Im Oktober letzten Jahres war ich zum Fotografieren in München. Hier sind die besten Bilder dieser Reise!
Es ist schon etwa 15 Jahre her, dass ich das letzte Mal in München war, auch damals schon mit der Kamera. Seitdem hat sich nicht nur meine Fotografie weiterentwickelt, sondern auch München und seine Architektur. So haben sich in den gespeicherten Orten auf Google Maps in meiner Sammlung mit der Zeit immer mehr Pins gesammelt.
Meine Motive
Im Oktober letzten Jahres war ich dann zusammen mit meiner Freundin für vier Tage dort. Das ist eigentlich nicht viel Zeit für eine solch große Stadt. Dementsprechend voll war meine Planung:
- HVB-Tower
- Highlight Towers
- BMW Welt
- BMW Museum
- Olympiapark
- Pinakothek der Moderne
- Fünf U-Bahn-Stationen
Bis auf einen Besuch in der Allianz Arena habe ich die Zeit fast komplett mit Fotografieren verbracht. Wenn ich An- und Abreise noch abziehe, waren es eigentlich nur zweieinhalb Tage. Diesmal habe ich bewusst kein Stativ mitgenommen, um etwas freier und unbeschwerter unterwegs zu sein. Mitunter habe ich zehn Stunden am Tag fotografiert, sodass ich nach der Reise wirklich eine Pause brauchte.
Auswahl und Nachbearbeitung
In diesen vier Tagen in München habe ich mit meiner Sony Alpha 7 III 290 RAW-Dateien aufgenommen. Es fiel mir nicht leicht, daraus eine Auswahl zusammenzustellen. Wie gewohnt bin ich dies in mehreren Anläufen angegangen, aber trotzdem umfasst die finale Auswahl satte 20 Bilder.
Die eigentliche Bearbeitungszeit pro Bild liegt dabei unter einer Minute. Mit Bearbeitung meine ich das Justieren der Regler in Adobe Camera RAW. Einen Großteil der Zeit beanspruchte somit rein die Auswahl der finalen Bilder.
Die Bilder
Genug mit den Hintergrundinfos, hier kommen die Bilder:




















Wie du siehst, haben es auch nicht alle vorab geplanten Motive in die finale Bildauswahl geschafft.
Mit diesem Equipment habe ich fotografiert
Alle Fotos sind mit der Sony Alpha 7 III aufgenommen. Als Objektive kamen das Sony FE 16-35 mm F4 ZA OSS und das Sony FE 24-70 mm F4 ZA OSS zum Einsatz. Ich hatte bewusst nur diese beiden Objektive eingepackt. Damit war mein üblicher Brennweitenbereich für Architekturfotografie abgedeckt. Filter hatte ich nicht mitgenommen.
Wie gefallen dir die Bilder? Hast du konstruktives Feedback für mich? Schreib mir in den Kommentaren!
Ich bin Matthias und ich fotografiere seit mehr als 20 Jahren leidenschaftlich gern Landschaften und Architektur. Mehr über mich
Hallo,
ich hatte mir erst die Bilder die nicht in die Auswahl gekommen sind angeschaut und fand diese eigentlich fast durchweg gut.
Bei Fotos die es in die Auswahl geschafft haben sind mir einige zu abstrackt und künstlerisch. Keine Frage, es sind gute Aufnahmen. Nur mir persönlich bringen sie irgendwie nichts. Es liegt vielleicht auch daran, dass ich keine Kunstgallerien besuche. Die finde ich persönlich langweilig. Bei einigen Fotos z.B. sind nur geometrische Linienzüge zu erkennen. Die könnten überall auf der Welt aufgenommen worden sein.
Das sie aus München stammen weiß nur der Fotograf. Ich achte bewusst darauf das bei meinen Aufnahme gleich ein Bezug zum Ort dabei ist, oder wenigstens zur Region. Aber so verschieden sind halt auch die Geschmäcker.
Gruß
Jens
Hallo Matthias,
als geborener Münchner und seit 2020 (Pandemie-Beginn) wieder mit Kamera solo unterwegs gewesen, hatte auch ich die von Dir benannten Architektur-Objekte permanent im Fokus. Im Januar dieses Jahres konnte ich bei leicht bewölktem Himmel die HVB-Towers in fast synchroner Ansicht Deiner Aufnahmen ablichten.
