Manfrotto Befree Test – Meine Erfahrungen aus 5 Jahren mit diesem Stativ

Ich nutze das Manfrotto Befree seit mehr als 3 Jahren. Mein Test zu diesem Stativ ist also gewissermaßen ein Langzeittest.

Wie ich zum Befree gekommen bin

Ich fotografiere seit 2005 und habe auch die meiste Zeit davon mit einem Stativ fotografiert. Etwa 95 % der Bilder aus meinem Portfolio sind mit einem Stativ entstanden. Von 2006 bis 2013 habe ich mit einem Manfrotto 718B fotografiert. Es handelte sich dabei um ein kleines Reisestativ mit fest verbautem Stativkopf.

Gegen Ende 2013 hatte das 718B nach vielen intensiven Touren seine Zeit hinter sich und ich musste mich nach einem neuen Stativ umsehen. Etwa zu dieser Zeit war das Manfrotto Befree auch frisch auf dem Markt.

Manfrotto Befree Test

Meine Anforderungen:

  • Leicht(ich hasse es große Lasten zu schleppen!)
  • Kompakt
  • FĂŒr relativ geringes Gewicht akzeptable StabilitĂ€t
  • Kugelkopf
  • Gute Verarbeitung
  • Finanziell ersetzbar, wenn es kaputt gehen sollte

Nach vielen Recherchen blieben am Ende ein Manfrotto 190 und das Manfrotto Befree ĂŒbrig. Update vom 12.09.17: Mittlerweile habe ich noch viel mehr Stative getestet und habe dazu auch einen eigenen Stativ Test geschrieben.

Manfrotto Befree Schriftzug

Manfrotto Befree Schriftzug

In Sachen Gewicht und StabilitĂ€t wĂ€re auch ein Carbon Stativ denkbar gewesen. Ein Solches wiegt nochmal etwa 20-30 % weniger als ein Aluminium Stativ, kostet aber das FĂŒnf- bis Sechsfache.

Da Gewicht fĂŒr mich oberste PrioritĂ€t hat, entschied ich mich fĂŒr das Manfrotto Befree.

Eckdaten

  • Material: Aluminium
  • Gewicht: 1,4 kg
  • Traglast: 4 kg
  • Beinsegmente: 4
  • Maximalhöhe: 144 cm
  • Minimalhöhe: 32 cm
  • Packmaß: 40 cm

Inhalt der Packung

Das Reisestativ kommt mit einer Manfrotto PL 200 Schnellwechselplatte und einer stabilen Tragetasche daher. Die Tasche habe ich aber praktisch noch nie benutzt, weil ich das Stativ immer an meinem Fotorucksack befestige. Die Wechselplatte lÀsst sich ohne Hilfsmittel mit der Hand an der Kamera befestigen.

Schnellwechselplatte PL 200

Schnellwechselplatte PL 200

Features

Beim Auspacken fĂ€llt als erstes Auf, dass sich im Startzustand der mitgelieferte Kugelkopf zwischen den Beinen des Stativs befindet. Damit das Packmaß möglichst gering ist, lassen sich die Beine um 180 Grad umklappen.

Das Befree eingeklappt

Das Befree eingeklappt

Eines der Beine ist oben mit Gummi ummantelt, damit man es auch im Winter ohne Handschuhe greifen kann, ohne sofort daran festzufrieren.

Gummiertes Bein

Gummiertes Bein

Der mitgelieferte Kugelkopf ist fĂŒr meine BedĂŒrfnisse absolut in Ordnung und lĂ€sst sich auch bei Bedarf abschrauben.

Kugelkopf

Kugelkopf

Die Beines des Manfrotto Befree besitzen KlemmverschlĂŒsse und 4 Segmente. Gutes Feature: Man kann die Beine in zwei unterschiedlichen Winkeln anstellen. Das ist besonders fĂŒr Makrofotografen reizvoll, die nah an den Boden heran wollen.

Anstellbare Beine

Anstellbare Beine

Das Befree hat GummifĂŒĂŸe, mit denen ich bisher auf keinem Untergrund Probleme hatte.

GummifĂŒĂŸe

GummifĂŒĂŸe

Mein Manfrotto Befree Test aus 3 Jahren

Wie oben beschrieben nutze ich das Befree seit Ende 2013. In dieser Zeit habe ich bereits zahlreiche Touren damit unternommen.

Maximale Höhe ohne die MittelsÀule auszufahren

Maximale Höhe ohne die MittelsÀule auszufahren

Als Erstes muss ich sagen, dass ich mit diesem Stativ ĂŒberaus zufrieden bin. Es ist voll ausgezogen ohne MittelsĂ€ule bis etwa WindstĂ€rke 4 stabil. Wenn man nicht alle Beinsegmente nutzt, dann ist auch WindstĂ€rke 5 denkbar. Ich fotografiere oft von Bodenhöhe aus. Wenn ich dann noch den steileren Winkel der Beine nutze, ist auch WindstĂ€rke 6 kein Problem fĂŒr das Befree.

Der Kugelkopf funktioniert auch nach mehr als 3 Jahren immer noch tadellos. Ich musste nicht nachschmieren und habe auch kein BedĂŒrfnis dazu.

Kugelkopf in der Hochformat Stellung

Kugelkopf in der Hochformat Stellung

Nach wie vor positiv ist das Gewicht. Das Stativ wiegt mitsamt Kopf nur 1,4 kg. Das macht es auch auf lÀngeren Touren ertrÀglich.

Die Beine lassen sich schnell ein- und ausfahren. Nach Fototouren im Salzwasser oder im Sand dusche ich es Abends ab und lasse es ĂŒber Nacht trocknen. So gibt es auch hier ĂŒberhaupt keine Probleme.

KlemmverschlĂŒsse

KlemmverschlĂŒsse

Ein kleines Werkzeug von Manfrotto war ebenfalls in der Packung, mit dem ich nach einem Jahr ein Bein etwas nachgezogen habe. Seit dem liegt das Werkzeug aber im Schrank, die Schrauben halten gut.

Mein Fazit

Das Manfrotto Befree ist ein tolles Reisestativ. Ich mag das geringe Gewicht und dennoch die gute StabilitĂ€t. Ich wĂŒrde dieses Stativ jederzeit wieder kaufen. Es hat sich auf zahlreichen Reise bewĂ€hrt. Wer tiefer ins Portemonnaie greift, kann die Carbon Variante nehmen, die noch einmal 300 Gramm leichter ist. Eine weitere Alternative ist das Manfrotto Befree GT Carbon, welches fĂŒr grĂ¶ĂŸere Menschen eine gute Idee ist. Meinen Test dazu findest du hier.

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