Fotos nachschärfen für den Druck – Die besten Methoden

Das heutige Thema ist Fotos nachschärfen. Wenn es darum geht, Bilder ins Netz zu stellen, dann habe ich nach vielen Jahren verschiedenster Nachschärfungs-Methoden die für mich Beste gefunden.

Für mich ist jedoch das finale Ergebnis der Fotografie ein guter Druck. Vor ein paar Wochen habe ich mich entschieden, verschiedene Schärfungsmethoden für den Druck auszuprobieren. Das Resultat ist eine Empfehlung von mir, wie du deine Fotos optimal nachschärfen kannst.

Herangehensweise für meinen Nachschärfen Test

Basis für die Auswertung ist ein Bild aus Schottland, aus dem ich einen Streifen genommen habe und vier verschiedene Varianten untereinander gestapelt habe. Die Methoden wurden alle in Adobe Photoshop CS5 umgesetzt.

  • Die erste Zeile ist ohne Nachschärfung.
  • Die zweite Zeile ist mit der Marc Adamus Methode geschärft: Bild auf das 1,66666667-fache der Originalgröße (Kantenlänge) hochrechnen, 3 mal den Filter Scharfzeichen durchlaufen lassen, zurückrechnen auf die Ausgangsgröße.
  • Die dritte Zeile ist mit dem Nik Sharpener Pro geschärft. Einstellungen sind die Vorgaben für 300 dpi Ausbelichter.
  • Die vierte Zeile ist mit dem „Selektiv nachschärfen“ Filter vom Photoshop gemacht. Settings 100 und 1,0.

Die Original Datei sieht nun so aus:

Fotos nachschärfen für den Druck

Fotos nachschärfen für den Druck – Originaldatei in voller Auflösung

Diese Datei habe ich dann in 30x45cm drucken lassen.

Bestellung der Drucke bei Snapfish

Als Druckerei entschied ich mich für Snapfish. Dort stimmt meines Erachtens nach das Preis-Leistungs-Verhältnis. Ich lasse bereits seit einigen Jahren meine Drucke für Ausstellungen unter anderem dort machen.

Nachdem die Sendung bei mir eintraf, trat gleichzeitig Ernüchterung ein. Unterschiede zwischen den verschiedenen Streifen waren so gut wie gar nicht zu sehen. Hatte ich eine zu kleine Druckgröße gewählt? War Nachschärfen überhaupt wichtig? Lag es am Papier oder an der Druckerei?

Ich wollte es ganz genau wissen: Bestellung bei Whitewall

Dieses wenig aussagekräftige Ergebnis war mir zu wenig. Ich beschloss noch einmal Geld in die Hand zu nehmen und bei Whitewall drucken zu lassen. Ich bestellte also Drucke auf den Papieren Kodak Pro Endura, Fuji Crystal DP II und Hahnemühle Fine Art Pearl. Ja, auch Hahnemühle. Ich wollte es genau wissen. Hahnemühle Drucke mit Epson K3 Tinten sind für mich so ziemlich das Geilste, was man bezüglichen Drucken mit Geld kaufen kann.

Als das Paket ankam, war ich noch gespannter als bei der ersten Sendung. Ich habe lange überlegt, ob ich Fotos der Drucke hier hochlade. Da ich die Datei aber wieder für die Ansicht hier nachschärfen müsste, wäre das Ergebnis verfälscht.

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Die beste Methode zum Fotos nachschärfen – meine Ergebnisse

Erst einmal lässt sich sagen, dass die Whitewall Drucke generell schärfer und detaillierter waren als die von Snapfish. Das erklärt auch, wieso ich bei den Snapfish Drucken keinen Unterschied wahrgenommen habe. Nachschärfen bringt beim Druck eine Menge.

Die besten Ergebnisse haben der Nik Sharpener Pro und der Photoshop-interne selektive Scharfzeichner erzielt. Die Ergebnisse dieser beiden Methoden sind bei 30×45 nahezu identisch. Ich nehme an, dass es auch bei größeren Drucken so ist. Die finalen Ergebnisse zeigen viel mehr Zeichnung in strukturierten Bereichen als ein Druck ohne Nachschärfung.

Update: Da die Nik Collection mittlerweile kostenlos erhältlich ist, kann jeder auch noch einmal selbst beide Methoden vergleichen.

Overall Winner: selektiver Scharfzeichner und Nik Sharpener Pro

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2 Kommentare

  1. Nutzer Avatar

    toller artikel! beschäftige ich mich auch gerade mit. ich habe nur LR 5 und kein photoshop und teste gerade die nik collection. mit coupon 127 usd finde ich preislich ok, weil man ja noch viel mehr als nur den sharpener bekommt.
    was sind denn die einstellungen bei nik sharpener für einen druck bei whitewall?
    viele grüße
    jochen

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