BeugungsunschĂ€rfe – Wieso du nicht mehr als Blende 8 nutzen solltest

Objektive werden schĂ€rfer, je weiter du die Blende schließt. Es gibt aber einen Grund, wieso du nicht mehr als Blende 8 nutzen solltest: die BeugungsunschĂ€rfe.

BeugungsunschÀrfe anhand einer Blendenreihe

BeugungsunschĂ€rfe anhand einer Blendenreihe (klick fĂŒr grĂ¶ĂŸere Ansicht)

BeugungsunschÀrfe Definition

Die BeugungsunschĂ€rfe ist ein optischer Effekt, der unter anderem in der Fotografie auftritt. Er sorgt dafĂŒr, dass dein Bild, je weiter du die Blende schließt, ab einem bestimmten Punkt wieder unschĂ€rfer wird.

Wie kommt es dazu?

Um die BeugungsunschÀrfe genauer zu erklÀren, muss ich etwas weiter ausholen. Sicherlich kennst du die Redewendung, dass ein Objektiv etwas abgeblendet werden muss, damit du die optimale SchÀrfe herausholen kannst. Das bedeutet, dass du mit einem Objektiv, was eine Anfangsblende von 1.8 hat, die besten Ergebnisse erzielst, wenn du nicht mit ganz geöffneter Blende fotografierst.

Aber warum ist das so? Die GlÀser der Objektive haben fertigungsbedingt fast immer in der Mitte eine bessere QualitÀt als an den RÀndern. Wenn du mit offener Blende fotografierst, dann nutzt du annÀhernd das ganze Glas aus.

Ausleuchtungskreis eines Vollformat Objektivs mit SensorgrĂ¶ĂŸen

Ausleuchtungskreis eines Vollformat Objektivs mit SensorgrĂ¶ĂŸen

Wenn du die Blende etwas schließt, dann fallen die Lichtstrahlen nicht mehr durch die Ă€ußeren RĂ€nder, sondern mehr durch die Mitte der ObjektivglĂ€ser. Du schneidest sozusagen den schlechten Teil weg und nutzt durch eine geschlossenere Blende den guten Teil der GlĂ€ser.

So liefert ein 50mm F1.8 Objektiv beispielsweise mehr SchÀrfe bei Blende 2.8 oder Blende 4, als bei offener 1.8er Blende.

Canon EF 50mm 1.8 STM MTF SchĂ€rfekurve - Danke an die Kollegen von OpticalLimits fĂŒr die Grafik

Canon EF 50mm 1.8 STM MTF SchĂ€rfekurve – Danke an die Kollegen von OpticalLimits fĂŒr die Grafik

Wieso es nicht funktioniert, die Blende so weit wie möglich zu schließen

Newsletter Aufmacher 1 - E-BookWahrscheinlich möchtest du aus deinen Objektiven die maximale SchĂ€rfe herausholen. Gehen wir mal davon aus, dass du nicht gerade auf die UnschĂ€rfe im Hintergrund bei Portraitaufnahmen aus bist. Du möchtest ein Bild machen, bei dem alles scharf ist – beispielsweise eine Landschaftsaufnahme. Hier möchtest du also aus deinem Equipment die maximale SchĂ€rfentiefe herausholen.

Mit dem Wissen, dass deine Objektive in der Mitte schĂ€rfer sind, könntest du nun bei deinen Landschaftsfotos immer die Blende so weit wie möglich schließen, um die maximale BildqualitĂ€t herauszuholen – also Blendenzahl 16 oder 22. Bis hierhin richtig gedacht, nur kommt jetzt die BeugungsunschĂ€rfe ins Spiel.

Je mehr du deine Blende schließt, umso kleiner ist das Loch, durch das Lichtstrahlen zum Sensor fallen.

Blende 4.0 bei einem Canon 50 mm 1.8 STM Objektiv

Blende 4.0 bei einem Canon 50mm 1.8 STM Objektiv

Bei weiter Blendenöffnung haben die Lichtstrahlen noch viel Platz. An den Kanten der Blende werden die Lichtstrahlen jedoch gebeugt. Daher kommt eben auch der Name BeugungsunschÀrfe. Durch die Beugung tritt UnschÀrfe auf, weil das Licht auf dem Sensor nicht mehr als Punkt ankommt, sondern ab der Blende als Kegel verlÀuft und damit als FlÀche am Sensor auftrifft.

Die Blende weiter zu schließen wird auch abblenden genannt. Je weiter du die Blende schließt, umso kleiner wird das Loch und umso mehr Lichtstrahlen werden auch gebeugt. Alle Lichtstrahlen, die nun zu deinem Sensor fallen, werden dann gebeugt und somit ist dein Bild unscharf.

Die BeugungsunschĂ€rfe tritt erst ab einer bestimmten Blende auf, die abhĂ€ngig von SensorgrĂ¶ĂŸe und Anzahl der Megapixel ist. Es spielt also auch eine Rolle, ob du eine APS-C oder Vollformat Kamera hast.

