Sony Alpha 6000 Test

Gerade hatte ich die Sony Alpha 6000 mit dem 16-50 mm Kitobjektiv für eine Woche zum Testen. Wie sie dabei weggekommen ist, erfährst du im heutigen Beitrag!

Sony Alpha 6000 Test

Meine persönliche Vorgeschichte

Ich habe seit 2005 vorrangig mit Canon EOS Kameras fotografiert. Dementsprechend bin ich auch an das sehr gute Canon Bedienkonzept gewöhnt. Deshalb ziehe ich auch in meinem Test einen gewissen Vergleich zu diesen Kameras. Wegen Bildqualität, Größe und Dynamikumfang schaue ich aber immer mal wieder zu Sony hinüber. Ich bin mir recht sicher, dass meine nächste Kamera eine Systemkamera von Sony werden wird. Umso erfreuter war ich, als eine Freundin zusagte mir ihre Sony Alpha 6000 für eine Woche zum Testen zu überlassen.

Angenehme Größe und Gewicht

Im Vergleich zu einer Spiegelreflexkamera fällt als erstes die Größe der Kamera auf. Dazu trägt auch das sehr kompakte 16-50 mm Objektiv bei. Diese Kombination kriegt man auch noch in eine größere Jackentasche, was man von einer DSLR mit Kitobjektiv nicht behaupten kann.

Die A6000 von oben

Die A6000 von oben

Die Kamera ist zudem natürlich auch ein ganzes Stück leichter als eine Spiegelreflexkamera. Mit Akku, Speicherkarte und Objektiv wiegt sie keine 450 Gramm. Besonders im Rucksack merkt man das zusätzliche Gewicht kaum.

Ich persönlich finde Größe und Gewicht einer Kamera langfristig sehr wichtig. Wenn du mit der Zeit merkst, dass dir die Kamera zu schwer und zu groß ist, dann nimmst du sie entweder weniger mit, oder stresst dich auf Fototouren. Mit einer kleineren und leichteren Kamera kann ich einfach länger fotografieren, weil ich nicht so schnell des Tragens müde werde. Das kommt letztendlich deiner Fotografie zugute. Das ist auch der Hauptgrund, wieso Systemkameras die Spiegelreflexkameras gerade ablösen.

Klappdisplay – nur neigen, nicht kippen

Da ich auch viel vom Stativ aus fotografiere ist mir ein Klappdisplay wichtig. So muss ich mich nicht immer verrenken, um das Bild auf dem Display noch erkennen zu können. Die Sony Alpha 6000 bringt ein Klappdisplay mit. Allerdings lässt sich das Display nur nach oben und unten neigen, nicht zur Seite kippen. Wenn man nur Querformat fotografiert, dann funktioniert das, allerdings nicht im Hochformat vom Stativ aus. Das empfinde ich bei der A6000 als kleinen Nachteil. Davon abgesehen ist das Display ausreichend scharf und schnell genug.

Die Rückseite der Sony Alpha 6000 mit eingeschaltetem Display

Die Rückseite der Sony Alpha 6000 mit eingeschaltetem Display

Gute Platzierung des Suchers

Ich bin mittlerweile ein großer Freund von elektronischen Suchern, weil ich Bildeinstellungen wie Schwarz-Weiß oder ein quadratisches Format direkt beim Fotografieren sehen kann. Besonders gut gefällt mir an der A6000, dass der Sucher links oben platziert ist. So drückt meine Nase beim Fotografieren nicht permanent an die Kamera. Der Sucher ist von der Schärfe her ok.

Ich nutze neben meiner Canon EOS 77D auch eine Fujifilm X100F, deren Sucher im Vergleich zur Alpha 6000 riesig ist. Bei der X100F handelt es sich ebenfalls um eine Cropkamera. Hier sieht man, welche Entwicklung noch möglich ist. Der Sucher der A6000 ist also verhältnismäßig klein, allerdings immer noch auf dem Niveau einer Spiegelreflexkamera wie der 77D von Canon.

Intuitive Bedienung

Auch wenn ich wie oben beschrieben sehr an Canon gewöhnt bin, so hatte ich keinerlei Probleme bei der Bedienung der Kamera. Ich habe mich einmal durchs Menü gescrollt, danach habe ich die Buttonbelegung für Blende, ISO und Zeit ausprobiert und schon konnte es losgehen. Generell fand ich die Bedienung einfach, auch ohne das Handbuch zu lesen. Das ist definitiv ein Pluspunkt!

Hier sieht man gut, wie kompakt die Kamera ist

Hier sieht man gut, wie kompakt die Kamera ist

Trotz der kleinen Größe der Kamera fand ich die Haptik der Kamera in Ordnung. Ich habe sehr große Hände und konnte sie dennoch gut greifen und bedienen.

