bieten, ist eine wirklich _realistische_ Einschätzung der Unterschiede in den Bildern von beiden Kameratypen – also: wie groß / wie eklatant sind die Unterschiede denn nun wirklich, bezüglich Bildqualität, Rauschen, und was sonst noch infrage kommt…

    Für mich ist die Antwort: ja, es gibt Unterschiede, und ja, ich würde gern eine Vollformat-Kamera haben. Zum Glück ist es aber nun auch nicht so, dass ich einen irrsinnigen Unterschied gesehen hätte, es macht sich eher an einigen Details fest, die sich erst bei genauem Hinsehen offenbaren.

    „Zum Glück“ deshalb, weil ich nach diesem Vergleich nun nicht noch sehnsüchtiger nach dem Vollformat „giere“, sondern das eher viel relaxter sehe. Sollte sich die Gelegenheit ergeben, werde ich gern wechseln, ansonsten komme ich auch mit APS-C weiterhin gut klar.

    Wer Interesse hat, findet auf meiner Web-Site eine kleine Artikel-Reihe zu meinem Vergleich.

    Lieben Gruß,

    Jörn

    • Nutzer Avatar

      Hallo Jörn,

      danke dir erst einmal für deinen ausführlichen Kommentar. Es ist absolut richtig, dass es Unterschiede gibt. Die Frage ist ja nur, um man die letzten 20 % Bildqualität mit dem dreifachen Preis erkaufen möchte.

      Ich habe eben deine Artikelreihe gelesen, auch die ist sehr ausführlich. Ich bin gespannt auf die nächsten Beiträge, besonders deine Praxiseindrücke.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  8. Nutzer Avatar

    Bei mir war es Cano 350D, Canon 50D, die ich lange genutzt habe. Ich denke, ich habe viele ordentliche Bilder damit gemacht. Hab mir dann eine 5 D Mark II gebraucht gekauft, die mich aus verschiedenen Gründen nicht überzeugte, allerdings die Bildqualität fand ich erheblich besser, vor allem bei höhere Iso. Aber sie ist langsam und schwer, der Autofocus bei Gegenlicht ziemlich störanfällig. Die 5 D Mark III hingegen überzeugt mich komplett. Sie ist schnell, die Bildqualität finde ich sehr überzeugend. Allerdings benutze ich nur ab und an ein Stativ. Bei ruhigen durchdachten Landschaftsaufnahmen mit einer Kamera auf dem Stativ und der für die Aufnahme günstigsten Lichtsituation, kleiner Iso, hätte ich die Zugewinne warscheinlich gar nicht bemerkt. Und ich gebe Dir absolut Recht, jedes Gramm Gewicht auf der Schulter ist beim Unterwegs sein sehr schnell zuviel. LG Anne.

    • Nutzer Avatar

      Danke für deinen Kommentar. Es kommt ganz stark darauf an, was und wie man fotografiert. Daher ist es eine sehr persönliche Sache, ob meine eine größere Kamera braucht oder nicht.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  9. Nutzer Avatar
    Gerald Fischer

    Ich bin von Fuji s3 auf Nikon D700 und dann auf Fuji x-t1 umgestiegen. Den Rückschritt habe ich gemacht weil ich das Gewicht nicht mehr schleppen wollte und mich die Fujis überzeugt haben. Ich hab aber festgestellt, das 23er 1,4 kommt na die Bildwirkung eines 35er FF nicht heran, dem trauere ich ein wenig nach. Ich überlege schon noch mal ins FF Lager zu wechseln, Dann aber mit wenig Objektiven. Ich werde nächstes Jahr eine lange Reise 14 Monate unternehmen und hoffe einen Teil der Reise mit fotografieren finanzieren zu können. Ich bin mir da eben nicht sicher ob die 24Mpix ausreichen.
    Grüße
    GFischer

    • Nutzer Avatar

      Hallo Gerald,

      das Gewicht hat auch bei mir eine wichtige Rolle gespielt. Wegen Gewicht und Vollformat gibt es ja mit der Sony A7 Reihe ein paar Optionen für dich. Wegen den 24 MP: Wenn du nicht gerade große Drucke ab einem Meter aufwärts machst, dann sehe ich da überhaupt keine Probleme. 14 Monate reisen hört sich toll an. Wie genau wird dir denn die Fotografie möglicherweise helfen, das mitzufinanzieren?

      Grüße,

      Matthias

  10. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias,
    ich bin von einer EOS 550d zu einer EOS 6d gewechselt und war begeistert, konnte damals deinen Artikel auch nicht ganz nachvollziehen, aber das kommt auch immer auf jeden einzelnen und seine Wünsche und Bedürfnisse an. (das kann man nicht pauschalisieren)
    Mittlerweile habe ich meine EOS 6d und die schweren L Linsen verkauft und bin auf eine kleine handliche Sony alpha 6300 umgestiegen.
    Dazu kaufte ich anfangs das Sigma 19mm DN f2,8 aus der Art Serie für kleines Geld und jetzt noch ein Samyang 12mm f2,0 und ich bin restlos begeistert 🙂 …allein das Gewicht und die vielen Features (wie z.B. Fokus-Peaking), die die 6d nicht zu bieten hatte, sind der Hammer.
    Das Fotografieren mit Festbrennweiten bringt mich gerade auch zu viel mehr aktiver Inspiration.
    Daher habe ich für mich entschieden, dass ich kein Vollformat benötige.
    Ich wünsche dir immer gutes Licht und danke für deine unterhaltsamen Beiträge.
    VG. Sven

    • Nutzer Avatar

      Hallo Sven,

      es ist schon interessant, welche „Equipment-Reisen“ jeder so hinter sich bringt. Wie du schon schreibst ist es eine extrem individuelle Sache. Freu mich über dein Lob!

      Liebe Grüße,

      Matthias

  11. Nutzer Avatar
    Tobias E.

    Hallo zusammen,

    auch ich bin (nach einigen Analogen z.B. EOS 30) mit einer EOS 350d in die DSLRS eingestiegen. Wegen Problemen mit Fremdobjektiven bin ich vor vielen Jahren auf das Auslaufmodell EOS 50d umgestiegen. Diesen Umstieg habe ich nicht bereut, da die Bedienung erheblich besser war.
    Letztes Jahr wollte ich – ich fand die Bildqualität der EOS 50d inzwischen bescheiden – auf die EOS 80d umsteigen, der Preis war mir zur Einführung jedoch zu hoch.
    So habe ich – für meine Reise im Sommer – mir als Zwischenlösung die EOS M3 mit Adapter geholt. Seitdem liegt die 50d unbenutzt im Schrank. Die Bildqualität mit meinen alten Objektiven ist erheblich höher und die Platzersparnis (Lenkertasche am Rad) gravierend.
    Die beiden Nachteile (AF-Geschwindigkeit und fehlender Sucher) wird hoffentlich mit der EOS M5 behoben sein. Sie ist noch unterwegs.

    Wofür ich aber noch keine Lösung habe: Polfilter an der Systemkamera…

    • Nutzer Avatar

      Auch spannend… die Entwicklung geht auf jeden Fall hin zu weniger Gewicht. Wieso ist denn Polfilter an der Systemkamera ein Problem? Haben doch genauso ein Filtergewinde?

  12. Nutzer Avatar

    Hallo 🙂
    Ich bin auf diesen Beitrag gestoßen, Überraschung, weil ich überlege längerfristig von APS-C (canon eos 700d) auf Vollformat zu wechseln.
    Im Grunde soll es bei Canon bleiben, damit ich die EF Objektive die ich schon benutze weiternutzen kann… Wobei die Spiegellosen von Sony mich auch reizen (vor allem, da ich noch 2 – 3 Jahre warten möchte).

    Vor der (eventuellen) Anschaffung möchte ich auf jeden Fall erstmal mich selbst verbessern und weiter belesen, bin mir auch noch nicht sicher, ob es sich für mich lohnt…

    Ich finde den Bericht total symphatisch und informativ, leider wurde eine meiner wichtigsten Fragen in diesem Kontext nicht geklärt: Stimmt es, dass das Objektiv wesentlich entscheidender ist, als der Body?
    Ich plane nämlich mir, soblad mein Geldbeute es zulässt, ein L Objektiv (100mm 2,8) für meine 700D anzuschaffen.

    Glaubt ihr dass das Sinn macht?

    Liebe Grüße
    Jenny

    • Nutzer Avatar

      Hallo Jenny,

      gute Objektive sind auf jeden Fall wichtig, an beiden Formaten. Das 100mm 2.8 ist auch sehr gut. Hol dir erst einmal das L Objektiv. Wenn du damit zufrieden bist, dann kannst du es später auch noch am Vollformat Body nutzen, wenn du dich dafür entscheiden solltest.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  13. Nutzer Avatar

    Hallo,

    ich denke, ich setze den Fokus eher auf die Anzahl der mitzuführenden Objektive.

    Mir reicht APS-C und hier mein Werdegang 1000D, 1200D und 80D.

    Ich habe dadurch schon einige Vorteile, die ich nicht mehr missen möchte. Das höhere Gewicht der 80D nehme ich dafür in Kauf.

    Vollformat ist mir definitiv bei meinem Job zu teuer, egal bei welchem Hersteller.

    Blieben noch die Objektive. Bei einer Tour in den Schwarzwald nahm ich alles mit, was ich an Objektiven hatte und der Flipside 500 AW war 10 Kilo schwer. Ui…😣

    Die nächsten Touren hatten nur noch gute 4 Kilo Ballast. 👍 Also vorher überlegt, welche Linsen nehme ich für welche Motive mit. Davon hätte ich eine Linse vielleicht auch noch entbehren können.

    Bei einer mehrtägigen Städtetour durch Budapest habe ich dann abgesehen vom ersten Tag an den anderen Tagen jeweils nur eine Linse montiert und mit kleiner Bag losgezogen. Easy, leicht..natürlich bei dem einen oder anderen Motiv ein Tränchen verdrückt, dass JETZT die andere Linse im Hotelzimmer liegt.

    Aber gibt es das nicht öfter?

    Insgesamt bin ich gut damit gefahren.

