Canon EOS 77D Test

Seit gut 2 Monaten fotografiere ich mit einer neuen Hauptkamera. Was ich von ihr halte, erfährst du in meinem Canon EOS 77D Test!

Canon EOS 77D Test

Canon EOS 77D Test

Meine Vorgeschichte – Wechsel von der 700D

Meine Genres sind die Landschafts- und Architekturfotografie. Ich fotografiere seit 2005. Begonnen habe ich mit einer Canon EOS 300D mit 6 Megapixeln, danach folgten 450D, 5D, 700D und nun eben die Canon EOS 77D. Ich bin sehr an das Canon Bedienkonzept gewöhnt. Das merke ich immer dann, wenn ich mal mit anderen Kameras fotografiere und je nach Kamera dann merklich länger brauche, um die entsprechenden Einstellungen zu finden.

Wieso wollte ich eine neue Kamera?

Newsletter Aufmacher 1 - E-BookMit der Canon EOS 700D habe ich etwa 5 Jahre fotografiert. Sie war für mich ein solides Arbeitstier, an dem ich besonders das Klappdisplay zu schätzen gelernt habe. In den letzten Jahren hat sich aber in der Kameraentwicklung schon einiges getan. Megapixel sind dabei für mich nicht ausschlaggebend. Wichtiger sind Handling, Rauschverhalten und insbesondere Dynamikumfang. Hier hat Canon in den letzten Jahren einen kleinen Winterschlaf gehalten, deshalb habe ich immer auf gewisse Sony Kameras rüber geschielt.

Ein Wechsel zu Sony würde für mich jedoch einen kompletten Systemwechsel bedeuten. Ich müsste also meine Objektive ersetzen, da ich nicht mit Objektivadapter arbeiten möchte. Damit wären die Kosten schnell im mittleren vierstelligen Bereich, wenn nicht noch mehr. Glücklicherweise hat Canon mittlerweile etwas nachgezogen und Kameras mit Sensoren auf den Markt gebracht, deren Dynamikumfang besser als vorher ist.

Oberseite der 77D

Oberseite der 77D

Ich denke, dass die 77D meine letzte Spiegelreflexkamera sein wird. Systemkameras überholen gerade die Spiegelreflexkameras und haben in Sachen Größe, Gewicht und Sucher vielerlei Vorteile. Da ich aber eben eine bestehende Ausrüstung habe und die Wechselkosten wie beschrieben immens sind, habe ich noch einmal eine Spiegelreflexkamera gekauft.

Entscheidung zwischen 200D, 77D und 80D im Media Markt

Ich wusste also, dass ich bei Canon Cropkameras bleiben will, denn ich habe schon meine Erfahrungen mit Vollformatkameras wie der 5D gemacht und weiß, dass ich die aktuell nicht brauche. Der logische Schritt wäre nun eine 800D gewesen.

Ich wollte die neue Kamera auf jeden Fall vorher in die Hand nehmen, da mir die Haptik wichtig ist. Im Media Markt in Dessau waren 200D, 77D und 80D vorrätig. All diese Kameras wären für mich grundsätzlich in Frage gekommen. Eine 800D gab es nicht, laut Verkäufer werden bestimmte Canon Modelle nur noch direkt über Fachhändler verkauft.

Im Vergleich zur 800D hat die 77D ein Schulterdisplay und ein Daumenrad. Der erleichtert die Bedienung etwas und besonders das Daumenrad ist etwas, was viele Canon Nutzer nach dem Upgrade auf eine Zweistellige nicht mehr missen möchten. Der Aufpreis zwischen 77D und 800D beträgt etwa 100 Euro. Die meisten Tests, die ich vorher gelesen hatte, sagten, dass sich dieser Aufpreis lohnt.

