Video Tutorial 12: From Start to Finish – Elgol Beach

Here is the third part of my video series “From Start to Finish”. Again it’s a photo from Scotland. It’s also available in the tutorials section on my website.

This tutorial shows my workflow:

  • Developing the images in Adobes Raw Converter
  • Blending the exposures
  • Creating a composite layer
  • Reducing noise using Neat Image
  • Adding a curves adjustment layer to increase contrast
  • Adding a channel mixer adjustment layer to increase colors

Matthias Haltenhof Fotografie Video Tutorials 12 VABE Elgol Beach
Please note that the tutorial is currently only available in German language. I recommend watching the video directly at the Vimeo page by clicking the link below the preview for HD resolution. If you have any questions about my postprocessing, feel free to contact me.

Video Tutorial 11: Vom Anfang bis zum Ende – Rua Reidh

Hier ist das nächste Video der Serie “Vom Anfang bis zum Ende”. Für dieses Video habe ich mir folgendes Bild aus Schottland ausgesucht:


Rua Reidh
Canon EOS 450D, EF-S 10-22, F8, Belichtungsreihe

Das Tutorial zeigt meinen gesamten Workflow:

  • Auswahl der Dateien
  • Einstellungen im RAW-Converter
  • Entrauschen mit Neat Image
  • Blending der beiden Belichtungen mit Blaukanal
  • Einstellungsebenen für Kontrast und Farben

Viel Spaß dabei und ein schönes Wochenende!

Interview: Dave Derbis

Dave habe ich während meines Studiums kennen gelernt. Zusammen haben wir schon unzählige Fototouren unternommen. Es war interessant, diesmal einen Freund zu interviewen. Auf seiner Website gibt es weitere Arbeiten von ihm zu sehen.

Wer bist du und was machst du?

Hallo, mein Name ist Dave Derbis. Ich bin ein 30 jähriger Web-Entwickler und komme ursprünglich aus Brumby, habe aber auch schon in Lüneburg, Köthen, New York und Potsdam gelebt, studiert und gearbeitet, bevor es ich mich dann vor circa zwei Jahren nach Leipzig verschlagen hat.


Wie bist du zur Fotografie gekommen?

Während des Studiums in Köthen wurde ich durch einen Kommilitonen namens Matthias Haltenhof auf die Fotografie aufmerksam. Da er sich schon länger mit dem Thema beschäftigte und wir durch andere gemeinsame Interessen recht viel Zeit zusammen verbrachten hat es sich ergeben, dass ich erst durch seine Fotos dann durch die anderer Fotografen direkt Feuer für das ganze Thema gefangen habe. Ich wollte wissen wie das funktioniert und das auch können! Ich fing an mich wirklich für die Aufnahmen und deren Entstehung und Wirkung zu interessieren. Wir sprachen damals sehr viel darüber, ich las viel im Netz und sah mir sehr viele Bilder an und fing schließlich mit meiner Kompaktkamera selber an zu fotografieren. Dann fuhren wir gemeinsam auf die ersten kleinen “Fototouren” rings um Köthen und Umgebung, später dann in den Harz und viel später auch ins Ausland. Seit diesen ersten Tagen während des Studiums beschäftige ich mich quasi täglich in irgendeiner Form mit der Materie. Es macht mir einfach Spaß und ich werde der Sache auch irgendwie nicht überdrüssig. Wegen mir kann das auch noch eine ganze Weile so bleiben!


Wie hast du dein jetziges Fotowissen erlangt?

Ich sehe mir praktisch täglich Arbeiten anderer Fotografen an, die ich teilweise recht genau unter die Lupe nehme und analysiere. Dann lese ich viele Artikel im Netz über Fotografie im Allgemeinen, neue Aufnahmetechniken oder Nachbearbeitungsmöglichkeiten und mögliche neue Locations. Natürlich lernt man zudem viel durch den Austausch mit anderen Fotografen. Am meisten lernt man wahrscheinlich aber durch üben und die eigenen Fehler, die sich schmerzlich ins Gedächtnis einbrennen und die man dann nicht wieder macht (Stichwort falsche ISO z.B.). Viel üben hilft dabei auch viel!