    Gruß Carsten

    • Nutzer Avatar

      Hey Carsten,

      bei mir ist es oft so, dass ich nur 1-2 Objektive dabei habe. Ich bin auch kein großer Freund vom Equipment Schleppen.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  14. Nutzer Avatar

    Ich war auch in so einer ähnlichen Situation.
    Ich fotografiere jetzt schon seit fast 4 Jahren hobbymäßig, 2014 habe ich mir meine erste Spiegelreflex, die D5300 gekauft, mich monatelang mit der Fotografie auseinandergesetzt und dabei auf Landschaften, Architektur und Makro spezialisiert.
    2016 habe ich mich mit dem Thema Vollformat beschäftigt und zu dem Zeitpunkt hat mir dann die Bildqualität meiner APS-C Kamera nicht mehr ausgereicht, warum auch immer.
    Im Sommer 2016 habe ich mir dann eine D750 gekauft und auch bis Ende 2016 tolle Bilder gemacht , aber ich war nie richtig glücklich mit der Kamera. Vor allem das große Gewicht von 2kg war mir ein Dorn im Auge und die Anschaffung dazu war auch sehr kostspielig und für den Preis habe ich die Kamera nie oft genug benutzt. Klar war die Bildqualität im Vergleich zu meiner alten D5300 besser, aber das ist nicht das Entscheidende.
    Anfang 2017 bin ich dann wieder auf APS-C umgestiegen und habe mir die D5500 gekauft, der Nachfolger der D5300. Die Kamera liegt sehr gut in der Hand, ist leicht und hat DOCH eine gute Bildqualität – für mich auch absolut ausreichend.

    Ich hab auch den Fehler gemacht mich die letzten Jahre mit dem Thema Vollformat und welche Kamera die richtige für mich ist zu stark auseinanderzusetzen, sodass ich nie wirklich Zeit hatte auf Reisen zu gehen und die Kamera richtig auszunutzen. Ich war bis jetzt eigentlich immer nur bei mir zuhause unterwegs und einmal in Italien mit der Familie.

    Ich investiere das Geld in Zukunft lieber ins Reisen, da habe ich mehr davon, eine APS-C Kamera macht nämlich genau so gute Bilder!

  15. Nutzer Avatar
    Abdullah Demir

    Hi Matthias,
    danke für deinen Bericht! Ich bin beruflich Filmemacher und besitze aber zum (Wochenend-)Fotografieren „noch“ eine Canon 600d aus dem Studium damals. Mit der bin ich auch eigentlich sehr zufrieden und die Kamera zeigt mir, dass man mit Low-Budget Equipment auch sehr gute Ergebnisse erzielen kann. Ich hatte aber auch lange Zeit die Überlegung zur 5d Mark iii zu wechseln, da viele doch – vor allem bei der Hochzeitsfotografie – den „Vollformat“-Look wünschen.
    Nun bin ich vor ein paar Wochen über die Lumix GH5 gestolpert. Eine super Kamera, vor allem im Filmbereich. Ich möchte diese Kamera jedoch auch zum Fotografieren nutzen. Was mich sehr stutzig macht ist das spiegellose MFT-System mit einem Crop-Faktor von fast 2!
    Meine Frage an dich: Hast du Erfahrung mit MFT Kameras? Mit einem MFT-Sensor kann ich den Vollformat-Look ja komplett vergessen. Wobei mich dein Blog wieder zum Denken bringt 🙂

    • Nutzer Avatar

      Hallo Abdullah,

      meine Zeilen zu Vollformat und Crop sind ja sehr sehr subjektiv. Für Portraitfotografen kann ich es absolut nachvollziehen, wenn sie zur Vollformat Kamera wechseln wollen.

      In naher Zukunft werden die spiegellosen Kameras die Spiegelreflexkamera ablösen. Irgendwann steige ich bestimmt auch auf dieses System um. Ich würde dann wahrscheinlich Richtung Sony schielen, weil die aktuell sehr gute Kameras bauen. Ein Freund von mir, der Hochzeitsfotograf ist, ist gerade auf eine Sony A9 umgestiegen. Vollformat und spiegellos geht halt auch zusammen 🙂

      Liebe Grüße,

      Matthias

  16. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias,
    auch ich bin über „Umwege“ auf deinen Blog gestoßen.
    Jetzt bin als „alter“ Hase endgültig überfordert. Ich habe vor zig Jahren analog mit einer A-1 als Eisenbahnfotograf begonnen und brav im digitalen Zeitalter mit meiner Nikon D80 und etlichen Linsen weitergemacht. Nun nervt mich langsam Platz- und Gewicht der Ausrüstung. Ich lese jetzt auf einmal Begriffe wie „Bridgekamera“, „Spiegellose Systemkameras“ und Vollformat. Abgesehen von Platzbedarf und Gewicht der Ausrüstung hätte ich gerne mehr Brillianz in den Aufnahmen. Außerdem möchte ich mit meinem Handy ungern bessere Aufnahmen wie mit meiner DSLR Ausrüstung machen.Was ist beim Umstieg sinnvoll? Und: Es liegt nicht an Blende, Belichtungszeit und Tiefenschärfe😉
    Wie ist deine Einschätzung?
    Besserer APS-C Sensor, Systemwechsel?
    Gruß Gerd

    • Nutzer Avatar

      Hallo Gerd,

      danke dir für deinen Kommentar. Eine neue Kamera wird keine besseren Bilder machen. Sie ist wahrscheinlich kleiner, leichter und besser zu bedienen. Wenn du auf Gewicht und Größe schaust, dann sind sicherlich die spiegellosen Systemkameras für dich interessant. Die Frage ist dann, welches Budget du einsetzen willst. Ich finde die Sony A7R II sehr spannend.

      Grüße,

      Matthias

  17. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias,

    ein toller Beitrag, der (für mich) nicht treffender geschrieben sein könnte. Ähnlich wie du habe ich mit einer dreistelligen Canon (700D, eine tolle Kamera) angefangen und „musste gedanklich“ nun nach drei Jahren auf Vollformat umsteigen. Da ich hauptsächlich Landschaften fotografiere, wollte ich die beste Bildqualität.

    Allerdings hat Canon nicht wirklich das passende Modell für mich. Die 6D war mir etwas zu abgespeckt und die 5D Mark III zu teuer für meine Zwecke. Die 6D Mark II ist mit einem Startpreis von über 2.000 Euro leider auch etwas über Budget.

    Und so entschied ich mich bei APS-C zu bleiben und mir eine 80D zu kaufen. Zwar glaube ich nicht, dass die Qualität der Bilder merklich besser wird, aber das bessere Fokussystem und die höhere Bild pro Sek. Rate machen sie für mich interessant. WLAN ist ein nettes Extra, aber ob man es wirklich braucht, wird sich zeigen 🙂

    Vielleicht wird eine Vollformat Kamera in gewisser Zeit mal wieder interessant, aber aktuell ist das Thema vom Tisch.

    Viele Grüße

    Andreas

    • Nutzer Avatar

      Hallo Andreas,

      danke dir für das Lob. Es ist wie du geschrieben hast. Eine neue Kamera hat ein paar nette Features, aber die Qualität der Bilder wird nicht merklich besser.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  18. Nutzer Avatar

    Hi, ich habe mich nach langem Studium der verschiedenen Formate für das Four third Format entschieden und bin bei Olympus gelandet. Diese Entscheidung bereue ich bis heute nicht da es hierzu sagenhafte Objektive gibt. Jetzt arbeite ich mit der neuen OMD EM1 II. Das Gewicht meine Ausrüstung hat mich noch nie gestört, allerdings ist es recht angenehm wenn man mit einer leichten Kamera unterwegs ist. Hierzu greife ich zu meiner Leica X1 und eine Leica M 8.2. Außerdem hatte ich die Gelegenheit günstig zu einer Mittelformatkamera zu kommen. Dann wird sich um eine Mamiya 645 AFD II 22 Megapixel. Diese Kamera zeigt was im Profibereich gespielt wird. Die Ergebnisse lassen keine Wünsche mehr offen und ich möchte die Kamera nicht mehr missen. Die Anschaffung der Leica M8 war ein Wendepunkt meine Fotografie. Durch diese Kamera änderte sich meine Sichtweise grundlegend.

    Mit besten Grüßen Tom

  19. Nutzer Avatar

    Lieber Matthias,
    es grüßt Dich Reinhard, mittlerweile mehr als ein halbes Jahrhundert lebenslanges Lernen praktizierend. 1977 erwarb ich meine erste SLR-Kamera: Als Handwerker lagen mir beim Ausprobieren Canon, Nikon und Olympus nicht, so kaufte ich eine PENTAX KM mit 1.8/55mm-Objektiv, mit dem ich fünf Jahre ausschließlich arbeitete. Meine Lehrer: Henri Cartier-Bresson und Andreas Feininger. 1980 richtete ich ein Schwarzweißlabor ein, in dem ich leidenschaftlich gern (ohne Geldinteresse) 18 Jahre arbeitete: Vergrößerungen bis 60 x 40 cm. 1983 kam ein PENTAX me super-Gehäuse mit 4.5/80-200mm Objektiv dazu – die erste Automatikkamera! 1984 folgte das geniale PENTAX LX-Gehäuse für DM 1.248 (dazu Lichtschacht-Sucher und -lupe), mit dem ich 20 Jahre manuell u. mit Zeitautomatik analog arbeitete (mit 1.4/50mm; 2.8/28mm-, 2.8/35mm-, 2.5/135mm-; 4/28-135mm u. Makro-Objektiv). 1998 konnte ich eine Leica M6 mit Summilux 1.4/35mm-asph.- und ein 2/90mm Objektiv für DM 10.000 erwerben, mit der ich 10 Jahre arbeitete und dabei eine PENTAX-Pause einlegte. Durch eine sehr schwere Lebensphase gehend, photographierte ich von 2008-2017 nicht, nur Schnappschüsse mit dem Mobiltelefon. Als die Schwere 2017 vorüber war, sehnte sich mein Herz wieder nach dem Mit-Licht-Schreiben (gr. photos – Licht; graphos – Schreiben). Der kompetente Händler in Tübingen, meine Objektive sehend, sagte spontan: >Für Sie kommt nur ein Gehäuse in Frage: die Vollformat-PENTAX K-1!Vollformat? Was ist das?< – Der längeren Rede kurzer Sinn: Nach fünf Wochen täglicher Schwerstarbeit (Umstieg von analog auf digital!!) mein Fazit: Ähnlich der LX ist die PENTAX K-1 eine Wundermaschine, die auszuprobieren ich jedem, der ernsthaft photographiert, nur empfehlen kann. Alle Objektive (seit den 1970er Jahren u. vorher) passen. Bildqualität, Sensor, Bildschirm, Rauschfreiheit, Verwacklungsschutz: einzigartig; als weltweit einzige Kamera Nachführung der Sternbewegung für Astronomen u. vieles mehr: Schön, daß es so etwas gibt! 1 kg Kameragewicht? Plus 800 g Vario- ('"Zoom")Objektivgewicht? Na und? Herzlich grüßt Dich und alle Leser/innen REINHARD

    • Nutzer Avatar

      Hey Reinhard,

      vielen Dank für deinen super ausführlichen Kommentar, toll über deine „Reise“ zu lesen! Die K1 ist derzeit eine der besten Kameras, die es aktuell gibt. Ich wünsche dir ganz viel Freude mit deiner zurückgewonnenen Leidenschaft!