Die BeugungsunschĂ€rfe ist ĂŒbrigens der Grund, wieso manche Fotografen Focus Stacking einsetzen, statt die Blende einfach nur weiter zu schließen. Focus Stacking ist ein Vorgehen, bei dem mehrere Bilder mit unterschiedlichem Fokus aufgenommen werden, die dann in der Nachbearbeitung zu einem Bild kombiniert werden.

In welchen fotografischen Bereichen ist die BeugungsunschÀrfe relevant?

BeugungsunschĂ€rfe ist immer dann ein Thema, wenn du vom Stativ aus fotografierst und eine möglichst große TiefenschĂ€rfe im Bild haben willst. Das trifft also in erster Linie auf die Bereiche Makro, Landschaft und Architektur zu.

Das Bodetal im FrĂŒhling

Bodetal 3

Ist BeugungsunschÀrfe von der Brennweite abhÀngig?

Prinzipiell spielt nur eine Rolle, ob das Licht als Punkt oder als FlĂ€che am Sensor ankommt. Der bei der BeugungsunschĂ€rfe entstehende Kegel zwischen Blende und Sensor hat je nach Brennweite eine andere GrĂ¶ĂŸe, aber nur die FlĂ€che am Sensor ist ausschlaggebend. Wenn wir mal vom gleichen Sensor ausgehen, so beginnt die BeugungsunschĂ€rfe beispielhaft bei einem Sensor ab Blende 9, unabhĂ€ngig ob 16 mm oder 200 mm Objektiv. Somit ist BeugungsunschĂ€rfe nicht von der Brennweite abhĂ€ngig.

Dieser Aspekt ist je nach Fotomotiv interessant. Wenn du mit einem Weitwinkel Landschaften fotografierst, dann erreichst du bereits durch moderates Abblenden eine groß SchĂ€rfentiefe. Makrofotografen hingegen arbeiten beispielsweise mit einer Brennweite um die 100 mm. Nicht nur, dass sich das Motiv viel nĂ€her an der Kamera befindet, auch durch die Brennweite ist die TiefenschĂ€rfe wesentlich kleiner. Eine grĂ¶ĂŸere SchĂ€rfentiefe als bei Blendenzahl 2.8 ist hier so gut wie immer gewĂŒnscht. Eben wegen der BeugungsunschĂ€rfe ist deshalb wie oben bereits erwĂ€hnt Focus Stacking eine Option.

Warum BeugungsunschÀrfe von der Anzahl der Megapixel abhÀngig ist

Newsletter Aufmacher 4 - FotoausrĂŒstungStell dir einen Sensor vor, der die Abmessungen 35 mm x 24 mm hat. Das ist ein Vollformat Sensor. Meine erste Vollformat Kamera, die Canon EOS 5D, hatte 12 Megapixel. Eine heutige Canon EOS 5DS R hat 50 Megapixel. Der Sensor ist aber genauso groß geblieben. Somit sind auf der gleichen FlĂ€che mehr Megapixel zu finden.

Wenn das Licht nun nicht als Punkt, sondern wegen der BeugungsunschĂ€rfe als FlĂ€che ankommt, dann spielt es eine Rolle, wie groß die einzelnen Pixel sind. Ist der Pixel grĂ¶ĂŸer, so tritt BeugungsunschĂ€rfe nicht so schnell auf, also erst bei noch weiter geschlossener Blende. Bei mehr Megapixeln haben die einzelnen Pixel eine kleinere FlĂ€che, somit tritt der Effekt schon bei einer etwas weiter geöffneten Blende auf. Ich bin deshalb gar nicht so begeistert vom Megapixel-Rennen der Kamerahersteller.

Soweit zur Theorie, nun zeige ich dir, wie du damit in der Praxis umgehen kannst.

So kannst du selbst berechnen, ab wann die BeugungsunschÀrfe bei deiner Kamera auftritt

Mit dem folgenden Rechner kannst du selbst berechnen, ab wann BeugungsunschĂ€rfe bei deiner Kamera auftritt. Der Rechner ist zwar in englisch, aber trotzdem verstĂ€ndlich. Du musst nur deine Kamera auswĂ€hlen, die Megapixel Anzahl eingeben und dann bei “Diffraction May Become Visible” schauen. Dieser Wert gibt an, ab wann die BeugungsunschĂ€rfe sichtbar wird. Der Wert in der ersten Tabelle gibt die Bildschirmansicht an, in der zweiten Tabelle steht der Wert fĂŒr den Druck. Wenn deine Kamera nicht in der Liste dabei ist, so kannst du deine Kameraserie auswĂ€hlen. Hier geht es nur darum, welche GrĂ¶ĂŸe der Sensor hat.