Die stürzenden Linien, bewusst so festgehalten, machen auf einem für Verwandte und Bekannte in Auftrag gegebenen Jahreskalender einen dramatischen Eindruck – ebenso wie Deine Aufnahmen.
Die U-Bahn Aufnahme (U 1 – Candidplatz) habe ich ebenfalls in ähnlicher Art und Weise aufgenommen, allerdings ohne einfahrenden Zug. Ich kann eine Reise mit der U 1 nur empfehlen, denn mehrere Stationen auf dieser Strecke sind auf alle Fälle Aufnahmen wert, darunter die Stationen Westfriedhof mit den Leuchten von Ingo Maurer, Georg-Brauchle-Ring *und vor allem die futuristische Ausgestaltung der Endstation OEZ (Olympia-Einkaufs-Zentrum).
Die BMW-Welt ist natürlich ebenfalls sehr gut und abstrakt eingefangen, die s/w-Aufnahmen verstärken diesen Eindruck nachhaltig. Grafisch besonders beeindruckend finde ich die Aufnahmen der Neuen Pinakothek (wenn ich richtig liege). Diese fehlt noch in meiner Sammlung – aber das wird schon noch.
Jedenfalls: Hervorragende Aufnahmen, wenn auch stilistisch sehr abstrakt.
* benannt nach dem ehemaligen 2. Bürgermeister Münchens (1960-1968 unter OB Vogel)
Viele Grüße
Hallo Peter,
vielen Dank für die Einblicke, ausführlichen Gedanken und Anregungen, das freut mich sehr!
Liebe Grüße
Matthias
schöne ruhige Bilder bei doch starken Bauwerken und Konturen. Bin alter Analog ist, habe Mal eine A7iii angeschafft (und tubein bißchen was mit C1, weil das dabei war) – würde gerne wissen wie und auf welchem Wege Sie diese tollen feinen Töne schaffen die ich beim analogen Mittelformat so liebe . Danke für Ihren Workflow.
Hallo Hans,
vielen Dank für das positive Feedback! Ich fotografiere wie beschrieben ebenfalls mit der A7 III. Für die Nachbearbeitung kam Adobe Camera RAW zum Einsatz. Darin habe ich aber keine Besonderheiten genutzt. Die Umwandlung fand lediglig mit dem ganz normalen Schwarz-Weiß Button statt, danach die Anpassung über die üblichen Regler. Freut mich, dass es so gut ankommt.
Liebe Grüße
Matthias
Hallo Matthias.
Die vom Minimalismus geprägten Bilder ab Bild 13 sind der Hammer! Die sind dir unheimlich gut gelungen. Auf mich haben sie eine faszinierende Wirkung.
Bild 14,16 und auch 18 kommen in metergroßen Bildern an der Wand sicher genial rüber.
…aber – gut sind sie eigentlich alle.
Chapeau!
Gruß
Ralf
Hallo Ralf,
vielen Dank für dein positives Feedback, freut mich sehr! In der Pinakothek war ich so richtig im Flow. 🙂
Liebe Grüße
Matthias
Schöne Fotos 😊
Mein Favorit ist das erste und das letzte. Das erste weil man sich wie ein Käfer unter 2 Schuhsolen fühlt. Die bedrohliche Instabilität würde ich hier mal als Stilmittel sehen – keine Ahnung ob das gewollt war. Wirkt aber so. Schöner Dynamikumfang auch im dunklen Bereich. Wäre mal interessant mit welcher Einstellungen Du das bei welchen Lichtverhältnissen fotografiert hast.
Das letzte, weil es ein echte Farbfoto ist, welches SW nie so funktioniert hätte. Gut gesehen! Funktioniert für mich auch mit der mittigen Position.
Hallo Heiko,
danke dir!
Das Erste sollte genauso wirken. Ich habe es bei bewölktem Himmel im AV Modus mit Blende 8 und Iso 100 fotografiert. Mit diesen Einstellungen fotografiere ich bei ausreichend Licht so gut wie immer, wenn ich ohne Stativ unterwegs und nicht gerade in japanischen Gärten bin.
Das Letzte ist genau wegen den Farben so fotografiert. Du hast vollkommen Recht – als SW würde es einfach nicht wirken.
Liebe Grüße
Matthias
Cool Danke Dir für die Einblicke 😊
Tolle Bilder von ein paar Architektur-Ikonen Münchens!