      Liebe Grüße,

      Matthias

  20. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias

    Du sprichst mir aus der Seele! Ich besitze seit einigen Jahren eine Canon 60D sowie 3-4 Objektive. Ich bin mit der Bildqualität der Kamera eigentlich sehr zufrieden, bin jedoch oftmals von Bildern einer 5D oder 6D sehr beeindruckt. Genau deshalb dachte ich in den letzten Wochen doch vermehrt darüber nach, den Wechsel zum Vollformat zu wagen. Die Ankündigung der 6D MkII kam da natürlich noch sehr gelegen… 😉

    Als ich jedoch vor einem Monat im Urlaub ein tolles Motiv sah, ich jedoch nur meine Smartphone dabei hatte, sah ich wie irrsinnig mein Vorhaben für mich war. Wieso soll ich 2k € für eine neue Kamera ausgeben, wenn meine bisherige DSLR wegen Grösse/Gewicht zu Hause bleibt?

    Anstatt der 2k € habe ich nun 140€ ausgegeben, und mir eine sehr kleine Festbrennweite (24mm Pancake) geholt. Damit passt meine 60D nun deutlich besser in die Reisetasche. Zudem habe ich seit diesem Objektiv mehr Bilder gemacht als die letzten 2 Jahre zusammen!

    Das gesparte Geld nutze ich für einen Südostasien-Trip im Herbst. Mit dabei sein wird ganz bestimmt meine gute alte 60D mit Pancake!

    Dein Erfahrungsbericht hat mir nun nochmals gezeigt, dass dies die richtige Entscheidung war. Denn schlussendlich ist die beste Kamera die, die man dabei hat! 🙂

    Viele Grüsse und alles Gute
    Tom

  21. Nutzer Avatar

    Hallo,

    ich bin gerade in der Situation das ich mich verbessern möchte und schaue mir Pro und Contra Argumente an.
    Ich finde deinen Artikel sehr gut und er mich in meiner Verunsicherung noch weiter unterstüzt 😉
    Ich fotografiere seit paar Jahren die Sony A65. Das Kit Objektiv nutze ich kaum noch da mir die Qualität mittlerweile nicht mehr gut genug ist, am liebsten nutze ich zwei Festbrennweiten 35mm und 50mm 1.8 kosten auch nicht viel, vom Preis her theoretisch nicht hochwertig.
    Alles in allem habe ich in guten Licht Situationen sehr schöne Bilder gemacht, jedoch muss ich dazu sagen Meine Frau und ich und die Landschaft etc. können Still stehen.
    Aber jetzt mit meinen Kindern (Baby und Kleinkind) wo ich auch viel in der Wohnung und vor allem schnell mal ein Schnappschuss machen muss merke ich ganz deutlich dass APS-C in Verbindung mit SLT Technik bei weitem nicht mehr ausreicht. Die A65 hat schon bei ISO 800 meiner Meinung nach ein störendes rauschen bei 1600 nicht mehr akzeptabel fürs Fotobuch A4, und bei der A65 kann man den Iso Bereich für ISO Auto nicht eingrenzen, der ist zwischen 100-1600, und die Kamera nutzt oft 1600. Meine Frau und ich machen ca. alle Monate hochwertige Fotoalben als Erinnerungsstücke.
    Ich habe also einen Bedarf das System zu wechseln.
    Umso mehr ich gelesen haben und mir YouTube Videos angeguckt habe, habe ich gemerkt ich muss unbedingt eine Vollformat haben.
    Mittlerweile bin ich mir aber nicht mehr so sicher.
    Mein erster Plan der immer noch in meinen Hinterkopf lauert ist, ich warte auf die Sony A7 iii die Ende des Jahres kommen soll und dazu das Sony 24-70 2.8 GM. Ich nutze hauptsächlich diesen Bereich bzw. 18-50 auf APS-C.
    Ich habe mir bereits knapp 5000 Euro bei Seite gelegt(Nein ich bin nicht reich es ist auch für mich sehr viel Geld, aber schöne Erinnerung Fotos sind unbezahlbar), und mein primäres Ziel ist es nicht zu Geld sparen sondern dass zu bekommen was ich brauche.
    Mittlerweile bin ich aber nicht 100% vom Vollformat überzeugt deswegen habe ich noch einen Plan B und C im Hinterkopf.
    Plan B wäre die A6500 oder Nachfolger mit einem oder zwei guten Zeiss Objektiven, wobei hier die Frage wäre der Preisunterschied zwischen der A6500 und der A7 iii wäre vermutlich nicht so groß und zwei Zeiss Objektive für APS-C wären genau so teuer wie das GM für Vollformat. Ein Tele Objektiv nutze ich eigentlich gar nicht, müsste mir deswegen keins zulegen.
    Plan C wäre ich hole mir zwei Kameras die Sony RX100 M5 oder nachfolger für immer dabei und schnell einsatzbereit für Schnappschüsse, jedoch müsste ich großteils auf Freistellung verzichten was eigentlich sehr Schade wäre und meiner Meinung Nach das Foto deutlich abwertet und dazu noch eine ältere Vollformat für gestellte Fotos wo man auch Zeit hat und eventuell noch Stativ verwendet.
    Plan D der mir gerade einfällt vielleicht auch eine Kombi aus A6500 und eine ältere Vollformat.
    Damit würde ich meine Ziele erreichen scharfe Schnappschüsse von den Kidis und schöne Freigestellte Familien Fotos oder auch mal was in dunkleren Umgebungen etc.
    Na ja so ganz entschlossen bin ich noch nicht aber es bleiben wahrscheinlich noch ca. 3 Monate Zeit bis die A7iii kommt und ich dann eine Entscheidung treffen werde.
    Andere Marken außer Sony will ich eigentlich nicht da ich seit 2001 nur noch mit Sony unterwegs bin und damit sehr gut klar komme und auf das Fokus Peaking will ich nie wieder Verzichten.
    oder hättest du noch einen Plan für mich?

    Gruß

    Adrian

    • Nutzer Avatar

      Hey Adrian,

      danke dir für die sehr ausführliche Schilderung. Mein Plan Z: Eine Sony A7R II nehmen mit zwei guten Festbrennweiten dazu. Sehr gutes Rauschverhalten, das ist ja das was du willst.

      Liebe Grüße,

      Matthias

      • Nutzer Avatar

        danke für deinen Tipp,
        Ich hatte mir die A7r ii auch mal überlegt, jedoch heißt es in vielen Foren dass die nicht schnell ist vom Auto Focus, also nicht so ganz Schnappschuss tauglich, aber kann auch sein das es nicht stimmt.
        Und dann bin ich mir nicht sicher ob ich 42MP brauche da leidet schon das Rauschverhalten bei der Sensorgröße. zum vergleich mit 24MP, und Poster größer als 90×60 habe ich auch nicht bestellt und da reichen 24MP locker aus.
        Ich hoffe ja das die A7iii 24MP haben wird mit dem Focus System von der A7r ii oder A6500 man munckelt sogar von Fokus der A9 nur kleinere Bildrate.
        Na ja auf jeden Fall bleibt die A7rii im Hinterkopf falls die A7iii doch nicht zu mir passt.

  22. Nutzer Avatar

    Hallo,

    Ich habe bis Anfang letztes Jahr mit einer Fuji X100 fotografiert. Die Jahre davor waren es eine Canon 350D, auch eine Sony Alpha 850 war schon dabei. Ich wollte aber wieder Wechselobjektive.

    Anfang des Jahres kaufte ich dann eine Sony Alpha 7 II. Eine klasse Kamera mit ein paar Schwachstellen. Der Autofokus ist nicht wirklich schnell. Der Sensor zieht Schmutz geradezu magisch an. Mit den lichtstarken GM Linsen hat man riesen Klopper in der Hand in die man zudem ein Vermögen stecken muss. Was mir aber auch fehlte: ein Wetterschutz. Ich fotografiere gerne in einer feuchten Klamm, am Meer und die Kinder im Sandkasten.

    Nach einem Besuch in Brandenburg im Frühjahr hätte ich folgendes Problem: es war sehr trocken in Brandenburg und dadurch sehr staubig. Leider waren Fotos ab Blende 8 nur so von Sensorflecken übersäht. Das System ist eben nicht abgedichtet. Was man auch im Speicherkartenfach sehen konnte. Dieses glich mehr einem Sandkasten.

    Auch liest man in diversen Foren dass die Alphas bei hoher Luftfeuchtigkeit aussteigen.

    Also kam die Überlegung auf die Alpha 9 zu besorgen und komplett auf GM Objektive umzusteigen. Allerdings fand ich gerade zum 24-70 GM Berichte, dass der Dichtungsring am Bajonett zu knapp gehalten ist und dadurch immer noch Staub ins Gehäuse kann. Für die Ausrüstung hätte ich komplett 7000€ hingelegt.

    Seit gestern habe ich nun eine Fujifilm X-T2. Mit abgedichteten Objektiven und abgedichteten Gehäuse. Habe mich gegen Sony entschieden. Ist jetzt ein beruhigendes Gefühl bei jedem Wetter fotografieren zu können. Das Gewicht ist schonmal etwas reduziert. Die ersten Sichtungen der Bilder sind sehr positiv.

    Was ich aber sagen muss: ganz an die „Anmutung“ von Vollformatkameras kommen die Bilder nicht dran. Ist aber die Frage was davon noch übrig bleibt auf Papierbildern. Ist ja wieder eine andere Sache als der Computerbildschirm.