Bei Bedarf kannst du oben noch mit “Aperture” die Blende eingeben, die du nutzen willst und dann unter “Diffraction Limited for f/xx” sehen, ob bei der ausgewĂ€hlten Blende schon BeugungsunschĂ€rfe auftritt.

BeugungsunschÀrfe Tabelle gÀngiger Kameras

Mit dem Rechner kannst du fĂŒr jede Kamera den Wert berechnen. Ich habe mal fĂŒr einige der gĂ€ngigsten Kameras beispielhaft berechnet, ab wann der Effekt der BeugungsunschĂ€rfe auftritt:

KameraBeugungsunschÀrfe sichtbar ab Blende
Canon EOS 700D9.0
Canon EOS 750D7.1
Canon EOS 800D7.1
Canon EOS 60D9.0
Canon EOS 70D8.0
Canon EOS 77D7.1
Canon EOS 80D7.1
Canon EOS 7D9.0
Canon EOS 7D Mark II8.0
Canon EOS 6D12.7
Canon EOS 6D Mark II11
Canon EOS 5D Mark III12.7
Canon EOS 5D Mark IV10
Canon EOS 5Ds R8.0
Nikon D34008.0
Nikon D53008.0
Nikon D55008.0
Nikon D56008.0
Nikon D72008.0
Nikon D75009.0
Nikon D60011
Nikon D70016
Nikon D75011
Nikon D8009.5
Nikon D8109.5
Nikon D8509.0
Pentax K-19.5
Sony Alpha 60008.0
Sony Alpha 63008.0
Sony Alpha 65008.0
Sony A7R9.5
Sony A7R II9.0
Sony A7R III9.0
Fujifilm X-E19.5
Fujifilm X-E29.5
Fujifilm X-E38.0
Fujifilm X-T19.5
Fujifilm X-T28.0
Fujifilm X-Pro9.5
Fujifilm X-Pro28.0
Fujifilm X10011
Fujifilm X100S9.5
Fujifilm X100T9.5
Fujifilm X100F8.0
Olympus E-M1 MARK II5.6
Olympus E-M5 MARK II6.3
Olympus E-M10 MARK II6.3
Olympus E-M10 MARK III6.3

Wenn du deine Kamera in dieser Tabelle nicht gefunden hast, dann nutze einfach den obigen Rechner. Es ist auf jeden Fall sehr hilfreich, diese Werte fĂŒr deine Kamera zu kennen, um eine maximale BildqualitĂ€t zu erreichen. So kannst du beispielsweise fĂŒr Landschaftsaufnahmen die grĂ¶ĂŸtmögliche SchĂ€rfentiefe aus deiner Kamera herausholen, ohne dass die Beugung des Lichts an den Blendenlamellen auftritt. Wenn du noch mehr Tipps zum Thema BildqualitĂ€t haben willst, dann kann ich dir mein E-Book fĂŒr maximale BildqualitĂ€t empfehlen.

Meine Empfehlung: Deine eigenen Objektive selbst testen

Neben dem Rechner und der Tabelle empfehle ich dir, deine Objektive einmal selbst auf BeugungsunschĂ€rfe hin zu testen. Pack die Kamera mit einem deiner Objektive auf das Stativ und fotografiere das gleiche Motiv im AV Modus mit allen unterschiedlichen Blenden: 2.0, 2.8, 4.0, 5.6, 8.0, 11, 16, 22 usw. Am Rechner kannst du die Bilder nun in der 100 % Ansicht vergleichen. So siehst du genau, ab wann die BeugungsunschĂ€rfe einsetzt. Nun weißt du, wie weit du die Blende bei zukĂŒnftigen Aufnahmen schließen kannst, um die maximale SchĂ€rfe aus deinen Objektiven herauszuholen.

Wie sind deine Erfahrungen mit BeugungsunschĂ€rfe? Hast du den Wert fĂŒr deine Kamera im Kopf oder pfeifst du eher auf diesen Effekt? Schreib mir in den Kommentaren!

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59 Kommentare

  1. Nutzer Avatar
    Thomas Braunstorfinger

    Hallo zusammenn,

    der Blendenstern ist ja genau der Beugungseffekt: aus einem Punkt wird ein Stern . Das passiert nat. nicht nur bei hellen Lichtquellen. Damit verschmieren sich Bidlanteile auf die Nachbarpixel, was man als UnschÀrfe wahr nimmt.
    Moderne Objektive sind auf weiches Bokeh optimiert, daher sind die Lamellen rund, und Blendensterne sieht man erst so richtig, wenn man auf den höchsten Blendenwert geht. Damit wird das Bild immer matschig, bei Blende 32 bleiben halt nur 5 Megapixel oder so ĂŒbrig.

