Ist ein UV Filter / Skylight Filter sinnvoll als Schutz für dein Objektiv? [Meinung]

Ist ein UV Filter sinnvoll? Lohnt sich ein Skylight Filter? Ich erkläre, wieso ich eher eine Streulichtblende als Schutz für das Objektiv nutze.

Ich bekomme per E-Mail immer wieder mal die Frage, ob ein UV Filter oder ein Skylight Filter sinnvoll als Schutz für das Objektiv ist. Häufig höre ich auch, dass Verkäufer in Fotogeschäften oder den großen Elektronikketten empfehlen, einen solchen Filter gleich zum Objektiv dazu zu kaufen. Heute möchte ich meine Meinung zu diesem Ansatz erklären.

UV Filter von Hama

UV Filter von Hama

Der Ansatz Bildqualität

Wenn du wie ich eine gute Bildqualität erreichen willst, dann hast du dir wahrscheinlich eine gute Kamera ausgesucht. Vielleicht hast du auch in gute Objektive investiert. In einem Objektiv sind verschiedene Gläser verbaut. Alle haben einen bestimmten Zweck. Jedes dieser Gläser muss zum System passen. Wenn eines dieser Gläser schlecht ist, dann sinkt deine Bildqualität. So ähnlich ist es mit einem Filter vor dem Objektiv.

Mit jedem Filter, den du vor dein Objektiv schraubst, hast du eine weitere Schicht vor dem Sensor, durch die das Licht hindurch muss. Wenn diese Schicht nicht gut ist, dann leidet deine Bildqualität. Leider wird bei UV und Skylight Filtern gern gespart. Umso wahrscheinlicher ist es, dass du hier keinen guten Filter kaufst.

Wenn es also schlecht läuft, dann hast du für eine gute Bildqualität mehrere hundert oder tausend Euro in Kamera und Objektive investiert, die du dir mit einem schlechten UV Filter wieder kaputt machst.

Soll ich jetzt nur teure UV Filter kaufen?

Dazu muss man erst einmal wissen, was ein UV oder ein Skylight Filter überhaupt macht. In der Regel sind diese Filter dazu da, leichte Farbverschiebungen im Bild zu korrigieren oder sie werden damit beworben, Dunst zu entfernen. Meiner Erfahrung nach lassen sich beide Punkte in der Nachbearbeitung leichter lösen.

UV Filter von B+W

UV Filter von B+W

Lohnt sich der UV Filter nun als Schutz?

Wenn ich von diesem Standpunkt ausgehe, dann soll der Filter primär als Schutz dienen. Unter diesen Aspekt fallen also auch sogenannte Klarglas Filter.

Vielleicht behandele ich mein Fotoequipment wie rohe Eier, aber ich habe in den letzten 12 Jahren noch kein Objektiv kaputt bekommen. Mir ist es noch nicht passiert, dass die Frontlinse Schaden genommen hat. Wenn die Gefahr besteht, dass die Bildqualität durch einen UV Filter vielleicht sogar verschlechtert wird, dann nutze ich lieber gar keinen Filter.

Wie du dein Objektiv stattdessen schützen kannst

Statt UV oder Skylight Filter ist es sinnvoller, eine Streulichtblende zu nutzen. Eine Streulichtblende ist immer dann hilfreich, wenn Licht von der Seite auf die Frontlinse deines Objektives fällt und sich innerhalb des Objektives spiegelt. Dadurch entstehen flaue Kontraste oder Blendflecken im Bild bis hin zu Farbverschiebungen. Mit einer Streulichtblende kannst du diesen Effekten entgegenwirken.

Regenschauer am Cap Formentor

Langzeitbelichtung in der Infrarotfotografie mit der 700D am Cap Formentor auf Mallorca mit angesetzter Streulichtblende

Wenn die Streulichtblende angesetzt ist und deine Kamera mit Objektiv herunterfällt oder irgendwo anstößt, dann wird wahrscheinlich zuerst die Streulichtblende getroffen. Somit erfüllt eine Streulichtblende den Schutz deiner Frontlinse viel eher als ein UV oder ein Skylight Filter.

Exkurs: Ist eine Streulichtblende das Gleiche wie eine Gegenlichtblende?