    Ganz weg von Vollformat bin ich übrigens nicht. Ich fotografiere liebend gerne mit einer Leica M2, Summicron 50 und einem Schwarzweißfilm. Wer weiß, vielleicht kommt ja irgendwann eine gebrauchte digitale M dazu.

    Ich wünsche ein schönes Wochenende

    Daniel

      • Nutzer Avatar

        Das ist schwer zu erklären. Ich denke es liegt auch an dem hohen Dynamikumfang der Sony Sensoren und dem höheren Freistellpotenzial. Es hat einfach so einen speziellen Look. Wobei ich sagen muss, dass ich mit der Fuji fast da dran komme nachdem ich gestern ordentlich fotografiert habe. Man muss sich wirklich von diesem ständigen Umrechnen aufs Kleinbildformat lösen und einfach die Fotos geniessen.

  23. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias,

    danke für deine Artikel und deinen Blog.
    Es ist sehr bereichernd mal einem professionellen Nicht-Profi zum Thema Fotografie zu zuhören!
    Wie so oft komme ich natürlich auch mit einer Frage welche wahrscheinlich kaum zu beantworten ist.
    Vollformat oder Crop? Wow, das überrascht Euch! Habe ich mir gedacht.
    Nein, zur Erklärung:
    Bin als 14 jähriger schon mit seperaten Belichtungsmesser rumgehüpft um die Werte auf meine Voigtländer Vito B zu übertragen. Soll heissen, habe ein wenig Ahnung von dem Iso-Blenden-Zeit Kram.
    Nach einer AE-1 usw. hatte ich lange Zeit nicht mehr fotografiert und bin schockiert in der Digitalfotografie wieder aufgewacht.
    Erstmal Casio exilim 2.1 MP… alles sehr lustig.
    Dann Sony ? Bridge H7? ..toll. Ja und dann wollte ich es wieder wissen, wollte mein altes Hobby wieder aufleben lassen. Ach, wie einfach war das früher mit dem Diafilm 50, 100, 200 oder 400 ASA ?
    Und jetzt ISO 1600? wow. Sensorgröße? Bahnhof! Dann der unverschämte Pixelwahn vor ca. 7 Jahren dem ich voll aufgelegen bin in Form von einer Canon G10 mit 14,7 MP! Damals noch unwissend…
    Jetzt bewege ich mich langsam auf meine Frage zu…
    Diese Canon muss jetzt endlich ausgetauscht werden und zwar in eine DSLR.
    Meine Anforderungen:
    -tolle Bilder machen auch wenn ich mich zu blöd anstelle (Quatsch)
    -robust auch mit Regen und Staub (Bergführer)
    -Landschaftsfotografie
    -Veranstaltungsfotografie (auch Konzerte(meine Frau Gitarre) —> wenig Licht)
    -Gewicht, egal wenn es Sinn macht.
    -bin leider Perfektionist

    Landschaftsfotografie wird den Großteil (70%) ausmachen, dennoch als gebranntes Kind mit der G10, viele Pixel, kleiner Sensor, will ich jetzt wenig Pixel auf großen Sensor?!? 🙂
    Das Rauschverhalten bei hohen ISO Werten ist mir ein großes Anliegen.
    Da Canon mich mit der G10 veräppelt hat, bekommt diesmal mein Geld Nikon. Gerechtigkeit muss sein. Ich weiss, andere Mütter haben auch hübsche Töchter nur dann wird’s für mich unüberschaubar und das in meinem Alter…
    So habe ich mir gedacht, kauf ich mir die D750.
    (Budgetmäßig meine Liga und Obergrenze)
    Nun kam aber die D500 auf den Markt und macht die Leichtigkeit der Entscheidung zu Nichte. (hätten auch noch warten können mit der 500er grummel)
    Die soll im hohen Iso Bereich auch sehr gut sein… oder?
    Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen, bei der Objektivwahl werde ich nicht geizig sein. Was nützt ein HighEnd Verstärker wenn die Lautsprecher Müll sind… usw,
    Aus meiner G10 konnte ich die Konzert RAW Daten nach stundenlanger Lightroom Schummelei augenfällig machen. Aber wehe ich habe nur ein ganz klein wenig gezoomt. (von 1:1 sprechen wir gar nicht, is ja auch Quatsch am Monitor) War schon so verzweifelt, dass ich die Kamera (Sensor)vorsichtig gekühlt habe, soll ja was bringen angeblich.
    Werde mich vorwiegend im Weitwinkelbereich aufhalten und mir erstmal ein Objektiv leisten mit Festbrennweite.

    So nun brauch ich eine Entscheidungshilfe:
    Bin ich zu ängstlich, dass ein C-Format mir zu wenig Qualität bei Veranstaltungen, Konzerten etc. bringt?

    Die Crop Kameras haben die Vorteile im Gewicht, Größe und die Objektive sind etwas günstiger…
    Mir geht es aber in erster Linie um Qualität alles andere reiht sich darunter.

    Lieben Dank
    und Grüße an alle entscheidungsfällenden Leidgenoss(innen)
    Martin

  24. Nutzer Avatar

    Servus,
    ist ein etwas älterer Beitrag, aber ich bin nunmal erst jetzt darüber gestolpert, so what… 😉

    Ich denke ein grosser Faktor bei der Frage, ob man von Crop auf Vollformat (eigentlich heisst das Ding ja „Kleinbildformat“, aber dieser Kampf ist verloren…) wechseln soll, ist die Tatsache, dass man bei dieser Überlegung meistens innerhalb seines Universums bleibt. Sprich: man steht vor einem Wechsel von einen Canon-Crop zu einer Canon-Vollformat, oder von Nikon-DX zu Nikon-FX, usw. Ist ja auch logisch, man will ja sein bisheriges Zubehör usw. weitestgehend noch mitbenutzen können. Alles innerhalb des selben Herstellers. Und ja: hier sind die Sprünge bezüglich Bildqualität tatsächlich nicht so wahnsinnig gross. Wenn nun aber ein anderer Hersteller bei seinen Crop-Cams eine vergleichbare Qualität abliefen würde, wie z.B. Canon bei seinen Vollformat-Cams…., was dann?

    Lassen wir mal die analoge Zeit weg: irgendwann hatte ich mal die Canon 7D, und holte mir später die 6D dazu. Ich „wechselte“ nicht, ich nutzte beide parallel. Und ja: die 6D gefiel mir besser, denn im direkten Vergleich hatte sie eine bessere Bildqualität. Vor kurzem hatte ich dann die Gelegenheit eine Fuji X-Pro2 für eine Woche zu nutzen. Und das war wie ein Erwachen: das kleine schmucke Teil lieferte eine bestechende Bildqualität. Klar, dass man sich da sofort fragt: warum zum Geier schleppe ich überhaupt noch das grosse Equipment durch die Gegend rum? Wobei man ja sagen muss, dass die 6D in dieser Hinsicht sogar noch recht kompakt ist (die Objektive allerdings nicht…).

    Um es kurz zu machen: ich habe sofort meinen ganzen Canon-Krempel verkauft, 7D, 6D, 70-200/2.8 IS II, 24-105, 50/1.2, undsoweiter und sofort. Einfach alles. Auch mein geliebtes 100/2.8 Macro, alles weg. Und habe mir stattdessen die Fuji X-T2 geholt. Als erstes Objektiv das 56mm/1.2, weitere werden folgen.

    Was soll ich sagen: der Wechsel fiel mir ehrlich gesagt sehr einfach. Völlig emotionslos. Was soll daran auch so wahnsinnig schwer sein? Bestehendes Equipment verkaufen, neues kaufen, fertig. Das einzige ist natürlich die persönliche Umgewöhnung, aber man kann nun mal nicht alles haben: wenn man sich – wie auch immer – weiterentwickeln will, dann muss man halt dazu lernen.

    Ich bin jedenfalls von der X-T2 begeistert (die ich mir übrigens in der wunderschönen Graphite Version geholt habe), denn was dieser Crop-Sensor liefert, ist einfach fantastisch. Zudem entspricht sie der Optik und der Hauptbedieung den klassischen analogen SLRs von damals (und ja: ich fing 1986 mit SLR an), und das macht einfach mehr Spass. Und letzten Endes bringt auch das eine Fotografen weiter: wenn er mehr „Spass“ am Fotografieren hat, vollkommen abseits irgendwelcher Qualitätsdiskussionen. Das führt indirekt auch zu „besseren“ Bildern.

    Was ich damit sagen will: viele blockieren sich mit sinngemässen Aussagen: „huh…, so ein Systemwechsel muss wohl überlegt sein, da kann man nicht einfach so mal eben wechseln“. Ich hab’s gemacht, von heute auf morgen, ruck zuck. Und ich lebe immer noch. 🙂 Ich hätte auch gewechselt, wenn ich berufsmässig fotografieren würde (bei mir ist es nur semi-professionell), hätte dann aber vielleicht die Systeme parallel benutzt. Aber dies nur, weil ich dann ja einkommensmässig davon abhängig wäre. Quasi wie ein Backup. Aber am Ende würde ich auch dann ganz klar mit Fuji da stehen.

    Grüsse!

    • Nutzer Avatar

      Hey Giuseppe,

      das sehe ich ganz genauso. Ich finde bei einem Wechsel von Crop auf Vollformat tauschst du normalerweise auch die Objektive, daher ist auch das ein sinnvoller Zeitpunkt zum Wechseln. Ich finde die Fujis übrigens auch klasse, so einige meiner Kollegen auch. Danke für das Teilen deiner Erfahrungen!