  2. Nutzer Avatar
    Nicolas

    Hallo und Danke fĂŒr die interessanten AusfĂŒhrungen!
    Ich hĂ€tte folgende Frage: wie verhĂ€lt sich die optimale Blende, bei einer gewissen Kamera, wenn man die „förderliche Blende“ eines Objektives mitberĂŒcksichtigt?
    Die gibt es ja auch noch und gibt den Wert an, bei welcher Blende ein Objektiv am schĂ€rfsten abbildet… dass sie unter dem ermittelten Wert der eintretenden BeugungsunschĂ€rfe liegt, ist offensichtlich, aber um wieviel?

    Denn offene Blende ist bei keinem Objektiv die förderliche Blende…

    Danke

    • Nutzer Avatar

      Hallo Nicolas,

      bei den meisten Objektiven ist ja die förderliche Blende etwa bei zwei Blenden weiter geschlossen als bei Offenblende. Da sprechen wir dann oft von 5.6, was bei den meisten Kamera noch oberhalb der Grenze fĂŒr die BeugungsunschĂ€rfe liegt.

      Liebe GrĂŒĂŸe,

      Matthias

  3. Nutzer Avatar
    Patrick

    Danke fĂŒr den interessanten Artikel!
    BezĂŒglich UnschĂ€rfe kann ich auch die Reviews von Christopher Frost auf Youtube empfehlen. Dort sieht man gut, wann sie bei welchem Objektiv eintritt.

  4. Nutzer Avatar
    Joachim

    Wieder was wichtiges dazu gelernt. Solche Tips sind Gold wert.
    Vielen Dank dafĂŒr.
    Gruß Joachim

  5. Nutzer Avatar
    Klaus Bolwin

    Hallo Matthias,
    die BeugungsunschĂ€rfe ist eine Funktion des Durchmessers der realen, physischen Blende, hat also nichts mit dem Blendenwert am Einstellring (bzw. heutzutage im dem im Display abzulesenden Wert) zu tun. Dieser ist das VerhĂ€ltnis von Brennweite zum Durchmesser der Eintrittspupille, also dem virtuellem Bild der Blende durch die Vorderlinse. Insofern spielt die Brennweite sehrwohl eine Rolle, wenn man vom Blendenwert ausgeht. Zudem ist in den meisten FĂ€lle vmtl. der Abbildungsmaßstab der Vorderlinse nicht bekannt, daher bleibt ohnehin nur ĂŒbrig zu testen wo die Grenze liegt. Der Rechner scheint mir daher relativ wertlos zu sein.
    Erschreckt hat mich aber die Aussage, die BeugungsunschĂ€rfe sei von der Anzahl der Pixel des Sensors abhĂ€ngig. Das ist natĂŒrlich blanker Unsinn. In der Tat kann man die BeugungsunschĂ€rfe aber nur wahrnehmen, wenn sie grĂ¶ĂŸer ist als das Auflösungsvermögens des Sensors. Das physikalische PhĂ€nomene der Beugung wird aber nicht durch die technische Realisierung des Detektors beeinflußt, lediglich die Möglichkeit seiner Detektion.
    Im Übrigen habe ich heute Makroaufnahmen gemacht mit Blenden von f/45, f/51 und f/57 mit einer Nikon D7500 und einem Tamaron SP 90mm f/2.8 1.1 Macro, ohne daß BeugungsunschĂ€rfe bei einer GrĂ¶ĂŸe des Bildes von annĂ€hernd A3 Format (ok, paßt vom SeitenverhĂ€ltnis nicht) auf dem Bildschirm wesentlich wahrzunehmen war. Da ist man eher froh, daß man den TiefenschĂ€rfenbereich von 6mm bei Blende f/22 auf 16mm bei Blende f/57 erhöhen kann.

