Die besten 12 Bilder meiner Alpen-Tour (2019)

Mitte Juni war ich eine Woche in den Alpen unterwegs und hatte nur eine Kompaktkamera und das Smartphone dabei. Hier kommen die Bilder dieser Fototour!

Es war keine gewöhnliche Fototour. Seit etwa 20 Jahren bin ich mal wieder mit meinem Vater im “Urlaub” gewesen. Ich schreibe Urlaub deshalb in Anführungszeichen, weil bei mir am Ende oft eine Fototour draus wird.

Wie kam es dazu?

Wie kommt es, dass ich mit meinen 37 Jahren mit meinem Vater in den Urlaub fahre? Seine Sehkraft nimmt langsam ab und er traut sich nicht mehr zu, längere Strecken mit dem Auto zu fahren. Das finde ich auch absolut vernünftig. Nach meiner Tour über die deutsche Alpenstraße im September 2018 habe ich natürlich auch von dieser Reise erzählt. Da mein Vater sehr gern reist und diesen Teil der Alpen gern sehen wollte, habe ich kurzerhand gesagt: Dann mache ich den Fahrer.

Vor der Reise habe ich eine ganze Weile überlegt, ob ich eine Kamera mitnehme. Mein Vater ist 79 Jahre alt und es kann eben sein, dass er eine solche Tour aus gesundheitlichen Gründen nicht noch einmal machen kann. Aktuell geht es ihm aber sehr gut. So lag mir aber mehr am Herzen, die Zeit mit ihm zu genießen. Also habe ich neben meinem Smartphone nur eine alte Kompaktkamera eingepackt. Kein Stativ, keine Filter, kein Zubehör.

Blick von der Großglocknerstraße Richtung Heiligenblut

Blick von der Großglocknerstraße Richtung Heiligenblut

Der erste Teil: Großglockner Hochalpenstraße

Wir verbrachten als erstes drei Nächte in Österreich. Unsere Unterkunft lag in Heiligenblut an der Großglocknerstraße. Dort kann man über 28 Kehren mit dem Auto bis auf 2.500 Meter Höhe fahren. So war die Großglockner Hochalpenstraße auch eines der Hauptziele unserer Reise. Von einem Aussichtspunkt, der als Franz-Josefs-Höhe bekannt ist, hat man eine großartige Sicht auf den Großglockner. Wir wanderten, besuchten die Kitzlochklamm und fuhren mehrmals die Hochalpenstraße.

Sturmlicht hinter Heiligenblut

Sturmlicht hinter Heiligenblut

Ein wettertechnisch interessantes Erlebnis hatten wir am dritten Abend unserer Reise. An unserer Unterkunft in Heiligenblut auf 1.300 Meter Höhe zog ein kleines Unwetter durch. Unser Plan war es, zum Sonnenuntergang zum Aussichtspunkt der Franz-Josefs-Höhe zu fahren. Doch auch nachdem das Unwetter fast vorbei war, war es in Heiligenblut noch sehr windig. Wir fragten uns, wie stark der Wind dort oben dann wohl sei. Nach einem Tipp unserer Wirtin fuhren wir dennoch hinauf. Als wir oben ankamen, war es dort erstaunlicherweise fast windstill.

Sonnenuntergang über den Resten des Gletschers Pasterze, mitte-links in den Wolken die Spitze des Großglockners

Sonnenuntergang über den Resten des Gletschers Pasterze, mitte-links in den Wolken die Spitze des Großglockners

Sonnenuntergang am Großglockner

Sonnenuntergang am Großglockner

Tagsüber ist an diesem Aussichtspunkt viel los, weil er eben mit dem Auto gut erreichbar ist. Bei Sonnenuntergang ist man dort jedoch oft allein. So lässt sich ganz in Ruhe der Ausblick und die Natur genießen. Als ich dort oben stand, dachte ich: Es ist nicht möglich, mit einer Kamera die Größe und den Eindruck einzufangen, den ich selbst in diesem Moment habe. Dort oben zu stehen, auf den Rest des Gletschers hunderte Meter hinunter zu schauen. Mehr als 1.000 Meter über mir zwischen den Wolken die Spitze des Großglockners. Die kühle Luft, die Stille. Das kann ich nicht mit einer Kamera festhalten.

Die Wolken hängen zwischen den Felsen an der Franz-Josefs-Höhe

Die Wolken hängen zwischen den Felsen an der Franz-Josefs-Höhe

Mondaufgang an der Franz-Josefs-Höhe

Mondaufgang an der Franz-Josefs-Höhe

Der zweite Teil: Berchtesgadener Land

Die nächsten drei Nächte verbrachten wir in Bad Reichenhall im Berchtesgadener Land. Auf dem Weg dorthin machten wir an den Krimmler Wasserfällen halt. Es handelt sich um die fünftgrößten Wasserfälle der Welt. Wir hatten großes Glück mit dem Sonnenstand, denn vom zweiten Aussichtspunkt aus war ein Regenbogen zu sehen.

Regenbogen den Krimmler Wasserfällen

Regenbogen den Krimmler Wasserfällen

Die Unterkunft in Bad Reichenhall hatte ich eher aus Kostengründen gebucht, weil sie im Gegensatz zu den Alternativen verhältnismäßig günstig war. Dennoch lag sie keine 10 Meter vom Kurpark entfernt. Bad Reichenhall lohnt sich auch durchaus mal für ein Wochenende, weil man viele Parks und Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß oder mit dem Bus erreicht.

Die erste Tour in dieser Gegend war natürlich die Bootsfahrt über den Königssee. Mit Elektrobooten fährt man durch den Nationalpark Berchtesgaden eine knappe Stunde zum anderen Ufer des Sees. Der touristische Ansturm hier ist groß, aber alles ist gut organisiert. Während der Fahrt kann man die tolle Aussicht auf die steilen Felswände rund um das Wasser genießen. Auf der anderen Seite wanderten wir den Weg um den Obersee und ließen uns an der dort gelegenen Alm Käse- und Butterbrote plus Almdudler schmecken.

Obersee und Fischunkelalm

Obersee und Fischunkelalm

Spiegelung im Wasser des Obersees

Spiegelung im Wasser des Obersees

Am nächsten Tag wollten wir es etwas ruhiger angehen lassen. Nach einer Fahrt mit der Predigtstuhlbahn spazierten wir am Nachmittag durch die Kurparks. Für den Abend hatte ich den Hintersee geplant. Zum einen, damit dort nicht mehr ganz so viel los ist, zum anderen, weil das Licht dann vielleicht noch die Spitzen der Berge zum Sonnenuntergang treffen könnte. Irgendwie ist halt doch immer der Landschaftsfotograf in mir aktiv. So hatten wir einen schönen letzten Abend, bevor wir den Heimweg antraten.

Sonnenuntergang am Hintersee

Sonnenuntergang am Hintersee

Das letzte Licht des Sonnenuntergangs auf Rotpalfen und Hochkalter

Das letzte Licht des Sonnenuntergangs auf Rotpalfen und Hochkalter

Sonnenuntergang am Hintersee

Sonnenuntergang am Hintersee

Weil ich weiß, dass du das liest: Danke dir für die gemeinsame Zeit Papa!

Alle Aufnahmen auf dieser Reise sind mit der Canon Powershot S95 und dem Samsung Galaxy S10 entstanden. Wenn dich interessiert, wie ich meine Bilder nachbearbeite, dann wirst du hier fündig.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.