      Liebe Grüße,

      Matthias

  25. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias,
    ich bin froh dass ich diesen Blog gefunden habe, er ist sehr interessant. Mein Fotoweg ist gerade andersherum – als Hobbyfotografin bin ich erst seit kurzem dabei, früher hatte ich immer eine kleine Canon Ixus und wußte gar nicht was Sensoren sind. Aber dann wurde es ernst – und es mußte eine Bridge Kamera her – die Sony R10. Ganz toll. Da wußte ich immer noch nicht so richtig was Sensoren sind. Langsam wurde mir klar – so geht das aber nicht. Der Sensor muss größer sein, und der echte Fotograf arbeitet mit Festbrennweiten ud zoomt mit den Füßen. Um es kurz zu machen, über Pentax APSC, dann Sony Vollformat, dann Fuji APSC und dann Panasonic MFT mache ich nun den Schwenker zurück und habe gerade vom Verkaufserlös des letzten Equipments eine Canon 6D ii gekauft. Dabei habe ich tatsäclich den Gewichtsfaktor bei den Objektiven übersehen, aber ich wollte mich sowieso nicht in Richtung – nun muss ich die L-Objektive alle haben – ziehen lassen. Das geht sowoeso nicht da zu teuer. Höchstens mal eines. Toll ist an der Kamera, ich bin schon 60 – die klare Bedienbarkeit. Alle Knöpfe in einer Reihe, und wirklich alle Funktionen auf der Oberfläche. Bei allen anderen Kameras fragt man sich immer – war das mit den Iso jetzt rechts am Drehrad oder links – und auch das kleine Display auf der 6D oben, das ich früher hoffnungslos veraltet fand, macht richtig Sinn. Irgendetwas müssen diese Kamerahersteller, die sich nicht dem Hype um den Retrolook verschrieben haben, richtig machen, sonst wären sie nicht mehr am Markt. Was mich auch stört ist dass nahezu alles heute Sony Sensoren hat nachdem was man hört – alles derselbe etwas klinisch brilliante Look – und dass man einem Fuji Bild meistens ansieht, ach ja, ein Fuji Bild. MFT sieht in meinen Augen immer etwas kompakt und flach aus im Ergebnis, aber das ist vielleicht auch Einbildung. Irgenwann wird das auch langweilig. – Ich glaube man kehrt irgendwann zurück zu der Marke mit der man einmal angefangen hat, daher haben Canon und Nikon durchaus noch Chancen am Markt zu bestehen – macht es wirklich etwas dass Canons Sensoren nicht von hinten beleuchtet sind??? Immerhin differenziert man sich damit ja vom großen Sony Sensor Rest, oder? – Letztendlich glaube ich es ist wichtig zu verstehen, dass es nie die eierlegende Wollmilchsau gibt – alles ist ein Kompromiss. Natürlich ist Vollformat mit einem kleinen leichteren Objektiv, das nicht so gut ist, und vielleicht der bewußten Beschränkung auf wenig Objektive auch ein Kompromiss, ebenso wie APSC mit einem Zeiss Objektiv oder dem kompletten Objektivpark, oder aber Pentax FF aber mit den alten Pentax Objektiven. Darum kann man gleich hier und jetzt aufhören weiter zu suchen und einfach das nehmen, was man hat. Meistens folgt man doch nur der großen Marketing Maschine. Retro, dass ich nicht lache….. 🙂

  26. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias
    Das Vollvormat löst wohl bei vielen Fotofreunden ein Gefühl des Habenwollens aus was durchaus nicht unbegründet ist. Mit besten Linsen ausgestattet produzieren sie in der Hand eines Könners klasse Bilder . “ Diese gibt es nur mit Vollvormat „- glaubt man der Werbung. Klasse Bilder kann man mit allen Formaten hinbekommen die Grenzen der Formate verwischen immer mehr durch den großen Fortschritt der Elektronik. Auch die moderne Bildbearbeitung tut ein übriges. Jeder muß selbst entscheiden was er will und meint zu brauchen das sieht man ja auch bei Deinem Fotowerdegang. Ich bin Landwirt (67) -jetzt Rentner – und fotografierte als Jugendlicher mit REVUE von Quelle – bis meine Frau und ich zu unserer Hochzeit 1974 eine Leitz-Minolta CL von Freunden geschenkt bekamen. Damit begann für mich eine etwas ernsthaftere Fotografie die aber immer nur Hobby blieb und auch Dank meines „Finanzministers“ nicht in Geldverschwendung ausartete. Fotografie kann eine große Geldvernichtungsmaschinerie sein ! Im Laufe meiner „Karriere“ wurde ich ein überzeugter Minolta- und später ein Sony Fan. Ich hatte Spass mit einer Dynax 7000 AF danach eine APS, die Vectis S1 und dann meine erste “
    Digitale“ die Dimage A200 (8Mp) die ich 2005 kaufte und die heute noch mit ihren alten Accus bestens funktioniert.( Ich liebe sie ) . Danach machte ich mit der Sony A 100 weiter und nach einer Zeit mit einer Preiswerten aber mit hervorragender Bildqualität gesegneten A58 bin ich heute bei einer A6500 gelandet. Als Hosentaschenkamera habe ich in einem Taschentuch eingewickelt in der Arbeitshose seit 5 Jahren eine RX100 oft dabei. Alle meine Kameras benutzte ich im rauhen Landwirtschaftsalltag, in der Mähdrescherstaubwolke , in der Heuernte, beim staubigen Ackern, morgens und abends beim Tau und im Stall . Im Winter sind sie im Forst dabei – wenn sie einmal feucht wurden habe ich sie im Heizungsraum getrocknet. Bis auf einen kleinen Herstellungsfehler bei meiner Vectis der im Laufe der Garantie behoben wurde hatte ich keinen weiteren Ausfall bei Kameras und Objektiven! Deshalb hoffe ich immer bei jedem neuen Kauf eines Sony – Produkts das hoffentlich viel „Minolta“ vererbt wurde! Trotzdem liege ich manchmal im Bett und rechne die Euros aus die ich in 50 Jahren für dieses Hobby ausgegeben habe und dann denke ich als sparsamer Landwirt immer daran was ich für das Geld alles in unserem Betrieb hätte investieren können. Nur dann wäre jetzt unsere Freude nicht da beim betrachten, drucken, verschenken usw. Wenn ich aber in einigen Fotoforen lese was manche Fotofreunde an Equiment haben oder haben wollen denke ich an Deren Familien die hoffentlich nicht ein paar Monate von Wasser und Brot leben müssen – eine Vollvormat für 5000 Euronen – dafür kann man bei uns einen viertel Hektar bestes Ackerland kaufen! Jeder von uns hat eigene Vorstellungen zu seinem Hobby wichtig ist nur das es Spaß macht und nicht in Stress ausartet.Ich habe bis jetzt – und hoffentlich für immer meine klitzekleine Sucht nach Vollvormat unterdrückt und habe jetzt Spaß mit einer schönen leichten kleinen (teuren) handlichen A6500 an die ich mit Begeisterung meine alten A-Linsen adaptiere aber die eben auch nur mit den besten Linsen zur Höchstleistung aufläuft. Es muss nicht immer regelmäßig die neueste Kamera sein und APSC genügt bei dem heutigen Stand für mich vollends. Wenn ich die Bilder meiner ersten Digitalen mit ISO 400 betrachte – Uhhh – trotzdem haben auch sie ihren Charme. Etwas Anspruch sollten wir schon – wenn wir das Hobby ernsthaft betreiben wollen – an uns stellen aber Partner und Geldbeutel auch im Auge behalten – Fotografie i s t ein teures Hobby.
    So jetzt habe ich auch mal etwas Senf auf dieser schönen Website dazugegeben, hoffentlich kam ich nicht belehrend rüber
    (jeder kann machen was er will) und entschuldigt mein Ausschweifen (meine Frau sagt das auch immer) ! Übrigens haben unsere Kinder und Enkel wohl nicht viel von meinen Fotogenen mitbekommen – wenn sie mal verreisen wollen und ich Ihnen eine Kamera anbiete sagen sie immer – ach Opa wir haben doch das Smartphone….. kein Wunder das die Kameraindustrie am Hungertuch nagt und bald nur noch auf uns (reiche) Rentner angewiesen ist ( war Spaß)….

  27. Nutzer Avatar

    Hallo, ich nochmal 😉
    nach intensiver und langer Recherche für meinen Systemwechsel und durchlesen hunderter Foren Beiträge und anschauen vieler YouTube Videos habe ich mich auch endlich entschieden was ich machen werde.
    Ich habe jetzt noch ein Sony APS-C mit SLT technik.
    Viele schwören ja auf MFT und kommen immer wieder mit den Argumenten Größe und Gewicht und Preis.
    Ich habe mir mal überlegt was ich für MFT bräuchte also die Brennweiten und die Lichtstärke die ich gerne hätte und bin dann bei folgendem gelandet.
    Eine Panasonic G9 Preis 1700 Gewicht 658 Gramm
    Festbrennweite 42.5 mm 1.2 Preis 1600 Gewicht 425 Gramm
    Festbrennweite 12mm 1.4 Preis 1400 Gewicht 335 Gramm
    Macht zusammen 4700 Euro und wiegt 1418 Gramm.
    What the Fuck, und das für MFT?
    Wozu denn dann noch MFT für den selben Preis und den selben Gewicht bekomme ich eine TOP Kleinbild Ausstattung.
    Ich warte jetzt noch auf die Daten für die Sony A7iii ansonsten hole ich mir eine A7Rii. Kosten 2400 Gewicht 638 Gramm.
    Folgende Objektive habe ich mir bereits zu Black Friday vergünstigt bei Zeiss direkt gekauft:
    Zeiss Batis 25 2.0 1105 Gewicht 335 Gramm
    Zeiss Batis 85 mm 1,8 Kosten 1020 Gewicht 452
    Macht zusammen 4525 Gewicht 1425 Gramm.
    Jetzt stelle ich die Frage, wozu MFT? Ich zahle das selbe für Kleinbild mit lichtstärkeren Objektiven mit mindestens genau so guter Qualität mit dem selben Gewicht!
    Und ja wenn man extra lange Brennweiten nutzen will ist ist MFT leicht im Vorteil vom Gewicht aber bei der A7Rii oder iii kann man auf APS-C umschalten, dann ist die Differenz nicht ganz so groß.
    Zudem ist man bei schlechtem Licht und hohem ISO mit der Kleinbild Kamera auf der besseren Seite.
    Was reden die Leute da in den ganzen Foren oder bei YouTube, hat keiner mal Preise und Gewicht verglichen?
    Oder liege ich falsch, habe ich bei MFT was übersehen ?