Auf deiner Website hast du Fotos aus verschiedenen Bereichen, meist Natur und Rural. Man hat den Texten nach den Eindruck, daß es dich mehr in die Natur zieht. Wie kommt es, daß du trotzdem eine ganze Reihe von Stadtaufnahmen dabei hast?

Mein Interesse an der Fotografie beschränkt sich praktisch auf diese zwei Bereiche. Ich sehe mir zwar auch sehr gern Fotos aus anderen Sparten wie Street, Sport und konzeptionelle Fotografie an, hatte aber bisher kaum Interesse selbst Bilder in diesen Bereichen zu erstellen. Es stimmt, dass es mich mehr in die Natur zieht zum Fotografieren. Diese Art von Erfahrung, “das draußen sein” und diese Bilder reizen mich definitiv am meisten! Andererseits mag ich auch die Architektur- bzw. Stadtfotografie. Immerhin verbringe ich ja, wie die meisten von uns, auch einen Großteil meiner Zeit in Städten. Sie stellt derzeit meinen Hauptlebensraum dar und ist auch einfach deshalb ein Teil meiner Fotografie, weil ich mich so viel darin aufhalte und zwangsläufig damit beschäftige. Ich kann nicht mehr von mir behaupten ein großer Freund von Großstädten, deren Krach, Hektik und den Menschenmassen zu sein. Ich denke dass drücken einige der Bilder auch aus. Andererseits spiele ich eben gern einfach mal mit dem Licht, den Linien und Formen im Lebensraum Stadt.


Das Jahr hat gerade begonnen, wie sind deine Fotopläne für 2012?

In den letzten Jahren hatte ich mehr oder weniger immer langfristige Pläne, die sich dann teilweise in die Realität umsetzen ließen, meistens jedoch nicht. Dadurch war ich dann doch gezwungen spontan zu entscheiden. Dieses Jahr habe ich noch keine langfristigen festen Pläne gemacht. Ich habe allerdings noch eine lange Liste an Locations, die ich noch unbedingt sehen und auch fotografieren möchte. Dazu zählen Norwegen (nördl. des Polarkreises) zur Mitternachtssonne, die National Parks der kanadischen Rocky Mountains in British Columbia und Alberta, die amerikanische Westküste sowie Portugal und Schottland. Seit einiger Zeit interessiere ich mich auch viel für Japan und Südamerika, allerdings nicht nur aus fotografischer Hinsicht.


Gibt es bestimmte Orte an denen du am liebsten fotografierst? Warum grad dort?

Rückblickend gibt es zwei Wanderrouten im Harz, die ich schon viel öfter als andere Orte aufgesucht habe, wenn es mich in die Natur zog. Aber so wirkliche Lieblingsplätze zum Fotografieren habe ich nicht – nur die Natur im Allgemeinen, möglichst ohne viele Menschen, aber ich habe keine speziellen Plätze. Der Reiz des Neuen und mein Entdeckerdrang immer wieder neue Orte zu erkunden sind stärker als das es mich ständig an die gleichen Orte zurück ziehen würde.


Was war dein interessantestes Erlebnis beim Fotografieren?

Das ist keine leichte Frage. Es gibt mittlerweile so einige interessante Erlebnisse, die beim Fotografieren oder im Rahmen einer Fototour passiert sind. Sehr einprägsam war ein einstündiges “Wettkampfshooting” während eines Fluges in einem Heißluftballon in der Nähe von Wien, der Flug und die Landung mit einer kleiner Propellermaschine in einem Fjord in Nordisland und das Fahren auf engen italienischen Serpentinen in den Dolomiten auf einer Höhe von fast 3000 Metern mit einem Nagel im Reifen! Ich kann mich im Grunde gar nicht für ein spezielles Erlebnis entscheiden.


Wo siehst du deine Fotografie in 10 Jahren?

Das kann ich nicht sagen. Momentan versuche ich nichts zu forcieren. In den letzten sechs Jahren hat es mir einfach viel Spaß gemacht mich damit zu beschäftigen und es hat sich praktisch eine große Leidenschaft daraus entwickelt. Ich hoffe einfach das ich mir diese Begeisterung auch in den kommenden Jahren erhalten kann und weiterhin viel Spaß am Reisen und Fotografieren habe, mich weiterhin wie selbstverständlich täglich damit beschäftige, neue Techniken ausprobiere, neugierig bleibe und dabei Bilder entstehen auf die ich auch in 10 Jahren und darüber hinaus noch stolz sein kann.

