Interview: Felix Meyer

Auf Felix Meyer bin ich über die deutsche Fotoblog Szene aufmerksam geworden. Ich schätze die ganz eigene Stimmung in seinen Bildern.

Wer bist du und was machst du?
Ich bin Felix, Mitte Zwanzig und ich mache Fotos. Naja. Eigentlich studiere ich Wirtschaftsingenieurwesen und betreibe die Fotografie mehr oder weniger nebenbei. Früher war es ein Hobby, jetzt ist es Leidenschaft.

Wie bist du zur Fotografie gekommen?
So wie die meisten vermutlich. Man hat irgendwann eine Kamera in der Hand und spielt damit rum. Man spielt und spielt und probiert ständig neue Sachen aus. Und irgendwann kann man nicht mehr ohne.

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Wie hast du dein jetziges Fotowissen erlangt?
Durch das Internet. Zu 100 Prozent. Entweder ich habe in Blogs gelesen, bei Leuten direkt nachgefragt, Videos geschaut oder einfach abgeschaut. Ich hab’ also nie irgendeine Ausbildung abgeschlossen oder Ähnliches. Finde ich in der heutigen Zeit auch unsinnig. Workshops finde ich da schon sinnvoller.

Wie gehst du an deine Fotos ran? Arbeitest du zielgerichtet in Projekten? Entstehen die Fotos aus Lust und Laune heraus?
Ich arbeite in Serien. Langfristigere Projekte gab es bisher noch nicht aber das steht definitiv auf der Agenda. Einige meiner Fotos entstehen wenn ich einfach durch die Stadt oder die Natur laufe, andere ganz gezielt.

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In deinem Blog habe ich gelesen, dass du für das nächste Jahr mehr Menschen fotografieren und mehr in Serien arbeiten willst. Was steckt dahinter?
Wie eben erwähnt entstehen meine Fotos teilweise durch Zufall weil ich einfach durch den Wald laufe und draufhalte. Das sind dann meistens Landschaftsaufnahmen. Im kommenden Jahr soll das aber in den Hintergrund treten. Ich will wie gesagt mehr Menschen fotografieren. Vor allem Sportfotografie reizt mich total.
Mit den langfristigen Projekten meine ich Fotoserien die einen deutlich größeren Umfang haben als meine Serien bisher. Und vor allem sollen sie ein Konzept haben.

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In Chemnitz hast du vor einiger Zeit die aktuelle Audi A3 Limousine auf dem Unigelände fotografiert. Wie kam es dazu? Audi hat kurze Zeit später die Bilder auf Facebook gepostet. Wie kam die Kooperation zustande?
Ein guter Freund von mir arbeitet im Audi-Zentrum. So kommt es, dass ich hin und wieder die Chance habe das eine oder andere Auto zu fotografieren. So auch diese A3 Limousine. Die Bilder schwirrten mir schon lange im Kopf herum, seitdem dieses neue Unigebäude fertig war. Ich finde es ist eine super Kulisse für den A3. Irgendwann hat es dann geklappt und ich wir konnten die Fotos machen.
Ein paar Tage nachdem ich dann die Fotos fertig und veröffentlicht hatte, schrieb mich einer der Social-Media-Mitarbeiter von Audi an und fragte ob sie mein Foto auf der Facebook Seite von Audi Deutschland teilen dürften. Da sagt man nicht nein. Viel mehr Kooperation gab es da aber nicht.

Gibt es bestimmte Orte an denen du am liebsten fotografierst? Warum grad dort?
Ganz klar in den Bergen. Warum? Die Berge sind unglaublich vielseitig und ich kann mich vermutlich nie daran satt sehen.

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Was war dein interessantestes Erlebnis beim Fotografieren?
Puhhh! Da gibt es nicht DAS Erlebnis. Viele Erlebnisse sind aus einem anderen Grund interessant. Ein besonderes Erlebnis für mich war zum Beispiel der Besuch beim Porsche Sports Cup 2012 in Oschersleben. Ich war den ganzen Tag in der Boxengasse und konnte ohne irgendwelche Beschränkungen fotografieren. Die Serie gehört immer noch zu meinen liebsten. Das war ein Erlebnis, was ich vor allem durch die Sache an sich interessant fand. Ein anderes Erlebnis waren die Aufnahmen der Audi A3 Limousine. Hier aber eher weil mir das Ergebnis besonders wichtig ist. So viel Arbeit wie in diesen Fotos steckt bisher in keiner einzigen Serie. Darum kann ich nicht sagen was DAS interessanteste Erlebnis war.

Wo siehst du deine Fotografie in 10 Jahren?
Wenn ich das nur wüsste! Ich hoffe ich kann in 10 Jahren davon Leben.

Wenn dich ein Anfänger nach einem Tipp fragen würde, wie er sich stetig verbessern könnte, was würdest du ihm sagen?

Versuchen immer etwas neues zu machen. Nie zwei mal das gleiche.

 

Weitere Arbeiten von Felix Meyer gibt es auf seiner Website und in seinem Blog.

 

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1 Kommentare

  1. Nutzer Avatar

    Ich kenne Felix nicht nur durch seinen Blog, sondern auch persönlich. So wie er schreibt, so ist er. Das find‘ ich immer wieder toll. Seine Bilder sind wie gewohnt von extrem hoher Qualität. Man erkennt seinen Stil unter vielen vielen anderen Bildern und Fotografen und das zeichnet ihn aus. Weiter so.

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