    Gruß

    Adrian

    • Nutzer Avatar

      Du hast Recht, die von dir genannten MFT Objektive sind teuer. Ich denke allerdings die G9 ist nicht genau vergleichbar mit der A7 III, eher mit der A9 von Dingen wie Serienbild /Sucher etc PP. Das bessere Rauschverhalten dürfte durch die grösseren Blenden der Objektive fast nebensächlich werden, Vorteile bei der Tiefenschärfe auch, und wenn wir jetzt sagen du möchtest im Urlaub vielleicht doch ein 24-70 dabei haben….dann ist es eben einfach Geschmackssache was man haben möchte. Lichtstärke 1.4 oder gar 1.2 bei Vollformat wird dann eben doch ganz anders schwer. Ich gebe zu Bedenken: der Body ist ja nach 5Jahren quasi die Hälfte wert. Die Optik mit „Leica“ vorne drauf bringt dir immer 75% des UVP wieder rein. Die A7III hat dich sicher glücklich gemacht oder? Ich fotografiere mit ner G85 und dem 42.5 1.7 sowie 20 1.7 und nem 60 2.8, zusammen weniger € als ne G9, das ist auch deutlich leichter. Klar können einige mit ner A7 tolle Sachen machen, aber wenn ich die Bilder bei Flickr und so anschaue haben da viele nur in Status investiert. Gut Licht!

    • Nutzer Avatar

      Hallo Adrian,
      Vielen Dank. Ich finde deine Gedanken und Ansichten sehr interessant. Außerdem spiele ich mit dem gleichen Gedanken der Anschaffung einer Sony A7iii. Jetzt wollt ich dich fragen ob du bereits eine Entscheidung getroffen hast?
      Danke und LG Fabio

  28. Nutzer Avatar

    Hallo zusammen,
    ich finde es sehr interessant, an Euren Erfahrungen und Einschätzungen teilzuhaben. Ich stelle fest, dass man als technikinteressierter Mensch eigentlich nie zu 100 % mit seiner Kamerawahl zufrieden ist, weil es spätestens nach einigen Monaten immer eine vermeintlich bessere Alternative gibt. Dies ist übrigens unabhängig davon, ob man innerhalb derselben Sensorgröße schaut oder darüber hinaus.
    Für mich ist APSC die richtige Wahl. Jedes andere Format, das irgendetwas viel besser kann, hat an anderer Stelle auch einen Nachteil. Mit meiner Nikon D 7500 und meiner Fuji X100F habe ich zwei Extreme dieses Formats abgedeckt und habe je nach Laune oder Einsatzbereich immer eine passende Kamera zur Hand. Und es wird nie langweilig.

    • Nutzer Avatar

      Hallo Klaus,

      danke dir für den Einblick in deine Erfahrungen. Es ist wirklich total unterschiedlich, was jeder dann am Ende für sich herausfindet. Ich habe übrigens auch seit Kurzem die X100F und fotografiere derzeit praktisch nur noch damit. Macht echt Spaß!

      Liebe Grüße,

      Matthias

  29. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias,

    vielen Dank für Deinen Blog.
    Ich bin vor einen Jahr Low-Budget ins Fotografieren eingestiegen. Fasziniert hat mich das immer, nur leider haben entweder Geld, Zeit oder Beides gefehlt.
    Ich habe mir eine gebrauchte, aber kaum genutzte Nikon D5100 aus dem Netz gefischt und mit dem Kit ganz gute Ergebnise erziehlt. Ich fotografiere am liebsten Insekten, Vögel, Blumen…. Nach 2monatigen Onlinekurs, vielen Praxistests habe ich mir für meine Crop das Tamron 28-75 f2.8 gegönnt.
    Nun bin ich sozusagen angefixt… Die Linse, obwohl günstig, ist der Hammer. Also die Überlegung das Teil auf ne Vollformat zu schrauben.
    Ich danke Dir für Deinen Blog. Jetzt kann ich Nachts wieder schlafen 🙂
    Werde wohl bei meiner guten, alten Nikon bleiben, ein Weitwinkel, eine Festbrennweite dazu packen und gut ist.

    Grüßele
    Chrissy

  30. Nutzer Avatar
    Johannes Bodengiss

    Guten Abend zusammen, Sprüche a la „nicht die Kamera der Fotograf……..“ oder „die beste Kamera ist die, die immer dabei ist…..“ helfen doch schlicht nicht weiter. Wer gern 8 kg durch die Gegend schleppt – soll schleppen. Wer irgendwas für „immer dabei“ sucht – ok, auch mit dem Handy (ja, auch damit kann man fotografieren!!) kann man es machen. Was also tun?
    Einfach mal den oft entscheidenden Aspekt ignorieren, den ich jedenfalls bei mir, jawohl, aber auch immer wieder bei Fotografen feststellen konnte. Wer einmal über die Fotokina ging, weiss was ich meine, wenn ich behaupte, dass es für viele Fotografen auch heute noch entscheidend zu sein scheint, welches Markenschild, am besten noch: welchen Preisschild auf dem Equipment draufpappt. Ich selbst habe sie durch: N, C, Fu und auch die größeren Sony’s. Bis ich mich einfach mal befreit habe: Das ganze Geraffel vertickt, den dritten Systemwechsel vollzogen und nun eine – ja, auch das geht – sündhaft teure aber vollkommen unscheinbare „Kompakte“ ohne die Chance, das Objektiv wechseln zu können (!), leicht, restlos alle technisch sinnvollen Möglichkeiten, akzeptabler Brennweitenbereich mit pikobello Glas, paar kleine Filter, ein kleiner Zusatzblitz und ein Bohnensack – fertig. Und was kommt raus? Bilder/Fotografien, um die ich beneidet werde. Und von Betrachtern fast immer der dümmste aller Sprüche, „wie, mit so einer kleinen Knippse geht das……?!“
    Genau, es geht, und wie!!
    Ich kann es nur empfehlen, weil es prima geht. Und statt wie viele an irgendeinem Fotospot an diversen Gläsern rumzuschauben nehme ich die Kleine, krabbel vielleicht durchs Gebüsch bis ich meine Art, ein Motiv zu betrachten gefunden habe und komme entspannt wieder aus dem Gebüsch hervor, während mancher noch in seinem Rucksack auf der Suche nach der vermeintlich richtigen Optik ist.
    Ich weiß schon, welche Resonanzen auf diesen Kommentar folgen. Ich erwarte auch gar nichts anderes.
    Aber ist es nicht genau das, was der Idealzustand sein sollte? Zufrieden (mit sich und der Knippse!!!) und umso offeneren Augen durch die Welt zu gehen, wandern, kriechen, klettern, fahren…………
    Nebenbei: Hat der eine oder andere Leser schon mal geguckt, womit Fotografen vor 20, 30 oder 40 Jahren gearbeitet haben?
    Eben.
    Dann haben sich hier eingangs genannten Sprüche je nach Blickwinkel entweder bewahrheitet oder sie sind ein Fall für die Tonne.

  31. Nutzer Avatar

    Hallo,

    wollte auch mal meine Meinung kund tun. Im Moment beschäftige ich mich auch mit dem Vollformat Thema. Sind wir mal ehrlich: das ist eindeutig eine Guster Sache. APS-C reicht für den Otto normale Bürger dicke aus. Mich persönlich reizt natürlich die Low Light Stärke, quasi als Puffer, aber der Preis ist schmerzhaft. Um aber zu einem späteren nicht komplett alles wechseln zu müssen, halte ich die Augen offen nach gebrauchten Objektiven die beide Formate unterstützen und die mir jetzt auch schon nutzen würden. Das Gewicht ist bei mir kein Thema, da ich oftmals mit 2 Kameras loszittere ( die zweite ist eine umgebaute IR Kamera) Zum Glück laufen meine 3 Kameras alle wie am Schnürchen und ansonsten würde ich eher im MIttelpreis Segment zuschalgen, was dann die beste Wahl für meinen Bedarf und Geldbeutel wäre. Auch dort gibt es ja genügend sehr gute Kameras, ich brauche keine 5D MK iv ;-))

    lg Frank

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    Sebastian

    Meine Nikon D800E und die passenden Sigma Art Linsen möchte ich nicht missen. Gewicht hin oder her. Farbbrillianz, Lichtemfindlichkeit und Lichtaufnahme durch den größeren Sensor + die Ultraschärfe der 800E sind grandios. Das hatte ich mit der APS-C vorher nicht.
    Auch hatte ich für die D800E ein Zeiss Apo Sonar Objektiv, welches unschlagbar präzise Farben und Schärfen produzierte (DXOMark fast perfektes Match)

    Am liebsten hätte ich die neue spiegellose Hasselblad, aber die Preise sind nur der Wahnsinn.

    Wenn die neuen gebeugten Sensoren auf den Markt kommen und dadurch spiegellose Vollformat Kameras kleiner und leichter werden und die Linsen handlicher, dann hat man das beste aus beiden Welten.

    Die Frage ist, was einen anfixt. Bilder bei denen jeder Pixel sitzt, sind für mich das größte von der technischen Seite her.

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    Hallo Johannes,
    darf ich fragen, mit welcher Kamera Du so erfolgreich „durchs Gebüsch krabbelst“?

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    Das ist schlicht und einfach nicht richtig. Was stimmt, Vollformat ändert keine Bildkomposition und ersetzt gutes Timing und gute Bedienung nicht, ist nicht zwingend schärfer, oder mit Zahlen auf Papier, sowie Pixeln unter der Lupe besser. Die Bilder bekommen einfach eine tollere Optik und bei Mittelformat noch mehr. Wenn man Fotos von einer Beule am Auto für die Versicherung macht, Urlaubsschnappschüsse, oder Blumen im Garten fotografiert, mag eine APS-C ein guter Ersatz sein, aber wenn man vor hat Bilder für ein anspruchsvolles Klientel zu machen, damit meine ich keine besoffene Hochzeitsgesellschaft und Jubiläum von Onkel Fred. Wenn es um Business geht, dann ist Mittel- und Vollformat Pflicht.

