PC für Bildbearbeitung [2019] – Meine Top 3 Empfehlungen

Du willst einen PC für Bildbearbeitung kaufen? Ich gebe Tipps zu den Komponenten und zeige dir meine Top 3 Empfehlungen!

Wenn du nicht alles lesen willst, sondern dich hauptsächlich eine kurze Übersicht interessiert, findest du nachfolgend die wichtigsten Daten:

Preisgünstig
Kleines Budget
Intel i7 Prozessor mit 4 x 3.6 Ghz
16 GB RAM
240 GB SSD
1000 GB Festplatte
GT 1030 Grafikkarte
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Bezahlbar + Gut
Mittleres Budget
Intel i5 Prozessor mit 6 x 3.6 GHz
16 GB RAM
240 GB SSD
1000 GB Festplatte
GTX 1050 Grafikkarte
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Zukunftssicher
Großes Budget
Intel i7 Prozessor mit 6 x 3.7 GHz
32 GB RAM
500 GB SSD
2000 GB Festplatte
GTX 1060 Grafikkarte
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Dieser Artikel spiegelt natürlich rein meine persönliche Meinung wieder.

Wieso solltest du gerade mir trauen?

Ich beschäftige mich seit mehr als 20 Jahren mit Computern. Lange Zeit habe ich selbst PCs zusammengebaut und repariert. In der Bildbearbeitung und Photoshop bin ich seit 15 Jahren aktiv. In dieser Zeit habe ich verschiedenste PCs genutzt. Weiter unten gebe ich dir je nach Budget drei Empfehlungen, damit du einen guten PC kaufen kannst, bei dem das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

Auf welche Komponenten muss ich achten, wenn ich einen PC für Bildbearbeitung suche?

Das Herzstück: Der Prozessor – i5 oder i7

Der Prozessor ist so etwas wie das Gehirn des Computers. Er wird auch CPU(Central Processing Unit) genannt. Je schneller er ist, umso schneller ist dein PC. Für einen PC für Bildbearbeitung empfehle ich dir einen Intel Prozessor. Je nach Budget würde ich einen i5 oder i7 nehmen. Hier gibt es Unterschiede, mit wievielen Kernen der Prozessor bestückt ist. Bei meinen Empfehlungen habe ich die Anzahl der Kerne berücksichtigt.

Größes Arbeitsspeichers mit Weitblick wählen – 16 oder 32 GB

Newsletter Aufmacher 1 - E-BookDen Arbeitsspeicher kannst du dir wie den Notizzettel des Prozessors vorstellen. Er wird auch RAM (Random Access Memory) genannt. Immer wenn der Prozessor rechnet, muss er zwischendurch mal Daten aufschreiben, damit er diese nicht vergisst. Genau das macht er im Arbeitsspeicher. Hier macht die Größe den Unterschied. Ich empfehle dir wenigstens 8 GB RAM zu nehmen. Damit du einigermaßen zukunftssicher kaufst, würde ich hier 16 GB nehmen, eher 32.

Grafikkarte für Bildbearbeitung und Photoshop – ATI oder Nvidia mit 2 oder 4 GB

Die Grafikkarte sorgt für die Darstellung deines Bildes auf dem Monitor. Darüber hinaus übernimmt sie mittlerweile bestimmte Rechenaufgaben, die der Prozessor sonst erledigt. Der Prozessor der Grafikkarte wird auch GPU (Graphics Processing Unit) genannt. Ich empfehle eine Nvidia oder ATI Grafikkarte mit 2 GB oder 4 GB Speicher.

SSD für schnelles Arbeiten – 250 oder 500 GB

Wenn du einen neuen PC für Bildbearbeitung kaufst, dann nimm auf jeden Fall einen mit SSD. Die SSD ist das, was früher die Festplatte war. Nur viel viel schneller. SSD steht für Solid State Disk. Darauf kannst du deine Bilder speichern, die du dann bearbeiten willst. Als Kapazität empfehle ich dafür 250 GB, wenn das Budget es zulässt alternativ 500 GB.