Daumenrad der 77D

Daumenrad der 77D

Zurück zum Media Markt. Die 200D ist eine gute Kamera, allerdings war sie für meine großen Hände zu klein. Also lag die Entscheidung zwischen 77D und 80D. Die 80D ist noch ein Stück größer, also für meine großen Hände auch besser geeignet. Allerdings ist sie auch ein Ende schwerer. Auf Wanderungen ist das nicht so angenehm. Was mir sofort auffiel, als ich die 77D in die Hand nahm, war der veränderte Griff im Vergleich zu meiner 700D. Dieser ist nämlich ein Stückchen tiefer als vorher. Dadurch greift sich die Kamera viel besser.

Newsletter Aufmacher 3 - Neue BeiträgeWas für mich aber der ausschlaggebende Punkt war, wieso ich mich statt der 80D für die 77D entschieden habe, war das Daumenrad. Das geht bei der 77D sehr angenehm und präzise. Bei der 80D fühlte es sich dagegen sehr ‚plastic‘ an. Ich weiß, dass das eine ungenaue und subjektive Beschreibung ist, aber ‚plastic‘ trifft es einfach am besten. Das Rad der 80D macht einen viel gröberen Eindruck und das “Klicken” geht wesentlich schwerer. Das Rad der 77D macht dagegen einen feineren und präziseren Eindruck.

Der Sucher der 77D ist ein Stückchen kleiner als der der 80D. Da ich aber viel vom Stativ aus und deshalb mit dem Bildschirm arbeite, wiegt dieser Punkt nicht so schwer für mich. In Summe waren also Gewicht und Daumenrad die beiden wichtigsten Unterschiede, wieso ich mich für die 77D entschieden habe.

Das neue 18-55mm Kitobjektiv

Das neue EF-S 18-55mm F/4-5.6 IS STM ist besonders um die 50 mm noch etwas schärfer als das vorherige EF-S 18-55mm F/3.5-5.6 IS STM. Das macht dann einen Unterschied, wenn du nur ein Objektiv aus diesem Brennweitenbereich mitnehmen möchtest. Natürlich ist ein 50mm 1.8 STM noch einmal schärfer, aber der Unterschied ist nicht mehr so groß.

Das neue EF-S 18-55mm 1:4-5.6 IS STM Kitobjektiv

Das neue EF-S 18-55mm 1:4-5.6 IS STM Kitobjektiv

Nach den ersten Wochen mit der 77D und dem neuen Kitobjektiv habe ich gemerkt, dass mein Exemplar links oben zwischen 18 und 35 mm nicht ganz scharf war. Ich vermute eine Dezentrierung oder ähnliches. Wir sprechen aber hier von Jammern auf hohem Niveau. Insgesamt ist das Objektiv schon ordentlich scharf. Es ist zudem etwas kompakter als sein Vorgänger.

Update 25.12.18: Ich habe mittlerweile noch mehr mit dem alten und neuen Kitobjektiv herumexperimentiert. Ich empfinde nun das alte EF-S 18-55mm F/3.5-5.6 IS STM im Bereich zwischen 18 und 35 mm als geringfügig schärfer als das neue EF-S 18-55mm F/4-5.6 IS STM. Aufgefallen ist mir das zum ersten Mal bei einer Fototour durch die Alpen, bei der besonders bei 18 mm die Ecken etwas schärfer hätten sein können.

Haptik dank Griff, Daumenrad und Schulterdisplay verbessert

Wie ich schon zu Beginn schrieb: Die 77D greift sich wesentlich besser als die 700D. Der Griff ist etwas tiefer und dadurch habe ich diesen Kamerateil mit meiner rechten Hand mehr umschlossen. Sehr interessant, was eine solch kleine Veränderung von 3 mm mehr Tiefe ausmacht.

An das Daumenrad gewöhne ich mich langsam. Die Bedienung ist etwas schneller damit, allerdings hatte ich auch mit meiner “alten” 700D nicht das Gefühl, dass ich damit langsam war.