Oft wird bei den Blenden für Objektiven auch von einer Gegenlichtblende (“Geli”) gesprochen. Der Begriff Gegenlichtblende ist nicht ganz korrekt, weil eine solche Blende nicht dazu da ist, direktes Gegenlicht besser zu handeln. Gegenlicht fällt so oder so auf die Frontlinse des Objektives, egal ob du eine solche Blende nutzt oder nicht. Mit Gegenlichtblende ist also das Gleiche wie Streulichtblende gemeint. Der Begriff Streulichtblende trifft viel eher zu, weil es um Licht geht, das von der Seite auf die Frontlinse trifft und dann im Objektiv gestreut wird. Hier geht es auch darum, dass es eventuell mehrere Lichtquellen gibt und die für die Aufnahme ungünstigen Quellen durch die Streulichtblende abgeschirmt werden.

Welche Filter sich meiner Meinung nach lohnen

Ich nutze praktisch keine UV oder Skylight Filter. In meiner Fototasche befinden sich Polfilter, ND Filter, Grauverlaufsfilter und ein Infrarotfilter. Welche genau kannst du in meinen Empfehlungen zum Fotoequipment nachlesen. Zu fast allen Objektiven (außer dem 50mm 1.8 STM) habe ich direkt eine Streulichtblende dazu gekauft.

Canon EF-S 18-55mm IS STM

Canon EF-S 18-55mm IS STM mit Streulichtblende

Fazit

Wenn du ein neues Objektiv kaufst, dann nimm lieber die passende Streulichtblende als einen UV Filter dazu. Somit verbesserst du in den entsprechenden Situationen deine Bildqualität und hast trotzdem einen gewissen Schutz für deine Frontlinse.

Wie sind deine Erfahrungen mit UV oder Skylight Filtern? Würdest du sie empfehlen? Schreib mir in den Kommentaren!

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40 Kommentare

  1. Nutzer Avatar
    Jörn Labitzke

    Im Prinzip stimme ich zu. ABER: Ich habe trotzdem für alle meine häufig genutzten Objektive Schutzfilter. Diese montiere ich, wenn ich z.B. am Nordseestrand fotografiere. Wenn da Wind geht, ist das übel mit dem Sand! Da ist mir lieber, der Filter wird sandgestrahlt als das Objektivglas. Ist günstiger 😉
    Anonsten verzichte ich auch darauf.

  2. Nutzer Avatar

    Bin ganz Deiner Meinung warum hunderte von Euros in ein Objektiv investieren und dann mit einem billigen UV Filter alles ruinieren. Endlich hat das mal einer klar und deutlich gesagt!

    Lg Artur

  3. Nutzer Avatar

    ich habe in einem fachgeschäft mir ein neues Objektiv vor 2 Monaten gekauft. Dabei wurd mir ein UV Filter empfohlen. Da ich noch nicht so viel Ahnung hatte, war ich dankbar für den Hinweiss. dass dadurch da Objektivglas geschütz sei.
    Ich finde es nicht schön, dass damit nur die Kasse gefüllt wird.

    • Nutzer Avatar

      Es ist eben das Spiel mit der Angst, dass das teure Objektiv kaputt gehen könnt. Ich würde mir aber eben eher wünschen, dass die Verkäufer dann eine Streulichtblende empfehlen würden.

  4. Nutzer Avatar
    Peter Mohr

    Ich glaube ein hochwertiger, vergüteter, optisch-plangeschliffener Klargasfilter bringt Schutz. Ist auch einleuchtend: denn die Frontlinse selbst bleibt von Staub und anderen Schwebeteilchen, die sich ablagern können und sich so gut wie immer in der umgebenden Luft befinden getrennt. Die Streulichtblende gehört selbstverständlich auch immer auf´s Objektiv.
    mfg,

  5. Nutzer Avatar
    Heribert Jäger

    Ich habe eine Lumix FZ2000. Auf Filter verzichte ich bisher, da ich UV- u.ä. Filter mit Nachbearbeitung ersetze, Pol-Filter mir auch gewollte Spiegelungen wegnehmen und Streulicht mir erst einmal störend auffiel; die mitgelieferte Sonnenblende scheint gute Arbeit zu leisten. ND-Filter ist eingebaut.

  6. Nutzer Avatar

    UV Filter kommen bei mir ebenfalls nicht zum Einsatz.

    Zum Schutz des Objektivs wird auch bei mir die Gegenlichtblende eingesetzt und auch mir ist (bisher) noch kein Glas beschädigt worden.