Große Festplatte für viele Megapixel – mindestens 1000 GB

Auf die SSD werden langfristig nicht alle Bilder passen, insofern brauchst du auch noch eine herkömmliche Festplatte. Hier kannst du deine Bilder speichern. Dementsprechend sollte die Festplatte so groß wie möglich sein. Ich empfehle dir hier mindestens 1000 GB zu nehmen.

Windows oder Mac – eine Gewöhnungsfrage

Eine Grundsatzentscheidung ist die Frage, ob du einen Windows Rechner oder einen Apple Mac nehmen solltest. Hier gibt es kein richtig oder falsch. Ich empfehle das System zu nutzen, an das du bereits gewöhnt bist. Da ich Windows Nutzer bin und meines Erachtens nach hier das Preis-Leistungs-Verhältnis etwas besser ist, empfehle ich nachfolgend Windows PCs für die Bildbearbeitung.

Erkenntnisse der PC Games Hardware aus ihrem Test zum idealen PC für Bildbearbeitung (02/2019)

PC Games Hardware: Der ideale PC für Photoshop

PC Games Hardware: Der ideale PC für Photoshop

Die PC Games Hardware (PCGH) hat in ihrer Ausgabe 02/2019 erfreulicherweise einen Artikel über den idealen PC für Photoshop veröffentlicht. Dort wurden verschiedene PC-Komponenten im Hinblick auf die Performance mit Photoshop und Lightroom getestet. Die Zeitschrift hat dabei das Preis-Leistungs-Verhältnis im Fokus. Die letzten Prozente zusätzliche Leistung kosten oftmals viel mehr Geld, lohnen sich aber meist nicht. Die wichtigsten Erkenntnisse des Artikels habe ich nachfolgend zusammengefasst. Die Punkte decken sich mit meinen obigen Empfehlungen.

Prozessor(CPU)

Als Empfehlung kann man sagen, dass sechs physische CPU-Kerne eine gute Wahl sind. Hier erzielst du eine gute Kombination aus Preis, Leistung und Stromverbrauch. Mehr Kerne bringen zwar auch mehr Leistung, diese schlägt sich aber nur in bestimmten Photoshop-Operationen nieder, beispielsweise bei der Stapelverarbeitung. Ein hoher CPU Takt bringt unter Umständen mehr Leistung als mehr Kerne. Fazit: 6 Kerne, Takt gern mehr, je nach Geldbeutel.

Grafikkarte(GPU)

Newsletter Aufmacher 4 - FotoausrüstungIm Netz herrscht eine rege Diskussion, wieviel eine Grafikkarte für Photoshop, Lightroom und generell für die Bildbearbeitung bringt. Die Grafikkarte ist weit weniger wichtig als die CPU. Interessanterweise ist hier eine Einstiegerkarte wie die Geforce GTX 1050 Ti sinnvoll, der Leistungsgewinn zu einer Highend-Karte wie der Geforce RTX 2080 Ti beträgt aber nur 14 %. Grafikchips, die bereits auf dem Mainboard des PCs integriert sind, werden Onboard Grafikkarten genannt. Onboard-Grafikkarten schnitten im Test zwischen 19 und 46 % schlechter ab als „richtige“ Grafikkarten. Fazit: Einsteiger-Grafikarte wie die Geforce GTX 1050 Ti oder Radeon RX 590 nehmen, mehr lohnt sich für Photoshop kaum.

Arbeitsspeicher(RAM)

Die PCGH hat die Tests mit dem Puget Systems Adobe Photoshop CC Benchmark und Adobe Lightroom Classic 2018 durchgeführt. Bei der Bearbeitung von normalen Fotos sind 16 GB sinnvoll. Wenn man mit hochauflösenden RAWs, 16-Bit HDRs oder häufig Panorama-Stitching arbeitet, sollte man 32 GB wählen. Fazit: 16 GB, wenn der Geldbeutel es zulässt 32 GB.

