Canon EF-S 55-250mm f/4-5.6 IS STM Test

Nachdem ich viel mit Weitwinkel fotografiere, habe ich kürzlich etwas mehr in Richtung Tele geschaut, auch bezüglich der Landschaftsfotografie. Deshalb gibt es heute den Canon EF-S 55-250mm f/4-5.6 IS STM Testbericht.

Wieso eigentlich ein Teleobjektiv?

In der Landschaftsfotografie gibt es immer mal wieder Motive, an die man nicht heran kommt. Mit einem Teleobjektiv lassen sich auch Bildkompositionen erzeugen, die mehrere Ebenen komprimieren und so Bilder erzeugen, die mit dem menschlichen Auge so nicht sichtbar wären.

Da ich manchmal mit meinen Weitwinkelbildern in Sachen Komposition etwas festgefahren bin, habe ich mir kürzlich das Canon EF-S 55-250mm f/4-5.6 IS STM gekauft.

Canon EF-S 55-250mm f/4-5.6 IS STM Test

Canon EF-S 55-250mm f/4-5.6 IS STM Test

Ein weiterer Anreiz waren die Bilder des Kollegen Kilian Schönberger, der verhältnismäßig oft mit einem Teleobjektiv arbeitet. Auch der Amerikaner Alex Noriega fotografiert zusehens mehr damit und hat die Gewinner des 2016er Preises “Landscape Photographer of the Year” mit einem Teleobjektiv aufgenomen. Mittlerweile habe ich für diese Art der Objektive noch einmal einen eigenen Artikel mit meinen Empfehlungen veröffentlicht: Canon Teleobjektiv.

Wieso das Canon EF-S 55-250mm f/4-5.6 IS STM?

Ein unschlagbares Argument für dieses Objektiv ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. Für unter 200 Euro gibt es eine Telelinse, die sich bezüglich Schärfe mit vielen teureren Linsen messen kann. Mehr dazu gleich.

Das 55-250 STM im Einsatz an der Teufelsmauer bei Thale

Das 55-250 STM im Einsatz an der Teufelsmauer bei Thale

Haptik und Fertigungsqualität – Solide, klein und leicht

Die äußere Qualität des Canon EF-S 55-250mm f/4-5.6 IS STM ist in Ordnung. Hier merkt man den Preis ein wenig. Das soll nicht heißen, dass irgendetwas wackelt. Alles sitzt sehr gut.

Newsletter Aufmacher 3 - Neue BeiträgeBesonders toll: Das Objektiv ist für ein Tele mit 375 Gramm sehr leicht. Das weiß ich als Landschaftsfotograf besonders auf längeren Touren zu schätzen.

In Kombination mit der Streulichtblende ist es nicht gerade klein, aber immer noch kleiner als viele seiner Kollegen wie beispielsweise das 70-200 F4 IS.

Beeindruckende Schärfe

Wie oben schon angedeutet hat mich die Schärfe sehr beeindruckt. Dies zeigt auch der Photozone Test. Endlich ein bezahlbares Teleobjektiv von Canon! Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass ich es lieber als ein 70-200 F4 IS nehmen würde, weil es nicht nur eine ähnliche Schärfe besitzt, sondern eben auch viel leichter ist.

Sonnenaufgang über dem Nebel an der Bastei

Sonnenaufgang über dem Nebel an der Bastei

Autofokus Geschwindigkeit normal + Guter Bildstabilisator

Das Objektiv kommt mit einem STM Motor daher, den ich bereits von meinem 18-55mm kenne. Dort ist er rasend schnell, gefühlt sogar schneller als USM. Am Canon EF-S 55-250mm f/4-5.6 IS STM ist der Fokus nicht überschnell, aber vollkommen in Ordnung.

Wenn man aus der Hand fotografiert, ist der Bildstabilisator ein Segen. Er fängt etwa 3-4 Blenden ab. Man kann also beispielsweise bei 200mm noch mit 1/50 Sekunde fotografieren, ohne zu verwackeln. Ein Teleobjektiv würde ich praktisch gar nicht mehr ohne Bildstabilisator kaufen.

Beispielbilder

Ich habe das Objektiv bisher an der Teufelsmauer im Harz und in der Sächsischen Schweiz testen können. Neben den Bildern weiter oben hier noch mehr Beispielbilder:

Festung Königsstein mit Nebel im Tal

Festung Königsstein mit Nebel im Tal

Die hintere Sächsische Schweiz

Die hintere Sächsische Schweiz

Weitere Ressourcen

In diesem Video gibt es noch mehr Beispielbilder:

Objektiv für Safaris?

Ich bekomme immer mal wieder die Frage, ob das EF-S 55-250mm IS STM auch als Objektiv für Safaris zu empfehlen sei. Generell sind in der Tierfotografie die Motive auch mal weiter weg. Deshalb nutzen viele Tierfotografen auch Brennweiten ab 300 mm aufwärts. Mit einer Endbrennweite kann es dir also passieren, dass du die Tiere nicht groß genug drauf bekommst. Es ist am Ende vor allem auch eine Frage des Budgets, ob du dir für die Safari dann noch ein weiteres Objektiv kaufen willst. Meine Empfehlung mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis (für diesen Brennweitenbereich) ist das Sigma 150-600mm F5,0-6,3 DG OS HSM Contemporary. Es ist für Canon, Nikon und Sigma Anschluss erhältlich.