    Pol, ND, Grauverlaufsfilter sind meiner Meinung nach sehr sinnvoll – hier stehe ich aber selbst noch am Anfang

  7. Nutzer Avatar

    Kann deine Ausführungen zu den „Zusatz Gläsern“ 100% unterschreiben!
    Im Gegensatz zu dir gehe ich mit meiner Kamera (NIKON D800) nicht zimperlich um und auch die Objektive (NIKON, TAMRON, SIGMA) müssen bei mir etwas aushalten. Das mit der Gegenlichtblende als Schutz sehe ich auch so, denn hier hatte ich mit einem 80mm- 200mm NIKON – Zoom Glück bei einem „harten Absturz“. Gegenlichtblende verbeult, Objektiv in Ordnung.
    Einen Tipp würde ich zusätzlich geben: Möglichst immer die Objektivdeckel beim herumtragen auf dem Objektiv lassen!

  8. Nutzer Avatar
    Ruth Achermann

    Guten Tag Matthias!
    1. Danke für all deine Beiträge. Du schreibst immer sehr interessant.
    2. Ich habe als Schutz immer den Polfilter auf den Objektiven. Den ich halt immer drehen muss, wenn nötig. Wurde mir so empfohlen.
    Nun würde mich Deines Meinung dazu interessieren, da ich noch nicht so Erfahrung habe.

  9. Nutzer Avatar
    Udo Hack

    Hallo Mathias,
    ich hatte bisher auf allen Kameras und Objektiven seit den 70ern immer einen Skylightfilter als Objektivschutz drauf. Das war bei Kompaktkameras auch sinnvoll, weil ich da öfter mit den Fingern beim Rausnehmen aus der Hosentasche aufs Objektiv getappt bin.
    Die A6000 mit Zeiss Objektiven und Streulichtblenden wohnt in aber ihrer Tasche, da kann das nicht mehr passieren. Werde also deinem Rat folgen und die Filter in Pension schicken.
    Gruß Udo

    • Nutzer Avatar

      Hallo Udo,

      danke dir für die Rückmeldung. Heutzutage haben die wenigsten Kompaktkameras ein Filtergewinde, insofern entfällt diese Option.

      Berichte dann mal, ob du einen Unterschied mit und ohne Filter gemerkt hast.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  10. Nutzer Avatar
    Ingo Krehl

    Bevor ich dieses Video gesehen habe, hab ich keine UV-Filter verwendet.
    Sind UV- und Schutzfilter sinnlos? – Die große Objektivreihe – 22/32 📷 Krolop & Gerst
    https://www.youtube.com/watch?v=yRCY45TbAVY&list=PLLbyYzXjWUJulC3m2UFlZ-RLx8djwrfjx&index=22

    Für hochwertige mehrfach vergütete UV-Filter sehe ich folgende Vorteile:

    1. Das UV-Licht wird schon vor dem Sensor herausgefiltert und kann keine Nachteile im Objektiv verursachen. An einem sehr sonnigen Tag habe ich eine Boot-Regatta fotografiert und mich über einen allgemeine Unschärfe gewundert, mal sehen ob die Aufnahmen mit UV-Filter besser werden.

    2. Da die Vorderlinse oft vertieft ist, lässt sie sich (besonders Unterwegs) nicht so schnell reinigen und wenn der Filter richtig schmutzig ist kann ich ihn schnell abnehmen und weiter fotografieren.

    3. An einem Kit-Objektiv ist das Filtergewinde in dem Plastik-Gehäuse sehr schwergängig, mit dem UV-Filter habe ich eine vernünftige Grundlage für andere Filter.

    4. Auch unter normalen Bedingungen hat der von mir getestete UV-Filter, zu meinem Erstaunen, sogar etwas mehr Schärfe gebracht – auf jeden Fall kein Qualitätsverlust.
    Getestet habe ich es mit der Test-Datei die am Monitor, nicht als Ausdruck, verwendet habe.
    Hier die Beschreibung vom Test:
    Förderliche Blende – Welche Blende ist meine schärfste?
    https://fotoschule.fotocommunity.de/foerderliche-blende-welche-blende-ist-meine-schaerfste/

    Die Ansicht dass jedes zusätzliche Stück Glas die Qualität verschlechtert, kann ich so nicht nachvollziehen.
    Meine Festbrennweite 150 mm f/2.8 Makro hat 19 Linsen in 13 Gruppen.
    Das 70–300 mm f/4–5.6 Zoom hat nur 17 Linsen in 12 Gruppen, trotzdem kommt es nicht an die Schärfe des 150er heran.
    Ein 35 mm 1.8 mit 10 Linsen in 9 Gruppen ist besser als ein 50 mm 1.8 mit 6 Linsen.