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    Ich hatte 2007 angefangen zu fotografieren mit einer Fuji-Finepix Kompakt-Knipse. Die Bilder waren messerscharf. jedoch konnte man die Belichtung nicht manuell einstellen und die automatische Belichtung orientierte am Neutralgrau, was zu überbelichtungen führte. CAs wurden nicht korrigiert und für Architekturfotografie war die Anfangsbrennweite zu lang.
    Ich konnte Sie noch innerhalb der 14-Tagesfrist gegen eine Nikon D40 eintauschen. Damit fotografierte ich sehr viel. Dann wechselte ich auf eine Nikon D5000, die eine deutliche Verbesserung war.
    Auch ich habe mich leider vom Vollformat-Hype irreführen lassen und mir von vornherein Objektive gekauft, die auch am Kleinbild-Format verwendbar sind, das Sigma 12-24 und das Nikkor 70-300. Beides sind an APS-C recht ordentliche Linsen, aber eben Hanteln. Der Preis hält sich indes im Rahmen.
    .
    Als ich dann die D600 schon auf dem Einkaufszettel hatte, kam das Problem mit den Ölflecken und somit eine Bedenkzeit. Die nutzte ich, um mir Bilder anzuschauen, die mit Kleinbildkameras gemacht wurden.
    Diese Bilder waren von auffälligen Randunschärfen, nicht auskorrigierten CAs, erschreckend hohem Rauschen (das wollte ich ja verringern) sowie mangelhafter Schärfentiefe gekennzeichnet. Außerhalb des APS-C-Bildkreises waren die Bilder generell nicht besonders scharf.
    Bilder, die mit der Nikon D800 gemacht wurden, waren insgesamt nicht wirklich scharf in der 100% Ansicht, was zeigte, dass die damals gängigen Nikkore an ihre Auflösungsgrenzen gelangt sind.
    Nun konnten ja die Fehler auch hinter der Kamera zu suchen sein. Also Blenden überprüft. Die waren in Ordnung, also förderliche Blende (F/11 bei 24Mpx, F/7,9 bei 36 Mpx) oder geringfügig größer.
    Man musste also schon sehr gute und damit meist sehr teure Objektive verwenden, um mit Kleinbildformat randscharf glücklich zu werden.
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    Um mit Kleinbild wirklich eine Verbesserung gegenüber APS-C zu erreichen hätte ich soviel Geld ausgeben müssen, dass es in keinem Verhältnis zum Nutzen stand.
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    Kleinbild war von Zettel.
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    MFT?
    – sichtbar größeres Rauschen in Abschattungen und
    – fehlende Dynamik in Spitzlichtern (vergoldete Uhren an Kirchen, Kuppeln, verchromte Teile, verzinkte Bleche).
    – extrem hohen Preise für Ultraweitwinkel-Objektive
    Für meine Zwecke eher nicht geeignet.

    Die Entscheidung viel auf: bei APS-C bleiben.
    Fuji? Ich weiß nicht. Die Fotos schienen irgendwie die Textur glatt gebügelt zu haben. Aber vielleicht waren es nur die falschen Fotos. Sony? war mir irgendwie zu weit weg.

    Ich blieb erst mal bei Nikon und entschied mich aufgrund der größeren Pixel und der hohen Dynamik für die D5100 und gegen die D5300. Die Dynamik dieser Kamera ist tatsächlich sehr hoch. Im Grunde ist die Kamera von der Bildqualität der D800 sehr ähnlich, hat auch denselben Pixelpitch.

    Aber die technische Entwicklung blieb nicht stehen.
    Es waren feine Sachen, die die Spiegellosen boten:
    – Wasserwaage
    – RGB-Histogrammvorschau
    – Bildvorschau
    – Überbelichtungsanzeige
    – Fokus Peaking
    – Fokus Lupe

    Darauf wollte ich nicht länger verzichten.

    Es wurde zunächst ein Sony A6000 Doppelzoomkit und zugekauft das SEL1018. Leider zeigten sich bei letzterem starke Dezentrierungen, auch bei dem Austauschobjektiv. Das veranlasste mich, auch die beiden Kitobjektive genauer unter die Lupe zu nehmen. Das SEL55-210 war noch schlimmer.
    So etwas kannte ich bisher nicht von Nikon oder Sigma. Ich war maßlos enttäuscht. Ich gab das Zeug komplett zurück.

    Wieder geschaut, was es noch gibt.
    Ich fragte bei einem Händler an, ob es möglich ist, mit einer EOS-M3 Testfotos zu machen um sich diese zu Hause in Ruhe anzusehen.
    Verglichen wurden dann Aufnahmen EOS M3 mit 18-55er Kitobjektiv (deutlich besser als das 15-45) und Nikon D5100+18-55 VR Kit-Objektiv.
    Beim Hochziehen der Schatten (RAW) zeigten sich bei der EOS M3 viel mehr Details. Das Bild war insgesamt schärfer, vor allem brillianter und das allerdings ca. 7 Jahre jüngere Objektiv deutlich besser als bei der Nikon D5100. Nur in den Spitzlichtern ist die NIkon D5100 geringfügig besser, bei allerdings größeren Pixeln.
    .
    Ich kaufte die EOS-M3
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    Es fällt überhaupt auf, auch wenn man sich die Vergleichsbilder auf dkamera.de anschaut, dass die Fotos von Nikon und Sony nicht die Brillianz der Canon-Aufnahmen aufweisen. Die Bilder von Sony und Nikon (mit Ausnahme der D500 und der D5600) wirken stumpf, wie als wenn man da mit einem aggressiven Tiefpassfilter drüber gegangen ist. Canon-Bilder hingegen sehen sehr klar aus.
    .
    Mein Fazit: In den Spitzlichtern mögen die Sony-Sensoren bei niedrigen ISO-Werten eine bessere Dynamik haben. Ansonsten ist Canon nach meinem Eindruck in der Bildqualität überlegen. Auch die Farben sind bei Canon viel harmonischer und natürlicher als bei der Sony A6000. Das ist jedenfalls meine Eindruck. Sony und Nikon sind deswegen nicht schlecht, aber eben auch nicht das, was mit der einseitigen dynamik-orientierten Werbung suggeriert wird.
    .
    Ich werde bei der EOS M3 bleiben. Für höhere Geschwindigkeiten behalte ich die D5100.
    .
    Die APS-C EOS M3 kriege ich mit einem Carbonstativ mit einem Packmaß von 33cm bei voll ausgefahrener Mittelsäule und Fernauslöser stabil.
    Wenn ich daran denke, was man für Stativmonster benötigt, damit schon eine APS-C DSLR mit 70-300 Kleinbild-Teleobjektiv am Stativ nicht schwingt, dann kommt wahrlich kein Bedürfnis nach Vollformat auf.
    .
    Ich werde wohl bei APS-C bleiben, solange MFT da nicht annähernd herankommt.
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    Größere Formate wie Kleinbild haben meiner unbedeutenden Meinung nach nur Sinn, wenn man große Auflösung und/oder hohe Dynamik benötigt und nicht auf moderne Technologien wie Panorama oder HDR zurückgreifen kann.

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      Bin in vielen Foren aktiv und lese viel auf Webseiten die Fotografie betreffend, aber Du bist tatsächlich die erste von der ich lese, dass sie Bildqualitativ Bilder aus Canon Kameras besser findet als die aus Sony und Nikon Kameras. Respekt. Selbst eingefleischte Canon Jünger geben am Ende zu, dass z.B. Nikon Kameras mehr Dynamik bieten würden, wenn auch auf hohem und kaum unterscheidbarem Niveau. Die Kamera Sensor Ratings von DXO sagen das übrigens auch, wenngleich natürlich alles unter Laborbedingungen ermittelt. Aber gut, Dir gefallen die Fotos von Canon DSLRs halt besser, und über Geschmack läßt sich halt nicht streiten.

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    Hallo Matthias, dein Thema Crop vs Vollformat hat viel ausgelöst. Dank an die Beitragenden für erhellende Posts.

    Hab vor 10 Jahren mit Spiegelreflex begonnen. Canon 500d. Nur available light, people, Veranstaltungen, möglichst unauffällig.
    Da brauch ich Lichtstärke, Iso Reserven.
    Die Kameras wechselten.
    Der Schritt (nicht Wechsel!) ins Vollformat mit der 6d ein Quantensprung. Dazu die 80d als Alternative bzw Ergänzung.
    Objektive gibt es dicke wie kompakte. Canon hat logische Bedienung, große Objektiv-Auswahl, dazu Fremdhersteller. Die analogen gehen auch und sind günstiger.
    Für die Jackentasche liegt noch eine MFT (Panasonic gx80) in der Schublade und eine Einzoller Pocket (Sony RX 100)
    Alle machen gute Bilder.
    Aber ohne ein richtig lichtstarkes Objektiv ist die beste Kamera nix.

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    Heribert Jäger

    Bin zufällig auf diesen Blog gestoßen. Als Rentner bin ich heute ambitionierter Fotoamateur, will also kein Geld mit meinen Bildern verdienen. Fotografiert wird, was bei Reisen und Wanderungen oder auch zu Hause interessant erscheint, vom Makro über Architektur bis zu Landschaft zu jeder Tages- und Nachtzeit. Und wenn Bewegung im Bild ist, nehme ich auch diese auf und mixe dann alles zu einem Video. Abgelegt werden die Ergebnisse auf meinem NAS und je nach Zielgruppe und Format editiert als Fotobuch, in Instagram, Facebook oder Youtube. Mein fotografischer Werdegang hat viele technische Entwicklungen mitgemacht: Analoge Spiegelreflex mit Weit-, Normal- und (kleinem) Tele-Objektiv für Dias, analoge Kompaktkamera mit Zoom für Papierbilder, VHS-C und S-VHS und Mini-DV-Videokamera mit 3M-Fotofunktion, 2M-Kompaktkamera mit Zoom, 10M-Kompaktkamera (Nikon P7000) für Reisen und Wanderungen, Gopro Hero 3+ mit 3-Achs-Gimbal für Videos während Wanderungen und Skifahren und jetzt bin ich bei einer 20M-Bridgekamera (Panasonic FZ2000) mit einem großen Funktionsumfang für Foto und Video. Der optische Zoombereich von 28 bis 480 mm KB kommt meinen Interessen entgegen. Die drei zuletzt genannten Kameras werden je nach Anwendungsfall kombiniert. Vollformat oder APS-C oder… stand bei mir nie zur Debatte. Die Schlepperei von mehreren Objektiven kam für mich nach den Erfahrungen der Anfangszeit nicht mehr in Frage, also schieden Kameras mit Wechselobjekten aus. Klar muss man bei einem 1″-Sensor auch Kompromisse eingehen, aber 4K-Videos bei Nacht brauche ich nicht, Sternaufnahmen bis 30 Sek bei ISO 100 funktionieren gut, und die leichte Sternwanderung kann ich verschmerzen; die manuelle Fokussierung im Dunkeln ist da schon eher eine Herausforderung – egal bei welchem Sensor. Bei dem heutigen Funktionsumfang (z.B. 4K-Foto, Fokus-Bracketing, Fokus-Ziehen beim Video, 4K-Video mit live- oder nachträglichem Zoom, Zeitlupe, Zeitraffer bei Video und Bildserien mit Stapelung in Photoshop) tritt eine geschickt gestaltete Ergonomie in den Vordergrund – da lernt man Touch-Displays und programmierbare Funktionstasten schätzen. Das mag Pixel- und Rausch-Rechnern die Nase heben, aber die Kameras sind für mich Begleiter bei Reisen und Wanderungen und stehen nicht im Mittelpunkt. Und noch eine Anmerkung zu Fernauslösungen: Wenn es schnell gehen soll, hilft auch eine Selbstauslösung von 2 Sek zu verwackelfreiem Aufnehmen vom Stativ. Und ich schätze die Image-App zur Fernsteuerung vieler Funktionen der Bridge über mein Tablet sehr.