Auf dem Schulterdisplay sind die wichtigstens Infos ablesbar

Auf dem Schulterdisplay sind die wichtigsten Infos ablesbar

Umso schneller habe ich mich an das Schulterdisplay gewöhnt. Hier hat man die wichtigsten Einstellungen schnell auf einen Blick. Wenn ich aus der Hand fotografiere, schaue ich öfter auf das Schulterdisplay, vom Stativ aus nutze ich mehr das Hauptdisplay.

Einer der Hauptgründe für mich: mehr Dynamikumfang

Nun zum wichtigsten Wechselargument für mich – der Dynamikumfang. In der Landschaftsfotografie spielt der Dynamikumfang einer Kamera eine entscheidende Rolle. Gemeint ist damit, innerhalb welchen Bereiches eine Kamera Details in den hellsten und dunkelsten Bildbereichen aufzeichnen kann. Ist ein Teil des Bildes unterbelichtet, sind die dunklen Stellen einfach nur Schwarz. Ist ein Teil überbelichtet, sind diese Stellen nur noch weiß. Eine Kamera mit gutem Dynamikumfang zeigt bei einer korrekten Belichtung in allen Bildbereichen Details. Das ist natürlich vom Motiv und der Lichtsituation abhängig.

77D vs 700D Vergleich von DxOMark

77D vs 700D Vergleich von DxOMark

Der Dynamikumfang wird in Blendenstufen angegeben. Meine 700D hatte 11.2 Blenden Dynamikumfang, die 77D hat 13.3 (siehe DxOMark). Das sind mehr als zwei volle Blenden zusätzlich. Das habe ich beim Fotografieren schon sehr stark gemerkt. Szenen, von denen ich mit der 700D wusste, dass ich diese nicht mit einer einzelnen Belichtung aufnehmen kann, sind oftmals mit der EOS 77D problemlos machbar.

Beeindruckend: akkurate Belichtungsmessung

Newsletter Aufmacher 1 - E-BookEinen guten Teil zu diesem positiven Aspekt trägt auch die akkurate Belichtungsmessung bei. Diese arbeitet meines Erachtens nach viel präziser als die der 700D. Ich habe das Gefühl, dass die Kamera für Szenen, wo es machbar ist, so etwas wie expose to the right anwendet. Im Zusammenspiel mit dem größeren Dynamikumfang bekomme ich so oftmals mit der Zeitautomatik AV exakt die Belichtung, an die ich mich sonst halbmanuell mit der 700D herantasten musste. Von dieser neuen Belichtungsmessung bin ich sehr beeindruckt.

Ein zweischneidiges Schwert: die Suchergröße

Der Sucher ist von der Größe her fast genauso wie der meiner 700D. Auch die Einblendungen stimmen überein, bis auf, dass es jetzt eine sehr genaue Wasserwaage im Sucher gibt. Diese ist wirklich hilfreich.

Ich fotografiere neben meinen Canon EOS Kameras auch mit einer Fujifilm X100F. Nachdem ich in den Alpen eine Woche lang mit der 77D fotografiert habe, habe ich für eine Reise nach Mallorca nur die X100F mitgenommen. Der elektronische Sucher der Fuji ist gegen den der 77D eine riesige Leinwand. Ich denke, dass der X100F Sucher mindestens die gleiche Größe wie ein Vollformatsucher hat, eher noch größer. Dagegen ist der Sucher der 77D verhältnismäßig klein. Versteh mich nicht falsch – ich habe jahrelang mit diesen Canon EOS Crop-Suchern fotografiert. Sie funktionieren tadellos. Die Größe ist eben an ein Spiegelreflexsystem und das dazugehörige Prisma gekoppelt. Da sind eben bei Systemkameras ganz andere Größen im elektronischen Sucher möglich. Mein letztes Wort zum Sucher – er macht was er soll, aber es geht heutzutage größer.