    Viele GrĂŒĂŸe
    Klaus Bolwin

      • Nutzer Avatar
        Klaus Bolwin

        Hallo Matthias,

        ganz ganze Thema ist von der Theorie her schon so komplex, daß es unmöglich ist eine generelle Aussage optimale Blende zu machen. Richtig ist aber in jedem Fall Deine Aussage, daß hinsichtlich der Megapixel, insbesondere bei kleinen Sensoren ĂŒbertrieben wird. Hier tritt dann ja auch das Problem der UnschĂ€rfe durch Beugung am stĂ€rksten auf. Aus meiner Sicht ist aber die BeugungsunschĂ€rfe ins VerhĂ€ltnis zum Zerstreungskreis zu setzen und nicht zum Pixelpitch, das was der Sensor an UnschĂ€rfe registriert, der Betrachter aber nicht wahrnimmt muß auch nicht interessieren.
        Die physikalischen Grundlagen sind fĂŒr beugungsbegrentze Optiken sind ja zunĂ€chst recht einfach: möglichst große Appertur, sei es nun die Fassung der Frontlinse oder die Blende. Die Brennweite kommt dadurch ins Spiel, man den Blendendurchmesser mit Hilfe der Blendenzahl angeben will. Hier wird es schon kompliziert, da die Blendenzahl nicht das VerhĂ€ltnis der Brennweite zum Blendendurchmessers ist, sondern zum Durchmesser der Eintrittspupille. FĂŒr die Beugung ist aber der tatsĂ€chliche Durchmesser der Blende maßgeblich. Gut, dieser Fehler mag noch klein sein und somit vernachlĂ€ssigbar. Im nĂ€chsten Schritt muß aus dem Beugungswinkel nun die GrĂ¶ĂŸe des Beugungsscheibchen (Airyscheibchen) bestimmt werden, hierzu brauche ich den Abstand zwischen Blende und Sensorebene. Hier werden in der Regel immer nur Systeme betrachtet, bei denen angenommen wird, daß das Licht aus dem Unendlichen kommt (ist schon mal ganz angenehm, dann ist Bildweite gleich Brennweite) und daß das beugende Element die Fassung der Frontlinse oder der Durchmesser des PrimĂ€rspiegels ist. Beides zusammen hat den Vorteil, daß fĂŒr die Distanz Blende/Sensor die Brennweite genommen werden kann. Dies gilt auch fĂŒr Optiken astronomischen Teleskopen, bei denen die BaulĂ€nge durch den Einbau eines konkaven SekundĂ€rspiegels deutlich verkĂŒrzt wird, da dann durch die Spreizung des Beugungskegels am SekundĂ€rspiegel die effektive LĂ€nge der Brennweite entspricht. Teleobjektive sind auch meist deutlich kĂŒrzer als ihre Brennweite und bei Weitwinkelobjektiven fĂŒr DSLRs wird der Brennpunkt nach hinten verlagert um Platz fĂŒr den Spiegel zu schaffen.
        Soweit, sogut, man könnte meinen durch HerauskĂŒrzen der Brennweite ließe sich das Beugungsscheibchen allein aus der WellenlĂ€nge des Lichtes und der Blendenzahl bestimmen. Leider steckt die Blende jetzt aber irgendwo mitten im Objektiv, das heißt wir kennen weder ihre Position (wahrscheinlich wĂ€re ohnehin die Position der Austrittspupulle von Interesse), noch die Brennweite der Hinterlinse, die jetzt noch alleine fĂŒr eine Änderung des effektiven Beugungswinkel verantwortlich wĂ€re.
        Aus diesem Grund ist es meiner Ansicht nach unerlĂ€ĂŸlich die optimale Blende empirisch zu bestimmen. Auch verwundert es nicht, daß von so viele unterschiedlichen Erfahrungen berichtet wird.

        Liebe GrĂŒĂŸe
        Klaus

  6. Nutzer Avatar
    Martin Messmer

    Danke fĂŒr den Bericht.
    FĂŒrs Auge sichtbare BeugungsunschĂ€rfe ist nur dann von den Pixeln abhĂ€ngig, wenn wir dies in der 100%-Ansicht begutachten. Ansonsten stimmen einige Gedanken hier gemĂ€ĂŸ meinen umfangreichen Tests nicht.
    Es kann bis Blende 700*Zo abgeblendet werden (Zo = max. zul. Zerstreuungskreisdurchmesser) fĂŒr maximale SchĂ€rfentiefe, die Beugung mit berĂŒcksichtigt. Bei APS-C-Sensoren ist dies Blende 14, bei 1″ etwa 7.1 bis max. 8.
    Eine defokussierte Bildstelle wird mit Zerstreuungs-Beugungs-Optimum schÀrfstmöglich abgebildet bei
    k = f*Wurzel(750/w*|1/g-1/D|)
    f = Brennweite
    w = Wirkungsgrad des Beugungsscheibchens = ca. 0.75
    g = ca. Fokusdistanz
    D = Distanz Kamera – fokussierte Ebene
    Mein Rat also: ausprobieren, ab wann einen die Beugung tatsĂ€chlich zu stören beginnt. Dann wird man durch die Praxis garantiert ent-schreckt 😉
    Herzlich – Martin Messmer

    • Nutzer Avatar

      Hallo Martin,

      danke dir fĂŒr den Einblick, sehr interessant. Mit der eigenen Kamera und den eigenen Objektiven ausprobieren ist auf jeden Fall immer eine gute Idee.

      Liebe GrĂŒĂŸe,

      Matthias

    • Nutzer Avatar
      Stephan Weber

      Bei apsc ist f16 die Grenze, f8 ist in der RealitĂ€t NIE kritisch. Objektive sind vor allem am Rand viel schlechter als 24Mpix hergeben wĂŒrden. ZusĂ€tzlich gibt es noch andere Macken wiw Vignettierung, oder man will eben ein ND Filter vermeiden, die selten so richtig gut sind (Spiegelungen, Farbverschiebungen, Staub, etc.). Sonst alles super im Beitrag, aber wie gesagt keine Angst vor f8 oder f11.