Wenn dich ein Anfänger nach einem Tipp fragen würde, wie er sich stetig verbessern könnte, was würdest du ihm sagen?

Ich kann nur raten möglichst viel zu fotografieren sich mit dem Thema zu beschäftigen, viel zu hinterfragen, die Arbeiten anderer Fotografen zu studieren und üben üben üben.

Flaschenpost 14.01.12

Hier sind die Fundstücke, die das Web in letzter Zeit angespült hat:

Artikel zu zweiteiligen Bildern von Christof Schoppa auf Kwerfeldein

Fotoprojekt von Martin Gommel

Fotowettbewerb in Dresden bei dem ich auch mitmachen werde

Video zum Lächeln über Canon VS Nikon

Interview mit Curse, einem deutschen Rapper, seine Gedanken über das künstlerische Dasein sind das Interessante

Blick in eine andere Kunstrichtung

Jahresrückblick von Ronny Ritschel

Artikel von Guy Tal zu Kritik


Sunburst

Canon EOS 5D, 17-40, F8

21 Wege die eigene Fotografie zu verbessern

Vor 5 Jahren habe ich beim Stöbern nach Foto-Tutorials mal diesen Link gefunden. Es geht um einen Artikel von Brooks Jensen. Damals verstand ich noch nicht besonders viel von Fotografie. Aber ich wusste schon, daß einige der Abschnitte stimmen. Je mehr Erfahrung ich sammle, umso mehr merke ich, wie wahr dieser Text ist. Er ist direkt, fast radikal und bringt das Wichtigste auf einen Punkt. Ich habe den englischen Artikel auch schon eine Weile in meinen Tutorials verlinkt. Vor einigen Monaten habe ich mich mit Erlaubnis des Authors mal daran gemacht, den Artikel ins Deutsche zu übersetzen. Ich präsentiere:

21_Wege_die_eigene_Fotografie_zu_verbessern

Bitte speichert diesen Text nicht nur einfach auf dem Rechner ab und lasst ihn in irgendeinem Ordner vergammeln. Druckt ihn aus und lest ihn öfter. Es steckt unglaublich viel Wahrheit darin. Danke an Brooks Jensen!


City Stream
Canon EOS 450D, EF-S 10-22, F11, 20 sec

Entstehung einer Langzeitbelichtung

Vorgestern habe ich mal wieder meinen Fotorucksack aufgeschnallt und bin losgezogen, um Langzeitbelichtungen zu machen. Heute möchte ich euch von der Entstehung einer dieser Aufnahmen berichten. Das Wetter war bedeckt, aber man sah noch Konturen im Himmel. Sonnenuntergang war noch eine Stunde hin, aber durch die geschlossene Wolkendecke war es nicht mehr besonders hell. Mein Ziel war ein kleiner Teich innerhalb Köthens.

Nachdem ich mein Equipment aufgebaut und die Komposition festgelegt hatte, sah das Bild so aus:

Ich wollte eine Belichtungszeit zwischen einer und zwei Minuten erzielen. In diesem Bereich bekommt man einen schönen Wolkenzug hin, ohne daß zu viel verschwimmt. Schnell war der ND8 und der ND400 Filter aufgeschraubt. ND400 = 9 Blenden, ND8 = 3 Blenden. Bei mehreren ND-Filtern addiert sich die Abdunklung nicht, sondern multipliziert sich. Ich hätte rechnen können, aber ich war zu faul und machte eine Testbelichtung mit F11 und 30 Sekunden bei ISO 100. Das Ergebnis:

Gar nicht mal so hell. Um mich langsam an eine gute Belichtung heran zu tasten, machte ich die Blende ein Stück auf und hob die ISO auf 200 an. F 5.6, 30 Sekunden:

Jetzt sah man schon etwas mehr, jedoch ist es immernoch viel zu dunkel. Ein Blick auf das Histogramm und kurzes Kopfrechnen sagte mir, daß ich mit diesen beiden Filtern bei F8 und ISO 100 8 Minuten hätte belichten müssen. Das war viel zu lang. Ich schraubte den ND8 Filter ab und macht eine neue Testbelichtung, diesmal mit F8, ISO 100 und wieder 30 Sekunden.