So sieht der Sucher der 77D aus

So sieht der Sucher der 77D aus

Treffsicherer Autofokus

Bei meiner 700D habe ich oftmals nur den mittleren Fokuspunkt genutzt, weil ich wusste, dass der am treffsichersten ist. Bei der 77D nutze ich alle Fokuspunkte und hatte bisher noch kein Bild, bei dem der Fokus nicht getroffen hat. Ich fotografiere allerdings auch hauptsächlich statische Motive.

Display und Bedienung: solide

Das Display ist scharf und lässt sich in fast allen Lichtsituationen gut ablesen. Mittlerweile weiß ich auch zu schätzen, wie gut und durchdacht sich Canon EOS Kameras bedienen lassen. Früher war das irgendwie selbstverständlich. Seitdem ich andere Kameras genutzt habe, weiß ich, wie gut Canon in diesem Bereich ist.

Canon EOS 77D Rückseite mit Hauptdisplay

Canon EOS 77D Rückseite mit Hauptdisplay

Was ich weiterhin, genau wie an der 700D, sehr mag, ist das schwenk- und neigbare Klappdisplay. Besonders bei Aufnahmen vom Stativ aus im Hochformat lässt sich das Display immer noch gut ablesen. Selbst bei vielen neueren Kameras ist das Display nicht schwenkbar.

Das Klappdisplay der 77D lässt sich schwenken und neigen

Das Klappdisplay der 77D lässt sich schwenken und neigen

Flotte Geschwindigkeit

Kombiniert mit einer schnellen Speicherkarte hatte ich keinen Moment, in dem ich auf die Kamera warten musste. Die Bedienung im Menü geht flott, genauso wie das Speichern.

Batterieverbrauch – Canon gewohnt gut

Nach dem Fotografieren mit Sony und Fujifilm weiß ich den Batterieverbrauch und die dazugehörige Anzeige bei Canon zu schätzen. Wenn der Akkustand voll zeigt, dann ist der Akku auch so gut wie voll. Ein Akku hält bei mir während einer Fototour in der Regel mehrere Tage, ich würde sagen 2-3. Unter günstigen Bedingungen kann ich mit meinen zwei zusätzlichen Ersatzakkus eine Woche fotografieren.

Beispielbilder

Hier sind einige Bilder, die ich während meiner Tour im September auf der deutschen Alpenstraße mit der 77D und dem 18-55mm Kitobjektiv fotografiert habe. Du kannst du Bilder durch einen Klick darauf noch einmal vergrößern.

Goldene Stunde am Plansee

Goldene Stunde am Plansee

Das letzte Licht des Sonnenuntergangs über dem Sylvensteinsee.

Das letzte Licht des Sonnenuntergangs über dem Sylvensteinsee.

Sonnenuntergang am Adersberg in der Nähe vom Chiemsee.

Sonnenuntergang am Adersberg in der Nähe vom Chiemsee.

Am Königssee mit der kleinen Insel Christlieger und Licht wie gemacht für schwarz-weiß.

Am Königssee mit der kleinen Insel Christlieger und Licht wie gemacht für schwarz-weiß.

Hochkalter und Rotpalfen am Hintersee im allerletzten Licht des Sonnenuntergangs

Hochkalter und Rotpalfen am Hintersee im allerletzten Licht des Sonnenuntergangs

Fazit zu meinem Canon EOS 77D Test

Nach mehreren Wochen fotografieren und Fototouren durch die Alpen und am Mittelmeer bin ich sehr zufrieden mit der Canon EOS 77D. Ich denke, dass der Wechsel von der 700D es wert war. Gründe dafür sind das bessere Handling, der größere Dynamikumfang und die präzisere Belichtungsmessung. Nur der Sucher könnte etwas größer sein.

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4,00 von 5 Punkten, basierend auf 11 abgegebenen Stimmen.
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26 Kommentare

  1. Nutzer Avatar
    Steffen Schlaak

    Hallo Matthias.