    • Nutzer Avatar

      Vom Hersteller bei der Konstruktion eingebaute Linsen haben ihren Sinn (Beseitigung von Farbfehlern und Verzeichnungen; Zoom-Möglichkeit).
      Ein Filter ist aber zusätzliches Glas, welches immer zu einer Beeinflussung des geometrischen Lichtweges und der Transmission führt. Bei guten Filtern ist dies aber kaum oder gar nicht wahrnehmbar.
      Letztlich ist die Filternutzung so eine Art Glaubensfrage und auch eine Frage der Nutzungsart von Objektiven.

  11. Nutzer Avatar

    Hallo,
    ich hab ebenfalls ein 50mm 1,8 von Canon.Kein Filter drauf,dafür aber die Originale Streulichtblende.Hab mich mal bei einer Nächtlichen Langzeitbelichtungstour übelst „Langgemacht“…mit dem Ergebnis das am Objektiv nichts drann war…obwohl harter Aufschlag…die Blende war schmutzig aber sonst ok.Alle anderen Objektive haben jetzt auch keinen Filter mehr drauf.Im Studio sollte man eh keinen Filter drauf schrauben.

  12. Nutzer Avatar

    Ich benutze einen „Schutzfilter“ für das Objektiv, wenn ich ohne Tasche/Rucksack unterwegs bin statt des Objektivdeckels. Diese Deckel verliere ich zu schnell. Nach den vielen Beiträgen Pro & Kontra sollte mal ein Labortest gemacht werden, um objektiv zu informieren. Erforderlich ist solch ein Filter sicher nicht, ein Kameragurt und ein Displayschutz aber auch nicht.

  13. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias
    danke für Deine Empfehlung.

    ich werde Vergleiche mit und ohne UV Filter machen.
    Wie würdest Du Vergleiche machen?

    Gruß
    Eberhard

  14. Nutzer Avatar
    Renate Klinkel

    Ein UV. Filter ist ein plangeschliffenes Glas, welches die UV-Strahlen absolviert. Ein Syligtfilter hat eine leichte Tönung , hält ebenso die UV-Strahlen ab und gibt einen leichten Warmton auf das Foto. Für Portrait und Landschaft sehr angenehm.
    Bin gelernte Fotgrafin ( noch zu Analogen Zeiten) und verwende stets eine Streulichtblende und den Syligtfilter.

    Mit freundlichen Grüßen

  15. Nutzer Avatar

    Ganz einfach es kommt darauf an was man fotografiert, wer nur im Studio oder zuhause in geschlossenen Raäumen, ist ein Filter nicht Notwendig!
    Ich fotografiere fast nur outdoor, zb. Eisenbahn und Dampfloks und Grossrenn von Radfahrer und Motorrädern, wenn ich in ca. 5m Entfernung zur Rennstreckecke liege und Fotos mache sind Verschmutzumg der Frontlinse schon vorprogrammiert!
    Ich habe auf allen Objektiven seit Neukauf einen hochwertigen Schutz vorndrauf, denn beim Wiederverkauf kann ich immer sagen, es war immer ein Schutzfilter drauf.

  16. Nutzer Avatar

    Getestet habe ich schon mehrere mögliche Filter: Skylight-Filter, UV-Filter, UV-IR-Filter. Deutlich sichtbare Verbesserungen konnte ich nicht wahrnehmen.
    Manche billigen UV-Filter zeigten auch keine Nachteile, ich bevorzuge zur Sicherheit aber hochwertige UV-Filter. Ein UV-Filter mit der Aufschrift Canon führte zu erheblichen Reflexionen. Das sollte man unbedingt testen. Nicht oder schlecht vergütetet Filter führen zu etwas Lichtverlust und bei besonderen Lichtsituationen zu störenden Reflexionen.
    Nach meinen Kenntnissen sind UV-Filter zur Absorption des UV-Lichtes technisch unnötig. Ich nutze sie aber zusätzlich zur Streulichtblende.
    Die Fummelei mit dem Objektivdeckel schenke ich mir dadurch oft.
    Zweimal fand ich die Filter sehr nützlich: Einmal sprang mich ein großer Hund an und er schleckte dann das Objektiv ab. Beim Putzen des Filters war ich dann nicht so ängstlich wie beim Putzen einer Frontlinse. Einmal stieß ich mit dem Objektiv irgendwo an, das Filter hatte danach ein Macke.
    Mit der Linse meines filterlosen Weitwinkelzooms bin ich auch schon angeeckt, zum Glück ohne Folgen.

