Richtungswechsel

Der Eine oder Andere wird bemerkt haben, dass es hier etwas ruhiger geworden ist. Ich will heute darauf eingehen, warum das so ist.

Quirang

Quirang

Als ich 2005 mit der Fotografie begonnen habe, da brauchte ich nur die Kamera dabei haben. Meine Ideen und die Inspirationen aus dem Internet waren nie versiegend. Nach einiger Zeit habe ich mich auf die Landschaftsfotografie eingeschossen. Sieben Jahre lang habe ich hauptsächlich Natur fotografiert, bin viel gereist, habe das Licht abgewartet und unzählige Sonnenauf- und Sonnenuntergänge gesehen. Ich habe brennende Hitze, Schnee und eisigen Wind, Sterne und Stürme erlebt. Doch irgendwann hatte ich genug davon, nur auf die zwei mal 15 Minuten am Tag zu warten, an denen sich Landschaftsfotografie lohnt. Ich wusste, dass ich etwas Neues brauche.

Experimentelle Fabrik

Experimentelle Fabrik

2012 beschloss ich, ich mich eingehend mit Schwarz-Weiß Fotografie zu beschäftigen. Schnell wurde es dann die Architektur als Motiv. Vor allem im ersten Halbjahr habe ich unglaublich viel gelernt. Die letzten zwei Jahre habe ich fast ausschließlich diese Art der Fotografie betrieben. Doch nach weiteren unzähligen Reisen, Fototouren zwischen Wolkenkratzern und dem Gewinn des PX3 Awards wurde ich wieder müde. Ich beschloss also, diese Fotografieserie zu beenden, um mich wieder etwas Neuem zu widmen. Wie fast immer wenn ich mit einer Fotografierichtung abschließe, so weiss ich noch nicht, was ich danach machen werde. Ich fühle aber, dass dann etwas Abgeschlossenes hinter mir liegt, auf das ich gern zurück blicke. Und dann suche ich nach etwas Neuem. Etwas was mich wieder fordert. Etwas, für das ich wieder genauso brenne wie die beiden Fotorichtungen davor. Und genau an diesem Punkt bin ich grad.

5 Kommentare

  1. Christoph

    An einer Hauswand habe ich mal einen Satz gelesen, der mich seitdem stets begleitet: Loslassen ist der Beginn einer neuen Reise.

    Gute Reise!

    Christoph.

  2. „Doch irgendwann hatte ich genug davon, nur auf die zwei mal 15 Minuten am Tag zu warten, an denen sich Landschaftsfotografie lohnt.“ – das doch nur dann, wenn man sich auf Sonnenauf- und -untergänge beschränkt. Landschaftsfotografie ist doch aber mehr!

  3. Stefan Gerlach

    Zwei tolle Bilder aus unterschiedlichen Bereichen. Die Gründe sind nachvollziehbar. Wer kennt es nicht, auf den Sonnenauf- oder Untergang zu warten… 🙂

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