    Ich bin Anfänger und habe mir nach lesen von Testberichten und Gesprächen mit Freunden,die auch fotografieren,die Canon EOS 77D gekauft.
    Ich hoffe das ich auch so begeistert sein werde wie du.
    Ich möchte mich auch auf die Landschaftsfotografie spezialisieren.
    Dein Blog ist gut gemacht.

    • Nutzer Avatar

      Hallo Steffen,

      vielen Dank, freue mich über dein Lob. Ich nutze die 77D ja auch für Landschaften und habe nicht das Bedürfnis, mir eine andere Kamera zuzulegen.

      Viel Freude auf jeden Fall mit deiner neuen Kamera!

      Liebe Grüße,

      Matthias

  2. Nutzer Avatar

    Lieber Matthias,

    danke für den hervorragenden Bericht und die vielen Hinweise. Bitte erlaube mir, Dich auch nochmal nach einem Tipp zu fragen.

    Ich bin auch ein langjähriger Canon-Fotograf, habe aber nur in weit größeren Abständen die Modelle einmal gewechselt. Angefangen habe ich vor langer Zeit mit einer EOS 50E, und aktuell nutze ich noch eine 400D, die in den letzten 11 Jahren um die ganze Welt gereist und entsprechend auch schon etwas ramponiert ist. In letzter Zeit wurde ich damit immer unzufriedener was die Schärfe betrifft, v.a. beim Fotografieren meiner kleinen Kinder. Ich denke, am Objektiv liegt es nicht, da ich dafür dann meist ein EF 50 STM nutze.

    Besonders auffällig ist auch, dass Kleidung oder Schmuck oder eine Brille etc. oft scharf wirken, die Gesichter selber aber nicht. Möglicherweise eine Frage der internen Bildverarbeitung.

    Fällt Dir dazu was ein? Ich denke, mit der 77er sollte das besser werden?

    Schöne Grüße,
    Thomas

    • Nutzer Avatar

      Hallo Thomas,

      danke dir! An dem 50 mm STM sollte es nicht liegen. Vielleicht solltest du es nicht ganz offen, sondern auf 2.8 anblendet nutzen, das könnte schon ein wenig Abhilfe schaffen. Deine Beschreibung klingt auch etwas nach Autofokus, hier ist die 77D schon sehr viel besser als deine 400D. Du musst aber auch dann immer noch ein Auge darauf haben, dass der Autofokus die Augen trifft und nicht die Brille.

      Ich hoffe das hilft dir.

      Liebe Grüße,

      Matthias

      • Nutzer Avatar

        Hallo Matthias,

        auch bei schönem Wetter und höheren Blenden zischen 5.6 und 8 gibt es die Schärfenprobleme noch, obwohl dann ja eine gewisse Tiefenschärfe vorliegen sollte. Auch wenn Objekte in der selben Ebene liegen, wirkt eine gemusterte Mütze schärfer als ein Gesicht. Das gibt mir Rätsel auf.

        Zum Autofokus der 77er steht in der Spec, dass bis zu 45 Kreuzsensoren verfügbar sind, aber die Anzahl ist irgendwie auch mit der Blende verknüpft. Dieser Zusammenhang war mir noch nicht bewusst. Weißt Du, wie das funktioniert?

        Wie legt man bei der 77er den Punkt fest (schnell!), auf den fokussiert werden soll? Bei der guten alten 50E gab es damals die Augensteuerung mit zugegebenermaßen nur wenigen drei Punkten. Aber da, wo man hingeschaut hat, wurde auch fokussiert.