Mein Fazit zum Canon EF-S 55-250mm f/4-5.6 IS STM Test

Das Canon EF-S 55-250mm f/4-5.6 IS STM ist ein tolles Objektiv, was mich wirklich begeistert hat. Besonders gut: Schärfe, Bildstabilisator und das angenehm leichte Gewicht. Das Preis-Leistungsverhältnis setzt dem Ganzen die Krone auf. Dicke Empfehlung!

Zum Canon EF-S 55-250mm f/4-5.6 IS STM auf Amazon


Suchst du Empfehlungen und Tests zu anderen Canon Objektiven? Auf meiner Seite über Canon Objektive habe ich alle Artikel aufgelistet, die ich dazu geschrieben habe.

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46 Kommentare

  1. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias,

    ich habe deinen tollen Bericht gelesen, habe allerdings noch eine Frage.
    In nächster Zeit möchte ich auf einer Safari Tierfotografien mit meiner Canon Eos 700d machen, bin in diesem Bereich jedoch leider noch blutige Anfängerin.
    Auf verschiedenen Seiten habe ich mich informiert, dass eine Brennweite von mindestens 300 mm empfohlen wird.
    In dieser Preisklasse ist das jedoch schwer zu finden. (Was ich gefunden habe ist das Tamron AF 70-300mm 4-5,6 Di LD Macro 1:2, die in verschieden Berichten jedoch eher schlecht abgeschnitten zu sein scheint und außerdem keinen Bildstabilisator hat)

    Nun also meine Frage: meinst du deine Empfehlung lässt auch für Tierfotografien auf Safari anwenden, oder muss ich mich nochmal anderweitig umsehen?

    Vielen Dank schon mal im voraus und liebe Grüße,

    Laura

    • Nutzer Avatar

      Hallo Laura,

      danke dir! Das ist eine häufiger gestellte Frage. Richtig ist, dass man für Safaris durchaus längere Brennweiten braucht, weil die Tiere eben nicht so nah sind. Auf der anderen Seiten kostet ein Objektiv, was diesen Brennweitenbereich gut bedient ab 800 € aufwärts. Insofern musst du dich entscheiden, ob du mit den 250 mm auskommst, oder ob du das Budget für ein längeres Objektiv aufbringen möchtest.

      Denkbar wäre auch, ein solches Objektiv für die Zeit der Safari zu mieten. Alternativ könntest du es wie oben beschrieben kaufen und danach wieder verkaufen.

      Liebe Grüße,

      Matthias

      • Nutzer Avatar

        Hallo Matthias,

        danke für deine schnelle Antwort, das ist wirklich toll.
        Ich denke auf jeden Fall nochmal weiter drüber nach.

        Liebe Grüße,

        Laura

  2. Nutzer Avatar
    Robert Neblik

    Hallo …
    Habe gerade deinen sehr guten ausführlichen Bericht gelesen. Habe dazu noch eine Nachfrage. Suche ein Objektiv das ich überwiegend für Sportfotografie nutzen möchte (Fotos beim Wakeboarden aus der Entfernung/Sprünge etc). Bin eher Laie auf dem Gebiet. Wenn ich deinen Bericht richtig interpretiere müsste das ein geeignetes Objektiv dafür sein?(in dem Budgetbereich). Oder würdest du was anderes empfehlen. Bis zu welchen Entfernungen kann ich es einsetzen? Nutzen möchte ich es mit einer Canon Eos 1200d.

    Gruss
    Robert (NRW)

    • Nutzer Avatar

      Hallo Robert,

      danke dir! Innerhalb dieses Budgets ist es auf jeden Fall das Objektiv, was ich dir empfehlen würde. Für andere Brennweiten und passende Bildqualität musst du viel tiefer in die Tasche greifen.

      Zu den Entfernungen kann ich wenig sagen, es kommt dann immer nur drauf an, wie groß der Sportler im Bild sein soll. Insofern bleibt nur das Ausprobieren.

      Liebe Grüße,

      Matthias

  3. Nutzer Avatar
    Timo Opper

    Hallo Matthias

    ich habe eine Eos M50 und bin zwischen den beiden Objektiven
    Ef-s 55-250 is stm oder Ef-m 55-200 am Entscheiden

    Welches der beiden würdest du mir empfehlen??

    Danke Gruß Timo

  4. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias,

    wie bewertest du das Objektiv im Vergleich zu dem Canon EF-S 18-200mm 1:3,5-5,6 IS ?
    Als Kamera habe ich eine Canon EOS M50, Adapterrring habe ich bereits über das EF-S 50mm Objektiv. Was sind die Unterschiede bzgl. der Bildqualität?

    Gruß Oliver

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