Hallo Stefan,
vielen Dank, das freut mich sehr. 🙂
Liebe Grüße
Matthias
Hallo Matthias,
ich finde die Fotos großartig! Gerade das reduzierte gefällt mir so gut. Die Bilder 13-18 wirken für mich wie Grafiken, Zeichnungen.
Beneidenswert!!
lg. bettina
Hallo Bettina,
ich freue mich sehr über deine positiven Worte, Dankeschön!
Liebe Grüße
Matthias
Hallo Matthias,
München kommt mir bei dir wie eine Raumstation vor (:-) , gefällt mir aber durch die ungewöhnlichen, Perspektiven. Ich finde die meisten sehr ästhetisch, auch ohne Menschen.
Weiter so!
Johanna
Hallo Johanna,
in der Architekturfotografie mag ich besonders die modernen Kontruktionen aus Glas und Stahl. Insofern ist das mit der Raumstation gar nicht so weit entfernt. Danke dir!
Liebe Grüße
Matthias
Von der Bildgestaltung mag das gut sein, die Architektur ist aber leblos und kalt, es fehlt der Mensch, Pflanzen und Natur. Das Gefühl – da möchte ich hin, das möchte ich auch sehen – das habe ich bei den Bildern nicht. Die Architektur ist Lebensraum für den Menschen und als Kunst allgegenwärtig mit großem Einfluss. In der abgebildeten Architektur möchte ich nicht leben, Schönheit in der Architektur ist leider selten.
Hallo W.,
danke dir für dein Feedback, das ist eine für mich nachvollziehbare Sichtweise.
Liebe Grüße
Matthias
Hallo Matthias,
schöne Bilder meiner früheren Heimat! Meine Lieblinge sind das fünfte und das vierte. Wie Du ohne Stativ die Langzeitbelichtung der fahrenden U-Bahn gemacht hast frage ich mich 😉
So schön das alles aussieht, stelle ich doch fest wie wenig es mir fehlt und wie froh ich bin jetzt in der Toskana zu wohnen.
Grüße
Andy
Hallo Andy,
danke dir! Das fünfte mag ich auch sehr, weil es durch die runden Lichter mal ganz andere Formen in die Architekturfotografie bringt.
Die „Langzeitbelichtung“ der fahrenden U-Bahnen ist recht einfach. Dank Bildstabilisator lassen sich mit dem Weitwinkelobjektiv auch Belichtungszeiten bis zu einer halben Sekunde aus der Hand fotografieren. Bevor der Zug eingefahren ist, habe ich mit den Einstellungen kurz experimentiert, um auf etwa 1/4 s Belichtungszeit zu kommen. Bei Bild 11 waren das F6,3 und Iso 250, bei Bild 12 brachten F8 und Iso 200 eine Belichtungszeit von 1/3 s zustande. Dann habe ich jeweils zwei Züge beim Ein- und Ausfahren fotografiert. Die Bilder sind nicht ganz so scharf, wie es vom Stativ aus der Fall gewesen wäre, aber es ist ausreichend.
Liebe Grüße in die wundervolle Toskana
Matthias
Danke für die neuen Eindrücke aus München. Klasse.
Hallo Christoph,
na gern, danke dir!
Liebe Grüße
Matthias
Bravo, die Bilder sind genau mein Geschmack!
Was mir aufgefallen ist:
Bei Bild 1 finde ich keine Bezugslinie, macht das Bild etwas instabil, mir fehlt der Halt fürs Auge.
Auch bei Bild 2
Bild 3 Super, Waage und senkrechte Linien
Bild 4 hat hat keine Waage oder senkrechte Linien, funktioniert aber trotzdem sehr gut, vermute der Pfeiler aus der Bildecke links/unten gibt dem Bild halt – danke, hab ich dazu gelernt.
Gruß Ingo
Hallo Ingo,
ich danke dir! Deine Zeilen sind sehr interessant für mich und die angesprochenen Punkte sind nachvollziehbar. Je nach gewünschtem Ergebnis setze ich die Linien bewusst ein, damit der Betrachter einen Bezug hat oder nicht.
Liebe Grüße
Matthias
Mich sprechen die BW Fotos sehr an. Architektur in BW ist für mich das wahre fotografieren.
Hallo Wolfgang,
danke dir für deine Worte. Architektur in BW reduziert auf Linien, Textur und Licht. Für mich macht es diese Reduktion oftmals einfacher, denn so muss ich mich nicht mit der Wirkung der Farben befassen. Es gibt aber auch Bilder wie die 20, die würden in BW nicht funktionieren.
Liebe Grüße
Matthias