        Viele Grüße,
        Thomas

  3. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias,
    Ich möchte mir eine gute Kamera zulegen und bewege mich im 450€-750€ Bereich.
    Die Kamera wird größten Teils für Portraits, Hochzeiten und für Shootings verwendet. Da ich auf deiner Seite nur Outdoor Fotografie gesehen habe, frage ich hier mal nach, ob es etwas gutes in dieser preis Kategorie gibt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ali

  4. Nutzer Avatar
    Michael

    Hallo Matthias,

    zunächst einmal ein sehr großes Kompliment an dich, wie viel Arbeit du dir mit dem gesamten Blog machst!

    Ich bin ein kompletter Neueinsteiger und habe zunächst deinen Blog „Spiegelreflexkamera für Einsteiger [2019] – Der ultimative Guide!“ gelesen.

    Auch hier noch einmal, super geschrieben, sehr informativ, kann ich nur weiterempfehlen!
    Dieser Artikel hat mir sehr viel weitergeholfen.

    Ich hatte mich nach diesem Artikel für die Canon 800D entschieden.

    Ein paar Tage darauf las ich dann noch deinen Bericht über die 77D, was bei mir wiederrum ein umschwenken auf besagte Kamera (wegen den Vorteilen für „wenig“ Aufpreis) verursacht hatte.

    Nun hätte ich aber noch ein zwei Fragen zur 77D, welche mir nicht so ganz schlüssig sind.

    Die Kamera besitzt ein WLAN mit dem sich ein Smartphone verbinden lassen kann.
    Kann ich über diese Verbindung mit meine Smartphone ein Bild auslösen (kann ich hierdurch einen externen Fernauslöser ersetzet)?
    Funktioniert die Übertragung der Bilder über WLAN von Kamera auf das Smartphone problemlos und verlustfrei (bezogen auf die Bildqualität)?
    Bestehen noch andere Vorteile durch das WLAN der Kamera?

    Ich würde mich über eine kurze Antwort von dir freuen!

    Zum Schluss noch einmal ein großes Lob an dich!
    Du hast mir mit sämtlichen Artikeln von dir den Einstieg definitiv vereinfacht.

    Gruß,
    Michael

    • Nutzer Avatar

      Hallo Michael,

      vielen vielen Dank für das Lob, freut mich sehr! Zu deinen Fragen:

      Kann ich über diese Verbindung mit meine Smartphone ein Bild auslösen (kann ich hierdurch einen externen Fernauslöser ersetzet)?

      Ja, dafür gibt es meines Wissens nach eine App. Es könnte aber sein, dass die Belichtungszeit hier auf maximal 30 Sekunden begrenzt ist.

      Funktioniert die Übertragung der Bilder über WLAN von Kamera auf das Smartphone problemlos und verlustfrei (bezogen auf die Bildqualität)?

      Habe ich noch nicht selbst ausprobiert, denke da sollte es aber keine Probleme geben.

      Bestehen noch andere Vorteile durch das WLAN der Kamera?

      Nicht dass ich wüsste.

      Wie du siehst nutze ich das Feature nicht wirklich. Ich finde es auch besser, einfach einen Fernauslöser zu nutzen und beim Fotografieren auch nicht noch mit dem Handy hantieren zu müssen. Das ist aber sehr subjektiv.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  5. Nutzer Avatar

    Hallo,
    ich habe seit neusten auch die Eos 77d und bin sehr zufrieden.
    Ich finde es bloß etwas schade, dass es keinen Batteriegriff zur 77d gibt… oder liege ich da falsch?

    Gruß
    Alex

    • Nutzer Avatar

      Hey Alex,

      das habe ich auch erst später gesehen und war etwas erstaunt. Es gibt wohl keinen direkt von Canon, aber von einigen Drittanbietern. Schau mal bei eBay, da sind so einige zu finden. Zur Qualität von denen habe ich aber so gut wie gar keine Erfahrungsberichte gefunden.

      edit: Habe gerade sogar einen bei Amazon gefunden: https://amzn.to/30OKrjf

      Liebe Grüße,

      Matthias

  6. Nutzer Avatar
    Kristian Németh

    Hallo,
    ich habe heute auch die EOS 77D bestellt, allerdings mit dem 18-135mm Kit. Denke, dass ist ein ganz gutes Schnappschuss Objektiv ohne ständig wechseln zu müssen. Komme auch von einer EOS 700D und schätze auch das voll bewegliche Display und die Menüstruktur. Habe mich auch aufgrund der Kompaktheit für die 77D und gegen die 80D entschieden. Hinzu kommt, dass die 77D momentan günstiger ist als die 800D mit dem oben genannten Objektiv.