Im Histogramm waren noch 1,5 Blenden Platz nach rechts und somit musste die finale Belichtung mit F8 und ISO 100 90 Sekunden betragen. Gesagt getan.

Die Datei habe ich im RAW-Converter entwickelt:

  • Objektivkorrektur
  • Helligkeitsregler um 25 nach oben
  • Aufhelllicht um 25 erhöht, um die Tiefen zurück zu holen
  • Schwarzregler auf 0
  • Quadratischer Crop
Das Ergebnis wurde dann mit Silver Efex 2 Pro in Schwarz-Weiss umgewandelt:

Visitenkarten

Nach dem letzten Umzug im Juli war es mal wieder an der Zeit, neue Visitenkarten machen zu lassen. Ich benutze seit einigen Jahren die Moo MiniCards. Diese Karten heben sich von normalen Visitenkarten schon durch die Größe ab. Der Druck geht je nach Geldbeutel schneller oder langsamer, ich habe diesmal etwa 2 Wochen auf die neuen Karten gewartet. Schon bei meiner ersten Bestellung hatte ich mir eine Plastikbox dazu gekauft, denn Visitenkarten die im Fotorucksack rumfliegen mit abgestoßenen Ecken machen keinen guten Eindruck. So kann man, wenn man mal wieder irgendwo mit Stativ steht und angesprochen wird, gleich dem Gegenüber eine Visitenkarte geben, die vielleicht nicht gleich im Mülleimer landet.

Der eigene Webauftritt

Viele von Euch zeigen die eigenen Bilder im Internet. Seiten wie Fotocommunity, Flickr und Deviantart bieten gute Möglichkeiten, seine Fotos zu präsentieren. Eine Website jedoch ist da schon ein ganz anderes Niveau. Der Fokus liegt hier ausschließlich auf der eigenen Fotografie, hinzu kommt die Möglichkeit, Texte und Links zu verfassen.
Ich möchte euch deshalb heute dazu ermuntern, den ersten Webauftritt zu starten. Jetzt mögen viele sagen: Ich weiß aber gar nicht, wie das geht. Es gibt am Markt verschiedene Systeme dazu, mit denen Ihr keinerlei Programmierkenntnisse braucht. Wer Word bedienen kann, kann sich auch den eigenen Webauftritt zusammenklicken.

Los gehts mit der kostenlosen Variante von WordPress. Unter www.wordpress.com kann man nach Anmeldung seinen eigenen Blog gestalten. Dieser Blog ist dann unter dem jeweiligen Wunschnamen wunschname.wordpress.com zu finden. Viele gute Fotografen haben über Jahre Ihre Bilder in solch einem Blog präsentiert. Prominentes Beispiel ist Kirk Hille.

Zweites Beispiel ist Jimdo. Für einen meiner Meinung nach sehr akzeptablen Preis kann man seine eigene Homepage mit Domain erstellen. Eine Top-Level-Domain wie www.deinname.de ist inklusive. David Schwarz hat hier innerhalb eines Abends seine eigene Homepage erstellt.

Eine Website lebt vom Inhalt. Nur seine Domain zu reservieren und dann an alle Freunde zu mailen “guck mal, ich hab jetzt ne Website!” bringt natürlich nichts. So sollte man, bevor man jemandem von der Website berichtet, diese schon etwas gefüllt haben. Eine Auswahl an Bildern, Verweise zu anderen Fotografen oder auch Geschichten zu den Bildern lockern das Gesamtbild auf. Als Faustregel gilt beim Blog wenigstens fünf Einträge.

Nun seid ihr an der Reihe. Vielleicht habt ihr in den nächsten Tagen Zeit dafür, mit eurem eigenen Webauftritt zu beginnen. Damit die Homepage dann auch etwas bekannter wird, könnt ihr den Link hier in die Comments zu schreiben. Heute in einer Woche schreibe ich dann einen Blog-Eintrag mit den Websites.


Boat Trip
Canon EOS 300D, 18-55, Panorama aus 7 Bildern

Startrails How-to

Heute möchte ich die Technik hinter den Startrails Aufnahmen erläutern. Startrails?