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    Nur weil ich es interessant was für verschieden Jahrgänge welche Kameraentwicklung mitgemacht haben, ich bin 86 geboren und hab mich 2013 zum ersten Mal mit Fotografie beschäftigt, eine spottbillige Panasonic G3 gekauft und dann für mehr oder weniger Porto tolle Sachen wie ein Hexanon 50mm 1.4 gekauft und adaptiert. Bei einer Linse hing als Rückdeckel ne Konica tc dran und da ich von den Objektiven adaptiert nicht soo begeistert war mal nen Fuji C200 durchgejagt und zur Drogerie gebracht. Der Kiefer wollte kaum wieder schließen, so sind einige meiner Lieblingsbilder entstanden. Vollformat kann man für 50€ bekommen wenn man mag… Finde gerade bei Porträt ein tolles Mittelformatbild so viel ästhetischer als das zwangsläufig totbearbeitete 36MP Digitalbild. Jedenfalls habe ich Mittlerweile eine komplette Dunkelkammer gebraucht erstanden und insgesamt immer noch weniger bezahlt als für eine gebrauchte digitale Kleinbildformatkamera. Leider sind die Preise für analoge Objektive etc angezogen… Eins zwei Sachen hätte ich damals besser mal gekauft… Vielen Dank für deinen ehrlichen Artikel, dieses ganze Marketing macht alle verrückt!

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      Danke dir für den Einblick! Der Artikel ist wirklich nur meine persönliche Erfahrung, ich glaube für andere Fotografen kann das absolut anders sein.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  39. Nutzer Avatar
    Bernd C. Müller

    Nun möchte ich auch mal meine eigenen Erfahrungen mit dem Thema posten. Denn ich bin nicht von APS-C auf das Kleinbildformat umgestiegen (und schon gar nicht wieder zurück), sondern ich habe es ergänzt damit. Aber der Reihe nach. Mein Einstieg 2010 war Nikons D3000 als Schnäppchen Angebot mit 18-55er Kit-Zoom im MM, welche ich mir für eine Reise ins Allgäu anschaffte. Im Laufe der Jahre kamen verschiedenste Objektive für mein neuentdecktes Hobby dazu (es war eigentlich mehr ein reges Kommen und Gehen der Gläser, alles vom Gebrauchtmarkt). Über die D90 und die D7000 kam ich 2016 dann zur phänomenalen D7200. Mit der bin ich auch bis heute eigentlich total zufrieden. Dennoch, auch ich lese ständig davon, dass man ja eigentlich eine Vollformat Kamera haben müßte wenn man etwas auf sich hält.

    Nun begab es sich, dass ich zu etwas Geld kam letztes Frühjahr, und ich kaufte mir eine einjährige D750 mit nur 236 Auslösungen vom Marktplatz vom „großen Fluss“ für recht wenig Geld. Und ich muß sagen, trotz der bis auf den Sensor weitestgehenden Ähnlichkeit zur eigentlich jüngeren D7200 merkte man schon einen gewissen Unterschied. Weniger beim reinen Bild, obwohl ich mir auch dort eine geringfügig größere Dynamik einbilde, aber was Freistellung und Reserven bei schlechtem Licht anbelangt merkt man schon noch die natürlich bekannten Vorzüge einer FX Kamera gegenüber einem DX Exemplar.

    Ursprünglich spielte ich sogar mit dem Gedanken, die D7200 irgendwann abzustossen weil ich nahezu immer lieber die D750 mitnehme wenn ich mal Lust aufs Fotografieren habe. Doch davon bin ich inzwischen ab, denn beide haben nun bei mir ihre Daseinsberechtigung. Vor allem weil ich für DX zwei fantastische Objektive besitze, die es für FX entweder nicht gibt oder aber nur sehr sehr teurer etwas äquivalentes angeschafft werden müßte für meine D750. Dabei handelt es sich um das Sigma 18-35 F1.8 ART und um das vergriffene 50-150 F2.8 mit OS von Sigma, damals als eines der schärfsten Gläser die viele Tester je im Labor hatten ausgezeichnet worden.

    Brauche ich nun viel Brennweite, dann kommt die D7200 in die Tasche (wegen des Crop Faktors), auch für Sport mit letztgenanntem Objektiv. Und ein Waldspaziergang mit dem 18-35er und dessen Freistellung sowie allgemein Landschaftsbilder mit diesem hochauflösenden und scharfen Objektiv sind auch eine Wonne. Für alles andere und meine Urlaube nehme ich die „Große“ mit, die letztlich übrigens kaum größer als die D7200 ist (das zum Thema Vollformat sei groß, schwer und teuer).

    Man sieht also, es ginge bei Bedarf auch beides und man muß nicht unbedingt die dicken und schweren Super Objektive für Vollformat besitzen. Ein paar schöne Festbrennweiten mit großer Offenblende sind daran auch toll. Ich werde wohl weiterhin beide behalten. Aber vielleicht komme ich mal an richtig viel Geld, dann gönne ich mir vielleicht die D850, denn damit könnte ich sogar beide Welten gut abdecken und selbst die reinen APS-C Objektive im DX Modus dieser Kamera gut nutzen. Ginge zwar auch mit der D750, aber bei dessen DX Modus bleiben nur rund 10 Mpx über, bei der D850 wärens aber schon deren 20.

  40. Nutzer Avatar
    Angelika

    Ich möchte dir, Matthias, für diesen Blogeintrag ganz herzlich danken. Vor über 40 Jahren habe ich meine ersten Schritte mit einer Spiegelreflexkamera von Mamiya begonnen, die ich gerne auf meinen Reisen und Wanderungen mitnahm. Vor 9 Jahren habe ich mir dann eine Canon 450D gekauft, von der ich vor anderthalb Jahren auf eine Canon 80D gewechselt habe. Mit dieser Kamera bin ich sehr zufrieden. Da ich wirklich an der Fotografie interessiert bin und mich verbessern möchte, besuche ich seit zwei Jahren einen öffentlichen Kurs an der Schule für Gestaltung. Dort habe ich das Gefühl bekommen, dass ich mit dem Kauf meiner 80D einen Fehler gemacht habe und dass Vollformatkameras die erste Wahl seien. Ich bin sehr froh, dass ich diesen Blogeintrag lesen konnte! Ganz herzlichen Dank an alle, die hier ihre Erfahrungen geschildert haben!

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      Hallo Angelika,

      ich denke am Ende hat jeder seinen eigenen Weg und seinen eigenen Glauben. Das ist auch total in Ordnung, solange einem die Fotografie Freude bereitet.

      Liebe Grüße,

      Matthias

      • Nutzer Avatar
        Angelika

        Beim nochmaligen Lesen habe ich festgestellt, dass ich mich etwas undeutlich ausgedrückt habe. Deshalb hier meine Ergänzung: Seit ich deinen Blogeintrag gelesen habe, macht mir das Fotografieren mit der APS-C-Kamera wieder viel mehr Freude. Ich habe jetzt nicht mehr das Gefühl, dass ich beim Kauf der Canon 80D einen Fehler gemacht habe 🙂

  41. Nutzer Avatar

    Vor fünf Jahren, als die Canon 70D und die Canon 6D auf den Markt gekommen waren, hatte ich mich entschieden, mich von meiner 60D zu trennen, die wegen der sich ablösenden Gummierung unansehlich geworden war und bei der mich die etwas umständliche Fokuspunktwahl und das Bildrauschen störten. Letzlich entschied ich mich für die 70D wegen der sonst neu anzuschaffenden Objektive, der geringen Zahl von Fokuspunkten und der Serienbildgeschwindigkeit von nur 4,5 bei der 6D. Habe tolle Bilder mit der Kamera gemacht. Aber relativ oft gab es Situationen, in denen das Bildrauschen stärker als die Freude über das Foto war, schließlich ist ein Blitzlicht nicht immer eine Lösung (oder auch nicht erlaubt). Und nun kam die 6D MarkII. Und alles, was ich an der 6D als Mangel gesehen hatte, war hier gelöst. Und auch für meinen Objektiv-Minipark habe ich eine Lösung gefunden. Nur ein Objektiv, das Tamron 24-70mm f.2,8 mit Bildstabilisator habe ich neu gekauft. Das Canon 70-200mm f.4 IS USM kann ich weiter benutzen, und sogar das Sigma 8-16mm funtioniert mit einem guten 1,4x Telekonverter sehr gut (ist zwar damit etwa ein 11-22mm mit f.8 geworden, aber das reicht für meine Zwecke). Und selbst das Canon 60mm f.2,8 macro kann ich an der 6D MII verwenden, denn es gibt inzwischen Telekonverter, mit denen EF-S Objektive am Vollformat verwendbar sind. Umgehauen hat mich lediglich der Effekt, als ich mein macro mit dem neuen Telekonverter 1,4x von Kenko auf die 70D setzte – eine enorme Vergrößerung des Abbildungsmaßstabes! Ich werde nun also mit beiden Kameras arbeiten, da jedes System Vor- und Nachteile hat, je nach der Aufnahmesituation. Was das Gewicht betrifft – als ich von einer Kompaktkamera zu DSLR gewechselt bin, war mir schon klar – bessere Fotos bedeuten mehr Gewicht für die Ausrüstung. Das ist mir das Schleppen wert. Noch bin ich jedenfalls gespannt, ob sich die neue Kamera gelohnt hat. Die ersten Eindrücke sagen „Ja“, aber die Fotosaison in diesem Jahr hatfür mich nocht richtig begonnen…

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