    MFG
    Kristian Németh

  7. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias,
    ich fotografiere z.Z. mit einer Canon 1300 d und möchte mich gerne verbessern, was die Bildqualität anbelangt. Da auch ich verschiedene Objektive und Filter habe, und auch an die Canon gewöhnt bin, möchte ich ungern den Hersteller wechseln. Lohnt sich der Kauf einer 77d oder 80 d oder soll ich lieber in bessere lichtstärkere Objektive investieren? Ich bin sehr unschlüssig. Ich benütze die Kamera hauptsächlich für Landschaftsfotografie, insbesondere auf vielen Fernreisen. Daher ist mir natürlich das Gewicht sehr wichtig. Aber am meisten kommt es mir darauf an, dass ich eine Verbesserung in der Bildqualität erzielen kann. Was kannst Du mir raten? Lohnt sich eine Investition in eine neue Kamera?
    Viele liebe Grüße,
    Ursula

    • Nutzer Avatar

      Hallo Ursula,

      nur mit dem Wechsel der Kamera wirst du meiner Meinung nach kaum eine nennenswerte Steigerung der Bildqualität erzielen. Ich würde dann lieber in gute Objektive investieren, wenn du sonst mit der 1300D zufrieden bist. Welche Objektive hast du denn aktuell? Mit welchen davon bist du zufrieden und mit welchen nicht?

      Liebe Grüße,

      Matthias

  8. Nutzer Avatar

    Hi Matthias,
    interessanter Blog, bin auch gerade am Überlegen nach einigen Jahren der Pause wieder einzusteigen, und die Canon-Serie hat mich in der Vergangenheit immer zuverlässig begleitet. Hatte die IXUS-Reihe (30, 40, 70) sowie derzeit noch die EOS350D samt Zubehör. Ich denke zur EOS77D liegen da schon Welten, oder!? Die Wahl Systemkamera oder (noch) Spiegelreflex ist bei mir auch noch nicht zu 100% gefallen, tendiere aber zur SLR. Habe noch ein 50mm Festbrennweiten-Canon, ein 10-18mm Canon Weitwinkel und das Tamron 18-270mm VC/PZ Reise-Zoom, sowie den Speedlite420EX und Fernbedienungsauslöser. Das könnte ich doch bei der EOS77D alles weiterbenutzen, oder? Wäre das noch sinnvoll? Oder doch jetzt den Schritt zur Systemkamera? Wenn ja, welche? Sony Alpha6300? Die EOS80D wird mir glaube ich zu teuer und bei der EOS200D fehlt mir etwas das obere Display. Ich fotografiere überwiegend Landschaften, Natur (Tiere im Zoo,..) und teilweise etwas Motorsport. Da ich für Schnappschüsse ein IPhone habe sowie für das Motorrad und die RC-Modelle eine GoPro wären für mich die Fotoqualität, Akku-Laufzeit, ein schneller Autofokus und die einfache Bedienung von hoher Prio! Videos, WLAN, … sind mir bei der möglichen neuen Kamera nicht soo wichtig. Über Deine/Eure Meinungen würde ich mich freuen. Gruß Holger

    • Nutzer Avatar

      Hallo Holger,

      deine Objektive kannst du weiterverwenden mit der 77D. Ich finde zwischen der 350D und der 77D hat sich schon sehr viel getan, allein was Bedienung angeht liegen da wirklich Welten dazwischen. Solche Dinge wie Klappdisplay, Auflösung des Displays und Dynamikumfang sind ganz anders als früher. Ich bin mit der 77D nach wie vor sehr zufrieden.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  9. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias,

    ich habe deinen Blog soeben entdeckt. Gestern Abend erst habe ich mir die 77d bestellt und warte nun sehnlichst auf die Lieferung kommende Woche. Da ich bisher ausschließlich mit meiner 1100d unterwegs war, erwarte ich nicht weniger als Quantensprünge bei Bildqualität, Handhabung und vor allem Spaß.