Equipment

  • DSLR
  • möglichst Weitwinkliges Objektiv
  • Stativ
  • Fernauslöser
  • starke Taschenlampe
  • voller Akku
  • warme Kleidung

Umgebungsbedingungen

Der Kreis in den Aufnahmen entsteht durch die Rotation der Erde. Um nun diesen Kreis auch im Bild zu haben, muss man seine Kamera so ausrichten, daß diese nach Norden zeigt. In der Mitte ist der Polarstern zu sehen. Das Motiv für den Vordergrund muss also auch so beschaffen sein, daß man es in nördlicher Richtung fotografieren kann. Ich habe im Fotorucksack einen Kompass dabei und suche dann schon bei Tageslicht nach passenden Motiven. Was muss man noch bedenken? Um möglichst wenig “Lichtsmog” im Bild zu haben, sollte man diese Aufnahme fern von Ortschaften machen. Definitiv darf keine direkte Lichtquelle im Bild zu sehen sein. Die Bilder können von zwei Stunden nach Sonnenuntergang bis zwei Stunden vor Sonnenaufgang gemacht werden. Der Mond sollte nicht mit im Bild sein, idealerweise ist dieser hinter mir und leuchtet den Vordergrund etwas aus. Zu guter Letzt muss es natürlich eine wolkenfreie Nacht sein.

Aufnahme

Für die Startrails Aufnahmen setze ich meine Kamera mit Fernauslöser aufs Stativ. Nun gilt es den Fokus richtig zu setzen. Ich leuchte dazu mit einer starken Taschenlampe mein Motiv an und fokussiere mittels Autofokus darauf. Alternativ kann man auch auf den Mond fokussieren. Wenn das abgeschlossen ist, dann setze ich den Schalter am Objektiv auf manuellen Fokus. Wie oben erwähnt richte ich die Kamera Richtung Norden aus. Die Komposition ist frei wählbar, gut funktioniert 2/3 Himmel und 1/3 Landschaft.

Man kann jetzt eine lange Belichtung machen, so lange wie es der Akku her gibt. Da dann jedoch das Rauschen relativ stark wird und eventuell auch der Vordergrund überbelichtet ist, empfehle ich Serienbilder mit jeweils 30 Sekunden. Diese Einzelbilder werden später am PC zu einem fertigen Bild zusammengesetzt.

Für die erste Aufnahme kann man folgende Einstellungen wählen: F5.6, Iso 400, 30 Sekunden, Serienbild, JPG, Weißabgleich Kunstlicht. Warum JPG? Weil die Kamera zu lange braucht um RAWs zu speichern und dann zwischen den einzelnen Aufnahmen Lücken in den Sternspuren entstehen.

Nun sind die Einstellungen gemacht und man kann seinen Fernauslöser drücken und auch gleich einhaken. Und warten. Und warten. Und warten. Ich empfehle wenigstens 30 Minuten Aufnahmen zu machen, ich habe meist nach einer Stunde keine Geduld mehr. Theoretisch kann man auch warten bis der Akku leer ist.

Nachbearbeitung

Nun hat man jede Menge JPGs. Die Dateien lassen sich mit dem Programm Startrails kombinieren. Man lädt alle Dateien hinein, klickt zuerst “Vordergrund mitteln” und danach auf “Strichspuren”. Nach einigen Minuten ist das Bild fertig und lässt sich speichern, vorzugsweise als .tiff. Dieses Ergebnis kann man nun in Photoshop öffnen und bearbeiten. Ich wende meist folgende Schritte an:

  • Drehen
  • Entrauschen
  • Hotpixel wegstempeln
  • (Auto-)Tonwertkorrektur
  • Kontrast anheben

Fertig ist das Startrails Bild.

Variationen

Je nach Aufnahmesituation kann man die Kameraeinstellungen verändern. Kürzlich habe ich die Fotos mit Iso 1600 und F3.5 gemacht, weil kaum eine Lichtquelle meinen Vordergrund ausgeleuchtet hat. Je nach Objektiv ist auch denkbar, die Blende noch weiter auf zu machen, um mehr Licht einzufangen. Probieren geht über Studieren.

Viel Spaß!