      • Nutzer Avatar
        Martin Messmer

        Lieber Herr Weber
        f8 wird eben schon kritisch 
 bei 1″-Sensoren liegt genau dort in etwa die Grenze 
 darĂŒber beginnt ein Bild langsam sichtbar generell «gebeugt» zu sein (ĂŒberall leicht unscharf) 


  7. Nutzer Avatar

    Topp! Einen so einfachen Rechner fĂŒr die BeugungsunschĂ€rft habe ich lange gesucht aber nur umstĂ€ndliche und fĂŒr mich unverstĂ€ndliche Formeln gefunden.
    Werde mich noch richtig auf den Seiten umsehen.
    Vielen Dank auch fĂŒr den Link zu PhotoPills.

  8. Nutzer Avatar
    Nick Krause

    Die Beugungsanteil ist grundsĂ€tzlich bei allen Blenden vorhanden und wird schon vorher d.h. bei der kritischen Blende(je nach Objektiv) sichtbar.Die hier angegebenen optimalen Blenden sind in der Fotopraxis eher irrelevant und können problemlos durch die förderlichen Blendenwerte ersetzt werden.Sofern man dann in die Makrofotografie bei >1:1 MaßstĂ€ben ohne Fokusstacking geht kann man dann nochmal problemlos 2 Blendenwerte draufpacken,da der Zugewinn an SchĂ€rfentiefe relevanter als der SchĂ€rfeverlust durch Beugung ist.

    PS:Auch die Technologie spielt hier eine immer entscheidendere Rolle und dies nicht nur wegen TOF-Sensoren und grĂ¶ĂŸereren FĂŒllflĂ€chen der Pixelpitches.

  9. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias
    und danke fĂŒr deine gute ErklĂ€rung.
    Jetzt ist es so, dass ich meistens Vollformat-Linsen an meiner APS-C-Kamera (Nikon D500) verwende.
    Gilt Deine Formel dann auch oder gibt es da einen Faktor, der in der Formel berĂŒcksichtigt werden muss?
    fragt
    Dieter

    • Nutzer Avatar

      Hallo Dieter,

      na gern. Meine Formel gilt auch dann, denn die Brennweite des Objektivs Àndert sich nicht. Am Ende hÀngt nur ein kleinerer Sensor dahinter.

      Liebe GrĂŒĂŸe,

      Matthias

  10. Nutzer Avatar
    Michael Schmidt

    Super ErklĂ€rung, Danke dafĂŒr!
    In der Praxis brauchte ich selten kleinere Blende als f11, aber ehrlicherweise habe ich mich bis dato nie mit dem dann möglicherweise auftretenden Problem beschĂ€ftigt. Man lernt nie aus…

  11. Nutzer Avatar

    Hi,
    das pfeif ich drauf. Wenn es eine große TiefenschĂ€rfe sein soll, dann blende ich auch entsprechend ab. Das bischen was die GesamtschĂ€rfe darunter leidet, sieht kaum jemand und wenn dann nur im direkten Vergleich. Rechnerisch mag das zwar anders sein, mir ist es aber egal.

  12. Nutzer Avatar
    Gerhardt

    Danke fĂŒr diese Hinweise. Auch ich musste feststellen, dass bei meiner Canon 80 d schon 7,1 die Grenze ist. Schön, dass du es hier so ausfĂŒhrlich dargestellt hast.
    Herzliche GrĂŒĂŸe aus dem hohen Norden

    Kirsten Gerhardt

  13. Nutzer Avatar

    Guten Morgen Matthias,

    Habe meine a 6000 noch nicht so lange und heute morgen hatten wir einen schönen Sonnenaufgang. Also stativ raus und Kamera drauf. Gelesen habe ich, die blende ganz weit zu schließen, damit man einen schönen sonnenstern hat.
    Ja, den hatte ich, aber die Bilder waren alle unscharf und das ganz gewaltig. Ich war echt geschockt. Sind das die Auswirkungen der beugungsunschĂ€tfe? Ich war si geschockt, dass ich dachte, das objektiv ist kaputt. Habe gleich nochmal ein „normales Foto“ bei blende 10 gemacht. Da war alle wieder ok und dem kit objektiv entsprechend. HĂ€tte wohl vorher mal deinen Bericht lesen sollen!?