    Ich werde mich definitiv noch etwas auf deinem Blog aufhalten und stöbern.

    Viele Grüße
    Ben

  10. Nutzer Avatar
    Roland Berger

    Bietet die Eis 77d die Möglichkeit über WLAN Standortdaten vom Smartphone für die Bilddateien zu übernehmen?

  11. Nutzer Avatar
    Daniel Kelterbaum

    Ich muss da leider was korrigieren: Die EOS 80D besteht NICHT aus Magnesium, sondern aus Kunststoff. Die letzte Kamera der zweistelligen EOS-Reihe war die EOS 50D (das weiß ich, weil ich die 60D besitze); Mir persönlich war die 77D zu klein, auch der Pentaspiegelsucher mit einer Bildfeldabdeckung von 95 Prozent gefiel mir nicht und die 45 Autofokusfelder waren mir schlichtweg zu wenig. Bitte versteh mich nicht falsch, Matthias: Die 77D ist mit Sicherheit eine tolle Kamera – ich hatte mich mit ihr mehmals befasst, da ich ne neue Kamera brauchte – , aber für mich war sie schlichtweg zu klein, zu schlecht ausgestattet usw. Ich wollte, nach der 60D, eine größere Kamera und meine Entscheidung fiel auf die 7D Mark II. Als ich die 60D vor 5 Jahren kaufte, hatte ich die Wahl zwischen ihr und der 7D (die erste); da aber letztere gerade ausverkauft war, ich aber dringend eine größere Kamera als die 1100D (die ich bereits besaß) brauchte, fiel meine Wahl auf die 60D. Leider war ich mit ihr nie zu 100 Prozent zufrieden, aber sie leistete dennoch gute Arbeit. Aber die 7D Mark II war immer mein großer Traum: Die 10 Bilder pro Sekunde, der riesige Pentaprismensucher, die 100 Prozent Bildfeldabdeckung, der rasante Autofokus mit massig Einstellmöglichkeiten, der tolle Videomodus, die hervorragende Bildqualität bis zu hoher ISO…
    Ich wünsche dir weiterhin eine tolle Zeit mit deinem Baby. 🙂 Allzeit gut Fotos. 😉

    Liebe Grüße

    Daniel

  12. Nutzer Avatar
    Bernd C. Müller

    Wenn man schon die DXO Mark Sensorcharts bemüht, dann bin ich immer froh, dass ich mich 2010 für Nikon entschieden habe. Gerade im Dynamikbereich, welcher speziell für Landschaftsfotografie ja sehr wichtig ist, sind deren Kameras ja schon eine Klasse für sich:
    https://www.dxomark.com/cameras/brand-canon-nikon-sony/launched-between-2002-and-2018/launch_price-from-0-to-45200-usd/sensor_format-sensor_apsc/sensor_type-entryleveldslr-semiprodslr#hideAdvancedOptions=false&viewMode=list&yDataType=rankDxo
    Man muß schon etwas weiter scrollen, bis die erste Canon Kamera kommt. 😉

    • Nutzer Avatar

      Hallo Bernd,

      auf die Charts habe ich auch regelmäßig ein Auge. Immerhin ist Canon da etwas besser geworden, aber zu Nikon und Sony hin ist immer noch 1,5 Blenden platz.

      Liebe Grüße,

      Matthias

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