Gute Bildqualität

Wer mein E-Book (ist übrigens gerade kostenlos erhältlich) kennt weiß, dass ich auf die Bildqualität großen Wert lege. Generell lieferte die Sony Alpha 6000 mit dem 16-50 mm OSS Kitobjektiv in meinem Test eine gute Bildqualität ab. Das 16-50 mm ist im Weitwinkelbereich nicht ganz so stark. Davon abgesehen finde ich, dass die Bildqualität auf dem Niveau einer Crop-Spiegelreflexkamera liegt. Der Dynamikumfang liegt mit 13.1 Blenden ebenfalls in einem sehr guten Bereich. Dieser Wert spielt für mich als Landschaftsfotograf eine große Rolle.

Seitenansicht mit ausgefahrenem Objektiv

Seitenansicht mit ausgefahrenem Objektiv

Akkuleistung – lieber 2 Ersatzakkus mitnehmen

Die Freundin, die mir die A6000 zum testen gegeben hat, hat vorsorglich gleich zwei Ersatzakkus beigelegt. Ich hatte während meiner Testwoche keinerlei Akkuprobleme. Mit Problemen meine ich, dass die Akkus schnell leer werden. Die besagte Freundin nimmt aber aus Erfahrung für einen kompletten Fototag ihrer Aussage nach immer beide Ersatzakkus mit. Falls du die Alpha 6000 kaufst, würde ich dir also auch zwei Ersatzakkus empfehlen. Wenn du wegen des Preises nicht gerade die Originalakkus willst, habe ich mit Patona gute Erfahrungen gemacht. Hier gibt es die Passenden für die Sony Alpha 6000.

Das 16-50 mm Objektiv ist im eingefahrenen Zustand sehr kompakt

Das 16-50 mm Objektiv ist im eingefahrenen Zustand sehr kompakt

Testbilder – diese Bilder sind während meines Tests entstanden

Ich habe während meines Tests mehrere Fototouren mit der Sony Alpha 6000 unternommen, diese Bilder sind dabei unter anderem entstanden.

Sony Alpha 6000 Test - Beispielbild 1

Sony Alpha 6000 Test – Beispielbild 1

Sony Alpha 6000 Test - Beispielbild 2

Sony Alpha 6000 Test – Beispielbild 2

Sony Alpha 6000 Test - Beispielbild 3

Sony Alpha 6000 Test – Beispielbild 3

Sony Alpha 6000 Test - Beispielbild 4

Sony Alpha 6000 Test – Beispielbild 4


Mein Fazit zum Sony Alpha 6000 Test

Was hat mir an der Alpha 6000 gefallen, was nicht?

+ Klein & Kompakt
+ Verhältnismäßig geringes Gewicht
+ Gute Bildqualität
+ Intuitive Bedienung
+ Gute Platzierung des Suchers
+ Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

– Klappdisplay lässt sich nur neigen, nicht zur Seite kippen
– Elektronischer Sucher könnte größer sein
– 16-50 mm Objektiv im Weitwinkelbereich nicht ganz scharf

Alles in allem ist die Sony Alpha 6000 eine gute Systemkamera für Einsteiger. In meinem Test hat mir besonders Größe und Gewicht, die Platzierung des Suchers und die Bedienung gefallen. Nicht so gut fand ich, dass das Klappdisplay sich nicht zur Seite kippen lässt und die Schärfe des 16-50 mm Objektives. Hier sprechen wir aber natürlich von jammern auf hohem Niveau. Ich würde die A6000 dennoch auf jeden Fall weiterempfehlen.

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4 Kommentare

  1. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias,
    ich habe eine Sony Alpha 6000 seit etwa einem halben Jahr und bin nach Lumix etc. recht zufrieden. Das Kitobjektiv ist nicht schlecht , zusätzlich habe ich ein 50 mm Sony objektiv mit hoher Lichtstärke – wunderbar für Porträts. Und ein Superweitwinkel Laowa 9 mm bring tolle Bilder ! Auch die RAW – Bearbeitung von Sony ist gut übersichtlich und produziert durchaus annehmbare Fotos. Also einverstanden mit dem Test !

  2. Nutzer Avatar
    Reinhard Koza

    Hallo Matthias,
    ich habe neben einer Sony A65 mit div. Objektiven
    auch eine A6000, mit der ich auch sehr zufrieden bin.
    Das Problem mit den Akkus habe ich gelöst, das ich erstens auch immer Ersatz-Akkus dabei habe, und ein kleines Ladergerät, was einen USB Anschluss hat, so das ich die Akkus unterwegs gleich .
    über eine Powerbank laden kann.
    Das Ladegerät ist von:
    Akku-King Model DC K5

    Gruß Reinhard

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