    Schöne Ostern

    Micha

    • Nutzer Avatar

      Genau das Problem hatte ich auch…
      Toller Sonnenstern bei AbenddĂ€mmerung mit Blende 22 aber das Bild total matschig…. Jetzt bin ich auch schlauer. Ich dachte schon es liegt am Objektiv oder der Kamera…

  14. Nutzer Avatar
    Olaf Mundigl

    Hallo Matthias,

    vielen Dank fĂŒr die schöne ErklĂ€rung und Zusammenstellung.
    Wie oben schon mal erwÀhnt ist die Angabe der Airy disc bzw. BeugungsunschÀrfe hier rein mathematisch nach der Formel d0 = 2.44 λ x f/xx berechnet unter der Annahme, dass es sich um eine optisch perfekte Linse mit kreisrunder Blende handelt. In der Praxis ist das nie der Fall, d.h. je nach QualitÀt des Objektivs kommt man gut oder weniger gut an dieses theoretische Limit. Es gibt zB unter LensTip.com eine Datenbank, wo man sich die Performance versch. Objektive in der RealitÀt ansehen kann, z.B auch die Unterschiede zwischen Zentrum und Rand. Dort erkennt man auch, dass die grösste Blende meist nicht die höchste Auflösung liefert.

    GrĂŒsse

    Olaf Mundigl

  15. Nutzer Avatar
    Alfred MĂŒhlbauer

    Hallo Matthias,
    wieder ein schöner interessanter Artikel von Dir. Man könnte Schlußfolgern, daß eine z.B. Canon EOS 6D (20MP) abgeblendet auf 12,7 mehr TiefenschĂ€rfe bringt als eine 5 IV (50MP) die hier schon Probleme mit BeugungsunschĂ€rfe hat. Greift man da fĂŒr Lanschaftaufnahmen besser „zum alten Eisen“ ?

    Gruß
    Alfred

    • Nutzer Avatar

      Hallo Alfred,

      genauso ist es. Deshalb ist höhere Megapixel Anzahl nicht immer gut. Was macht man also als Landschaftsfotograf in der Praxis? Wenn man bei der Bildkomposition die TiefenschĂ€rfe braucht, dann muss man mit Focus Stacking arbeiten. Hier werden mehrere Bilder mit unterschiedlichen Fokuspunkten aufgenommen. DafĂŒr wird dann die maximale Blende genutzt, bevor die BeugungsunschĂ€rfe einsetzt. Diese werden dann am PC zusammengesetzt.

      Liebe GrĂŒĂŸe,

      Matthias

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  17. Nutzer Avatar
    HĂ€uptling Auge

    Hallo Matthias,
    diese Rechnungen können die Kamerahersteller auch durchfĂŒhren und Beugungseffekte per Software großteils korrigieren. Meiner Erfahrung nach sind diese so gering, dass eher Verwacklung und weitere zeitliche Effekte wĂ€hrend der Aufnahmedauer eine Rollespielen (kleine Blende -> lange Belichtung).
    Aus Sicht des optischen Designs von Objektiven gibt es viele weitere GrĂŒnde warum der mittlere Bereich, meist um Blende 9, am besten zu handhaben ist. Das nur auf Brechung durch die Blende zu reduzieren halte ich fĂŒr falsch. Dazu ist die Physik hinter einem Mehrlinsystem zu komplex und in Verbindung mit Softwarealgorithmen auf dem Chip lassen sich so generelle Aussagen, wie nach Blende x nicht mehr knipsen, meiner Meinung nach, nicht treffen. Klar, selbst testen hilft, aber man sollte sich sehr genau hinterfragen, ob der eigene Test aussagekrĂ€ftig und wiederholbar ist – zb in verschiedenen Lichtsituationen.
    Die Aussage das Licht fiele auf einen Punkt des Chips verstehe ich nicht. Eine Kameraoptik ist so designed, dass bei jeder Brennweite möglichst der ganze Chip ausgeleuchtet ist, sonst resultieren ja weniger Mpx fĂŒr bestimmte Brennweiten. Daher enthalten gerade auch lange Tele so viele Linsen.

  18. Nutzer Avatar

    Erschreckend das bei der Alpha 6000 bei Blende 8 Schluss sein soll.
    Ich muss das glatt mal testen!

    Die Frage die mich dabei beschĂ€ftigt…
    FĂŒr was sind dann die geschlossenen Blenden? Wenn ab Blende 8 BeugungsunschĂ€rfe auftritt, sind die anderen Blenden ja quasi Sinnlos!?

    Danke fĂŒr die ausfĂŒhrliche AusfĂŒhrung.

    LG
    Marko

    • Nutzer Avatar

      Hallo Marko,

      gern 🙂

      In der Praxis sind die anderen Blenden meist nicht sinnvoll. Es gibt allerdings Situationen wie in der Makrofotografie, die ist mehr TiefenschĂ€rfe wichtiger als die GesamtschĂ€rfe. Dann kann es besser sein, die Blende weiter zu schließen. Oder Focus Stacking zu nutzen.