SSD, Monitor und Backup

SSDs werden im Artikel natürlich weiterhin empfohlen. Als Monitor empfiehlt die PCGH ein IPS-Panel, zur Sicherung sollten mechnische Festplatten dienen. Hier wird ein NAS oder Raid-1 System empfohlen. Für Sicherungen in der Cloud ist bei großen Datenmengen eine schnelle Internetleitung mit höherem Upload-Kanal(10 Mbit/s oder schneller) empfohlen.

Meine aktuellen Empfehlungen

Meine Empfehlungen für einen PC für Fotografen habe ich nach dem Preis gestaffelt. Ich überarbeite diese Empfehlungen regelmäßig.

Empfehlung 1 – Kleines Budget

PC Nummer eins bringt einen i7 Prozessor mit 4 Kernen und 16 GB RAM mit. Darüber hinaus hat er eine 240 GB SSD und eine Nvidia Grafikkarte. Als Festplatte ist eine 1000 GB HDD verbaut und Windows 10 Pro ist ebenfalls dabei.

PC für Bildbearbeitung Empfehlung 1 - 12/18

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Empfehlung 2 – Mittleres Budget

Der zweite PC liegt vom Budget her im mittleren Bereich. Hier hast du ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Er hat einen i5 Prozessor der neueren Generation mit 6 Kernen und 16 GB Arbeitsspeicher. Neben einer schnellen Grafikkarte ist eine 240 GB SSD und eine 1000 GB Festplatte an Bord. Die Grafikkarte ist mit einer GTX 1050 Ti ein ganzes Ende schneller als bei Empfehlung 1. Auch hier ist Windows 10 Pro dabei.

PC für Bildbearbeitung Empfehlung 2 - 12/18

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Empfehlung 3 – Großes Budget

PC Nummer drei für die Bildbearbeitung liegt im oberen Preissegment. Der Vorteil ist, dass du so schnell erst mal wieder keinen neuen PC brauchst. Verbaut ist ein schneller Intel i7 Prozessor mit 6 Kernen, 32 GB RAM und 500 GB SSD. Für eine größere Menge Bilder ist eine 2000 GB Festplatte an Bord. Auch die GTX 1060 Grafikkarte ist noch einmal schneller.

PC für Bildbearbeitung Empfehlung 3 - 12/18

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Software – Photoshop, Lightroom und Weitere

Die von mir empfohlenen PCs funktionieren natürlich alle für Adobe Photoshop und Adobe Lightroom. Auch praktisch alle anderen Bildbearbeitungsprogramme wie Gimp, Affinity Photo, Paint.NET und CaptureOne laufen darauf problemlos. Einziger Hinweis dazu: Wenn du primär mit Lightroom arbeitest, dann würde ich definitiv einen PC mit SSD wählen, weil Lightroom mit einem Katalog arbeitet. Dieser Katalog hat sehr viel mit der Performance von Lightroom zu tun und sollte für flüssige Arbeit auf der SSD abgespeichert werden.

Was du noch wissen solltest

Neben dem eigentlichen PC solltest du auf einen Monitor für Bildbearbeitung achten. Wenn du als Rechner eher etwas Portables suchst, dann schau mal in meinen Artikel über Laptop für Bildbearbeitung. In jedem Fall solltest du aber das Thema Backup und Datensicherung für Fotografen auf dem Schirm haben. Ich nutze für die Bildbearbeitung Photoshop und bin damit sehr zufrieden.

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29 Kommentare

  1. Nutzer Avatar

    Hi, ich hätte da mal eine Frage: was hälst du von einer externen SSD
    für die Bildbearbeitung? Ich habe luminar 3 und Lightroom 6
    Bei Lightroom läuft alles flüssig nur in luminar nicht. Die einzelnen Bearbeitungsschritte laufen einfach zu lange.

    • Nutzer Avatar

      Hallo Gaby,

      ich habe bisher keine Erfahrungen mit einer externen SSD gemacht. Ich vermute aber mal, dass wenn die SSD über einen schnellen Anschluss wie Firefire läuft, das schon was bringen würde.

      Liebe Grüße,

      Matthias

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