  17. Nutzer Avatar
    Manfredo

    Vor einigen Jahren las ich einen Bericht, dass ein Fotograf im Zweiten Weltkrieg nur dadurch nicht ums Leben kam, weil die Kugel, die eigentlich seinen Kopf frontal treffen sollte, genau vorne auf’s Objektivglas schlug …
    Als Anfänger der Fotografie bin ich immer noch ziemlich irritiert von dieser ganzen Diskussion „UV-Filter ja oder nein zum SCHUTZ des Objektivs“. Wie sollten z.B. Sand oder kleine Stöße dem Objektivfrontglas überhaupt etwas anhaben? Die HÄRTE dieses vordersten Glases ist doch völlig ausreichend und sollte dem standhalten! Oder? Bei Verschmutzungen muß man es – genau wie einen Filter – selbstverständlich sauber machen.
    Ein Filter aber, dessen Glas ja einen viel viel geringeren Härtegrad hat, kann Kratzer bekommen oder ganz brechen. Beim Kommentar von „Jürgen (22.03.)“ findet man ein entsprechendes Beispiel: der Filter bekam eine Macke, das filterlose Objektiv dagegen keine!
    Meine Meinung: Eine Streulichtblende ist immer sinnvoll und bietet wirklich Schutz gegen Stöße, Hundegeschlecker, Pferdeschnauzen und dgl.; Pol- und Farbfilter immer dann montieren, wenn man/frau sie entsprechend einsetzen will. Meine UV-Filter habe ich jedoch inzwischen alle abmontiert und werde dafür kein Geld mehr ausgeben, denn wirklich gravierende Unterschiede in der Bildqualität konnte ich (bei Benutzung der Canon EOS 700D) nicht feststellen.

  18. Nutzer Avatar

    Hallo,
    Ich stimme zu und doch ggf. kleine Ergänzung en.
    1. Die alten UV und Skylight Filtergläser sind für digitale Sensoren (fast)ungeignet.
    2. Wenn ein UV Filter , dann ein sog, UV haze 390 nm. Ansonsten kommt Farbstich.
    3. Ein Skylight hat ein zarte rosa Farbnote.. unsinnig für digitale Sensoren.
    4. Nur mehrschichtig entspiegelte Filter einsetzen.
    5. Immer (oder fast) eine Graukarte ala ColorChecker bentzen.

    Zum Thema Graukarte und WB Abgleich solltest du ggf. doch separat etwas schreiben. Eine gute Erklärung machte erst vor Tage HErr Schießtag ( aka XLab) übrr youtube.

    Gruss.

    • Nutzer Avatar

      Hallo Klotz,

      danke dir für deine Anmerkungen. Ich setze selbst keine Graukarte ein, insofern kann ich zumindest zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts dazu schreiben.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  19. Nutzer Avatar
    Bernd C. Müller

    UV-Filter sind wirklich allerhöchstens als Schutz gegen äußere Einflüsse wie Sand, Staub, Meerwasserspritzer etc. einzusetzen. Und dann auch möglichst gute mehrfach vergütete, um bei der Bildqualität keine Abstriche machen zu müssen. Denn wenn man ehrlich ist, für bessere Bilder benötigt man sie nun mitnichten in der modernen Digitalfotografie.

    Glaube zwar ebenfalls nicht, dass sie die Fotos immerzu schlechter machen dürften, aber wie gesagt, besser halt auch nicht (mehr), also haben sie eine reine Schutzfunktion. Bei anderen Filtern stehen natürlich besondere Zwecke im Vordergrund (z.B. bei Grau- und Grauverlaufsfiltern), aber die bringt man dann eben auch nur bei Bedarf an seinem Objektiv an und dies dürfte nicht zu Schutzzwecken sein.

  20. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias, ich hätte es nicht besser auf den Punkt bringen können. Ich habe vor Jahren einen UV geschenkt bekommen und ich eine Weile getestet. Tatsächlich hatte ich einen kleinen Unfall und der Filter ging kaputt. Manche würden sagen “siehst du, es hat dein teures Objektiv geschützt”. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Ich nehme grundsätzlich nur ND, POL und GRAD her.

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