      Liebe GrĂŒĂŸe,

      Matthias

  19. Nutzer Avatar

    die Sony Alpha 7s ist beim iframe von photopils falsch aufgefĂŒhrt (sie ist kein mega-pixel-monster wie die 7r) und mĂŒsste in etwa gleich auf mit der nikon D700 liegen (12 mega) .. unschaerfe ist also erst ab ca. blende 16 ein thema, was mich sehr freut 😉

  20. Nutzer Avatar

    Hallo Matthias
    Besten Dank fĂŒr diesen informativen Artikel. Bis anhin hatte ich mit meiner Nikon D800 und dem Nikkor 24-70mm bei Landschaftsaufnahmen mit der Blende 11 fotografiert um eine möglichst grosse SchĂ€rfentiefe zu erhalten.
    Um die BeugungsunschÀrfe habe ich mir bis jetzt keine Gedanken gemacht.
    In nÀchster Zeit werde ich Deinen im Blog erwÀhnten Test durchspielen und bin gespannt auf das Resultat.
    Herzliche GrĂŒsse Gusti

  21. Nutzer Avatar
    Ciril Hendry

    Danke fĂŒr Deine AusfĂŒhrungen zur BeugungsunschĂ€rfe. Fotografiere auch schon sehr lange, muss mich fast schĂ€men, dass ich dieses Wissen nicht hatte, bzw. noch nicht gehört habe.
    Auch ich bin davon ausgegangen, geschlossene BlÀnde, beste SchÀrfe.

  22. Nutzer Avatar
    Werner Ulrich

    Hallo Matthias besten Dank fĂŒr diesen Artikel. Habe schon lange ĂŒber die BeugungsunschĂ€rfe gelesen und bin ĂŒberrascht das sie so frĂŒh Einsetzt. Bei meiner Nikon D810 nach deiner Berechnung bei Blende 9,5, ich fotografiere normal bei Blende 13 und bei Makro mit Blende 16 muss nun wohl Umdenken. Werde in Zukunft nur noch mit Blende 11 schaffen, um Unscharfe Bilder zu vermeiden.

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      Hallo Werner,

      freut mich, wenn ich dir damit helfen kann. Diese Werte zu kennen ist ein guter Weg, um mehr BildqualitÀt aus seinem Equipment herauszuholen.

      Liebe GrĂŒĂŸe,

      Matthias

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    Frank Wiedemann

    Das hat mich jetzt schon ein bisschen erschrocken, dass der Effekt schon so frĂŒh einsetzt. Landschaftsfotos mit Vordergrundobjekten benötigen schnell höhere Blendenzahlen. Da werde ich meine Objektive wohl noch einmal genauer testen mĂŒssen. Vielen Dank fĂŒr den tollen Artikel

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    Heribert JĂ€ger

    Deinen Tipp, einmal fĂŒr meine Kamera eine Blendenreihe zur Beurteilung der SchĂ€rfe zu erstellen, habe ich umgesetzt: Bei der Panasonic DMC-FZ2000 (1″-Sensor) habe ich so ĂŒber mehrere Zoomstufen als schĂ€rfste Blende f/8 ermittelt. Kannst Du das mit Deinem Rechenmodell nachvollziehen? Du kennst sicher eher Vergleichsmodelle als ich mir mĂŒhsam herausfinden mĂŒsste. Ist das dann die „Kritische“ oder die „Förderliche“ Blende? Denn die TiefenschĂ€rfe konnte ich nicht vergleichen; ich bin nur davon ausgegangen, dass die TiefenschĂ€rfe bei der Blende f/8 grĂ¶ĂŸer als bei f/4 ist, wo die schĂ€rfste Blende z.B. fĂŒr die DMC-FZ1000 genannt wird. Übrigens nutze ich bei der FZ2000 das Fokus-Bracketing von RAW-Fotos, um die „TiefenschĂ€rfe“ durch Stapeln der Fotos in PS zu erhöhen.

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        Heribert JĂ€ger

        HĂ€tte ich gerne, aber fĂŒr die Panasonic DMC-FZ2000 gibt es bei den gelisteten Modelle keine 1-Zoll-CMOS, die ich zum Vergleich heranziehen könnte. Insofern stehe ich auf dem Schlauch…

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            Heribert JĂ€ger

            Ja, das sind 1 Zoll Sensoren. Aber das Ergebnis (schon bei f/4,5 soll BeugungsunschÀrfe auftregen) passt nicht zum visuellen Eindruck, dass bei f/8 das Bild am schÀrfsten wird. Irgendetwas stimmt da nicht.

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    Hans JĂŒrgen Flörke

    Hallo Matthias. Vielen Dank, fĂŒr diesen – wieder mal – ausfĂŒhrlichen und informativen Beitrag.
    Sicher, dass beim Abblenden dieser Effekt auftritt, war mir klar. Aber . . . dass er bei meiner Kamera, Canon eos 80D, schon ab Blende 7.1 der Fall ist, hÀtte ich nicht gedacht.
    Von daher weiß ich jetzt, was ich bei zukĂŒnfigen Aufnahmen zu beachten habe.
    Und das mit dem selber Testen . . . werde ich jedenfalls mal ausprobieren!
    Lieber Gruß,
    Hans JĂŒrgen Flörke

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